Schlösser und Burgen in Ostfriesland

Das Dornumer Schloß

Einst befand sich in Dornum der Häuptlingssitz der Attena. Um 1400 gab es drei befestigte Plätze in Dornum, die Westerburg, die Norderburg und die Osterburg, auch Benningaburg genannt.

An der Stelle der Norderburg, auch Attenaburg, wurde 1698 von Haro von Closter das Dornumer Schloß gebaut.
Ritterspiele in Dornum
Ritterspiele in Dornum
Heute befindet sich in dem renovierten Schloß die Kreisrealschule.

Jedes Jahr werden ein mittelalterlicher Handwerkermarkt & Ritter samt Heerlager in Dornum aufgeführt. Eine Zeitreise ins Mittelalter - Heerlager, Ritterkämpfe, Reiter und Falkoniere.

Das barocke Wasserschloss zu Dornum wird dann einzigartige Kulisse für ein außergewöhnliches Kulturspektakel: Sie werden zurückversetzt in die Zeit der Ritter - ein bunter Tross von Handwerkern, Hökerern, Spielleuten und Gauklern hält Einzug und ein großes Heerlager wird am Schloss aufgeschlagen.

Mittelpunkt bildet der mittelalterliche Handwerkermarkt auf dem Schlossplatz. Mit einer zeremoniellen Markteröffnung wird das Treiben der Meister und Meisterinnen der Zünfte begonnen, die den ganzen Tag ihre Waren zum Kauf anbieten.
(Quelle: Ingrid Hofmeister, Tourismus-Marketing + Pr., Aurich) - Siehe auch: http://www.dornum.de


Die Benningaburg in Dornum

In der Osterburg (oder Benningaburg) befindet sich heute ein Hotel-Restaurant. Die Westerburg wurde leider 1514 völlig zerstört.


Die Manningaburg in Pewsum

Vom 14. Jhdt. - 16. Jhdt. war Pewsum der Häuptlingsitz der Familie Manninga.
Für 80.000 Gulden wurden die Burg und die Pewsumer Mühle von Hoyko Manninga 1565 an Graf Edzard II. und seiner Gemahlin Katharina, eine Tochter des schwedischen Königs Gustav Erichson verkauft.

Katharina bewohnte nur zeitweise die Burg. Nachdem sie 1610 gestorben war, diente das Gebäude ihren Töchtern, den Gräfinnen Sophia und Maria, als Wohnsitz. Die Verteilung des "Burgbrotes" an die Armen der Gemeinde Pewsum und Woquard erinnert an diese Zeit, bis zum ersten Weltkrieg wurde dieser Brauch gepflegt.

Manningaburg Heute ist nur noch die Unterburg aus dem Jahre 1458 erhalten. Das Torhaus war etwa 100 Jahre später erbaut worden. Die Vorburg und die Oberburg aus dem 16.Jhdt. wurden im 18 Jhdt. abgerissen. Als 1954 der "Heimatverein Krummhörn e.V." mit Hilfe des Kreises Norden und der Ostfriesischen Landschaft die Burg kaufte, stand die Anlage kurz vor dem Verfall.

1980 übernahm die Gemeinde Krummhörn die Manningaburg. Zusammen mit dem Institut für Denkmalspflege, dem Heimatverein und der Ostfriesischen Landschaft begann die Restauration der Burg.
Zur Zeit befindet sich in der Burg ein Museum und das Standesamt.
Informationen dazu auch unter: http://www.manninga-burg.de/


Die Burg in Hinte

Wasserburg "Hinta" erbaut Ende des 13. Jahrhunderts. Burg Hinta, eine von einem Graben umgebene Vierflügelanlage mit Zugang über eine Holzbrücke. Die Burg ist seit dem 16. Jahrhundert in Privatbesitz der Familie von Frese.


Die Osterburg in Groothusen

Groothusen war im Hochmittelalter ein Handelsplatz und Versammlungsort. des friesischen Emsigerlandes sowie Propsteisitz für 12 Kirchengemeinden.

Um 1400 standen in Groothusen drei Wasserburgen der Häuptlingsfamilie Beninga, um die in der folgenden Zeit mehrmals heftig gekämpft wurde.

Nur die Osterburg - um 1490 neu errichtet - blieb bis heute erhalten. Sie liegt an der Ostseite des Dorfes an einem Landschaftsschutzgebiet mit langer, alter Lindenallee.

Auf Verabredung können mehrere Räume und der Saal der Burg in Gruppenführungen besichtigt werden. (Ahnenbilder aus fünf Jahrhunderten und Gegenstände altostfriesischer Kultur). Außerdem wird Übernachtungsmöglichkeit mit Frühstück geboten.


Das Schloß Lütetsburg

Als im 14. Jh. schwere Sturmfluten den Stammsitz der Häuptlinge Manninga zerstörten, wurde der Häuptlingssitz nach Lütetsburg verlegt und die Burg wurde ausgebaut.

In den folgenden Jahrhunderten wurde das Schloß durch kriegerische Auseinandersetzungen, durch Brände oder Bomben schwer beschädigt.

Der heutige Bau entstand in den Jahren von 1957 - 62 und steht auf den Grundmauern des 16. Jahrhunderts. Bis 1588 war Lütetsburg Stammsitz der Manninga und ging danach durch Heirat an die Grafen zu Inn- und Knyphausen über.

Leider kann das Schloß nicht besichtigt werden. Aber ein Besuch des Schloßparkes lohnt sich alle Male. Schon seit dem 16. Jh. war das Schloß von Renaissance-Gärten umgeben, die in der zweiten Hälfte des 18. Jh. nach den Ideen des herzoglich-oldenburgischen Hofgärtners Carl Ferdinand Bosse in einen romanischen Landschaftsgarten umgestaltet wurden.


Die Burg in Berum

15. Jh. Burg Berum (Vorburg erhalten). Ulrich Cirksena war der erste ostfriesische Graf und errichtete das Wasserschloß. Es diente später für Ostfriesland zwei historisch wichtigen Frauen als Witwensitz. 1599-1610 war dies der Alterssitz der Gräfin Catharina (Frau von Edzard Cirksena), Tochter des schwedischen Königs Gustav Wasa.

Schloß in Berum
Das Schloss in Berum

Das Schloss Berum bestand bereits um 1400 in der uralten Herrschaft Berum. 1764 wurde das Schloss auf Anordnung von Friedrich des Großen abgerissen. Die Vorburg besteht heute noch.




Quelle, bzw. Informationen: http://www.nordwestreisemagazin.de


Die Burg Kniphausen bei Wilhelmshaven

Die Herrschaft Kniphausen war einer der kleinsten Zwergstaaten Deutschlands. Napoleon hatte Kniphausen bei der Besetzung der Nordseeküste 1806 übersehen.

Da Kniphausen als neutraler Ort galt, verkaufte der Landesherr Graf Wilhelm von Bentinck fremden Schiffseignern das Recht ihre Schiffe unter der Flagge Kniphausens fahren zu lassen, um von den Franzosen nicht belästigt zu werden.

Die Burg liegt an der Straße von Wilhelmshaven nach Fedderwarden, in der Nähe der Autobahn. Der schlanke an das Haus angebaute achteckige Treppenturm mit seiner Zwiebelhaube stammt aus dem 16 Jh. Die Hauptburg ist 1708 abgebrannt.

Heute ist die Burg Kniphausen restauriert worden. Im Haus sind zwei Rokokokamine erhalten. Das mit einem Wappen geschmückte Torhaus, Reste der alten Graften sowie ein Wall mit 2 Bastionen erinnen noch an berühmte Tage.

In einem Nebengebäude befindet sich ein Restaurant. Zusätzlich sind Eigentumswohnungen eingerichtet. Ein Spaziergang in der Anlage ist möglich.


Die Burg in Fischhausen

Nördlich von Hooksiel in Friesland liegt das Schloss Fischhausen, das ursprünglich ein Wasserschloss war. Aus einem Steinhaus entstand 1578 das zweistöckige Wohnschloss mit Zwiebelturm in heutiger Form. Der Bauherr Boing von Waddewarden war ein bedeutender Häuptling im Jeverland.

Über den beiden Eingangstüren befinden sich schöne Sandsteinportale. An der Turmtür mit dem Fischhauser Wappen ist die Jahreszahl 1578 zu sehen. Einst gehörten 14 Marschstellen zum Besitz des Gutes Fischhausen. Heute ist Fischhausen bewohnt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Quelle, bzw. Informationen: http://www.nordwestreisemagazin.de


Das Schloß Gödens

Das alte Schloß Gödens brannte 1669 ab. 1671 wurde von Freiherr Haro Burchard v. Frydag das Wasserschloss in seiner jetzigen Form aufgebaut. Durch Heirat geriet 1746 die Herrlichkeit Gödens und damit das schönste Schloss OstFrieslands in den Besitz der Freiherren von Wedel.

Das im Stil der holländischen Renaissance erbaute Schoss enthält insbesondere mit den Darstellungen der griechischen Sagenwelt im Festsaal wertvolles Inventar. Die Burg ist ausschließlich bei Konzerten in einigen Räumen zugänglich. Sie wird noch bewohnt.

Es lohnt sich ein Spaziergang durch den ständig geöffneten Schloßpark. Im Schloßpark stolzieren im Sommer Pfauen umher. Am Tor am Eingang zum Schloßpark sind einige sehr alte Inschriften aus dem Erbauungsjahr 1653 zu sehen. DieSumme der drei römischen Zahlzeichen ergibt 1653, das Erbauungsjahr.

Quelle, bzw. Informationen: http://www.nordwestreisemagazin.de
- weitere Infos unter:   http://www.landpartie.com/  



Das Schloß in Neuenburg

1428 verlor Ostfriesland die "Friesische Wehde" an Graf Christian von Oldenburg. Als Gegengewicht zur ostfriesischen Friedeburg wurde Neuenburg 1462 errichtet, denn man befürchtete Angriffe des ehrgeizigen Häuplings Ulrich Cirksena.

Graf Anton Günther nutzte das Schloß für glanzvolle Empfänge und Festlichkeiten. Ein Kupferstich um 1650 zeigt das sehenswerte Bauwerk. Mit dem Tod Sophias Katharinas der Frau Anton Günthers im Jahr 1696 war es vorbei mit dem Prunk. Das Gebäude wurde baufällig und teilweise abgerissen.

Ab 1862 beherbergte das Schloß eine Landwirtschaftsschule, ein Lehrerseminar, eine Haushaltungsschule sowie eine Landfrauenschule. 1967 wurde das Gebäude von der Gemeinde aufwendig renoviert. Heute ist die Gemeindeverwaltung, die Schloßkapelle sowie der Kindergarten in das Schloß eingezogen.

Quelle, bzw. Informationen: http://www.nordwestreisemagazin.de


Das Schloß in Jever

Nach einer 1427 vernichtend geführten Schlacht von Sibet, dem Enkel Edo Wiemkens d. Ä., gegen seinen Intimfeind Ocko tom Brock, übernahm Sibet wieder die Herrschaft in Östringen und dem Wangerland. Er ließ die teilweise zerstörte Jeverburg wieder aufbauen und den mächtigen Turm erweitern, der auch heute noch steht.

Durch Fräulein Maria wurde das vorher zum Schloß umgebaute Steinhaus weiter renoviert. Der Künstler Cornelius Floris hatte großen Einfluß an der Gestaltung, insbesondere an der reichgeschnitzten Holzdecke.

Später 1734 wurde unter russischem Einfluß die Barockkuppel auf den Turm gesetzt, die denen der Kirchtürme von Charkow gleichen.

Heute ist das Schloß als Heimatmuseum für die Öffentlichkeit zugänglich. In 48 Räumen wird die Geschichte des Jeverlandes gezeigt. Neben Frühgeschichte, bäuerlicher Kultur, russischer Fürstenbilder, großen wertvollen Gobelins ist der Höhepunkt der Audienzsaal aus dem Jahr 1546 mit der geschnittenen Kassettendecke.


Die Burg in Werdum (Edenserloog)

Die einzige erhaltenswerte Burg des Harlinger Landes steht am Ortsrand von Werdum. Die Burg wurde gründlich renoviert und befindet sich in Privatbesitz.

Marstall in Aurich
Das Schloß in Aurich

Das Schloss wurde 1852 erbaut. Vorher befand sich an der Stelle die Averborg ("Die jenseits liegende Burg"). Diese Burg war 1447 von den Häuptlingen der Cirksena erbaut worden. Lediglich der Marstall von 1731/32 wurde in einem Teil der alten Burganlage untergebracht. Im Giebel befindet sich das fürstlich-ostfriesische Wappen.