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Die Ostfriesische Halbinsel, also der Raum zwischen Dollart und Jadebusen, bildet geologisch und geographisch eine Einheit ( Karte anzeigen ). Das eigentliche Ostfriesland besteht aus dem Landkreis Aurich, Leer, der Stadt Emden und das Gebiet des heutigen Landkreises Wittmund.
Im Osten der Halbinsel befinden sich die Landkreise Wittmund und Friesland sowie die Stadt Wilhelmshaven.
Die Landschaft auf der Halbinsel und den vorgelagerten Inseln hat sehr unterschiedliche Gesichter. Die Inseln (Foto oben: Krabbenkutter in Greetsiel) sind Sandbildungen der See und keine Reste des Festlandes. Durch den Einfluß der Strömungen und des Windes verändern sie über Jahrhunderte hinweg ihre Form und wandern dabei ostwärts.
Wie sehr die Landschaft durch die Gezeiten beeinflußt wird, wird ersichtlich, wenn man den Einfluß von Ebbe und Flut an der Küste direkt beobachtet. Die Gezeiten oder Tiden entstehen durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne. Während einer Tide, das sind ca. 12 Stunden und 26 Minuten steigt das Wasser von seinem niedrigsten Stand bis zum Höchsstand und wieder zurück. Das Steigen des Wassers nennt man Flut, das Sinken nennt man Ebbe. Der Höhenunterschied liegt durchschnittlich bei etwa 2,5 m. Bei Ebbe zieht sich das Wasser kilometerweit zurück. Der Bereich, der während der Flut überschwemmt wir und während der Ebbe trocken liegt, wird als Wattenmeer bezeichnet.
Das Land direkt hinter dem Deich wird Marsch genannt. Das flache, baumlose Land wird von vielen Gräben durchzogen, die der Entwässerung dienen. Bevor die ersten Deich um ca. 1000 n. Chr. errichtet wurden, bauten hier die Menschen ihre Dörfer auf Erdhügeln, den Warfen, um sich vor Sturmfluten zu schützen.
Hinter dem Marschland beginnt die Geest. Die Geest entstand während den Eiszeiten, als Sand, Geschiebelehm und Ton hier abgelagert wurde. Die Landschaft wirkt wie eine Parklandschaft, Hecken, Wiesen und Weiden wechseln ab mit kleineren Baumgruppen und Wäldern.
Besonders in der Übergangszone von Geest und Marsch, in Bereichen mit hohen Grundwasserständen, bildete sich das Niedermoor. An einigen Stellen begann vor fast 7000 Jahren das Hochmoor zu wachsen. Die ehemals riesigen Hochmoore sind heute fast völlig abgetragen und oftmals erinnern nur noch die Ortsnamen an ehemalige Moorkolonien.
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