Mühlen in Ostfriesland

Die Bockwindmühle in Dornum

In Dornum befindet sich die letzte ostfriesische Bockwindmühle. 1626 wurde diese Bockwindmühle oder auch Ständermühle mitten im 30jähringen Krieg erbaut. Typisch an der Bockwindmühle ist, daß das gesamte hölzerne Mühlengebäude drehbar auf einem Bock gelagert ist.

Die Mühle gehörte ursprünglich zum Dornumer Schloß, wurde aber dann von freien Müllern betrieben. Nachdem die Mühle 1960 stillgelegt wurde, gehört sie seit 1984 der Gemeinde Dornum und kann besichtigt werden. - Kontaktperson: Hermann Rector, Tel.: 04 93 3 / 13 43

Koker Mühle
Die Kokermühle in Riepe

Die Kokermühle in Riepe ist außer der in Neustadtgödens die letzte ihrer Art in Nordwestdeutschland. Die Mühle ist eine vom Wind angetriebene Wassermühle. Diese Weiterentwicklung der Bockwindmühle gelang den Niederländern im 15. Jahrhundert. Bei der Kokermühle muß nur noch der obere Teil der Mühle in den Wind gedreht werden, die Arbeitseinrichtung am Fuß der Mühle bleibt fest montiert.

Der Name Kokermühle ist darin begründet, dass die Königswelle in einem Köcher durch den Zwischenboden der Mühle geführt wird. Köcher = Koker - also Köchermühle.

In der Regel sind Kokermühlen Wassermühlen. Die Wassermühlen arbeiten mit einer archimedischen Schraube. Vor ca. 600 Jahren setzten die Niederländer, Westfriesen die archimedische Schraube zur Entwässerung der feuchten Küstengebiete ein. Zwischen Riepe und Aurich haben 19 Wassermühlen gestanden. Die Mühle in Riepe steht hier seit ca. 300 Jahren und wurde mehrfach restauriert. Als Schöpfwerk hat sie bis 1958 ca. 30 ha des Gebietes, das bis zu 2 m unter dem Meeresspiegel liegt, "trockengemahlen". Dadurch wurde die wirtschaftliche Nutzung des Gebietes erst möglich.


Die Mühle in Werdum

1748 wurde der Erdholländer als Nachfolger einer Bockwindmühle vom Burgherrn von Edenserloog (der Burg in Werdum) erbaut. Die Mühle und das dazugehörige Geschäftshaus wurden 1929 von Müller Johann Post gekauft. Ende der 50er Jahre wurde der Mühlenbetrieb von der Familie aufgegeben. Der Initiative des Heimatvereins ist es zu verdanken, daß die voll funktionsfähige Mühle restauriert werden konnte. Seit 1976 befindet sich ein kleines Heimatmuseum, in dem Haushaltsgegenstände und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte ausgestellt, in der Mühle.


Die Westgaster Mühle in Norden

In Norden findet man noch mehrere Mühlen. Am besten erhalten sind die Westgaster Mühle, die Gnurre Mühle und die Deichmühle. Wenn man von Westermarsch aus die Stadt Norden erreicht findet man die Westgaster Mühle gleich an der Straße, die in den Ort hinein führt auf der linken Seite.

Die Westgaster Mühle ist ein dreistöckiger Galerieholländer von 1886. Die Mühle kann besichtigt werden. In der Mühle befindet sich eine Teestube. Kontaktperson: Anton Geiken - Tel.: 04931 - 15452


Die Greetsieler Zwillingsmühlen

Schon von weitem sieht man, wenn man sich Greetsiel nähert, die zwei Mühlen. Da man von den Greetsieler Zwillingsmühlen redet, nimmt man vielleicht im ersten Moment an, daß beide zur gleichen Zeit gebaut wurden, was allerdings nicht richtig ist. Die östliche, zum Ortsrand gelegene Mühle wurde im Jahr 1921, die westliche Mühle schon im Jahr 1856 erbaut. Beide Mühlen hatten Vorgänger, die entweder durch Stürme oder Brände zerstört wurden. Mit dem Mahlen von Getreide ist es nicht mehr möglich die Mühlen rentabel zu betreiben. Heute werden in der östlichen Mühle Vollkornartikel, Brot und Andenken verkauft, in der westlichen ist eine Teestube eingerichtet.

Für die Erhaltung der beiden Galerieholländer sorgt ansonsten "Die Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen e.V." sowie die Familie Schoof. Die Führungen sind von April bis Oktober mittwochs und samstags um 14.00 Uhr sowie für Gruppen ab 10 Personen nach Vereinbarung. Wenn Sie Interesse haben, die östliche Mühle zu besichtigen, können Sie Kontakt aufnehmen mit:

Frank Schoof
Mühlenstraße 2
26736 Greetsiel
Tel.: 04926 - 926530
Internet: www.zwillingsmuehlen.de
e-mail:info@muehle-schoof.de


Die Mühle in Pewsum

Die Pewsumer Mühle beheimatet heute ein Museum, dort werden landwirtschaftliche Arbeitsgeräte ausgestellt, außderdem ist dort eine Stellmacher-Werkstatt und eine Schmiede zu sehen.
Die Öffnungszeiten des Mühlenmuseums in Pewsum (15. Mai bis zum 15.Oktober):
Dienstag und Donnerstag: 10.00 bis 12.30 und 15.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 15.00 bis 17.00 Uhr
Kontakt: Herr H. Bensing, Telefon: 0 49 23 - 74 32 und Menno Mennenga, Telefon: 0 49 23 - 14 83
Internet: www.heimatverein-krummhoern.de

Die Mühle in Hinte

Im Osten der Stadt Norden befindet sich die Gnurre Mühle, ein 4-stöckiger Galerieholländer mit Windrose und Jalousieflügel "Typ van Bussel". In der Mühle befindet sich ein Muschel & Schnecken Museum sowie ein Keramikstübchen. Kontakt unter der Tel.-Nr.: 04931 - 12615

Die Frisia (oder Gnurre) Mühle in Norden

Im Osten der Stadt Norden befindet sich die Gnurre Mühle, ein 4-stöckiger Galerieholländer mit Windrose und Jalousieflügel "Typ van Bussel". In der Mühle befindet sich ein Muschel & Schnecken Museum sowie ein Keramikstübchen. Kontakt unter der Tel.-Nr.: 04931 - 12615

Deichmühle
Die Deichmühle in Norden

In der direkten Nachbarschaft der Gnurre Mühle steht die Deichmühle. Der 4 stöckige Galerieholländer wurde 1900 erbaut und ist 28 m hoch. Der Durchmesser der Flügel bei der Deichmühle beträgt 22,60 m. Wie die meisten Mühlen, kann auch die Deichmühle besichtigt werden.
- Kontakt Tel.: 04931 - 12339