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VfL-Frauen lassen Punkte liegen / NWZ / 31.12.2007
Mit Volldampf ins neue Jahr / NWZ / 29.12.2007
Alle Nord-Vertreter scheitern im Pokal-Achtelfinale / NWZ / 24.12.2007
Oldenburgs Pokal-Aus kommt in der Verlängerung / NWZ / 20.12.2007
VfL Oldenburg misst sich in Jelenia Gora / O.R. / 07.12.2007
Miese Wurfquote führt zur Niederlage / NWZ / 19.11.2007
Ruhetag soll VfL-Frauen stark machen / NWZ / 16.11.2007
VfL-Frauen nehmen erst spät Fahrt auf / NWZ / 15.11.2007
Weg ins Viertelfinale führt über Schweiz / NWZ / 14.11.2007
Europapokal: Leipzig trifft auf Vejen / handball-welt.com / 13.11.2007
VfL-Frauen fiebern Europapokal-Auslosung entgegen / NWZ / 13.11.2007
Sieg entfacht Oldenburger Reisefieber / NWZ / 12.11.2007
VfL zieht souverän ins Europacup-Achtelfinale ein / O.R. / 11.11.2007
Nur Trainer erhält ein Geschenk / NWZ / 10.11.2007
Handballfrauen tanken Selbstvertrauen / NWZ / 08.11.2007
Europacup sorgt für neues Selbstbewußtsein beim VfL / HR / 06.11.2007
Auslosung Achtelfinale DHB-Pokal der Frauen / handball-world / 04.11.2007
VfL vor Einzug in vierte Challenge Cup-Runde / handball-world / 03.11.2007
Challenge Cup: Gastgeber Trier geht gestärkt ins Hinspiel / O.R. / 02.11.2007
VfL-Frauen erreichen locker Achtelfinale / NWZ / 02.11.2007
Union 92 freut sich auf Belohnung gegen VfL / O.R. / 30.10.2007
VfL-Frauen bremsen freien Fall / NWZ / 29.10.2007
Oldenburgerinnen stehen vor Wochen der Wahrheit / NWZ / 26.10.2007
Frauen können kurz verschnaufen / NWZ / 15.10.2007
VfL-Stärken reichen nur für 30 Minuten / NWZ / 15.10.2007
Oldenburg will Negativserie gegen Leipzig stoppen / hw / 12.10.2007
FHC festigt Platz 6 mit Sieg über Oldenburg / hw / 10.10.2007
Auslosung beschert dem VfL ausgerechnet Trier / HR / 09.10.2007
Deutsches Duell im Europapokal / handball-world / 09.10.2007
Frauen sehen schweren Wochen entgegen / NWZ / 04.10.2007
Bundesligist setzt Talfahrt fort / NWZ / 04.10.2007
Trainer spricht klare Worte und erwartet Heimsieg / NWZ / 02.10.2007
VfL Oldenburg blickt auf Richtung weisendes Spiel / O.R. / 02.10.2007
Frauen ohne Abwehr chancenlos / NWZ / 01.10.2007
VfL-Frauen vor hoher Hürde in Nürnberg / NWZ / 29.09.2007
Frauen gehen ohne Gegenwehr unter / NWZ / 24.09.2007
Oldenburgerinnen gehen im Derby unter / O.R. / 23.09.2007
Diana Lamein nimmt alten Club auseinander / HR / 23.09.2007
Frauen kämpfen um Platz an der Sonne / NWZ / 21.09.2007
Prügelstrafe verdauen und zurück auf die Siegerstraße / HR / 19.09.2007
Harte Gangart schockt VfL-Frauen / NWZ / 17.09.2007
VfL findet kein Mittel gegen Leverkusens Härte / HR / 15.09.2007
VfL-Frauen verblüffen die Liga / NWZ / 15.09.2007
Renate Wolf schanzt Oldenburg Favoritenrolle zu / O.R. / 14.09.2007
VfL Oldenburg stellt Vereinsrekord ein / O.R. / 13.09.2007
Siegeszug der VfL-Frauen hält an / NWZ / 13.09.2007
Frauen vor hoher Auswärtshürde / NWZ / 12.09.2007
VfL Oldenburg will Tabellenspitze verteidigen / O.R. / 11.09.2007
VfL-Frauen laufen zur Gala-Form auf / NWZ / 10.09.2007
Mit Kantersieg an die Tabellenspitze / H.R. / 10.09.2007
VfL peilt zweiten Saisonsieg an / NWZ / 08.09.2007
VfL Oldenburg strebt Sieg beim Heimauftakt an / O.R. / 07.09.2007
Frauen meistern Pflichtaufgabe / NWZ / 03.09.2007
Fehlstart für Bayer und Trier in Frauen-Bundesliga / NWZ / 03.09.2007
Oldenburgerinnen starten mit Kantersieg in die Saison / H.R. / 02.09.2007
VfL geht vor Premiere auf Nummer sicher / NWZ / 01.09.2007
Mit Tempohandball zum Erfolg / NWZ / 31.08.2007
HC Leipzig und Bayer Leverkusen Favoriten / NWZ / 31.08.2007
Erste Bewährungsprobe für neuen VfL / HR / 28.08.2007
VfL gewinnt Piranhas-Cup in Markranstädt / O.R. / 14.08.2007
Handballfrauen wachsen am Inselstrand zusammen / NWZ / 16.07.2007
Frauen starten mit Strandlauf in Saison / NWZ / 14.07.2007

VfL-Frauen lassen Punkte liegen / NWZ / 31.12.2007

Oldenburgerinnen verpassen beim 27:30 in Leverkusen Überraschung

Die Mannschaft von Leszek Krowicki hielt bis zum 22:22 großartig mit. Der VfL hatte beim Spitzenreiter zeitweise mit drei Toren geführt.

OLDENBURG/LEVERKUSEN - Überglückliche Trainer, unglückliche Spielerinnen – zumindest auf Oldenburger Seite: Die VfL-Frauen waren drauf und dran, das Handballjahr 2007 mit einem Paukenschlag zu beenden, mussten sich dann aber knapp geschlagen geben. Eine lange Zeit bravourös und couragiert aufspielende Mannschaft von Leszek Krowicki verlangte Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen am Sonntagnachmittag in der Ulrich-Haberland-Halle alles ab, hielt die Partie 50 Minuten lang offen und verpasste nur hauchdünn die mögliche Sensation. „Das hört sich vielleicht komisch an, aber ich bin unwahrscheinlich stolz auf meine Mannschaft“, kommentierte Krowicki die 27:30 (16:15)-Niederlage am Rhein.

Umso erleichterter gab sich Leverkusens Trainerin Renate Wolf. „Ich bin einfach nur glücklich, dass wir dieses kampfbetonte Spiel noch gewinnen konnten. Oldenburg hat stark aufgespielt“, sortierte Wolf den Erfolg flugs in die Kategorie Arbeitssieg ein.

Wirklich trösten konnten die VfL-Frauen diese Worte nicht. „Man kann in Leverkusen mit drei Toren verlieren. Aber wenn man sich die zweite Halbzeit ansieht, kann man auch von zwei verlorenen Punkten sprechen“, befand Oldenburgs Spielmacherin Sabrina Neuendorf und dürfte damit vor allem die Schlussphase dieser für die 700 Zuschauer durchaus interessanten und spannenden Begegnung gemeint haben.

Die Gäste waren mit einer 16:15-Pausenführung aus den Kabinen gekommen, erzielten durch Neuendorf gleich das 17:15 und hielten die Partie fortan bis zum 22:22 (49.) offen. Erst dann ließen Kraft und Konzentration nach, Leverkusen nutzte diese Schwächephase routiniert aus und schaffte mit sechs Treffern in Folge zum 28:22 (55.) die Entscheidung.

Bis hierher hatte das Leverkusener Ausnahmeteam allerdings schwer zu kämpfen. Der VfL hatte Bayer mit einer 3-2-1-Abwehrformation überrascht und schaffte es so, die Leverkusener Rückraumreihe vor der Pause nahezu auszuschalten. Gleichzeitig kamen die Oldenburgerinnen zu etlichen leichten Gegenstoßtoren und führten zeitweise mit drei Treffern (7:4/10. und 10:7/15.).

Im zweiten Durchgang stellten wiederum die Gastgeberinnen die Deckung auf eine 5-1-Variante um, was den Gästen sichtlich zusetzte. Das VfL-Spiel geriet ins Stocken, das Herausspielen der Torchancen gestaltete sich zusehends mühsamer. Dieser Kraftaufwand hatte Folgen, so dass den VfL-Frauen in der entscheidenden Phase die letzte Frische fehlte. „Ausschlaggebend war, dass Leverkusen in dieser Phase weniger Fehler gemacht hat“, analysierte Krowicki treffend.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS http://www.nwzonline.de/vflhandball


Mit Volldampf ins neue Jahr / NWZ / 29.12.2007

VfL-Frauen am Sonntag in Leverkusen – Fünf Spiele in 29 Tagen

Im Januar folgen noch die Partien gegen Sulzbach, Buxtehude, Nürnberg und Trier. Nahezu alle Verträge laufen aus.

OLDENBURG - Von wegen geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch – beim Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg stehen die Räder in diesen Tagen nicht still. Auf die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki warten in den kommenden 29 Tagen fünf schwere Punktspiele, auf Bundesliga-Geschäftsführer Peter Görgen derweil Vertragsverhandlungen en masse. Laufen doch mit Ausnahme von Kim Birke (bis 2009) am Saisonende bei allen Stammspielerinnen die Verträge aus.

Doch noch sind alle an Bord, wenn der Tabellenachte an diesem Sonntag (16 Uhr) beim Spitzenreiter und Titelfavoriten Bayer Leverkusen gefordert ist. Die Begegnungen gegen Sulzbach/Leidersbach, in Buxtehude, gegen Nürnberg und in Trier runden das stramme Programm der VfL-Frauen ab.

„Das ist in der Tat ein Programm, das es in sich hat. Aber wir werden immer versuchen, um die Punkte zu kämpfen“, sieht Krowicki sein Team zum Auftakt der Serie in Leverkusen klar in der Außenseiterrolle. Mit 22:3 Punkten führt Bayer die Tabelle vor Nürnberg (21:5) und Leipzig (20:6) an.

An ein Vordringen in diese Regionen wagt Krowicki augenblicklich gar nicht zu denken. „So eine Platzierung ist derzeit unrealistisch für uns. Wir bauen konsequent unsere jungen Spielerinnen ein und müssen sehen, dass wir zu allererst immer einen sicheren Tabellenplatz einnehmen“, denkt der VfL-Trainer schon an die übernächste Partie am 5. Januar in der EWE-Arena gegen Aufsteiger HSG Sulzbach/Leidersbach. „Dieses Spiel hat für uns eine ganz große Bedeutung, gilt es doch, den Abstand nach unten zu halten.“

Da würden natürlich zwei nicht eingeplante Punkte – etwa am Sonntag in Leverkusen – den Druck von den Oldenburgerinnen nehmen. Am Ehrgeiz dürfte es den VfL-Frauen in der Ulrich-Haberland-Halle nicht fehlen. Im Hinspiel am 15. September verzweifelten Kathrin Scholl und Co. an der aggressiven, mitunter überharten Gangart der Gäste und kassierten mit 25:33 eine empfindliche Heimpleite. „Leverkusen versucht gegen fast jeden Gegner, die Grenzen auszuloten“, sagt Krowicki, der in Leverkusen in Bestbesetzung, also wieder mit Alexandra Temp, antreten kann.

Überhaupt möchte der Club sämtliche Leistungsträger weiter an sich binden. „Dazu sind die ersten Gespräche bereits geführt worden“, sagt Geschäftsführer Görgen, der sich zum jetzigen Stand der Verhandlungen nicht in die Karten schauen lassen will. Fest stehen dürfte jedoch, dass Barbara Brecska den VfL nach nur einem Jahr wieder verlässt. Die Ungarin erfüllte bislang die Erwartungen nicht, nach wie vor steht ein Wechsel zu einem Zweitligisten im Raum.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS http://www.nwzonline.de/vflhandball


Alle Nord-Vertreter scheitern im Pokal-Achtelfinale / NWZ / 24.12.2007

VfL Oldenburg II unterliegt in Metzingen – Bundesliga zum Jahresende

OLDENBURG - Das Viertelfinale im DHB-Pokal findet – nicht ganz unerwartet – ohne Oldenburger Beteiligung statt. Nach der 36:37-Niederlage der Bundesliga-Handballerinnen bei Borussia Dortmund scheiterte am Sonnabend auch die zweite Mannschaft des VfL im Achtelfinale beim favorisierten Zweitligisten TuS Metzingen mit 23:34.

Das Regionalliga-Team von Trainer Patrice Giron erwischte eine denkbar schlechte Startphase, erzielte gerade einmal drei Tore in 15 Minuten und lag zur Halbzeit bereits mit 7:19 hoffnungslos zurück. Dank einer Steigerung nach dem Wechsel konnten die VfLerinnen, die in Jacqueline Reinhold (9/4) ihre beste Werferin hatten, das Ergebnis noch halbwegs erträglich gestalten.

Mit dem Pokal-Aus des VfL II verabschiedete sich zugleich der letzte Nordclub aus dem laufenden Pokalwettbewerb. Außer der „Ersten“ des VfL hatten auch der Buxtehuder SV (30:32 bei der HSG Blomberg-Lippe) und der SV Garßen-Celle (23:33 gegen 1. FC Nürnberg) den Sprung in das Viertelfinale verpasst.

Die beiden Oldenburg-Besieger Dortmund und Metzingen ziehen damit als einzige unterklassige Vertreter in die Runde der letzten Acht ein. Ansonsten ist die Bundesliga im Viertelfinale unter sich. Während der Frankfurter HC (35:22 in Zwickau), Blomberg, Nürnberg, der THC Erfurt (35:20 gegen Ketsch) und Bayer Leverkusen (21:18 in Weibern) bereits für diese Runde qualifiziert sind, holen die Erstligisten DJK Trier und der HC Leipzig ihr Achtelfinal-Duell am 16. Januar nach.

Zuvor jedoch steht in diesem Jahr noch der 14. Bundesliga-Spieltag auf dem Programm. Dabei tritt der VfL Oldenburg zum Jahresfinale (30. Dezember) in Leverkusen an.

Quelle: http://www.nwzonline.de/vflhandball


Oldenburgs Pokal-Aus kommt in der Verlängerung / NWZ / 20.12.2007

VfL-Frauen scheitern im Achtelfinale mit 36:37 bei Zweitliga-Spitzenreiter in Dortmund

DORTMUND - Aus und vorbei! Diese Achtelfinal-Begegnung im DHB-Pokal werden die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg so schnell nicht vergessen. Nach einer keineswegs enttäuschenden Leistung musste sich der leicht favorisierte Erstligist beim Zweitliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund am Mittwochabend vor 750 Zuschauern mit 36:37 (33:33, 19:20) nach Verlängerung geschlagen geben.

„Wir haben dieses Spiel vor allem in der Deckung verloren. Wir haben den Gegner buchstäblich zum Torewerfen eingeladen. Dortmund fand viel zu viele Lücken bei uns vor“, befand ein enttäuschter VfL-Trainer Leszek Krowicki bei Spielschluss.

Auch seine Frauen hatten sich den Pokalauftritt in Dortmund sicher einen Tick leichter vorgestellt. Die BVB-Frauen warteten in der ersten Halbzeit mit einer Angriffsleistung par excellance auf, erzielten dabei eine Wurfeffektivität von 66 Prozent und verlangten den keineswegs entäuschenden Gästen (63 Prozent Effektivität) alles ab. Vor allem die Ex-Oldenburgerin Irina Pusic agierte im BVB-Trikot wie aufgezogen, erzielte mit acht Versuchen sieben Treffer und sorgte zudem mit zwei feinen Kreisanspielen dafür, dass die VfL-Abwehr samt Torfrau Tatiana Surkova wiederholt schlecht aussah.

Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki reagierte nach 20 Minuten (13:15) und schickte Julia Renner zwischen die VfL-Pfosten. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte sich der Wechsel ausgezahlt. Renner wehrte einen Siebenmeter der starken BVB-Spielmacherin Manuela Fiedel ab und verhinderte so einen Zwei-Tore-Rückstand zur Pause.

An diesem engen Spielstand sollte sich auch in den zweiten 30 Minuten nichts ändern. Krowicki ließ Pusic durch Wiebke Kethorn kurz decken, beorderte Surkova zurück ins Tor, und der VfL verteidigte fortan wesentlich aggressiver. Und so entwickelte mit zunehmender Spielzeit ein typischer Pokalfight.

Dortmund hielt weiter wacker dagegen, die Oldenburgerinnen wiederum konnten sich trotz vieler gelungener Aktionen der starken Rückraumreihe mit Natalja Parchina (7 Tore), Sabrina Neuendorf (4) und Dagmara Kowalska (8) einfach nicht absetzen. 30:28 führte der VfL in der 48. Minute, nur wenig später der BVB wieder mit 32:31.

Pech für die Oldenburgerinnen: Haege Fagerhus, die schon mit zwei Treffern für die erneute 33:32-Führung gesorgt hatte, vergab zwölf Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit beim 33:33 den möglichen Siegtreffer, als die Norwegerin von der Außenposition knapp am Dortmunder Gehäuse vorbei zog. So also musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Die überragende Dortmunder Kreisläuferin Kim Abdoelhafiezkhan (11 Tore) besiegelte schließlich das Aus der Oldenburgerinnen. Die Niederländerin krönte ihre großartige Leistung mit dem Siegtreffer zum 37:36-Endstand.

VfL Oldenburg: Surkova, Renner – Badenhop , Gümmer , Birke 6, Schmele, Kowalska 8/2, Wenzl, Brecska, Fagerhus 4, Kethorn, Neuendorf 4/1, Scholl 7, Parchina 7.

Quelle: http://www.nwzonline.de/vflhandball


VfL Oldenburg misst sich in Jelenia Gora / O.R. / 07.12.2007

Turnier mit sechs Teams – Temp verletzt – Test gegen Beyeröhde

Seit Anfang Dezember befinden sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg nach einer zweiwöchigen Pause wieder im Training, an diesem Wochenende misst sich der Europacup-Teilnehmer bei einem international besetzten Turnier im polnischen Jelenia Gora. Zu dem mit sechs Mannschaften besetzten Wettbewerb hat sich der VfL am heutigen Freitagmittag aufgemacht. Am morgigen Samstag tritt der derzeitige Achte dreimal an, am Sonntag zweimal. Alle Spiele gehen über die volle Distanz, also über zweimal 30 Minuten.

Obwohl einige der besten Spielerinnen der Konkurrenz derzeit in Frankreich um die Krone im Welthandballspielen, lassen die Namen der teilnehmenden Teams aufhorchen. Aus Tschechien ist der aktuelle Meister Slavia Prag am Start, aus der Ukraine Galytchanka Lvov (zuletzt 2006 Teilnehmer beim Oldenburger Robert-Schumann-Turnier). Aus Polen sind die Spitzenmannschaften AZS Gdansk und Zaglebie Lubin sowie Gastgeber MKS Jelenia Gora dabei.

Der VfL reist mit zwölf Spielerinnen zu dieser Standortbestimmung vor dem DHB-Pokalspiel am 19. Dezember bei Borussia Dortmund (19.30 Uhr). Nicht dabei sind die wohl noch bis Ende des Jahres verletzte Ines Gümmer (Knie), Dagmara Kowalska, die mit Polen am Sonntag im Hauptrundenspiel bei der WM die Auswahl Deutschlands herausfordert und Alexandra Temp. Die Aufbauspielerin knickte Mitte dieser Woche im Training um, erlitt eine Bänderdehnung und fällt mindestens zwei Wochen aus. Eine Teilnahme im Pokal-Achtelfinalspiel ist deshalb unsicher. Besser stehen die Chancen für Temp für die Ligapartie am 30. Dezember (16 Uhr) bei Bayer Leverkusen. Im Kader befinden sich aber die Nachwuchshoffnungen Caro Schmele und Julia Wenzl (beide 17 Jahre).

Der nächste Test nach dem Turnier im Ort des VfL-Trainingslagers vor der aktuellen Saison findet dann am 14. Dezember bei einem Freundschaftsspiel in Belme bei Osnabrück statt. In der Belmer Turnhalle trifft der VfL um 19.30 Uhr dann auf den abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten TV Beyeröhde.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Miese Wurfquote führt zur Niederlage / NWZ / 19.11.2007

Oldenburger Frauen verlieren 18:21 in Thüringen – VfL muss Sabrina Neuendorf ersetzen

Beim 18 : 18 keimte noch einmal Hoffnung beim VfL auf. Die Russin Parchina war im Angriff ein Totalausfall.

ERFURT/OLDENBURG - Ohne die etatmäßige Spielmacherin, ohne wirklich Zählbares aus dem Rückraum und ohne das Glück des Tüchtigen: So sehr sich die Handballerinnen des VfL Oldenburg am Sonntagnachmittag beim THC Erfurt auch mühten, die Bundesligapunkte blieben in Thüringen. Die Gastgeberinnen hatten sich schließlich mit 21:18 (10:8) durchgesetzt, nachdem die Oldenburgerinnen noch 180 Sekunden vor Schluss zum 18:18 ausgeglichen und die Führung ihrerseits vor Augen hatten.

„Wir waren ganz nah dran, doch ein, zwei Fehler und die Partie war gelaufen“, beschreibt Trainer Leszek Krowicki die alles entscheidende Schlussphase vor 700 Zuschauern in der Salza-Halle. Dagmara Kowalska (5 Treffer) hatte per Siebenmeter den 18:18-Ausgleich (57.) erzwungen, ehe Erfurt wieder in Ballbesitz kam, verwarf und auf der Gegenseite Haege Fagerhus die Riesenchance zur Führung erhielt. Doch die Norwegerin scheiterte wie zuvor schon einige Male ihre Mitspielerinnen an der bärenstarken THC-Torfrau Isabella Thomsen (12 Paraden).

Und weiter ging es Schlag auf Schlag: Noch ein Fehlwurf von Alex Temp (Zeitspiel war angezeigt), eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Kim Birke, und Alexandra Uhlig, Nadine Härdter und Martina Knytlova erlösten die heimischen Fans.

„Natürlich hätte ich gerne gewonnen, doch alles in allem waren die Umstände gegen uns“, befand Krowicki, der kurzfristig auf Sabrina Neuendorf verzichten musste. Für die stark erkältete Spielmacherin und Abwehrspezialistin sprang Alex Temp in die Bresche, die das VfL-Angriffsspiel gut organisierte, in der Deckung aber durch die ebenfalls leicht angeschlagene Kathrin Scholl ersetzt werden musste.

Diese Wechsel Abwehr/Angriff erschwerten das Tempospiel der Gäste, die speziell aus dem Rückraum eine miserable Wurfquote verzeichneten. Vor allem die Russin Natalja Parchina hatte einen schwarzen Tag erwischt, blieb bei sechs Versuchen ohne Torerfolg. Nicht viel besser machte es Kowalska, die vier ihrer fünf Treffer von der Siebenmeterlinie markierte und sechs Fehlversuche aus dem Rückraum verzeichnete.

„Das waren eindeutig zu viele Ausfälle. Auswärts wird so etwas vom Gegner gleich ausgenutzt, da konnten wir so viel kämpfen wie wir wollten“, analysierte Krowicki, der zumindest mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft zufrieden sein durfte. Besonders Torfrau Tatiana Surkova (13 Paraden) fischte den THC-Frauen so manchen Ball weg, die Russin allein konnte die erste Niederlage nach fünf Siegen in Folge aber nicht verhindern.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de/vflhandball


Ruhetag soll VfL-Frauen stark machen / NWZ / 16.11.2007

Oldenburgerinnen am Sonntag vor schwerer Aufgabe in Thüringen

Die Serienheldinnen durften sich ausruhen.

Wenn die Oldenburgerinnen am Sonntag (16 Uhr) beim THC Erfurt in der Salza-Halle auflaufen, endet eine Serie von sieben Pflichtspielen (DHB-Pokal, Liga und Europapokal) in nur 22 Tagen. Eine derartige Beanspruchung stecken auch gut trainierte Bundesligaspielerinnen nicht mal eben weg. „Wir müssen noch einmal alle Kräfte mobilisieren“, sagt Krowicki. Die norwegische Außenspielerin Haege Fagerhus brachte es am Mittwochabend nach Spielschluss auf den Punkt: „Puh, das war schwer. Wir mussten gegen Beyeröhde viel, viel kämpfen.“

Anders aber als zuletzt gegen das Liga-Schlusslicht wird den VfL-Frauen am Sonntag beim Thüringer HC ein starker Auftritt von nur 30 Minuten nicht reichen, um bei einem möglichen Mitkonkurrenten um Saisonplatz vier zu punkten. Erfurt gilt als heimstark, mit ständigen Positionswechseln und einer hohen Laufbereitschaft wird das Team von Dago Leukefeld versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen. Die Probe für das Spiel gegen Oldenburg ging aus Erfurter Sicht daneben, am Donnerstagabend verlor die Mannschaft mit 25:26 in Trier und liegt weiter auf Rang acht.

„Ich erwarte ein sehr schnelles Spiel, das letztendlich von der besseren Deckungsreihe entschieden wird“, sagt Krowicki und warnt davor, den Gegner nach dem leichten Hinspielerfolg (36:20) zu unterschätzen. Denn auch der VfL-Trainer weiß: „Wenn wir überhaupt noch von einem Platz an der Sonne träumen wollen, dann müssen wir auch in Erfurt erfolgreich sein.“

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de/vflhandball


Anna Disselhoff (TV Beyeröhde) bereitet das 7 : 7 mit Zuspiel auf Stella Kramer vor. (Foto: H. Jack)

VfL-Frauen nehmen erst spät Fahrt auf / NWZ / 15.11.2007

Gute zweite Halbzeit reicht Oldenburgerinnen zum 31:24-Heimsieg gegen TV Beyeröhde

30 Minuten lang fanden die Gastgeberinnen überhaupt nicht ins Spiel. Trainer Krowicki musste seine Mannschaft erst wach rütteln.

OLDENBURG - Schlusslicht TV Beyeröhde lässt im Bundesliga-Abstiegskampf nichts unversucht. So nahm die Mannschaft jüngst die Hilfe einer Mentaltrainerin in Anspruch. Die Beraterin versprach, den TVB-Frauen Flügel zu verleihen. Und fast hätte sich der VfL Oldenburg dabei am Mittwochabend als idealer Aufbaugegner erwiesen. Nach einer völlig verkorksten ersten Halbzeit besann sich die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki gerade noch rechtzeitig auf ihr Tempospiel und landete mit 31:24 (13:13) den erwarteten Pflichtsieg.

Die Partie begann saft- und kraftlos aus Oldenburger Sicht. Der VfL erwischte eine ganz schlechte erste Halbzeit, fand 30 Minuten lang überhaupt nicht zu seinem Spiel. Die keineswegs fehlerfreien Gäste ließen sich nicht zweimal bitten, nutzten die Freiräume, die ihnen der VfL zugestand und hielten die Partie zur Verblüffung der 370 Zuschauer offen.

„Wir mussten wohl erst wach werden“, meinte bei Spielschluss Wiebke Kethorn. Gesagt, getan: Die Gastgeberinnen legten nach der Pause den Schalter um, endlich ging die Abwehr aggressiver zu Werke und im Angriff wurden Druck und Tempo gemacht. Und prompt stellte sich der Erfolg ein: Über die schnelle 18:13-Führung (38.) erspielten sich die jetzt schnörkellos agierenden VfL-Frauen bis zur 50. Minute einen sicheren Zehn-Tore-Vorsprung (28:18).

Umgekehrt erzielte Beyeröhde in den ersten 18 Minuten der zweiten Hälfte drei Tore – auch dank einer dann großartig aufgelegten VfL-Torfrau Tatiana Surkova (10 Paraden). Diese frühe Entscheidung nahm Krowicki zum Anlass, den Oldenburger Nachwuchs-Assen Julia Wenzl (17) und Barbara Hetmanek (19) zu ihren ersten Bundesligaminuten zu verhelfen. „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Vor der Pause haben wir zu viele Chancen ausgelassen. Später hat alles funktioniert. Das war wunderbar“, freute sich Krowicki, der nach eigenen Angaben in der Schlussphase „den VfL 2010“ sah.

Derweil will der VfL 2007 seinen Aufwärtstrend am Sonntag in Erfurt fortsetzen. Für die Oldenburgerinnen ist es das siebte Pflichtspiel in 22 Tagen. Doch der Einsatz lohnt, winkt danach doch eine lange Verschnaufpause bis zum nächsten Pflichtspiel im DHB-Pokal bei Borussia Dortmund (19. Dezember).

In der Liga geht es erst am 30. Dezember in Leverkusen weiter. Grund: Ab der kommenden Woche bereitet sich die Nationalmannschaft auf die WM in Frankreich (2. bis 16. Dezember) vor.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de/vflhandball


Julia Wenzl (Foto: H. Jack)

Weg ins Viertelfinale führt über Schweiz / NWZ / 14.11.2007

Oldenburg im Europapokal gegen Zug – Mittwoch kommt Beyeröhde

OLDENBURG - Kurz nach 11 Uhr war es raus: LK Zug heißt der nächste Gegner für die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg im europäischen Challenge-Cup. Der Tabellenzweite der Ersten Schweizer Liga fordert die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki am 9. oder 10. Februar in Zug und am 16. in Oldenburg heraus. Der Sieger setzt seine Reise durch Europa im Viertelfinale fort. „Das Losglück war uns diesmal hold“, freute sich Krowicki: „Der Gegner ist schlagbar.“ Lange aufhalten wollte er sich mit Zug aber nicht – seine Aufmerksamkeit gilt dem TV Beyeröhde, der an diesem Mittwoch (20 Uhr) in der EWE-Arena zu Gast ist.

Volle Aufmerksamkeit auf das Bundesliga-Heimspiel verlangt er auch von seiner Mannschaft. „Wir sind noch nicht so stark, als dass wir andere Mannschaften im Vorbeigehen schlagen“, sagte Krowicki. „Das gilt für Zug aus einer sicher nicht so starken Liga, aber auch für den TV Beyeröhde.“

Aufsteiger Beyeröhde ist mit erst einem Sieg derzeit Letzter in Deutschlands Eliteliga, der VfL hingegen scheint sich nach erfolgreichen Wochen mit vier Siegen in DHB-Pokal, Europapokal und Meisterschaft wieder aus der Abstiegszone zu entfernen. „Mit 11:13 Punkten sähe die Tabelle wieder freundlicher aus“, will Krowicki im letzten Heimspiel des Jahres keine Überraschung erleben.

Eine Überraschung hingegen ist, dass Krowicki die 17-jährige Julia Wenzl in den Kader berufen hat. Die Juniorinnen-Nationalspielerin erkrankte kurz vor Saisonbeginn am Pfeifferschen Drüsenfieber, trainiert aber seit einigen Wochen wieder voll mit. Auch Barbara Hetmanek (19) könnte zu ihren ersten Bundesliga-Minuten kommen.

Der guten Laune beim VfL über den Aufschwung und den schlagbaren Gegner im Achtelfinale schlossen sich auch die Europacup-Gegner aus der Schweiz an. „Das Los ist optimal, Oldenburg ist ein äußerst attraktiver Gegner“, freute sich Zugs Trainer und Manager Peter Stutz.

Quelle: SR - http://www.nwz-online.de


Europapokal: Leipzig trifft auf Vejen / handball-welt.com / 13.11.2007

Am heutigen Dienstag wurde das Achtelfinale der Europapokalwettbewerbe ausgelost. Im Europapokal der Pokalsieger bekommt es der HC Leipzig mit der dänischen Mannschaft KIF Vejen zu tun. Im Kader der Däninnen, die am 9./10. Februar erst nach Leipzig kommen, steht mit Stefanie Melbeck auch eine deutsche Nationalspielerin. Der VfL Oldenburg tritt im Challenge Cup in der Schweiz bei Handball Zug an.

Die Spiele des Achtelfinales finden am 9./10. Februar (Hinspiele) und 16./17. Februar (Rückspiele) statt. Im Pokal der Pokalsieger kommen die Drittplatzierten der Champions League Gruppenphase hinzu, aus der Gruppe B könnte der deutsche Meister 1.FC Nürnberg somit auf den kroatischen Vertreter Lokomotiva Zagreb treffen.

«Das hatte ich schon im Gefühl. Ich hatte zu meiner Mannschaft schon gesagt, dass wir gegen Leipzig spielen. Das wird in drei Monaten richtig spannend», sagte Steffi Melbeck. Neben der Abwehrspezialistin, die vor der Saison vom Buxtehuder SV nach Dänemark gewechselt war, spielt mit der früheren Nationaltorhüterin Christine Lindemann eine weitere Deutsche in Kolding. Das Team von Trainer Lars Frederiksen hatte in der dritten Runde KH Kosovo Vushtrri mit 40:17 und 41:6 deklassiert.

Vorfreude in Leipzig

„Sportlich ist das Los mit Sicherheit das Schwerste was möglich war, aber für die Zuschauer ist das natürlich sehr attraktiv“, sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner nach der Auslosung. „ KIF hat eine sehr erfahrene Mannschaft und sie sind zurzeit sehr gut drauf. Als Dritter in der stärksten Liga der Welt spielen sie auf allerhöchstem Niveau. Da müssen wir wohl über dem Limit spielen um zu gewinnen. Aber was soll es, das Ganze ist eben kein Wunschkonzert und wir wollen weiter kommen. Die Chancen stehen aus meiner Sicht bei 50:50.“ Die Stars im Team aus Kolding sind die koreanische Nationalspielerin Young Sook-Huh und die Serbin Jelena Eric. Auch die Dänische Nationaltorhüterin Rikke Schmidt im Tor ist eine Weltklassespielerin.

Zu einem besonderen Duell wird das Aufeinandertreffen für Leipzigs Trainer Morten Arvidsson, der vor seinem Wechsel nach Sachsen Trainer von KIF Vejen war. Zudem feiert Arvidsson am Rückspieltag 17. Februar 2008 seinen 44. Geburtstag. «Da wird es mit der Motivation keine Probleme geben: Die Mädels müssen ihm ein Geschenk machen», sagte Hähner.

"Sicherlich gehört die Schweiz nicht zu den stärksten Ligen Europas", sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki in einer ersten Stellungnahme. "Darum denke ich, dass dieser Gegner sicherlich schlagbar ist. Nach dem starken Gegner Trier in der dritten Runde haben wir diesmal etwas mehr Losglück gehabt. Aber wir unterschätzen keinen Gegner. Wir haben noch nicht das Niveau erreicht, dass es uns erlaubt, überheblich zu sein." In der dritten Runde hatte sich der VfL mit 35:26 bei der DJK/MJC Trier und mit 23:22 im Rückspiel gegen den Liga-Konkurrenten durchgesetzt. Zug hatte sich in zwei Partien beim bosnischen Vertreter ZRK Zeljeznicar Hadzici aus Sarajevo (28:26, 23:24) qualifiziert.

Auch Peter Görgen, der Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH, ist mit der Auslosung zufrieden. "Der Gegner ist nicht zu unterschätzen, aber wir haben eine große Chance auf das Viertelfinale", sagte Görgen. "Zug um Zug wollen wir uns für die nächste Runde qualifizieren."

Der LK Zug (LK steht für Leichtathletik Klub) wurde 1945 gegründet, hat vier Abteilungen und rund 800 Mitglieder. Die Frauenhandballmannschaft ist das Aushängeschild des Vereins, der in einer der größten Wirtschaftsmetropolen des Landes. Zug liegt etwa 30 Kilometer südlich von Zürich und hat die niedrigsten Steuersätze in der Schweiz. "Für uns ist das ein optimales Los", freute sich auch Peter Stutz, Trainer und Manager des Clubs: "Oldenburg ist ein äußerst attraktiver Gegner." Die Chancen seiner Mannschaft auf das Viertelfinale bezifferte der 45-Jährige aber als gering: "Zwischen dem Handball in der Schweiz und in Deutschland liegen Welten, der VfL ist klarer Favorit."

Zug will einen Titel gewinnen

Dennoch verfügt der LKZ durchaus über Niveau. In den vergangenen fünf Jahren erreichte der Club viermal das Schweizer Pokalendspiel, 2006 gegen Brühl St. Gallen gar das Finale um die Meisterschaft. Einen Titel gewonnen hat das junge Team mit einem Durchschnittsalter von etwa 22 Jahren allerdings noch nie. Im Pokalendspiel im Sommer unterlag man Otmar St. Gallen mit 23:24, Meister wurde dieses Jahr Brühl, der LK Zug wurde Dritter. In der aktuellen Spielzeit hat sich Zug von einem schlechten Start mit zwei Niederlagen gegen die Clubs aus St. Gallen erholt und ist mit 14:4 Punkten Zweiter der Achter-Liga, die in einer Dreifach-Runde gespielt wird, ehe dann die ersten vier Team im Playoff-Modus "Best of three" um den Titel spielen.

Stutz, der schon 1978 seine erste Trainerfunktion im Verein übernommen hatte, trainiert seit 1992 die Frauenmannschaft - damals noch in der Dritten Liga. "Wir haben uns kontinuierlich entwickelt", sagte Stutz und formulierte selbstbewusste Ziele: "Wir sind guter Dinge, endlich mal einen Titel zu gewinnen." Der solle aber nicht "um jeden Preis" erreicht werden: "Wir fahren sehr gut damit, auf junge Spielerinnen aus der Region zu setzen." In der Mannschaft des hauptberuflichen Reisebürokaufmanns spielen vier aktuelle und drei ehemalige Nationalspielerinnen sowie einige, die zur Schweizer Juniorinnen-Auswahl gehören. Ausländische Spielerinnen sind im Kader derzeit nicht zu finden.

Das Weiterkommen in Sarajevo - Zug hatte sein Heimrecht verkauft - sorgte durchaus für Aufsehen. "Ein tolles Wochenende. Es hat Spaß gemacht, unter schwierigsten Umständen, etwas zu erreichen", berichtete Stutz: "In der Halle waren 1000 Zuschauer, es wurde geraucht, der Boden bestand aus angestrichenem Beton, die Temperaturen lagen bei 12 Grad." Am Ende fehlte den Gastgeberinnen ein einziger Treffer. "Der Challenge Cup ist für uns ein riesiges Abenteuer", sagte Stutz. In der Saisonvorbereitung traf LK Zug bei einem Turnier in Luxemburg auf die DJK/MJC Trier und verlor nur knapp. Stutz: "Allerdings hat Trier seine besten Spielerinnen in dieser Partie auch weitestgehend geschont."

Alle Spiele im Challenge Cup:
Tomis Constanta - ABU Baku
ZRK Kikinda - SKP Bratislava
Merignac Handball - "Spartak" Kiev
RK Tresnjevka Zagreb - Cercle Dijon Bourgogne
LK Zug Handball - VfL Oldenburg
RK Lasta Radnicki Petrol Beograd - Valur Reykjavik
McDonald's Wr.Neustadt - VOC Amsterdam
DHK Zora Olomouc - H.C. "Dunarea" Braila

Quelle: 13.11.2007 - mak / dpa / PM HCL & VfL - http://www.handball-world.com


VfL-Frauen fiebern Europapokal-Auslosung entgegen / NWZ / 13.11.2007

Oldenburgerinnen blicken an diesem Dienstag nach Wien – Mainzlar an Brecska interessiert

OLDENBURG - Im Europapokal sind die Handballerinnen des VfL Oldenburg eine Runde weiter, in der Bundesliga treten sie noch auf der Stelle. „Das soll sich natürlich jetzt schnell ändern“, sagt Trainer Leszek Krowicki mit Blick auf die nächste Bundesliga-Aufgabe an diesem Mittwoch gegen Schlusslicht TV Beyeröhde (20 Uhr, EWE-Arena).

Abgelenkt wird der Blick, sprich die Konzentration, der VfL-Frauen an diesem Dienstag allerdings durch die Auslosung der Achtelfinalrunde im Challenge-Cup beim europäischen Verband EHF in Wien. „Ich hoffe, dass meine Spielerinnen diese Auslosung cool zur Kenntnis nehmen und professionell weiter arbeiten. Wir haben in der Liga noch einiges gut zu machen“, hofft auch Krowicki auf ein bisschen Losglück. So soll seiner Mannschaft im kommenden Jahr eine strapaziöse Reise durch Europa erspart bleiben. Als Hinspiel-Termine sind der 9./10. Februar vorgesehen, die Rückspiele am 16./17. Februar. Gerade in einigen Teilen Osteuropas ist zu dieser Zeit tiefster Winter angesagt.

Sorgen ganz anderer Art hat Oldenburgs Bundesliga-Geschäftsführer Peter Görgen zu meistern. So kommen auf den Club pro Runde im Challenge-Cup zwischen 15 000 und 20 000 Euro an Kosten zu. Görgen weiß, dass er dabei auf die Hilfe der Sponsoren angewiesen ist, kann ein Verein im Challenge-Cup doch bestenfalls erst im Finale schwarze Zahlen schreiben. Sportlich, keine Frage, bringen internationale Spiele die Oldenburger Mannschaft weiter voran, wirtschaftlich betrachtet, gilt der Europapokal im Frauenhandball eher als Zuschussgeschäft.

Während die VfL-Frauen der Europacup-Auslosung entgegenfiebern, steht die Ungarin Barbara Brecska möglicherweise vor dem Absprung. Der 23-jährigen Linkshänderin, die erst zu Saisonbeginn von Váci NKSE gekommen war, liegt ein Angebot vom TV Mainzlar vor. Der Süd-Zweitligist, der von Lützellindens Ex-Trainer Jürgen Gerlach betreut wird und bei dem auch die frühere VfLerin Nina Hess im Kader steht, fragte offiziell in Oldenburg an.

An diesem Dienstag darf sich Brecska in Mainzlar im Probetraining präsentieren. „Dann sehen wir weiter“, sagt Krowicki.


Quelle: ww.NWZonline.de/vflhandball


Auch ohne die immer wieder einmal pausierenden Stammspielerinnen Neuendorf, Fagerhus, Kowalska, Parchina, Birke (Foto - im orangenen Tikot) oder Surkova hielt der VfL jederzeit souverän den Achtelfinal-Kurs. (Foto: H. Jack)

Sieg entfacht Oldenburger Reisefieber / NWZ / 12.11.2007

VfL-Frauen stehen nach 23:22-Rückspielerfolg gegen Trier im Achtelfinale des Challenge-Cup

Der Oldenburger Gegner wird am Dienstag in Wien ausgelost. Der VfL-Sieg fiel souveräner aus, als es das Ergebnis vermuten lässt.

OLDENBURG - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg setzen ihre Reise durch Europa fort – und träumen schon von den Geysiren auf Island. Doch auch Baku am Kaspischen Meer, Zug in der Schweiz, Bratislava oder Amsterdam befinden sich im Lostopf, wenn an diesem Dienstag in Wien das Achtelfinale im Challenge-Cup ausgelost wird. Den Weg in diese Runde nahmen die Oldenburgerinnen leicht und locker. Dem 35:26-Hinspielerfolg ließ die Mannschaft von Leszek Krowicki am Sonntag in der EWE-Arena im Bundesliga-internen Europapokalduell mit der DJK Trier vor 550 Zuschauern ein ungefährdetes 23:22 (12:6) folgen.

„Jetzt fahren wir endlich ins Ausland. Wir haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen. So kann es gerne weitergehen“, jubelte Oldenburgs beste Spielerin und Torschützin Wiebke Kethorn (4 Treffer) bei Spielschluss. Nach 17-jähriger Abstinenz hatte sich der VfL endgültig in Europa zurückgemeldet.

Letzte Zweifel am Weiterkommen hatten die VfL-Frauen schon Ende der ersten Halbzeit beseitigt. Beim Zwischenspurt von 6:5 (14.) auf 12:5 (29.) kehrte schon früh ein Lächeln auf den Gesichtern auf der VfL-Bank ein. Mit einer starken Abwehrleistung und einer erneut aufmerksamen Torfrau Tatjana Surkova (9 Paraden) hatten die Gastgeberinnen den Trierer „Miezen“ schnell die Krallen geschnitten.

So litt die Partie letztendlich unter dem klaren Gesamtspielstand zu Gunsten der Oldenburgerinnen, die zudem nach dem Wechsel den Vorsprung auch zügig auf acht Treffer (15:7/35.) ausbauten. „Bei einem solchen Spielstand schleichen sich dann immer mal ein paar kleine Fehler ein“, entschuldigte die gute Spielmacherin Sabrina Neuendorf das Auslassen weiterer bester Torchancen, das ein klareres Ergebnis verhinderte.

So kam Trier gegen Spielende eigentlich nur auf (17:13/42. und 22:19/56.), weil die Gastgeberinnen es zuließen und weil Trainer Krowicki die Gelegenheit nutzte, seinem kompletten Kader eine weitere Europapokal-Erfahrung zukommen zu lassen. „Alle haben gespielt, alle haben ein Tor erzielt. Wir sind also doppelt glücklich“, befand der VfL-Trainer.

Denn auch ohne die immer wieder einmal pausierenden Stammspielerinnen Neuendorf, Fagerhus, Kowalska, Parchina, Birke oder Surkova hielt seine Mannschaft jederzeit souverän den Achtelfinal-Kurs. Außer Kethorn sorgten dabei besonders Torfrau Julia Renner und Rückraumspielerin Carolin Schmele für die Hingucker.

Julia Renner kam nach der Pause, wehrte zehn Würfe ab und holte sich viel Selbstvertrauen. Letzteres verriet auch die erst 17-jährige Carolin Schmele. In Abwehr und Angriff eingesetzt, durfte sie in ihrer noch kurzen Bundesliga-Karriere bereits die Europapokaltore zwei und drei bejubeln.

So viel Lichtblicke hatte Trier nicht zu bieten. Einzig Spielmacherin Tedyana Shynkarenko (3 Treffer) und Torfrau Maike März (14 Paraden) stellten sich den Oldenburgerinnen mit Macht in der Weg.

Keine Frage, das größere Reisefieber entfachten an diesem Tag die VfL-Frauen.


Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - ww.NWZonline.de/vflhandball


Diane Roelofsen konnte sich nur selten gegen die Deckung des VfL durchsetzen. (Foto: H. Jack)

VfL zieht souverän ins Europacup-Achtelfinale ein / O.R. / 11.11.2007

23:22 reicht gegen DJK/MJC Trier locker - Alle Oldenburgerinnen treffen

Der VfL Oldenburg ist ohne Probleme ins Achtelfinale des europäischen Challenge Cups eingezogen. Im Rückspiel des bundesligainternen Drittrunden-Spiels gewannen die Gastgeberinnen vor 550 Zuschauern in der Oldenburger EWE Arena am Sonntagnachmittag mit 23:22 (12:6). Das Hinspiel in Trier hatte das Team von Trainer Leszek Krowicki am Samstag vor acht Tagen bereits mit 35:26 für sich entscheiden können. Die Achtelfinalspiele finden am zweiten und dritten Februar-Wochenende statt, die Partien werden am kommenden Dienstag in Wien gezogen.

Wiebke Kethorn erzielte 4 Treffer gegen Trier. (Foto: H. Jack)

Der VfL hatte gegen den Liga-Vierten auch in der zweiten Begegnung wenig Probleme. Aus einer sicheren Abwehr mit einer ebenso guten Tatiana Surkova zwischen den Pfosten zogen die Gastgeberinnen früh davon. Ein Doppelschlag Sabrina Neuendorfs innerhalb von 23 Sekunden (7. Minute) sorgte für das 5:2. Dazwischen hatte Surkova einen Durchbruch der besten Trierer Feldspielerin, Tedyana Shynkarenko, abgewehrt.

Fehlwürfe und vergebene Angriffe prägten bis zur Pause auch weiterhin das Offensivspiel der Gäste, während Oldenburg trotz einer guten Maike März im "Miezen"-Tor regelmäßig Treffer landete. Richtig in Schwung kam das VfL-Spiel aber erst nach 17 Minuten, als ein toller Bodenpass von Haege Fagerhus zu Kathrin Scholl am Kreis und das anschließende 7:5 (18.) ein minutenlanges Fehlpassfestival beendete.

Zumindest richtete sich der Liga-Siebte nach dieser Szene wieder auf. Trier kam nach dem 5:6 durch einen Strafwurf von Megane Vallet (15.) über eine Viertelstunde zu keinem Torerfolg mehr, Oldenburg hingegen tat bereits etwas für die Galerie: Das 11:5 durch Scholl (29.) ging ein blitzschneller Gegenstoß über die Stationen Surkova, Dagmara Kowalska und Alexandra Temp voraus, kurz danach fiel das schönste Tor des Tages: Aus der Mittelposition bediente Carolin Schmele aus der Rückhand Kowalska, die per Kempa zum 12:5 vollendete. Caroline Thomas traf dann 15 Sekunden vor der Pause für Trier zum 6:12.

In der zweiten Hälfte wurde die Angriffsleistung Triers besser, während beim VfL vor allem zwei Faktoren das Spiel vor dem gegnerischen Kreis bremsten: Zum Einen wechselte Krowicki viel, zum Anderen fehlte dem VfL auch die Konzentration. "Bei dem Vorsprung ist es kein Wunder, wenn die Konzentration irgendwann nachlässt", sagte Neuendorf. "Auch die vielen Spiele in diesen Wochen spürt man dann."

Neuendorf wurde nach der Partie zur VfL-Spielerin des Tages gewählt. Neben der Rückraumspielerin überzeugten auch Surkova und Julia Renner im Tor sowie Kathrin Scholl, die Triers eigentlich gefährlichste Spielerin Oxana Pal über weiteste Strecken vor der Pause ausschaltete.

Trier kam in den letzten Minuten der Partie noch einmal heran. Vallet erzielte jeweils per Siebenmeter das 19:21 und 21:23 (55. und 58.), Pal per Einzelleistung und Durchbruch das 20:22 (57.). Dann bekam Fagerhus drei Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe, doch Simona Roubinkova scheiterte mit einem Gegenstoß am hochschnellenden linken Bein von VfL-Torfrau Renner (58.). Roubinkova machte ihren Fehlwurf 65 Sekunden vor Schluss mit einer Einzelleistung wieder gut, das Ergebnis sollte sich aber bis zum Schluss nicht verändern - der letzte Angriff Triers wurde bereits im Ansatz abgepfiffen.

Stimmen

Leszek Krowicki, Trainer VfL: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben unser Ziel, einen Sieg, erreicht. Auch haben wir wieder viele Möglichkeiten für unsere jungen Spielerinnen gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir unseren Rhythmus allerdings auch durch die vielen Wechsel etwas verloren. Der stärkste Teil unseres Spiels war die Abwehr, die alles, was Trier vorhatte, gut gelesen hat. Es macht mich doppelt glücklich, dass alle Spielerinnen eingesetzt wurden und auch getroffen haben.

Michal Lukacin, Trainer Trier: Die neun Tore aus dem Hinspiel waren kaum aufzuholen. Aber immerhin haben wir besser gespielt als in Trier, auch, wenn wir zu viele Fehler produziert haben. Doch nach dem Seitenwechsel haben wir einen guten Kampf gezeigt und konnten das Spiel noch offen gestalten.

Dagmara Kowalska, VfL: Ich bin glücklich, aber müde. Heute waren wir nicht so gut, haben zu viele Fehler produziert. Aber vielleicht ist das normal bei so vielen Spielen in diesen Wochen. Ich hatte wegen einer Prellung an der Hüfte noch Schmerzen, darum habe ich mit Thermohose über der Beule gespielt.

Maike März, Trier: Gegen die Oldenburger Torfrau Surkova mit ihrer großen Spannweite hätten wir genauer werfen müssen. Heute hätten beide Teams sicher weit über 30 Tore schießen können, aber wir haben ungefähr 1000 technische Fehler erlebt. Wir haben noch an unsere Chance geglaubt, dann aber schnell gesehen, dass es nicht so weit kommt.

VfL Oldenburg - DJK/MJC Trier 23 : 22 (12:6)

VfL Oldenburg: Surkova (9 Paraden), Renner (ab 31., 10 P.) - Kethorn (4), Birke (1), Fagerhus (1), Neuendorf (3), Scholl (2), Parchina (2), Kowalska (3), Gümmer (1), Badenhop (1), Brecska (1), Schmele (2), Temp (2/2).

DJK/MJC Trier: März (15 Paraden), Vogt (ab 47., 6 P.) - Shynkarenko (3), Roelofsen (2), Hofman (1), Pal (1), Vallet (5/3), Eickhoff (1), Thomas (1), Roubinkova (3), Schneider, Pütz (1), Arnosova (3).

Siebenmeter: 2/2 - 4/3 (Pal an den Innenpfosten).
Zeitstrafen: 3 (Neuendorf, Badenhop, Fagerhus) - 3 (Arnosova, zweimal Roelofsen).
Schiedsrichter: Pedrag Pavicevic und Nebojsa Vujisic aus Montenegro.


Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Sabrina Neuendorf (grünes Trikot) und der VfL Oldenburg kassierten im letzten Heimspiel gegen Trier eine Niederlage, am Sonntag folgt der nächste Versuch, auch vor eigenem Publikum gegen Trier bestehen zu können. (Foto: H. Jack)

Nur Trainer erhält ein Geschenk / NWZ / 10.11.2007

VfL-Frauen stehen gegen Trier vor Sprung ins Europapokal-Achtelfinale

Die Oldenburgerinnen gehen mit neune Toren Vorsprung ins Rückspiel. Trainer Leszek Krowicki warnt vor Überheblichkeit.

OLDENBURG - Am Dienstag findet in Wien die Auslosung der nächsten Europapokalrunde statt. „Schön!“, sagt Oldenburgs Leszek Krowicki kurz und knapp, um dann klarzumachen: „Dieser Termin wie auch der nächste Gegner interessieren mich im Augenblick überhaupt nicht.“ Der Trainer der VfL-Frauen hat eine ganz andere Sorge. Krowicki muss seine Handballerinnen nach dem 35:26-Coup bei der DJK Trier im Hinspiel des Challenge-Pokals für das Rückspiel am Sonntag (15 Uhr, EWE-Arena) unter Volldampf halten.

„Heutzutage lassen sich im Handball neun Tore ganz schnell aufholen. Das wissen auch die Triererinnen“, warnt Krowicki seine Mannschaft und fordert einmal mehr einen konzentrierten Auftritt. Krowicki weiter: „Trier verfügt über eine erfahrene Mannschaft, die immer in der Lage ist, eine Schwächephase des Gegners auszunutzen.“

Und nicht nur Krowicki erwartet am Sonntag eine deutlich verbesserte Trierer Formation. Martin Rommel, Vorstandsmitglied der DJK, hat seinen Handballfrauen jedenfalls ein paar klare Worte mit auf die Reise in Deutschlands Nordwesten gegeben: „Fest steht für mich, dass unsere Mannschaft, unabhängig vom Endergebnis, in Oldenburg eine sportliche Antwort auf die Hinspiel-Niederlage geben muss.“

Wie schnell eine Partie kippen kann, haben die VfL-Frauen in dieser Saison schon öfters leidvoll erfahren müssen. Und auch im Bundesligaspiel am Mittwoch gegen Ketsch strauchelte der Favorit nach einer 8:3-Führung kurzzeitig. „Da habe ich gleich gedacht, wenn wir jetzt nicht aufpassen, wird es wieder eng“, meinte Spielmacherin Sabrina Neuendorf. Wurde es nicht. Denn dazu war der Gegner einfach zu schwach.

Am Sonntag allerdings müssen sich die VfL-Frauen noch einmal steigern, soll der bereits sicher geglaubte Einzug ins Europapokal-Achtelfinale nach 17-jähriger internationaler Abstinenz Wirklichkeit werden. Und so wünscht sich Krowicki, der am Freitag seinen 50. Geburtstag feierte, eine „kämpferisch so starke Leistung wie beim Hinspiel – und die volle Konzentration.“

Womit auch gleich die Frage nach einem geeigneten Geburtstagsgeschenk beantwortet wäre.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


Probleme hatte der VfL Oldenburg nur mit der Neu-Nationalspielerin der TSG, Maike Brückmann (blaues Trikot), die insgesamt 11 Tore erzielte. (Foto: H. Jack)

Handballfrauen tanken Selbstvertrauen / NWZ / 08.11.2007

VfL Oldenburg feiert gegen TSG Ketsch zweiten Heimsieg – Steigerung nach der Pause

Nach gutem Beginn schlich sich bei den VfL-Frauen der Schlendrian ein. Der 31:23-Erfolg war dennoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.

OLDENBURG - Erleichterung in Grün-Weiß: Im sechsten Anlauf war es endlich vollbracht. Mit dem 31:23 (18:15) gegen den Abstiegskandidaten TSG Ketsch landeten die Handballerinnen des VfL Oldenburg am Mittwochabend den lang ersehnten zweiten Heimsieg und richten damit den Blick in der Bundesliga-Tabelle wieder nach oben.

„Das Endergebnis geht in Ordnung. Der Sieg ist sicher auch wichtig mit Blick auf das Europapokalspiel am Sonntag gegen Trier, doch es gab auch Phasen, die mir überhaupt nicht gefallen haben“, analysierte Leszek Krowicki bei Spielschluss. Dabei dürfte der VfL-Trainer speziell die Phase zwischen der 10. und 30. Minute im Auge gehabt haben.

Den Oldenburgerinnen war ein furioser Auftakt geglückt. Schnell führte die Mannschaft mit 8:3 (9. Minute), nahm dann aber die Aufgabe offenbar doch auf die leichte Schulter. Kowalska, Parchina und Neuendorf übertrieben im Angriff ein wenig das Einzelspiel, dazu schwächelte die linke Abwehrseite und schon hatte sich der kampfstarke Gegner beim 11:10 (18.) wieder ins Spiel gebracht. Vor allem die überragende Neu-Nationalspielerin der TSG, Maike Brückmann (insgesamt 11 Treffer), düpierte wieder und wieder die VfL-Deckung.

„Ich musste in der Kabine schon ein paar deutliche Worte sagen. 15 Gegentore waren einfach zu viel“, meinte Krowicki. Spielmacherin Sabrina Neuendorf sah dies ähnlich. „Das war einfach alles zu locker, aber nach dem Wechsel haben wir endlich kompakter gestanden.“ Die „aufmunternden Worte“ (Wiebke Kethorn) in der Halbzeitpause zeigten in jedem Fall Wirkung. Endlich standen die VfL-Frauen aggressiver in der Deckung, drückten bei eigenem Ballbesitz aufs Tempo und schlossen ihre Angriffe konsequenter ab. Neuendorf mit ihrem Treffer zum 23:15 (37.) leitete eine insgesamt geruhsame zweite Halbzeit ein, in der die Gastgeberinnen ihren Vorsprung (25:19, 28:20 und 31:22) souverän verwalten konnten. Ihren Anteil am Erfolg hatten dabei auch die Torfrauen Tatjana Surkova und Julia Renner, die sich nach der Pause abwechselten und beide im VfL-Gehäuse zu glänzen wussten.

So viel Auswahl hatte TSG-Trainerin Karin Euler an diesem Abend nicht. Während die zweite Torfrau kurzfristig mit einer Adduktorenverletzung ausgefallen und die Nummer 3 beruflich verhindert war, mussten sich die Gäste einzig auf Torfrau Ilka Arndt (13 Paraden) verlassen.

Nach dem Pflichtsieg folgt nun die Kür für die VfL-Frauen: Im Europapokal-Rückspiel erwarten die Oldenburgerinnen am Sonntag (15 Uhr, EWE-Arena) den Liga-Konkurrenten DJK Trier. Dabei winkt der Mannschaft von Leszek Krowicki nach dem 35:26-Hinspielerfolg an der Mosel der Achtelfinal-Einzug im Challenge-Wettbewerb.

VfL Oldenburg: Surkova 12/2, Renner 5/1 - Gümmer, Badenhop 3, Birke 4, Schmele 1, Kowalska 6/1, Fagerhus 2, Brecska, Kethorn 5, Neuendorf 4, Scholl 4, Parchina 1, Temp 1/1.

Zuschauer: 320.
Siebenmeter: 3/2 – 5/1.
Zeitstrafen: 6:0-Minuten.


Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


    
  Grund zum Abheben haben Leszek Krowicki und seine Mannschaft nicht. Den letzten Heimsieg gab es am 09. September. Hoffnung gibt der Sieg in Trier. (Foto: H. Jack)

  
Europacup sorgt für neues Selbstbewußtsein beim VfL / HR / 06.11.2007

Oldenburg. Wirft man einen flüchtigen Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga der Frauen, entsteht der Eindruck, das Duell zwischen dem VfL Oldenburg und der TSG Ketsch findet auf Augenhöhe statt. Tatsächlich sind die Rollen heute Abend, um 19.30 Uhr klar verteilt. Der VfL ist klarer Favorit, denn auswärts war Ketsch bislang ein großzügiger Gast.

Beide Mannschaften haben bislang sieben Punkte auf der Habenseite. Eine Ausbeute, mit der die TSG Ketsch sicherlich zufriedener ist, als mancher Handballfreund in Oldenburg. Trainer Leszek Krowicki sieht seine Mannschaft, aktuell Tabellenachter, richtig platziert. Schließlich habe man das Team ja neu zusammenstellen müssen, wie er im Vorfeld des Spiels in Trier betonte. Eben dort überzeugten die Oldenburgerinnen bei ihrem Comeback im Europapokal auf ganzer Linie. Das 35:26 bedeutet vor dem Rückspiel am Sonntag fraglos einen großen Schritt Richtung nächste Runde. Vor allem mit der Einstellung seiner Mannschaft war Krowicki mehr als zufrieden. Während Trier seine Fans auf der ganzen Linie enttäuscht hat, machten die Oldenburgerinnen von Beginn an deutlich, dass sie international noch ein wenig länger mitmischen wollen.

Solche Leistungen muss der VfL jetzt im Bundesliga-Alltag bestätigen. Der Spielplan macht das allemal möglich, denn auf Ketsch folgt das Spiel gegen Beyeröhde, ehe es nach Erfurt und Leverkusen geht. Die maximale Punktausbeute dürfte es also durchaus sein, vor dem Auswärts-Doppelpack, das die Oldenburgerinnen dann mit gestärktem Selbstvertrauen in Angriff nehmen könnten.

Ketsch wird am heutigen Abend in der Arena kaum für Angst und Schrecken sorgen. Bislang waren die Gastspiele der TSG nicht erfolgreich, sondern endeten mit schöner Regelmäßigkeit mit hohen Niederlagen. Gepunktet haben die Kurpfälzerinnen, die sich am Mitt-wochvormittag um 10 Uhr auf den Weg machen, allein zuhause. Dennoch gibt Leszek Krowicki den Mahner. Man dürfe nicht abheben, warnt der Trainer, der erwartet, dass seine Mannschaft genauso engagiert auftritt wie im Europapokal.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.huntereport.de


    
  Thalke Bitter gelang heute mit dem VfL Oldenburg II die Überraschung im DHB- Pokal. Der Regionalligist setzt sich gegen den SV Union Halle-Neustadt (2. Bundesliga) mit 37:33 (18:18) durch. (Foto. T. Helmerichs)

  
Auslosung Achtelfinale DHB-Pokal der Frauen / handball-world / 04.11.2007

Direkt im Anschluß an die letzte Begegnung der dritten Runde des DHB-Pokals der Frauen wurde heute in Oldenburg die Auslosung des Achtelfinals vorgenommen. Unter der Leitung von Spielleiterin Erika Petersen wurden dabei von der siebenjährigen Anja die angefügten Begegnungen ausgelost. Das Topduell ist dabei die Partie zwischen Trier und Titelverteidiger HC Leipzig. "Das ist natürlich der schwerste Gegner, der sich im Topf befand. Das einzig positive ist, dass wir ein Heimspiel haben", so Triers Trainer Michael Lukacin in einer ersten Stellungnahme.

"Ich bin froh, dass wir nicht gegen Erstligisten gelost wurden. Das Programm ist derzeit sehr kompakt und die Belastung für die Spielerinnen zur Zeit ziemlich hoch. Weibern ist ein starker Zweitligist, aber es ist dennoch eine machbare Aufgabe", schätzte Renate Wolf das Los ein. "Das ist natürlich ein sehr attraktives Los. Allerdings eine Aufgabe, die ich mir aus sportlicher Sicht eine Runde später gewünscht hätte. Aber dennoch ist es für unsere Zuschauer ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, diese Spitzenmannschaft in einem Wettspiel in Weibern sehen zu dürfen", freute sich unterdessen ihr Gegenüber Jan Reuland auf das Aufeinandertreffen.

Wie Leverkusen muss auch der Bundesligist FHC Frankfurt/Oder zu einem Zweitligisten reisen, der FHC trifft auf den BSV Sachsen Zwickau. Erstliga-Absteiger Borussia Dortmund hat Heimrecht gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg und der SVG Celle trifft auf den deutschen Meister 1. FC Nürnberg. Oldenburgs Reserve muss beim TuS Metzingen antreten. Neben dem Spitzenspiel Trier-Leipzig kommt es zwischen dem Thüringer HC und der TSG Ketsch sowie der HSG Blomberg/Lippe und dem Buxtehuder SV zu zwei weiteren Erstligaduellen.

1.  DJK/MJC Trier HC Leipzig  
2.  BSV Sachsen Zwickau FHC Frankfurt/Oder  
3.  Thüringer HC TSG Ketsch  
4.  HSG Blomberg/Lippe Buxtehuder SV  
5.  Borussia Dortmund VfL Oldenburg I  
6.  TuS Metzingen VfL Oldenburg II  
7.  1. FC Nürnberg SVG Celle  
8.  TuS Weibern Bayer Leverkusen  

Quelle: http://www.handball-world.com


    
  Für Dagmara Kowalska (grünes Trikot) war es international bereits das dritte Kräftemessen mit der DJK/MJC Trier. 2005/2006 konnte sie sich mit AKABA Bera Bera (Spanien) im EHF-Pokal gegen Trier durchsetzen.

  
VfL Oldenburg nach Kantersieg in Trier vor Einzug in vierte Challenge Cup-Runde / handball-world / 03.11.2007

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg stehen vor dem Einzug in die vierte Runde des europäischen Challenge Cups. Im bundesligainternen Europapokalduell bei der DJK/MJC Trier setzte sich die Mannschaft am Samstagabend vor rund 700 Zuschauern in der Arena Trier mit 35:26 (16:11) durch. Das Rückspiel in Oldenburg findet in einer Woche statt. Die Niedersachsen, die vor drei Wochen in der Bundesliga noch 21:22 zu Hause gegen Trier verloren hatten, waren 60 Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft. Vor allem die Tempogegenstöße waren äußerst effektiv. Erfolgreichste Torschützin des VfL war Dagmara Kowalska mit sieben Toren, bei Trier war Silvia Hofman (5/1) am erfolgreichsten.

Die DJK/MJC Trier hat im Hinspiel der 3. Rundes des europäischen Challenge Cup ein Debakel erlebt. Die Gastgeber verschliefen den Beginn der Partie völlig und lagen schnell mit drei Toren in Rückstand. Zwar erkämpften sich die Miezen umgehend den 3:3 Ausgleich nach einem Siebenmeter von Oxana Pal, doch setzten sich die an diesem Abend in allen Belangen frischer wirkenden Gäste umgehend wieder auf drei Tore ab, Dagmara Kowalska erhöhte in der dreizehnten Minute auf 7:4.

Während sich das Trierer Angriffsspiel in der ersten Halbzeit auf Einzelaktionen beschränkte und einzige Silvia Hofman ab und an einmal die Lücke in der Oldenburger Abwehr fand, kamen die ruhig und sicher auftretenden Gäste durch schöne Spielzüge vor allem über die Rückraumreihe um die überragende Dagmar Kowalska zu einfachen Toren, zudem bot die ehemalige Mieze Kathrin Scholl an alter Wirkungsstätte eine überragende Leistung und erzielte insgesamt sechs Treffer bei nur einem Fehlwurf.

Oftmals kam Trier gar nicht zum Torwurf, sondern verspielte den Ball bereits vorher durch technische Fehler und leichtfertige Ballverluste, so baute der VfL seine Führung bereits in der ersten Halbzeit auf zwischenzeitliche sieben Tore (8:15) aus. Auch zahlreiche Umstellungen von Miezen Coach Michal Lukacin brachten keine Besserung ins Spiel der Gastgeber, so brachte der Trainer früh Antonia Pütz für die enttäuschende Tetyana Shynkarenko und verhalf Jana Arnosova im Tausch gegen die ebenfalls unglücklich spielende Kira Eickhoff früh zu ihrem Comeback nach überstandener Blinddarm Operation. Eine Besserung trat aber auch in der zweiten Halbzeit nicht ein, zu souverän und abgeklärt bauten die Gäste, die in der Bundesliga vor Wochen noch mit 21:22 in eigener Halle zwei Punkte gegen Trier verloren hatten ihre Führung aus.

Bereits nach 36 Minuten, Dagmara Kowalska hatte auf 23:13 erhöht, war die Distanz erstmals auf zehn Tore angewachsen und die Vorentscheidung in der Begegnung gefallen. Hätte Daniela Vogt im Tor nicht noch einige starke Paraden gezeigt, der Rückstand wäre sogar noch deutlicher ausgefallen. So verkürzte Trier auch dank der Paraden von Vogt die Distanz wieder in den einstelligen Bereich, doch aufgrund der katastrophalen Vorstellung stand am Ende ein auch in der Höhe den Leistungen beider Teams entsprechendes 26:35 zu Buche. Die Chancen für Trier auf das Weiterkommen stehen damit denkbar schlecht, in Oldenburg müssten die "Miezen" mindestens mit neun Toren gewinnen.

DJK/MJC Trier - VfL Oldenburg 26 : 35 (11:16)

DJK/MJC Trier: Vogt, März; Nykytenko (3), Shynkarenko (1), Thomas (1), Roubinkova (4), Roelofsen (1), Hofman (5/1), Schneider, Pal (3/1), Pütz (2) , Vallet (2/1), Arnosova (3), Eickhoff (1)

VfL Oldenburg: Surkova, Renner, Gümmer (1), Badenhop, Birke (4), Kowalska (7), Fagerhus, Brecska, Schmele (1), Kethorn (2), Neuendorf (6/1), Scholl (6), Parchina (5), Temp (3/2)

Zuschauer: 700
Schiedsrichter: Franco / Rodriguesz (ESP)
Strafminuten: 6 - 6
Siebenmeter: 3/6 - 3/5

Quelle: 03.11.2007 - Christopher Monz - DJK/MJC Trier - www.handball-world.com


  
Kathrin Scholl (grünes Trikot, VfL) versucht Silvia Hofmann (rotes Trikot, Trier) am Wurf zu hindern. Sein Heimspiel in der EWE Arena hat der VfL unglücklich verloren. (Foto: H. Jack)   
Challenge Cup: Gastgeber Trier geht gestärkt ins Hinspiel / O.R. / 02.11.2007

Einsatz von Oldenburgs Fagerhus unsicher – „Miezen“ in Bestbesetzung

Der VfL Oldenburg hat die „Zwischenstation“ Halle/Westfalen erfolgreich hinter sich gebracht und hat die Stadt des Pokalgegner Union 92 am Freitagmorgen Richtung Süden verlassen. Nach dem deutlichen 43:21 am Donnerstagabend steht in der Arena Trier am Samstagabend um 19.30 Uhr das Challenge-Cup-Drittrundenhinspiel bei der DJK/MJC auf dem Programm – der bisherige Saisonhöhepunkt für den Handball-Bundesligisten.

Der gastgebende deutsche Meister von 2003 muss als Favorit in den beiden Partien (Rückspiel am 11.11. um 15 Uhr in der Oldenburger EWE Arena) um den Einzug ins Achtelfinale gehandelt werden. Nach zehn Ligaspielen ist das Team von Trainer Michal Lukacin mit 14:6 Punkten Vierter und damit im Gegensatz zum VfL voll auf Playoff-Kurs. Auch mit einer ganzen Reihe von Ausfällen siegte der Vierte der vergangenen Serie bei der HSG Sulzbach-Leidersbach (27:24), in fast voller Besetzung wurde vergangenes Wochenende der Buxtehuder SV mit 33:28 nach Hause geschickt. Im Pokalspiel am Mittwoch beim Regionalligisten HSG Siebengebirge/Thomasberg (36:21) konnte auch Rechtsaußen Jana Arnosova nach überstandener Blinddarm-OP wieder eingesetzt werden. Trier geht wohl also ohne Ausfälle in das Hinspiel.

Um ein Schwergewicht der Bundesliga handelt es sich bei den „Miezen“ aber nicht. Zu neu zusammengestellt ist die Mannschaft, als das die Verantwortlichen bereits die ganz großen Erfolge erwarten könnten. Zudem kamen einige Siege in der Liga auch eher glücklich zustande. Im ersten Spiel beim Thüringer HC kassierte Trier beide Punkte erst am Grünen Tisch, da Thüringens Kathrin Blacha ohne gültige Genehmigung gespielt haben soll. Auch beim 22:21-Erfolg beim VfL Oldenburg am 3. Oktober war es denkbar knapp. „Zwei vergebene Siebenmeter in der Schlussphase haben uns die Punkte gekostet“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki, ohne die in der Endphase von der Strafwurflinie glücklosen Alex Temp oder Sabrina Neuendorf Vorwürfe machen zu wollen. Unverdient war der Sieg der Moselstädterinnen in dem von Kampf und zwei starken Abwehrreihen dominierten Spiel zwar nicht, die Oldenburgerinnen aber trauerten dennoch zurecht mindestens einem vergeben Zähler hinterher.

Der Knackpunkt für Oldenburg wird – wie im Ligaspiel – im Angriff liegen. Beim Remis (22:22) in Blomberg zeigte der VfL dort erst nach der Pause eine annehmbare Leistung – der letztlich noch erkämpfte Punkt, und auch der Sieg in Halle, könnten das angeschlagene Selbstvertrauen nach sieben sieglosen Begegnungen in der Liga wieder aufgerichtet haben. Das wäre besonders wichtig für das Spiel vor dem gegnerischen Tor. Denn die Abwehr funktionierte zuletzt gut, genauso wie die kämpferische Einstellung, und auch die konditionelle Verfassung des Kaders macht den Anhängern und Trainer Krowicki kaum Kopfzerbrechen. Ein Fragezeichen steht hinter der körperlichen Verfassung von Haege Fagerhus. Die Oldenburger Rechtsaußen leidet noch unter einer Erkältung, wurde deshalb im DHB-Pokalspiel geschont und nicht eingesetzt. Für sie stehen Ines Gümmer oder auch Kathrin Scholl bereit. Für die Spielführerin, die bereits mit sieben Jahren beim VfL mit dem Handballspielen begann, würde der Einsatz auf der rechten Außenbahn wirken wie eine Reise in die Vergangenheit: Von 2002 bis 2004 spielte die Kreisläuferin an der Mosel, wurde Meister und nahm an der Champions League teil – meist eingesetzt auf der Rechtsaußenposition. Nach den beiden erfolgreichen Spielzeiten kam Scholl nach Oldenburg zurück.

Der Europacup-Modus

Der Europacup-Modus funktioniert ähnlich wie im Fußball: Die Resultate aus Hin- und Rückspiel werden addiert, wer vorne liegt, ist weiter. Zeigt das zusammengezählte Ergebnis ein Unentschieden, gewinnt die Mannschaft, die auswärts mehr Tore geworfen hat. Ist auch diese Zahl gleich, fällt die Entscheidung im Siebenmeterwerfen. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


VfL-Frauen erreichen locker Achtelfinale / NWZ / 02.11.2007

Oldenburger Bundesligist kommt beim Regionalligisten Halle/Westfalen zu 43:21-Kantersieg

Trainer Krowicki baute auf seine zweite Reihe. Am Sonnabend tritt die Mannschaft im Europapokal in Trier an

HALLE/WESTFALEN - Handball-Bundesligist VfL Oldenburg hat am Donnerstagabend durch einen 43:21 (21:11)-Sieg beim ostwestfälischen Regionalligisten Union Halle locker das Achtelfinale im DHB-Pokal erreicht. Trainer Leszek Krowicki vertraute dabei wie angekündigt mehrheitlich auf Spielerinnen, die bisher seltener zum Einsatz kamen. Ganz auf der Bank blieb die momentan noch erkältete Rechtsaußen Haege Fagerhus.

„Mir war wichtig, dass wir deutlich gewinnen und dass wir Spielpraxis sammeln“, sagte Krowicki, für den der Sieg „nicht mehr als eine Zwischenstation“ auf dem Weg zum Europapokal-Hinspiel am Sonnabend (19.30 Uhr) bei der DJK Trier war. Von Halle reist die Mannschaft an diesem Freitag direkt weiter.

Vor über 500 Zuschauern in einer voll besetzten Halle sahen die zunächst geschonten Stammkräfte um Dagmara Kowalska und Kathrin Scholl, wie die Gastgeberinnen bereits nach fünf Minuten klar ins Hintertreffen gerieten. Während einer einzigen Überzahlsituation setzten fünf Kontertore der Oldenburgerinnen die Gastgeberinnen schachmatt. Aus dem 2:2 wurde eine 7:3-Führung für den VfL.

Knapp die Hälfte aller VfL-Tore resultierten aus Tempogegenstößen. Angriffe des Gegners wurden oft bereits im Ansatz unterbunden.

In der zweiten Halbzeit begannen die Gäste zu zaubern. Beifall von allen Seiten heimste Dagmara Kowalska für ein besonders schönes Kempa-Tor ein: Nach einem Zuspiel Kim Birkes drehte Kowalska in der Luft eine Pirouette, um den Ball dann zum 32:16 zu versenken.

VfL Oldenburg: Renner (9/3), Surkova (6/1) – Gümmer (2 Tore), Badenhop (5), Brecska (5), Parchina (3), Temp (2/1), Kethorn (6), Birke (6), Kowalska (4), Neuendorf (4/2), Scholl (4), Schmele (2), Fagerhus (n.e.).

(Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball )


  
Sabrina Neuendorf lenkt das Spiel des VfL Oldenburg. (Foto: H. Jack)   

Union 92 freut sich auf Belohnung gegen VfL / O.R. / 30.10.2007

Regionalligist klarer Außenseiter – Trainer früher in Oldenburg

Eine gute Zeit machen derzeit die Handballerinnen der Union 92 Halle durch. In der Vorsaison noch knapp dem Abstieg errungen, stieg das Team von Trainer Karl-Heinz Klenke im Sommer in die Regionalliga West auf. Nach drei Siegen und drei Niederlagen liegt die zumeist junge Mannschaft derzeit auch in der Dritten Liga über dem Soll und hat im Pokalspiel am Donnerstag, 19.30 Uhr, in der Halle an der Wasserwerkstraße einen echten Saisonhöhepunkt vor der Brust: Zu Gast ist Bundesligist VfL Oldenburg. „Das Spiel ist wie eine Belohnung für zwei Jahre harter Arbeit“, sagt Trainer Klenke.

Auf „harte Arbeit“ legt der 52-jährige Polizeibeamte wert. Kenner der Mannschaft führen Aufstieg und den guten Saisonstart vor allem auf die harte Vorbereitung zur Spielzeit zurück, die es den Westfälinnen zum Ende der Partien ermöglicht, ihre gute Kondition auszuspielen. Zudem greift Union, das im Durchschnitt 200 Besucher bei Heimspielen zählt und am Donnerstag auf knapp das doppelte hofft, auf eine gute Mischung zwischen Jung und Erfahren zurück. „Dreh- und Angelpunkt“ (Klenke) der Mannschaft ist Aufbauspielerin Theresa Janzen (28 Jahre), die nach abgeschlossenem Studium in Berlin zur Aufstiegssaison nach Halle zurückgekehrt war.

Klenke rechnet sich gegen den VfL nicht besonders viel aus. „Es liegt eine Welt zwischen Bundesliga und Regionalliga“, sagt der 52-Jährige, der sich am Sonntag auch die Partie des VfL bei der HSG Blomberg-Lippe (22:22) angeschaut hat: „Imponiert hat mir besonders die konsequente und bewegliche Deckung. Sabrina Neuendorf hat das Spiel vorne und hinten sehr gut gelenkt. Klasse war auch, wie schnell sich Kathrin Scholl aus der Abwehr löst und wie sie am Kreis ackert. Wir wären bei einer Niederlage mit zehn Toren schon hochzufrieden.“

Zu Oldenburg und zum VfL verbindet Klenke eine besondere Beziehung. Von 1973 bis 1975 war der Trainer, der Union im Winter 2005 auf dem vorletzten Rang übernommen hatte, bei der Bereitschaftspolizei an der Bloherfelder Straße stationiert. Trainer der Handballmannschaft der Kaserne war damals „mein Mentor (Klenke) Robert Schumann – aufgrund seiner Verdienste Namensgeber für die VfL-Halle an der Rebenstraße. In dem Team damals standen Oldenburger Handballgrößen wie Jürgen Carstens (ex-Trainer VfL und Wilhelmshavener HV), Peter Voss und Klaus Wülbers (beide ehemalige VfL-Spieler).

Auf hochkarätige Zugänge verzichtete der Club, der zuletzt zwischen 1997 und 1999 drittklassig war. In Torhüterin Ina Janßen und Tanja Lewe kamen lediglich zwei Spielerinnen von einem anderen Club (SV Hellern).

Die Vereine TV Künsebeck, SC Halle und TSG Kölkebeck/Bokel schlossen sich 1992 zur Union zusammen. Derzeit verfügt der Club über zwei Frauen- und drei Männerteams, rund 60 Sponsoren unterstützen den Club. Prunkstück aber ist die Jugendarbeit mit 21 Mannschaften. „Von unten kommt mächtig was nach“, freut sich der Erste Vorsitzende Ernst August Stüssel. „Allerdings fehlen uns immer mal wieder Übungsleiter und Hallenzeiten. Aber das Problem haben nicht nur wir.“ Mit der Entwicklung der ersten ist Stüssel zufrieden: „Wir kommen gut klar. Ich bin sicher, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt erreichen können.“

Mehr als den Klassenerhalt im Sinn hat der VfL Oldenburg, der nach dem Spiel in der 21.000 Einwohner großen Stadt im Landhotel Jäckel übernachten wird, um am nächsten Tag Trier anzusteuern. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki am Samstag (19.30 Uhr) in der Arena Trier im Hinspiel in der dritten Runde des Challenge Cups auf die DJK/MJC Trier. Krowicki, der von einem Sieg in Halle ausgeht, sagt zur Partie in Ostwestfalen: „Dort können sich auch Spielerinnen, die bisher weniger zum Einsatz kamen, präsentieren. Natürlich nutzen wir das Spiel auch, um Abläufe für die Partie in Trier zu verinnerlichen.“

Für den VfL ist es in dem Wettbewerb das erste Spiel, da die Bundesligisten erst in der dritten Runde in den DHB-Pokal eingreifen. Halle setzte sich zunächst bei Viktoria Naunhof mit 28:22, dann gegen ETSV Witten mit 28:20 durch. Beide Gegner spielen in der Oberliga.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


VfL-Frauen bremsen freien Fall / NWZ / 29.10.2007

Oldenburgerinnen beenden mit 22:22 in Blomberg Niederlagenserie

Zur Pause lag der VfL noch mit 9:12 zurück. Erst in der zweiten Hälfte steigerte sich die Krowicki-Mannschaft

BLOMBERG/OLDENBURG - Die Vorzeichen waren klar: Nach sechs Niederlagen in Folge mussten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg (9. Tabellenplatz) am Sonntag beim Tabellennachbar HSG Blomberg-Lippe (10.) punkten, um sich ein wenig Luft zu verschaffen. Dies gelang nur zum Teil. Nach schwachen 30 Minuten schaffte der VfL vor 800 Zuschauern mit Kampfgeist noch ein 22:22. „Wir fahren mit gemischten Gefühlen nach Hause. Wir müssen und können mit dem Ergebnis leben“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki. „Wir haben zu nervös begonnen, aber das ist in unserer Lage normal.“

In der ersten Hälfte fehlte es der Oldenburger Offensive an Durchschlagskraft, die Abschlüsse waren zu schwach und ungenau. Nach einem 4:4-Zwischenstand (13. Minute) nutzten die Gastgeberinnen diese Schwäche, um sich erstmals eine Führung zu erarbeiten. Einen 4:8-Rückstand (19.) konnten die Oldenburgerinnen zur Pause nur leicht auf 9:12 verkürzen.

Im zweiten Durchgang keimte jedoch neue Hoffnung auf. Als der VfL 13:17 (44.) zurücklag, fing das Spiel an zu kippen. Mit Alexandra Temp auf der Rückraum-Mitte-Position, die in den Augen von Krowicki „die Führungsrolle gut interpretiert hat“, einer kämpferischen Sabrina Neuendorf und wichtigen Toren von Dagmara Kowalska schaffte der VfL die Wende. Nach dem 17:17-Ausgleich (49.) blieb es spannend bis zum Schluss. Eine Minute vor Abpfiff war der VfL beim Stand von 22:22 im Ballbesitz, scheiterte jedoch mit drei Wurfversuchen. Im Gegenzug blieben der HSG noch zwölf Sekunden, doch VfL-Torhüterin Tatjana Surkova hielt den letzten Wurf und damit den einen Punkt fest – ein gewonnener oder ein verlorener Punkt?

„Das war endlich ein Schritt nach vorne“, wertete Kowalska das Remis eher wie einen Sieg. Neuendorf hingegen sagte: „Irgendwie bin ich enttäuscht, denn diese Mannschaft hätten wir schlagen müssen.“

(Quelle: VON NADINE MICHEL - www.NWZonline.de/vflhandball )

HSG Blomberg-Lippe - VfL Oldenburg 22 : 22 (12 : 9)

HSG Blomberg-Lippe: Hagel, Herrmann; Dorna 2 , Nadgornaja 4, Rücker 3, Antonewitch, Matthäus-Kleinert 1, Cocx, Leppert, Dorna 1, Mißling 5, Engel, Noveska 6/3.

VfL Oldenburg: Surkova, Renner; Badenhop, Birke, Kowalska 5, Hetmanek, Fagerhus 3, Brecska, Schmele, Kethorn 1, Neuendorf 6/2, Scholl 2, Parchina 3, Temp 2.


  
Haege Fagerhus (Foto: H. Jack)   
Oldenburgerinnen stehen vor Wochen der Wahrheit / NWZ / 26.10.2007

Sieben Spiele in 22 Tagen – VfL-Frauen wollen nach Niederlagen-Serie Kurskorrektur vornehmen

OLDENBURG - Zuerst drei Siege, dann sechs Niederlagen in Serie: In nur neun Ligaspielen durften die Handballerinnen des VfL Oldenburg bislang die ganze Gefühls-Palette durchleben – von ganz oben bis nach (fast) ganz unten. Da kam den Oldenburgerinnen die zweiwöchige Spielpause umso gelegener. Zeit, Körper und Seele zu pflegen.

„Wir sind richtig gut gestartet, dann lief es nicht so gut. Aber ich denke, es ist normal, dass wir nicht immer gut gespielt haben, denn wir haben viele neue Spieler in der Mannschaft. Unser Team hat eine gute Moral und ich weiß, dass wir stärker werden und neue Punkte holen werden“, hofft nicht nur Oldenburgs norwegische Rechtsaußen Haege Fagerhus auf einen erfolgreichen Neustart am Wochenende bei der HSG Blomberg-Lippe (Sonntag, 18 Uhr).

Ruhe bewahren ist angesagt. „Natürlich ist es angenehmer, die Spiele zu gewinnen. Und gemeinsam arbeiten wir auch alle hart dafür, dass es wieder so wird“, setzt auch Trainer Leszek Krowicki auf den Faktor Zeit, schließlich musste der Club vor Saisonbeginn den kompletten Umbau der Mannschaft verkraften. Hinzu kamen noch einige Verletzungen der Schlüsselspielerinnen Sabrina Neuendorf, Dagmara Kowalska oder etwa Natalja Parchina.

Haege Fagerhus jedenfalls ist sich sicher, dass der VfL noch angreift. „Ich hoffe und glaube, dass wir am Ende der Saison Vierter oder Fünfter werden“, meint die 28-jährige Linkshänderin ganz selbstbewusst. Immerhin: Beim 36:29-Erfolg am Mittwoch im Trainingsspiel beim Zweitliga-Spitzenreiter Greven 09 haben die VfL-Frauen wieder einmal ein lange vermisstes Glücksgefühl erfahren dürfen.

Fakt ist nun aber mal: In der Liga schleppen die VfL-Frauen die schwere Hypothek von sechs Niederlagen in Folge mit sich herum, so bleibt die Hoffnung auf einen „goldenen November“. Nach der schweren Auswärtspartie am Sonntag in Blomberg geht es nur vier Tage später (1. November) im DHB-Pokal zum Regionalligisten Union Halle.

Im November stehen zudem die Liga-Heimspiele gegen Ketsch (7.11.) und Beyeröhde (14.11.) sowie die Europapokal-Auftritte im Challenge-Cup gegen Trier (3.11. Hinspiel/11.11. Rückspiel in Oldenburg) auf dem Spielplan. Am 18. November schließlich reisen die VfL-Frauen zum Thüringer HC. Das macht sieben Spiele in nur 22 Tagen. Gejammert aber wird in Oldenburg nicht.

Im Gegenteil, Leszek Krowicki hat noch viel vor: „Jetzt kommen die Gegner gegen die wir etwas ausrichten können.“ Wohl wahr!

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


  
HCL-Trainer Morten Arvidson befindet sich zur Zeit mit seiner Mannschaft im Soll. (Foto: H. Jack)   
Frauen können kurz verschnaufen / NWZ / 15.10.2007

VfL Oldenburg reist nach Länderspiel-Pause zur HSG Blomberg

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg gehen mit der schweren Hypothek in die Pause

Am 28.10. folgt das Auswärtspiel in Blomberg. Im November schließlich stehen die Bundesliga-Heimspiele gegen Ketsch (7.11.) und Beyeröhde (14.11.) sowie die beiden Europapokal-Auftritte im Challenge-Cup gegen die DJK Trier (3./4.11. und 11.11.) auf dem Plan.

Derweil kann sich das Spitzen-Trio (alle 16:2 Punkte) entspannt zurücklegen. Leipzig, Leverkusen und Nürnberg meisterten auch den 9. Spieltag. Meister Nürnberg gewann mit 27:25 beim starken Buxtehuder SV dank einer „überragenden ersten Halbzeit“, wie Club-Trainer Herbert Müller analysierte.

Die Leipzigerinnen siegten souverän mit 38:29 in Oldenburg. Bayer Leverkusen wiederum ließ am Sonntag dem Frankfurter HC nicht den Hauch einer Chance und siegte überlegen mit 34:23.

Auf Rang vier bleibt die DJK Trier, die sich beim Vorletzten HSG Sulzbach/Leidersbach 27:24 durchsetzte. Neuling Beyeröhde unterlag daheim der HSG Blomberg-Lippe mit 29:36 und bleibt Tabellenletzter.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


  
Kathrin Schmele kam gegen den HC Leipzig nur kurz zum Einsatz. (Foto: H. Jack)   

VfL-Stärken reichen nur für 30 Minuten / NWZ / 13.10.2007

Oldenburgerinnen verlieren nach spielerisch guter erster Halbzeit gegen Leipzig mit 29:38

OLDENBURG - Man kann es so sehen: Mit 29:38 waren die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg dem HC Leipzig am Sonnabend in der heimischen EWE-Arena deutlich unterlegen. Die Niederlage war die nunmehr sechste in Folge. Der VfL ist dem Tabellenende näher als der Tabellenspitze, von der aus sie die Liga zu Beginn der Saison noch betrachten durften.

  
Idalina Borges-Mesquita war mit 9 Treffern gegen den VfL erfolgreich. (Foto: H. Jack)   
Aber man kann es auch so sehen: Mit dem HCL stand der Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki der Pokalsieger, Tabellenführer und Titelaspirant gegenüber. Die erste Halbzeit hielten die VfL-Frauen mehr als gut mit. Insgesamt war ein spielerischer Aufwärtstrend beobachtbar.

Die Gastgeberinnen bevorzugten die zweite Lesart. „Wir müssen den Aufwärtstrend beibehalten. Es herrscht eine gute Stimmung, und die Mannschaft hält zusammen“, sagte Wiebke Kethorn nach der Niederlage etwas trotzig.

Die erste Halbzeit hatte zunächst nach allem anderen ausgesehen als nach der klaren 29:38-Niederlage. Die ersten 30 Minuten durften sich die gerade einmal 350 Zuschauer vielleicht sogar berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg ihrer Heimmannschaft machen. Oldenburg wie Leipzig zogen ein temporeiches Spiel auf, das von schnellem Passspiel und dem Drang zum Tor geprägt war.

  
Ulrike Stange zeigte gegen den VfL eine gute Leistung. Die National- spielerin nimmt am kommenden Wochenende mit der National- mannschaft am Turnier in Rotterdam teil. (Foto: H. Jack)   
Nach einem frühen 0:2- und 1:3-Rückstand (3. Minute) glich Sabrina Neuendorf erstmals für die Gastgeberinnen zum 3:3 (4.) aus, ehe Natalja Parchina mit dem 5:4 (6.) die erste VfL-Führung erzielte. Zwar lagen meistens die Gäste aufgrund ihrer spielerischen Klasse in Front, doch die Krowicki-Truppe stemmte sich mit aller Macht dagegen. Erneut Parchina zum 18:16 drei Minute vor dem Halbzeitpfiff nährte die Hoffnungen. Doch schon vor dem Seitenwechsel deutete sich an, was sich nach dem Wiederanpfiff fortsetzen sollte. Denn der HC Leipzig wäre nicht der HC Leipzig, würde er nicht alle Register ziehen und einen Rückstand umso beeindruckender und souveräner kontern. Bis zur Pause drehten die Gäste den Rückstand in eine 20:18-Führung, um im zweiten Durchgang dem VfL endgültig den Zahn zu ziehen.

Vor allem Nationalspielerin Ulrike Stange (sieben Tore in der zweiten Halbzeit) setzte sich als eine der spielentscheidenden Akteurinnen in Szene. Den Oldenburgerinnen hingegen ging zunehmend die Luft aus. Es fehlten die zündenden Ideen, um die nun sehr kompakt stehende HCL-Abwehr zu überwinden. „Wir haben im Angriff nicht mehr mit Druck gespielt und waren nicht mehr konsequent genug“, versuchte Kathrin Scholl den Unterschied zur ersten Hälfte zu erklären.

Beim 23:28 (42.) war die Partie schließlich vorzeitig entschieden. Die Leipzigerinnen waren als Favorit angetreten und nichts anderes mehr dokumentierte die zweite Halbzeit.

„Wir haben nur eine kleine Gruppe erfahrener Spielerinnen, und ohne Wechsel ist es unmöglich, den schnellen Handball durchzuhalten“, sagte Leszek Krowicki und richtete mahnende Worte an Kritiker: „Ich möchte alle Skeptiker beruhigen. Die Mannschaft ist gut genug, um Fehler zu beseitigen.“

Quelle: VON NADINE MICHEL - www.NWZonline.de/vflhandball


Oldenburg will Negativserie gegen Leipzig stoppen / hw / 12.10.2007

Am Samstag treffen mit dem Tabellenführer des 2. Spieltags, dem VfL Oldenburg, und dem derzeitigen Ligaprimus zwei Mannschaften aufeinander, die ihre aktuelle Serie auf jeden Fall halten bzw. beenden wollen. Der HCL, mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen, steht nach nun drei Partien gegen vermeintlich leichtere Gegner, vor einer schwereren Aufgabe in Oldenburg. Bei genau dem Team, welches mit drei Auftakterfolgen den wohl besten Start in die Liga seit Jahren erwischte, danach jedoch vier Niederlagen in Folge kassierte und auf den siebenten Rang abrutsche. Am vergangenen Mittwoch musste das Team von Leszek Krowicki sogar Niederlage Nummer fünf einstecken.

Beim amtierenden deutschen Pokalsieger können Kritiker bislang nicht viel bemängeln. Nach der Niederlage in Nürnberg verließ das Team Morten Arvidsson seit nun mehr einem Monat das Parkett immer als Sieger. Schwankende Leistungen in einzelnen Partien konnten die Messestädterinnen zumeist in der zweiten Hälfte kompensieren, um ihren Gegner schlussendlich den Zahn zu ziehen. Durch die abgeschlossenen Genesung von Rückraumtalent Susann Müller, die mehrere Wochen an einem Daumenbruch laborierte, reist der HC Leipzig in kompletter Stärke und mit dem nötigen Selbstbewusstsein nach Oldenburg.

Bei den Gastgeberinnen fallen dem Betrachter derweil zwei Statistiken ins Auge. Der VfL konnte erst eines seiner vier Heimspiele gewinnen und hat zudem keine Werferin in der Top 30 der Liga. Die Argumente dafür könnten eine sehr große Ausgeglichenheit im Kader sein oder eine fehlende „Allzeitgefahr“, wie sie andere Mannschaften zur Zeit vorweisen können. Fakt ist, das Team von Leszek Krowicki gehört mir einem Durchschnittsalter von 23 Jahren zu den jüngsten der Liga und kann mit der Außenseiterrolle am Samstag sicherlich gut leben. Nach dem Spiel gegen die Frankfurterinnen sind die Erwartungen in Oldenburg erst einmal gedämpft.

„Wir sind in einer Situation, in der man das Glas als halbvoll oder halbleer bezeichnen kann. Natürlich kann man aus jeder Niederlage eine Katastrophe machen, aber wie wollen uns lieber darauf konzentrieren, an die spielerische und kämpferische Leistung aus dem Frankfurt-Spiel anzuknüpfen,“ beschreibt Leszek Krowicki die Situation in Oldenburg. Ob dies dem VfL gelingt und gegen Leipzig von Erfolg gekrönt sein wird, zeigt sich am Samstag ab 16.30 Uhr in der Oldenburger EWE-Arena.

Quelle: 11.10.2007 - Holger Putz - handball-world.com


FHC festigt Platz 6 mit Sieg über Oldenburg / hw / 10.10.2007

Duelle zwischen dem Frankfurter HC und dem VfL Oldenburg scheinen sich zu stets spannenden und sehenswerten Handballspielen zu entwickeln. Auch heute abend in der Frankfurter Brandenburghalle bestätigte sich diese These. In einem äußerst fairen und beiderseits auf viel Tempo und das spielerische Element ausgerichteten Spiel konnten sich diesmal die Oderstädterinnen knapp mit 34:33 durchsetzen und sich so für die Niederlage im Siebenmeterwerfen bei der letzten Begegnung im Spiel um Platz 5 der Saison 2006/07 revanchieren. Die Frankfurterinnen setzen damit ihre Siegesserie fort und halten mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz 4 den Anschluß an die Spitzengruppe der Bundesliga.

Das Spiel entwickelte sich schnell zu der von beiden Seiten erwarteten offenen Begegnung. Wechselnde Führungen prägten die ersten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit. Dabei hielten beide Mannschaften das Tempo hoch und boten den gut 1100 Zuschauern in der Brandenburghalle sehenswerten Handball mit gelungenen Spielzügen und schönen Toren. In der Schlussphase des ersten Abschnitts wendete sich das Blatt dann vor allem dank der sich steigernden Katja Schülke im FHC-Tor zugunsten der Gastgeberinnen. Musste diese zuvor noch einige unglückliche Treffer hinnehmen, kaufte sie den Oldenburger Angreiferinnen nun mehrfach den Schneid ab.

Die daraus resultierenden Ballgewinne für den FHC ermöglichten den Gastgeberinnen ab der 22. Minute sechs Tore in Folge. So stellte zuerst Kreisläuferin Arjenne Paap den Ausgleich zum 14:14 her, danach trafen Jochin, Mietzner (2), Scheidemann und Hering. Diese Fünf-Tore-Führung konnten die Schützlinge von Dietmar Schmidt auch mit in die Pause nehmen. Doch eine Vorentscheidung war damit noch nicht gefallen.

VfL findet nach der Pause zurück ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel konnten die FHC-Frauen ihren Vorsprung zwar noch auf sechs Tore ausbauen, das Spiel verlief allerdings wieder deutlich ausgeglichener als in der Schlussphase von Halbzeit Eins. Auf Oldenburger Seite war nun vor allem eine deutliche Steigerung in der Abwehr zu vermerken. Auch Tatjana Surkova hielt nun einige wichtige Bälle, so dass die Gäste aus dem Norden Tor um Tor aufholen konnten und in der 44. Minute beim 26:26 den Ausgleich erzielen und das Spiel wieder offen gestalten konnten.

FHC-Coach Dietmar Schmidt reagierte prompt mit seiner Auszeit, um den Vormarsch des VfL zu stoppen. Danach kamen die Oldenburgerinnen zwar zunächst zu einem Tempogegenstoß, doch Dagmara Kowalska scheiterte im Abschluss. Christine Beier nutzte die Gelegenheit, um die Frankfurterinnen wieder in Führung zu werfen. Im Tempogegenstoß legte Anja Scheidemann nach Anspiel von Mandy Hering zum 28:26 nach. Trotz des folgenden Anschlusstreffers der Ex-Frankfurterin Sabrina Neuendorf gelang es der Schmidt-Sieben, sich erneut auf vier Tore abzusetzen.

Knapp vier Minuten vor dem Schlusspfiff versuchte VfL-Trainer Leszek Krowicki beim Stand von 32:29 und Überzahl für sein Team, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Doch zunächst traf die stark aufspielende Mandy Hering für Frankfurt und auch das Siebenmeter-Tor von Alexandra Temp beantwortete Susann Schneider prompt für den FHC. Parchina, Fagerhus und Scholl konnten den VfL zwar noch einmal nahe heranbringen, den Frankfurter Sieg jedoch nicht mehr gefährden.

Stimmen zum Spiel

Dietmar Schmidt (Trainer FHC): Wir sind natürlich glücklich, das Spiel gewonnen zu haben. Wir haben in der 1. Halbzeit eine super Endkampfgestaltung hingelegt und uns auch in der 2. Hälfte wieder absetzen können. Das hat uns am Ende die Punkte gebracht. Mit nun 8:8 Punkten sind wir genau im Plan.

Leszek Krowicki (Trainer VfL): Es ist schwierig, ein solches Spiel zu kommentieren. Wir haben zu viele Bälle verworfen und vor allem in den entscheidenden Phasen waren beide FHC-Torhüterinnen glücklicher und besser als unsere. Mit der kämpferischen Einstellung bin ich zufrieden und auch auf unserer spielerischen Leistung von heute können und wollen wir aufbauen.

FHC Frankfurt/O. - VfL Oldenburg 34 : 33 (20 : 15)

Frankfurter HC: Schülke, Bralo - Hering 8, Beier 4, Jochin 5/3, Mietzner 5, Scheidemann 4, Paap 3, Schneider 2, Wolska 3, Obucina, Kot, Trainer: Schmidt

VfL Oldenburg: Surkova, Renner - Birke 5, Kowalska 2, Fagerhus 6, Brecska, Schmele, Kethorn 3, Neuendorf 3, Scholl 3, Parchina 7, Temp 4/4, Trainer: Krowicki

Siebenmeter: FHC 4/3, VfL 4/4
Strafminuten: FHC 4, VfL 4
Schiedsrichter: Geipel (Steuden), Helbig (Raguhn)
Zuschauer: 1102

Spielfilm: 2:2, 3:4, 7:6, 9:8, 10:10, 13:12, 16:14, 19:14, 20:15 (HZ), 22:17, 24:18, 25:20, 25:23, 26:26, 28:26, 30:27, 32:28, 34:31, 34:33 (EN).

Quelle: 10.10.2007 - Heiner Lehmann - handball-world.com


  
Zumindest Dagmara Kowalska (am Ball) konnte ihre Stärken gegen die DJK/MJC Trier zumeist ausspielen   
Auslosung beschert dem VfL ausgerechnet Trier / HR / 09.10.2007

Oldenburg. 17 lange Jahre haben sie darauf gehofft, endlich mal wieder im Europapokal zu spielen. Internationale Luft wollten sie schnuppern, die Handballerinnen des VfL Oldenburg und dann das. Die gestrige Auslosung hat ergeben, dass die Oldenburgerinnen im Challenge-Cup ausgerechnet auf den einzigen Bundesligisten treffen. In zwei Spielen geht es gegen die „Miezen“ der DJK/MJC Trier. Beim VfL, zuletzt mit vier Niederlagen in Folge sportlich arg gebeutelt, findet man zumindest noch einen positiven Ansatz. Die Fahrtkosten halten sich in überschaubaren Grenzen, man kennt den Gegner bestens und weiß, diesen auch schlagen zu können. Gespielt wird am 3. oder 4. November zunächst in Trier, am Sonntag, 11. November, um 15 Uhr folgt das Rückspiel in der EWE Arena.

Auch im DHB-Pokal müssen die Oldenburgerinnen reisen. Der VfL muss aller Voraussicht nach am Mittwoch, 31. Oktober zum West-Regionalligisten HSG Union Halle 92 nach Westfalen. Die zweite Mannschaft des VfL, in der Regionalliga Nord am Ball, hat es in der Runde der letzten 32 mit Union Halle-Neustadt, dem Tabellenführer der zweiten Liga Nord zu tun. Gespielt wird am Sonntag, 4. November, um 16.30 Uhr in der Robert-Schumann-Halle.

In dieser Woche ist der Pokal dann allerdings noch kein großes Thema. Ein Doppelpack in der Bundesliga beschäftigt die Oldenburgerinnen voll und ganz. Am heutigen Mittwoch, um 19.30 Uhr will die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki versuchen, beim Frankfurter HC endlich die Negativserie zu beenden. Möglich ist das allemal, denn Frankfurt ist wie der VfL mit 6:8 Punkten zurzeit nur Mittelmaß. Vor allem Sabrina Neuendorf, die zuletzt angeschlagen war, wird alles dafür tun, um gegen ihren alten Verein spielen zu können.

Am Samstag, um 16.30 Uhr gibt dann der Meisterschaftsfavorit HC Leipzig seine Visitenkarte in der EWE Arena ab. Die Oldenburgerinnen sind fraglos krasser Aussenseiter, haben allerdings auch nichts zu verlieren.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.hunte-report.de


  
Michal Lukacin   
Deutsches Duell im Europapokal – Leverkusen spielt gegen Wolgograd / handball-world / 09.10.2007

In der dritten Runde des diesjährigen Challenge Cups kommt es bereits in der dritten Runde zu einem deutsch - deutschen Duell der einzigen beiden Teilnehmer des laufenden Wettbewerbes. Die Trierer Miezen treffen auf den Ligarivalen VfL Oldenburg. Dies ergab die heutige Auslosung der EHF in Wien. Die vorgesehenen Spieltermine sind der 3. oder 4. November für das Hinspiel in Trier, und der 10. bzw. 11. November für das Rückspiel in Oldenburg. Im Europapokal der Pokalsieger trifft der HC Leipzig auf das polnische Team MKS Piotrcovia. Leverkusen empfängt im EHF-Cup Dynamo Wolgograd.

Miezen Coach Michal Lukacin zeigte sich zufrieden mit der Auslosung, die den Miezen die Mannschaft brachte, wo vor etwas mehr als einer Woche der erste Auswärtssieg der laufenden Saison gelang.

Trotzdem sieht der Trainer die Chancen für ein Weiterkommen bei 50%. „Oldenburg war nicht unbedingt unser Wunschlos. Es ist schade, dass ausgerechnet beide deutschen Clubs bereits in ihrer ersten internationalen Runde aufeinander treffen. Vor allem hätten wir das Rückspiel gerne zu Hause gehabt. Es werden zwei enge Partien bei denen Kleinigkeiten über das Weiterkommen entscheiden werden, der einzige Vorteil der Auslosung ist die kurze Anreise für die Teams“, so Lukacin abschließend.

Der deutsche Pokalsieger HC Leipzig hat in der dritten Runde des europäischen Pokalsieger-Wettbewerbs Losglück gehabt. Die Mannschaft vom Morten Arvidsson bekam am Dienstag in Wien auf das polnische Team MKS Piotrcovia zugelost. Die Messestädterinnen haben zuerst Heimrecht. Manager Kay-Sven Hähner zeigte sich zufrieden mit dem Losergebnis: .Es ist kein Wunschkonzert und deshalb nehmen wir es wie es kommt. Auch wenn es einer der stärkeren Gegner im Topf war freuen wir uns, dass die Reisestrapazen nicht ganz so heftig werden.“ Rückraumspielerin Karolina Kudlacz freut sich auf das Duell mit ihren Landsleuten im November: „Das ist super, ich kenne die Mannschaft gut. Es wird nicht einfach, aber wir haben in jedem Fall Chancen auf das Weiterkommen.“ Auch Trainer Morten Arvidsson freut sich auf das Duell mit dem Polnischen Pokalsieger: „Diese Mannschaft können wir nicht unterschätzen und wir werden uns im Vorfeld genügend Informationen besorgen um vorbereitet zu sein. Das werden zwar stressige 17 Tage mit 6 Spielen im 3-Tage-Rhytmus, aber wir müssen es nehmen wie es kommt.“

Eine schwere Aufgabe erwartet dagegen Bayer Leverkusen. Im EHF-Cup müssen die Spielerinnen von Trainerin Renate Wolf in der dritten Runde zuerst bei Dynamo Wolgograd antreten.

Quelle: http://www.handball-world.com


Diane Roelofsen (am Ball) und die DJK/MJC Trier desillusionierten den VfL.

Frauen sehen schweren Wochen entgegen / NWZ / 04.10.2007

Oldenburg nun nach Frankfurt/Oder – Leipzig nächster Heimgegner

OLDENBURG - Die rasante Talfahrt des VfL Oldenburg in der Handball-Bundesliga der Frauen hält an, derweil hat Bayer Leverkusen Titelverteidiger 1. FC Nürnberg die erste Saison-Niederlage beigebracht. Die Mannschaft von Renate Wolf bezwang am Mittwochnachmittag den Spitzenreiter aus dem Frankenland mit 22:18 (12:11) und schloss nun mit 12:2 Punkten zu Nürnberg auf.

Tabellenzweiter bleibt ebenfalls mit 12:2 Zählern der HC Leipzig, der am Vortag beim heimstarken Aufsteiger TSG Ketsch mit 38:30 (16:13) gewonnen hatte. Platz vier in der Tabelle sicherte sich vorerst die DJK Trier, die zu einem 22:21-Erfolg in Oldenburg kam. So glücklich der Sieg der Triererinnen auch war, so bitter stellt sich die Situation für die mittlerweile auf Platz sieben abgerutschten VfL-Frauen dar. Die Mannschaft von Leszek Krowicki kassierte bereits die vierte Niederlage in Folge, verriet einmal mehr große spieltaktische Defizite und droht nun, endgültig den Anschluss nach oben zu verlieren.

„Wir haben großartig gekämpft, aggressiv in der Deckung gestanden, doch das Angriffsspiel war schlecht“, meinte bei Spielschluss eine völlig ausgepumpte Haege Fagerhus. Die Norwegerin hat wie ihre Mitspielerinnen nun Zeit, am Wochenende tief durchzuatmen. Die Oldenburgerinnen sind spielfrei, das heißt: Die Partie des VfL vom 8. Spieltag in Frankfurt/Oder findet erst am kommenden Mittwoch statt.

Der kommende VfL-Gegner Frankfurter HC feierte am Mittwoch einen 41:32-Kantersieg bei Aufsteiger Beyeröhde und scheint immer besser in Tritt zukommen. Überhaupt stehen den VfL-Handballerinnen schwere Wochen ins Land. Nach dem Gastspiel an der Oder erwartet der VfL am 13. Oktober Titelaspirant HC Leipzig in der EWE-Arena. Am 28. Oktober schließlich reisen die Oldenburgerinnen zur HSG Blomberg-Lippe.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Dagmara Kowalska wurde zwar zur besten Spielerin auf Seiten des VfL gewählt. Die Freude darüber hielt sich aber in Grenzen.

Bundesligist setzt Talfahrt fort / NWZ / 04.10.2007

Oldenburger VfL-Frauen unterliegen Trier – Kampf wird nicht belohnt

Temp und Neuendorf scheitern in der Schlussphase vom Siebenmeterpunkt

OLDENBURG - „Hätte ich das Ding versenkt, wäre wohl auf jeden Fall ein Punkt sicher gewesen – wahrscheinlich hätten wir das Spiel sogar gewonnen“, ärgerte sich Alexandra Temp nach der 21:22 (10:9)-Heimpleite der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg gegen DJK Trier. Nachdem die 25-Jährige vor 490 Zuschauern beim Stand von 21:20 (58.) für die Gastgeberinnen einen Siebenmeter an die Latte gesetzt hatte, gab der VfL das Spiel noch aus der Hand.

 
 Anna Badenhop
Temps Fehlversuch war aber sicher nicht der Hauptgrund dafür, dass der VfL zum vierten Mal in Folge mit leeren Händen dastehen sollte. „Wir haben immerhin wieder gekämpft“, sagte Anna Badenhop. Spielerisch blieb der Gastgeber allerdings erneut einiges schuldig. „Wir haben lange nach der Spielerin gesucht, die die Akzente setzen kann“, meinte VfL-Coach Leszek Krowicki. Gefunden wurde sie nicht. So war sowohl Natalja Parchina und Dagmara Kowalska als auch Sabrina Neuendorf anzumerken, dass sie angeschlagen ins Spiel gegangen waren. Sie konnten der Partie nicht ihren Stempel aufdrücken.

Während Oxana Pal zu Beginn bei Trier für Tore sorgte, bestimmte auf Seiten des VfL zunächst Temp das Geschehen. Dreimal marschierte sie in den ersten zwölf Minuten von der Bank an den Siebenmeterpunkt und verwandelte gewohnt sicher. Kurz vor der Pause fand die 25-Jährige aber erstmals in DJK-Keeperin Daniela Vogt ihre Meisterin und verpasste die mögliche 11:9-Pausenführung.

Auch nach dem Wechsel spielten beide Teams zunächst auf Augenhöhe, doch dann zogen die Gäste auf 16:13 (42.) davon. Mit einer guten Tatiana Surkova im Tor und einem Kraftakt kämpfte sich der VfL aber zurück ins Spiel, und Kowalska traf zum 17:17 (47.). „Da dachte ich, jetzt kippt das Spiel“, sagte DJK-Coach Michal Lukacin, dessen Befürchtung sich anschließend auch scheinbar bewahrheiten sollte. Über 19:18 (52.) zog der VfL auf 21:19 davon und hatte alle Karten in der Hand, die Talfahrt der vergangenen Wochen zu stoppen. Doch nach Temps Fehlversuch drehten die Gäste das Spiel und nahmen beide Punkte mit, da auch Neuendorf elf Sekunden vor Schluss am Siebenmeterpunkt die Nerven versagten. Nach einem Foul an Wiebke Kethorn wollte Temp „nicht erneut die Verantwortung übernehmen“, so Krowicki, doch auch Neuendorf scheiterte an Vogt.

VfL Oldenburg - DJK/MJC Trier 21 : 22 (10 : 9)

VfL Oldenburg: Surkova, Renner; Temp 6/6, Kowalska 5, Kethorn 4, Fagerhus 3, Neuendorf 2, Badenhop 1, Brecska, Gümmer,Parchina, Birke, Scholl.

DJK/MJC Trier: Vogt, März; Pal 9/3, Hofman 4, Shynkarenko 2, Roelofsen 2, Vallet 2, Nykytenko 1, Eickhoff 1, Roubinkova 1, Derbach, Thomas.


Quelle: VON JAN ZUR BRÜGGE - http://www.nwzonline.de


Trainer spricht klare Worte und erwartet Heimsieg / NWZ / 02.10.2007

VfL-Frauen wollen gegen Trier Niederlagenserie beenden – Krowicki erwartet Kampfspiel

OLDENBURG - Vor Saisonbeginn kursierten in der Handball-Bundesliga die wildesten Geschichten um die DJK Trier. Kein Geld, keine Mannschaft. Nun, nach sechs Spieltagen zeigen sich die Handballerinnen von der Mosel putzmunter auf dem vierten Tabellenplatz.

„Trier hat wieder eine starke, erfahrene Mannschaft zusammen“, sagt Leszek Krowicki knapp. Der VfL-Trainer will sich vor dem Gastspiel der DJK-Frauen an diesem Mittwoch in Oldenburg (15 Uhr, EWE-Arena) gar nicht groß mit dem Gegner aufhalten. Nach drei heftigen Niederlagen in Folge will Krowicki die Talfahrt seiner Mannschaft unbedingt stoppen. „Jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr. Wenn wir dieses Spiel verlieren, haben wir tatsächlich vorne in der Tabelle nichts zu suchen“, richtet der Trainer deutliche Worte an seine Spielerinnen, die bei realistischer Sichtweise nach den drei Auftaktsiegen nur die Heimpleite gegen Buxtehude (25:36) nicht auf dem Zettel hatten. Gegen Leverkusen (25:33) und in Nürnberg (26:39) kann man sicher verlieren, zählen diese beide Mannschaften doch zusammen mit Leipzig zum Favoriten-Trio auf den Titel.

Krowicki ärgert vielmehr die Art und Weise, wie diese hohen Niederlagen zustande kamen. „Gegen Trier ist es absolut notwendig, anders als zuletzt aufzutreten – zu kämpfen und zu beißen“, verlangt er einen betont kämpferischen Auftritt seiner Frauen. Schließlich winkt im Erfolgsfall wieder Platz vier. Allerdings: In Sabrina Neuendorf und Dagmara Kowalska plagten sich gleich zwei Stammkräfte mit Kniebeschwerden im Training herum. Beide sollten aber spielen können

Wie in Oldenburg so hat auch der Meister von 2003 fast nichts mehr mit der Mannschaft der Vorsaison gemein. Die Stars Anja Althaus (Viborg) und Maren Baumbach (Kopenhagen) sind nach Dänemark abgewandert. In Silke Meier, Laura Steinbach (beide Leverkusen) und Torfrau Alexandra Gräfer (Göppingen) haben drei weitere Nationalspielerinnen Trier verlassen. Und schließlich wechselte der weitgehend unbekannte Slowake Michal Lukacin für Mane Skercevic auf den Trainerstuhl. Der 34-Jährige soll den Umbruch vollziehen und darf sich dabei auf zumindest drei hochkarätige Zugänge stützen.

So wurde aus Leverkusen die niederländische Kreisläuferin Diane Roelofsen (212 Länderspiele), aus Blomberg ihre Landsfrau Silvia Hofmann (130/Rückraum) und für die Spielmacherposition von Hypo Niederösterreich die 100-fache ukrainische Nationalspielerin Tetyna Shynkarenko an die Mosel geholt.

Namen, die Krowicki nicht kommentieren will. Die Qualität des Gegners hat er registriert, jetzt sind seine Frauen am Zug.

Quelle: http://www.nwzonline.de


VfL Oldenburg blickt auf Richtung weisendes Spiel / O.R. / 02.10.2007

Fünfter gegen Vierter – Trier am Mittwoch in der EWE Arena zu Gast

Die Ausgangsposition war schon mal besser: Nach drei klaren Niederlagen in Folge stehen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am kommenden Mittwoch vor einem weiteren schweren Spiel. Zu Gast in der Oldenburger EWE Arena ist ab 15 Uhr die DJK MJC Trier, zur Zeit auf Platz vier der Liga. Der VfL, mit 6:6 Punkten Fünfter, könnte mit einem Sieg wieder in die Playoff-Ränge klettern.

Die Aufgabe wird nicht einfach. Das 26:39 beim Meister Nürnberg am Samstag dürfte nicht zur Steigerung des Sebstbewusstseins beim VfL beigetragen haben, in Sabrina Neuendorf und Dagmara Kowalska (Foto) quälen sich derzeit zudem zwei wichtige Spielerinnen mit Knieproblemen herum. „Wir müssen sie im Training schonen“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki, geht aber von einem Einsatz bei Beiden aus.

Dass die Oldenburgerinnen aber trotz alledem den Gästen von der Mosel am „Tag der deutschen Einheit“ nicht in der Außenseiterrolle sind, zeigen die Ergebnisse vor der Niederlagenserie, die gegen Leverkusen (25:33) begann und mit der Klatsche in Nürnberg endete. Dreimal rannte der neu formierte VfL seine Gegner regelrecht nieder, der Lohn war die Tabellenführung nach drei Spieltagen. Beim TV Beyeröhde gewann der VfL zum Saisonauftakt noch ohne Probleme mit 38:30, Trier hingegen musste gegen den TVB am Samstagabend lange zittern, ehe der 31:27-Sieg feststand.

An der Qualität der „Miezen“ kann es aber keinen Zweifel geben. Sieben aktuelle oder ehemalige A-Nationalspielerinnen stehen im Kader des neuen Trainers Michal Lukacin, immerhin fünf werden in Oldenburg auflaufen. Jana Arnosova wird nach einer Blinddarm-OP noch fehlen, gleiches gilt für Svetlana Mozgovaia.

Triers Weg durch die Saison läuft bislang wechselhaft. Dem Kantersieg gegen die HSG Blomberg-Lippe (39:29) folgte vorletztes Wochenende die bittere 23:31-Schlappe in Ketsch. „Trier hat schon Spiele verloren, also sind sie schlagbar“, sagt Krowicki über die Oldenburger Ambitionen, stellt seine Mannschaft aber auf eine gute Rückraumreihe Triers ein: Die ukrainische Nationalspielerin Tedyana Shynkarenko (über 100 Länderspiele) leitet das Spiel über die Mitte, auf den Halbpositionen sorgen Silvia Hofmann (130 Spiele für Holland) auf Halblinks und Oxana Pal (25 für Russland) für Torgefahr. Am Kreis lauert in Diane Roelofsen (212 für Holland) ebenfalls eine Gute.


Quelle: O.R. Presse VfL Oldenburg


Frauen ohne Abwehr chancenlos / NWZ / 01.10.2007

Oldenburgerinnen beziehen in Nürnberg dritte Niederlage in Folge

Mit 39:26 fiel der Sieg für den Meister deutlich aus. Nun wartet auf die VfL-Frauen an diesem Mittwoch ein richtungsweisendes Spiel

NÜRNBERG/OLDENBURG - Der Reisebericht der Oldenburger Handballerinnen nach Nürnberg ist schnell erzählt: Nach neunstündiger Anreise am Sonnabend hatte die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki im Frankenland nichts zu lachen, kassierte eine deutliche 26:39 (14:19)-Schlappe und setzte sich am späten Abend ziemlich bedient wieder in den VfL-Bus gen Norden. „Nürnberg war der erwartet schwere Gegner“, berichtet Krowicki und ergänzt: „Wir konnten nur selten Paroli bieten, jeder Fehler meiner Mannschaft wurde vom Gegner brutal bestraft.“

Die umformierte Mannschaft des 1. FC Nürnberg verteidigte mit diesem sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel souverän die Tabellenspitze in der Handball-Bundesliga der Frauen. Der VfL dagegen steht nach der dritten klaren Niederlage in Folge vor einem richtungsweisenden Heimspiel an diesem Mittwoch (15 Uhr, EWE-Arena) gegen den Tabellenvierten DJK Trier. „Diese Partie wird uns zeigen, wo wir uns in Zukunft realistisch einordnen können“, weiß Krowicki um die Bedeutung der Begegnung für den derzeitigen Fünften aus Oldenburg.

Die VfL-Frauen konnten in Nürnberg nur einmal zum 1:1 (2.) ausgleichen, danach baute der Meister mit Ania Rösler (11/5) und Franziska Beck (8/2) als erfolgreichste Werferinnen die Führung in der Halle am Berliner Platz ungefährdet aus. Nach dem 1:4-Rückstand konnte Oldenburg durch Kathrin Scholl (4:5/6.) und Haege Fagerhus (5:6/8.) zwar wieder aufschließen, doch dann setzten sich die Nürnbergerinnen endgültig ab. Über 10:5 (11.) und 13:7 (16.) eilte der Club einem klaren Sieg entgegen.

Dabei stieß die Mannschaft von Herbert Müller logischerweise auf zu wenig Gegenwehr vom Oldenburger Abwehrblock. „Unsere Deckung stand insgesamt einfach nicht kompakt genug, um gegen einen solchen Gegner bestehen zu können“, analysierte Krowicki, der den Gegner zunächst mit einer 5+1-Verteidigung (kurze Deckung gegen die Spielmacherin) und wenig später vergeblich mit einer 6:0-Formation zu stoppen versuchte.

Und da das VfL-Angriffsspiel – wie schon zuletzt gegen Leverkusen und Buxtehude – erneut fehlerhaft blieb, hatte der Gegner ein leichtes Spiel, das Ergebnis mit einfach erzielten Gegenstoß-Toren in die Höhe zu schrauben. Und wenn‘s nicht läuft, kommt noch Verletzungspech hinzu: So klagten während der Partie sowohl Sabrina Neuendorf als auch Dagmara Kowalska trotz zuvor anders lautender Diagnose über Kniebeschwerden, was die Beweglichkeit dieser beiden Schlüsselspielerinnen in Abwehr und Angriff einschränkte – und das Spiel des VfL deutlich lähmte.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


VfL-Frauen vor hoher Hürde in Nürnberg / NWZ / 29.09.2007

Oldenburger Bundesligist droht im Frankenland dritte Pleite in Folge

OLDENBURG - Trainer Herbert Müller vom 1. FC Nürnberg ist ein Rechenkünstler. Kein Wunder, der Mann ist im Hauptberuf Mathematik-Dozent: Sieben hochkarätigen Abgängen stehen nur vier weitgehend unbekannte Zugänge gegenüber, macht nach fünf Spieltagen in der Handball-Bundesliga Platz 1.

Und Herbert Müller gilt als Schlitzohr. „Das ist ein echtes Spitzenspiel“, tönt der 45-Jährige vor dem Gastspiel des VfL Oldenburg an diesem Sonnabend bei Meister Nürnberg. Müller hat eben wieder gerechnet: Der Tabellenerste empfängt schließlich den Vierten Oldenburg. Klar, Kollege Leszek Krowicki vom VfL würde den Nürnbergerinnen liebend gerne auf Augenhöhe begegnen, gibt sich aber nach zwei Heimpleiten zurückhaltend. Klare Ansage an Müller: „Klarer Favorit ist Nürnberg.“

Und spätestens am Sonnabendabend (Spielbeginn 19 Uhr) wissen die Handballfreunde in Franken und im Nordwesten, welcher der beiden Trainer sich verrechnet hat. Für die VfL-Frauen jedenfalls geht es in diesem Auswärtsspiel auch um Wiedergutmachung. „Wir haben uns zuletzt gegen Buxtehude selber in den Möglichkeiten begrenzt“, überlegt Krowicki. In Nürnberg soll seine Mannschaft variabler spielen, auch die Außen besser einsetzen.

Die 25:36-Schmach gegen Buxtehude soll sich in Nürnberg dabei nicht auf das Oldenburger Betriebsklima auswirken. Das hofft zumindest Kreisläuferin Wiebke Kethorn: „Hätten wir uns nach dem Spiel gegenseitig angemeckert, würde ich Parallelen zur vergangenen Saison feststellen. Aber unser Team funktioniert.“ Immerhin sind alle Spielerinnen an Bord. Die zuletzt leicht angeschlagenen Sabrina Neuendorf, Kim Birke und Haege Fagerhus konnten voll trainieren. Vor dem Einsatz wartet auf die VfL-Frauen allerdings eine extra-lange Anfahrt. Um 8.30 Uhr setzt sich der VfL-Bus gen Süden in Bewegung, über zehn Stunden später erst wird die Partie angepfiffen.

Nach dem Ausflug ins Frankenland wartet auf die VfL-Frauen am kommenden Mittwoch (15 Uhr) im Heimspiel gegen Trier bereits die nächste Herausforderung. So dürfte auch Krowicki insgeheim schon fleißig rechnen.

Quelle: http://www.nwzonline.de


Jana Stapelfeldt (am Ball) sorgte für Druck aus dem linken Rückraum.

Frauen gehen ohne Gegenwehr unter / NWZ / 24.09.2007

Ernüchterung beim VfL Oldenburg – Buxtehude zeigt Gegner beim 36:25 Grenzen auf

OLDENBURG - So schnell kehrt Ernüchterung ein: In der 12. Minute, Stand 7:3, lagen die VfL-Bundesligafrauen noch voll im Plan, in der 42. Minute, Zwischenstand 20:23, keimte noch einmal Hoffnung auf, und nach 60 Minuten, Endstand 25:36, war die Oldenburger Handballwelt völlig aus den Fugen geraten. Nach der zweiten Saison-Heimpleite innerhalb einer Woche gegen den Buxtehuder SV rangen Trainer und Spielerinnen erst nach Fassung, dann um halbwegs plausible Erklärungen.

Was war passiert? Die Gastgeberinnen hatten einmal mehr die russische Spieleröffnung gewählt: Parade Tatiana Surkova, Gegenzug, Tor Natalja Parchina – und das gleich zweimal. Über diese 2:0-Führung entwickelte sich der erwartete Verlauf. Der VfL fand über eine starke Abwehr zum schnellen Spiel und lag auch dank der Gegenstoßtore von Kathrin Scholl (2) und Haege Fagerhus nach zwölf Minuten mit 7:3 in Führung.

Buxtehudes Trainer-Routinier Wolfgang Pötzsch reagierte, beorderte seine übermotiviert agierende Spielmacherin Diane Lamein an den Kreis und bot Jana Stapelfeldt im Rückraum auf. Dieser sportlichen Herausforderung waren die Oldenburgerinnen an diesem Tag einfach nicht gewachsen. Lamein erzielte sieben Treffer vom Kreis, Stapelfeldt (6) traf nach Lust und Laune aus neun Metern. Statt mutig und entschlossen dagegen zu setzen, standen die VfL-Frauen wie angewurzelt in der Deckung. Buxtehude nutzte diese Freiheiten, gestaltete die Phase zwischen der 12. und 22. Minute mit 9:1-Toren für sich und drehte die Partie (8:12).

Zudem hatten die BSV-Frauen beim Video-Studium des Leverkusener Siegeszuges durch die EWE-Arena gut aufgepasst. Mit einer körperbetonten, aggressiven Abwehr wurde OldenburgZahn um Zahn gezogen. „Im Positionsangriff lief nichts“, bekannte VfL-Spielmacherin Sabrina Neuendorf, die nicht nur wegen ihres verletzungsbedingten Ausscheidens nach 50 Minuten einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Die VfL-Frauen nahmen nach dem 11:16-Pausenrückstand zwar noch einmal einen neuen Anlauf in Richtung Erfolgsspur, konnten den Schalter aber nicht wirklich umlegen. Die Abwehr mit einer guten Surkova, die am Ende allein gelassen wurde, blieb löchrig, und im Angriff wies die Spielstatistik nach 60 Minuten mehr technische Fehler in Form von Fehlpässen und Schrittfehlern auf als Zählbares. So konnten die VfL-Frauen den Rückstand auf Buxtehude nur anfangs der zweiten Halbzeit (16:18, 19:21) verkürzen, nahmen in der 42. Minute (20:23) letztmalig Tuchfühlung zum Gegner auf, um dann vollends einzubrechen (20:28/48.). Schlimmer noch: Nach 50 Minuten stellte der VfL jegliche Gegenwehr ein und ließ sich in eigener Halle überrollen.

Noch Minuten nach Spielschluss saß VfL-Trainer Leszek Krowicki wie versteinert auf der Bank. „Warum wir innerhalb von nur wenigen Tagen so unterschiedliche Leistungen zeigen, ist mir unerklärlich. Nach der guten Anfangsphase haben wir total unseren Rhythmus verloren“, meinte Krowicki.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


Natalja Parchina (grünes Trikot) zieht die BSV-Deckung auf sich.

Oldenburgerinnen gehen im Derby unter / O.R. / 23.09.2007

Buxtehude gewinnt 36:25 beim VfL - Lamein überragend

Tristesse bei den Oldenburgern, Riesenfreude bei den Gästen: Mit einem auch in der Höhe völlig überraschenden 36:25 (16:11)-Sieg hat der Buxtehuder SV das Nordderby beim VfL Oldenburg gewonnen und sich selbst sowie den rund 60 Anhängern unter den 680 Zuschauern in der EWE Arena eine tolle Heimfahrt beschert. "Wir haben 50 Minuten den Handball gespielt, der in der Mannschaft steckt", zeigte sich BSV-Trainer Wolfgang Pötzsch begeistert von der Leistung seiner Mannschaft, die in der Endabrechnung auf jeder Position eine bessere Partie als die Spielerinnen des VfL ablieferten. Die Mannschaft, bei der die im Sommer aus Oldenburg zum BSV gewechselte Diane Lamein mit zehn Toren die beste Spielerin war, zeigte über weite Teile des Spiels die konzentriertere Leistung.

Dabei begannen die Gäste schwach. Erst nach acht Minuten erzielte die eingewechselte Jana Stapelfeldt das erste BSV-Tor aus dem Feld, doch bereits im Gegenzug war Oldenburgs Kathrin Scholl vom Kreis zum 4:2 zur Stelle. Natalja Parchina aus dem Rückraum (11. Minute), Dagmara Kowalska, die eine blitzsaubere Kombination abschloss und wieder Scholl per Heber (beide 12.) brachten den VfL daraufhin sogar mit 7:3 in Führung. Doch dieses Ergebnis überdeckte die schlechte Verfassung der Oldenburgerinnen an diesem Samstagnachmittag nur. "Eigentlich hätten wir schon 10:3 führen müssen", bewertete VfL-Trainer Leszek Krowicki die vergebenen Chancen der Anfangsphase.

Kathrin Scholl (Nr. 23) und Kim Birke (am Boden) laufen sich in der Abwehr des BSV fest.

Denn als sich Buxtehude in Angriff und Abwehr organisiert hatte, lief bei Oldenburg nichts mehr zusammen. Pötzsch brachte die gute Natascha Kotenko als Spielmacherin. Die anfangs "leicht übermotivierte" (Pötzsch und Lamein) Lamein rückte dafür neben Susanne Henze an den Kreis. Nun überwanden die Gäste VfL-Torfrau Tatiana Surkova regelmäßiger und hatte auch in der eigenen Abwehr die Vorteile auf ihrer Seite. Bis zum nächsten herausgespielten Oldenburger Treffer vergingen geschlagene 15 Minuten: Kim Birke, die zunächst Anna Badenhop in der Startformation Platz machen musste, verwertete einen Bodenpass Parchinas zum 11:12 (27.). Vorher hatten Parchina per Einzelaktion zum 8:8 (18.) sowie Alexandra Temp zweimal per Siebenmeter getroffen (9:12/24., 10:12, 26.).

Sicherlich hätte der VfL in dieser Phase das Spiel drehen können, doch "Buxtehude war in den entscheidenen Phasen konzentrierter", erkannte Krowicki. Während die Gastgeberinnen im Angriff weiter einfallslos blieben, zog der BSV wieder davon: Beim 15:11 umkurvte Lamein die halbe VfL-Abwehr (29.), Stapelfeldt verwertete einen Konter zum Pausenstand (30.). Wie wirkungslos der VfL im eigenen Angriff war, zeigt auch, dass BSV-Torfrau Debbie Klijn auf gerade drei Paraden bis zum Pausenpfiff kam. Ähnlich wie die eine Woche zuvor in Oldenburg erfolgreichen Leverkusenerinnen (33:25) kaufte Buxtehude dem VfL mit einer aggressiv agierenden, beweglichen Deckung den Schneid ab, zwang den Gegner zu Fehlpässen, Fehlwürfen und zu Zeitspiel.

Wiebke Kethorn (grünes Trikot) zieht an Diane Lamein vorbei.

Auch nach dem Seitenwechsel kam Oldenburg noch einmal heran. Parchina traf per Heber zum 17:19 (38.) und bediente kurz danach Scholl mit einem Bodenpass vor dem 18:20 (39.). Doch damit hatte der VfL sein Pulver verschossen. Buxtehude ließ sich zudem nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht durch Umstellungen beim Gegner, der es zwischenzeitlich mit enger Deckung gegen Lamein und Kotenko versuchte. Weil auch Torhüterin Surkova nach sehr guter erster Halbzeit weniger Bälle anfasste, weil Klijn auf der anderen Seite wichtige Würfe parierte und vor allem, weil der BSV sichtlich Spaß am schnellen und erfolgreichen Spiel hatte, wurde aus dem knappen Rückstand eine hohe Niederlage. Die BSV-Spielerinnen und der mitgereiste Anhang feierte ausgelassen den so nicht erwarteten Sieg. Während Oldenburg nach der zweiten derben Schlappe in Folge vom Höhenflug auf dem Boden der Bundesliga-Realität angekommen ist, reparierte Buxtehude mit zwei Siegen innerhalb von vier Tagen den schlechten Start in die Saison.

Stimmen

Leszek Krowicki, Trainer VfL Oldenburg: Das war ein verdienter Sieg für unseren Gegner. Wir haben zwar begonnen wie gewollt, dann aber plötzlich alles vergessen und zu viele einfache Chancen vergeben. Anschließend haben wir unsere Linie verloren und keinen Rhythmus mehr gefunden. Es wurden zu viele Zweikämpfe verloren. Zudem waren wir im Angriff zu einfallslos und haben zu selten die Außen gesucht. Ich entschuldige mich für diese klare Niederlage. Es kann sein, dass uns die Euphorie über unseren guten Start geblendet hat. In jedem Fall hat uns aber die Konzentration und Konsequenz gefehlt. Unserer jungen, neu zusammen gestellten Mannschaft fehlt offensichtlich noch die Stabilität.

Wolfgang Pötzsch, BSV Buxtehude: Kompliment an die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben 50 Minuten den Handball gespielt, der in der Mannschaft steckt und eine aggressive Abwehr und ein richtiges Tempogegenstoßspiel gesehen. Diane Lamein war anfangs übermotiviert, hat später aber ein tolles Spiel am Kreis gemacht. Oldenburg ist aber letztlich genauso gut wie wir und wird sich wieder finden. Ich freue mich riesig über diesen Erfolg, schließlich haben wir uns so die verlorenen Punkte aus dem Blomberg-Spiel zurückgeholt. Dieser Sieg stärkt jetzt unser Selbstvertrauen.

Haege Fagerhus, VfL: Wir haben schnell und gut begonnen, dann lief es wie gegen Leverkusen. In der Abwehr standen wir nur rum und haben die Buxtehuder Angriffe angeschaut, vorne haben wir unsere Möglichkeiten verworfen und nicht die Breite des Spielfeldes genutzt.

Kathrin Scholl, VfL: Ich weiß nicht, ob wir unkonzentriert oder einfach nur nicht gut drauf waren. Aber unserem Spiel fehlte Aggressivität und Aufmerksamkeit ? sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. Wir standen uns heute selber im Weg. Die meisten Tore hat Buxtehude gemacht, weil wir nicht aufgepasst haben.

Tatiana Surkova, VfL: Das war schon das zweite schlechte Spiel in Folge. Am Anfang war alles in Ordnung, aber dann haben wir in der Abwehr einfache Fehler gemacht, Zweikämpfe verloren und insgesamt einfach abgeschaltet.

Diane Lamein, BSV: Ich habe mich sehr auf dieses Spiel gefreut, es ist immer schön nach Oldenburg zurück zu kommen. Aber gegen wen wir heute gewonnen haben, ist eigentlich egal, denn diesen Sieg haben wir ganz dringend für unser Selbstvertrauen gebraucht. Ab Ende der ersten Halbzeit hatten wir richtig Spaß, haben die Lücken ausgespielt und aus jeder Position getroffen. Wir haben gewonnen, weil wir auch in der zweiten Hälfte niemals nachgelassen haben. Wichtig war der taktische Zug, auf zwei Kreisläuferinnen umzustellen.

Natascha Kotenko, BSV: Wir haben heute die Heimniederlage gegen Blomberg kompensiert. Unser großes Plus war die gute Bank, jede kann bei uns jede ersetzen. Unsere gute Abwehr hat uns zum Sieg gebracht, Oldenburg hat den Kampf nicht angenommen.

VfL Oldenburg - Buxtehuder SV 25 : 36 (16:11)

VfL Oldenburg: Surkova (14 Paraden), Renner (ab 45. Minute, 1 P.) - Badenhop, Kowalska (4), Fagerhus (1), Neuendorf, Scholl (3), Parchina (6), Temp (5/4), Birke (3), Kethorn (2), Schmele (1), Gümmer (n.e.), Brecska (n.e.).

Buxtehuder SV: Klijn (12 P.), Tanaka (34. bis 37.) - Lamein (10/3), Henze (6), Schulz (5), Nagel (3), Wode (2), Karsten (2), Stapelfeldt (6), Kotenko (2), Harms (n.e.), Hayn (n.e.).

Siebenmeter: 4/4 - 3/3.
Zeitstrafen: 3 (Kowalska, Fagerhus, Neuendorf) - 6 (je zweimal Karsten und Schulz, einmal Kotenko, Nagel).
Schiedsrichter: Hagen Becker, Axel Hack (Halberstadt)
Zuschauer: 680


Quelle: Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Diane Lamein (Nr. 13)

Diana Lamein nimmt alten Club auseinander / HR / 23.09.2007

Oldenburg. Wenn Diane Lamein in der EWE-Arena zehn Tore wirft, herrschte bis vor wenigen Wochen noch große Freude im weiten Rund. Gestern tat sie genau das. Doch dummerwiese wechselte die niederländische Handball-Nationalspielerin inzwischen zum Buxtehuder SV. Und den führte sie gestern zu einem geradezu unglaublichen 36:25-Auswärtserfolg. Der heimische VfL kassierte damit nach dem 25:33 gegen Leverkusen in der Vorwoche die nächste, noch schlimmere Klatsche.

Zu Beginn des Spiels schien nichts darauf hinzudeuten, dass die Oldenburgerinnen derbe unter die Räder kommen könnten, im Gegenteil. Nachdem beide Teams ihre ersten Gelegenheiten noch verstreichen ließen, fand der VfL deutlich schneller seinen Rhythmus. Zwei Treffer von Natalja Parchina sorgten für zusätzliche Beruhigung. Die Führung hätte schnell höher ausfallen können, doch Anna Badenhop ließ gleich Tempogegenstöße ungenutzt. Trotzdem: Bis zur 13. Minute zogen die Gastgeberinnen auf 7:3 davon, nutzen dabei eine Überzahl nach der ersten Zwei-Minuten-Strafe für Buxtehude mit drei Toren perfekt aus.

Was dann allerdings passierte, konnte sich dem Betrachter nicht erschließen. Statt ruhig weiterzuspielen, schlichen sich mehr und mehr technische Fehler ein. Zudem stellte der BSV die Gegenspielerinnen immer besser zu und hatte herausgefunden, wie die bis zu diesem Zeitpunkt stark haltende VfL-Torfrau Tatiana Surkova zu bezwingen war: mit Würfen in Hüfthöhe. Fünf Treffer in Serie brachte die Gäste schließlich erstmals in Front (7:8).

Spätestens jetzt verfiel der VfL in Hektik. Zwar konnte Parchina nochmals ausgleichen, doch in der Folge zog Buxtehude Tor um Tor davon. Zur Halbzeit war ein ernüchterndes 11:16 auf der Anzeigentafel zu lesen.

Nach dem Wechsel kehrte der VfL deutlich aggressiver auf die Platte zurück. Und vor allem die verbesserte Abwehrleistung wurde belohnt. Gleich mehrfach wurde der BSV wegen Zeitspiels zurück gepfiffen, was die Krowicki-Schützlinge mit schnellen Toren zu nutzen wussten. Bis auf zwei Tore kam die Mannschaft heran – enger sollte es allerdings nicht werden. Im Gegensatz zu den Gastgeberinnen behielt Buxtehude, allen voran Diane Lamein, die als Torschützin (zwischenzeitlich sogar als Kreisläuferin!), Denkerin und Lenkerin gleichermaßen glänzte, die Ruhe. Statt überhasstete Tempogegenstöße zu laufen, spielte man in aller Ruhe aus der Abwehr heraus, suchte die freie Mitspielerin und wurde meistens fündig.

Nach einem Zwischenstand von 19:21 nahm der BSV den VfL dann regelrecht auseinander. Über 19:23 und 20:28 zogen die Gäste uneinholbar auf 21:30 (52.) davon. Da half es auch nichts, dass Krowicki seine Torfrau wechselte und die Abwehr offensiver agieren ließ. In der 53. Minute lag Buxtehude erstmals mit zehn Toren in Front. Drei Sekunden vor dem Ende sorgten die Gäste mit einem Tempogegenstoß dann für das 25:36 – das Desaster war komplett!

Quelle: Von Lutz Rector -http://www.huntereport.de/


Auch gegen den Buxtehuder SV wird der VfL (Foto: Kathrin Scholl Nr. 23 und Sabrina Neuendorf Nr. 18 gegen Leverkusen) wieder gegen eine starke Abwehr spielen.
Mit Debbie Klijn (Tor), Diane Lamein und Willemijn Karsten stehen 3 niederländische Nationalspielerinnen im Team des BSV.

Frauen kämpfen um Platz an der Sonne / NWZ / 21.09.2007

VfL-Gegner Buxtehude tankt mit erstem Saisonsieg Selbstvertrauen

OLDENBURG - Auch mit dem ersten Saisonsieg von Oldenburgs kommenden Gegner Buxtehuder SV am Mittwochabend gegen Neuling Beyeröhde (29:26) hat sich für VfL-Trainer Leszek Krowicki und seine Handballfrauen in der Grundausrichtung nichts geändert. „Wir spielen zu Hause, wollen den Zuschauern etwas bieten und das Spiel am liebsten so deutlich wie im Vorjahr gestalten“, sagt Krowicki vor dem Heimspiel am Sonnabend (16.30 Uhr, EWE-Arena) gegen den Nordrivalen Buxtehude.

Seine Spielmacherin Sabrina Neuendorf wird mit Blick auf die 25:33-Abfuhr gegen Leverkusen noch deutlicher: „Es ist Mist, zu Hause so vorgeführt zu werden“, sagt die 23-Jährige, die nur zu gerne Buxtehude „unser Spiel aufzwingen“ würde. In der vergangenen Saison klappte dieses Vorhaben am zweiten Spieltag ganz hervorragend, der VfL siegte in der EWE-Arena klar mit 36:26 (18:12).

Von der aktuellen Oldenburger Mannschaft steuerte im September 2006 Kim Birke drei Treffer zum Kantersieg bei. Erfreulich aus VfL-Sicht: Die 19-Jährige hat ihre Knöchelverletzung aus dem Leverkusen-Spiel überwunden und sollte am Sonnabend ebenso auflaufen wie Rechtsaußen Haege Fagerhus, die ob der ruppigen Spielweise des Gegners eine Rückenprellung davon getragen hatte.

Gegner Buxtehude tankte am Mittwoch in jedem Fall neues Selbstvertrauen. Die Auswahl von BSV-Trainer Wolfgang Pötzsch, die mit 1:5 Punkten einen Fehlstart hingelegt hatte, steigerte sich gegen Beyeröhde nach ausgeglichener erster Halbzeit (15:12) mit dem Wiederanpfiff und legte mit einem Zwischenspurt zum 24:17 den Grundstein zum viel umjubelten ersten Saisonsieg.

Die Oldenburgerinnen wiederum peilen ihr bereits viertes Erfolgserlebnis an und würden im Falle eines Sieges Platz zwei in der Bundesliga-Tabelle verteidigen können.



Quelle: http://www.nwzonline.de


 
Diane Lamein (links, Nr. 13) erreichte mit dem BSV beim Robert-Schumann-Turnier 2007 den zweiten Platz.  
Prügelstrafe verdauen und zurück auf die Siegerstraße / HR / 19.09.2007

Oldenburg. Der Tag danach stand fraglos ganz im Zeichen der Pflege. Blaue Flecken, das ist mal sicher, hatten die Handballerinnen des VfL Oldenburg im Spiel gegen Bayer Leverkusen einige davon getragen. Vielleicht war es der Vorgeschmack auf das, was die Oldenburgerinnen international, aber auch an der nationalen Spitze erwartet. Es gilt also die Lehren aus dem Tun von Bayer zu ziehen, denn am Samstag, um 16.30 Uhr wartet mit dem Spiel gegen den Buxtehuder SV die nächste Aufgabe.

Das Team um die ehemalige Oldenburgerin Diane Lamein ist schwach gestartet und steht in der EWE Arena bereits unter Druck. Das galt auch für Leverkusen. Von Anfang an wurde deutlich, welche Taktik Trainerin Renate Wolf angesagt hatte. Körperlich bis an die Schmerzgrenze und auch darüber hinaus sollte es gehen, mit erlaubten und schmutzigen Tricks. Schnell erkannten die Gäste, dass die Schiedsrichter diese unkonventionelle Art einer „Prügelstrafe“ nicht sonderlich ahnden würden. Der VfL dagegen haderte mit dem Gespann, war zudem sichtlich beeindruckt vom harten Spiel und kassierte deshalb eine Niederlage, die allein in der Höhe an die tristen Spiele der vergangenen Saison erinnerte.

Nochmal, diese Forderung darf Trainer Leszek Krowicki unbedingt aufmachen, darf sich seine international erfahrene Mannschaft so nicht den Schneid abkaufen lassen. Der unbedingte Wille, das Ergebnis in Grenzen zu halten, war allemal zu spüren und wurde von den Zuschauern entsprechend honoriert.

Der BSV stellt indes ein anderes Kaliber dar als Bayer. Die Mannschaft befindet sich im Umbruch und, anders als in Oldenburg, scheint sie sich noch nicht gefunden zu haben. Das 33:33 in Ketsch bedeutete den ersten Punktgewinn. Zuvor wurde in Leipzig und überraschend auch gegen Blomberg verloren. Die Buxtehuderinnen allein daran zu messen könnte allerdings zu einer falschen Einschätzung führen.

Trotz der personellen Neuorientierung stellt Buxtehude ein durchaus erfahrenes und talentiertes Ensemble. Angefangen bei Lamein, die an ihrer Seite bewährte Kräfte wie Susanne Henze, Natascha Kotenko und die begabte Jana Stapelfeld weiß. Sie alle müssen übrigens heute Abend ran. Gegen den TV Beyeröhde soll der erste Sieg her, es wäre nicht die schlechteste Vorbereitung auf den VfL, denn der drängt zurück auf die Siegerstraße.

Besucher des Spiels können ihre Eintrittskarte übrigens in ein Abonnement für vier Wochen für die Fitnessstudios „Fitness im Ziegelhof“ und „FitnessTreff Oldenburg“ eintauschen. Die Studios präsentieren sich während der Partie im Foyer der Arena. Eine Jahreskarte im Wert von 600 Euro kann zudem ein Zuschauer beim Torwandwerfen in der Halbzeitpause gewinnen. Im Ziegelhof trainieren die Handballerinnen des VfL nahezu täglich, genauso wie übrigens die Fußballer des VfB Oldenburg und die Zweitliga-Triathleten „Die Bären“.

Quelle: Von Fabian Speckmann / www.huntereport.de


Heike Ahlgrimm beeindruckte gegen den VfL Oldenburg mit einer sehr starken Leistung.

Harte Gangart schockt VfL-Frauen / NWZ / 17.09.2007

Oldenburg unterliegt im Bundesliga-Spitzenspiel Leverkusen 25:33 – Nur 800 Zuschauer

Die beiden 23jährigen Schiedsrichter ließen viel zu. Diese Freiheiten wussten die cleveren Gäste zu nutzen.

OLDENBURG - Niederlagen schmerzen immer, die erste Saisonniederlage aber tat den Frauen des VfL Oldenburg am Sonnabendabend richtig weh. Statt der erhofften 1200 fanden nur 800 Zuschauer den Weg in die EWE-Arena und statt der erhofften Handball-Gala gab es eine 25:33 (10:17)-Packung gegen Titelaspirant Bayer Leverkusen. Die VfL-Frauen verloren damit die Tabellenführung an Meister Nürnberg und gewannen die Erkenntnis, dass es in der Bundesliga mitunter noch härter als hart zugehen kann.

Gut, wer gegen Leverkusen spielt, muss sich auf eine aggressive und harte Verteidigung des Gegners einstellen. Die VfL-Frauen wussten also, was auf sie im Spitzenspiel zukam. Doch von einer „gesunden Härte“ konnte in der Anfangsphase nicht mehr die Rede sein. Leverkusen, wie aufgedreht und immer an der Grenze des noch eben Erlaubten agierend, wagte alles. Das junge Schiedsrichtergespann Schulze/Tönnies sah zu, die Halle tobte, und die Oldenburgerinnen blickten nicht mehr durch.

Die Schuld allein den Unparteiischen zu geben, wäre sicher zu einfach, auch wenn sie zu Beginn gleich mehrfach patzten. Beim Stande von 6:7 etwa in der 16. Minute erhielt Oldenburgs Spielmacherin Sabrina Neuendorf bei einer Angriffsaktion von der Leverkusenerin Denisa Glankovicova einen Schlag ins Gesicht, musste erst auf dem Spielfeld, dann auf der Bank behandelt werden. Die fällige Zwei-Minuten-Strafe gegen die Slowakin blieb aus. Zuvor hatten Schulze/Tönnies schon ein Siebenmeter-Festival veranstaltet. Vier der ersten fünf Gäste-Tore fielen per Strafwurf. Dabei hatten die Schiedsrichter zumindest in zwei Fällen völlig daneben gelegen. „Die Schiris waren offenbar noch zu jung und wohl die falsche Besetzung für ein solches Spiel“, meinte Oldenburgs beste Torschützin, die 30-jährige Dagmara Kowalska (6 Tore), mit Blick auf die Leistung der beiden 23-jährigen Schiedsrichter.

Ein wirklich sehenswertes Spitzenspiel konnte sich so nicht entwickeln. Leverkusen klammerte, schubste, zerrte und unterband so jede Auslösehandlung der VfL-Frauen, die sich nach Leibeskräften bemühten, aber gegen die cleveren „Leverkusener Raubeine“ nie das passende Konzept parat hatten. So war die Partie praktisch nach 20 Minuten entschieden.

Die VfLerinnen, längst durch besagte Härte und aus ihrer Sicht zweifelhafte Schiedsrichter-Pfiffe weich gekocht, verloren beim 9:11 (21.) früh den Anschluss. Leverkusen zog mit sechs Treffern in Folge auf 17:9 davon und musste um diesen Vorsprung auch nach dem Wechsel nie ernsthaft bangen.

Die Gastgeberinnen, bei denen die zuletzt überragende Russin Natalja Parchina als Torschützin ein Totalausfall war, ließen nach der Pause nicht locker, bewiesen eine gute Moral, doch bis auf fünf Tore (18:23/49. und 22:27/56.) sollte der VfL nicht mehr heran kommen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


Kim Birke (Nr.5) vom VfL versucht durch die Abwehr der Leverkusenerinnen zu kommen.

VfL findet kein Mittel gegen Leverkusens Härte / HR / 15.09.2007

Oldenburg. Das hatte man sich beim VfL Oldenburg ganz anders vorgestellt. Nach drei Siegen in Folge, verbunden mit der Tabellenführung, hatten die Verantwortlichen auf mehr als 1.000 Zuschauer und fraglos auch auf einen Erfolg gegen Bayer Leverkusen gehofft. Doch die erste Enttäuschung gab es schon vor dem Anpfiff. Die meisten Plätze blieben leer. Die zweite gab es auf der Platte. Leverkusen erkämpfte und erspielte sich einen verdienten 33:25-Sieg. Allerdings ist es allein das Ergebnis, das so fatal an die vielen schlechten Heimspiele der vergangenen Saison erinnert. Tatsächlich präsentierte sich den offiziell 800 Zuschauern eine Oldenburger Mannschaft, die bis zum Schlusspfiff darum bemüht war, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Letztlich aber fehlten die Mittel, um Bayer wirklich zu gefährden.

Die Gäste machten von Beginn an deutlich, wie sie in der Arena zu zwei Punkten kommen wollten – mit aggressivem Spiel und derart robustem Tun, dass die Grenze des Erlaubten auch bewusst überschritten wurde. Vor allem Oldenburgs Spielmacherin Sabrina Neuendorf dürfte so manchen blauen Flecken beklagen, derart oft wurde sie attackiert.

Leverkusen, das schnell mit 3:0 in Führung gegangen war, langte zu und kaufte dem VfL den Schneid ab. Möglich, dass Robert Schulze und Tobias Tönnies öfter hätten eingreifen müssen. Eines allerdings waren die beiden nicht, Heimschiedsrichter. Immerhin, sie hatten ihre Linie, ließen das Spiel laufen und das erkannte Bayer schneller. Nicht nur mental, auch physisch agierten die Gäste flinker als der VfL, der zwar zum 3:3 (6. Minute) ausglich, aber ebenso schnell auch wieder mit 3:6 zurück lag (12.) und im gesamten Spiel nicht einmal in Führung ging.

Vor allem gegen die kompakte und sehr aggressive Deckung fiel dem VfL wenig bis gar nichts ein. Spätestens nach einer ungewollten Auszeit von Neuendorf, die von Denisa Glankovicova im Stile einer Boxerin niedergestreckt wurde, hatte das kreative Spiel beim VfL Pause. Fand doch mal ein Wurf den Weg durch die Abwehr, stand mit Clara Woltering eine herausragende Torhüterin zwischen den Pfosten.

Das galt auf der anderen Seite auch für Tatiana Surkova, die allerdings deutlich mehr zu tun hatte. Trotz ihrer Paraden zog Leverkusen bis zur Pause auf 10:17 davon und erhöhte nach dem Wiederanpfiff sogar auf 11:20 (35.). Der VfL kämpfte, rackerte, wollte das Spiel nicht abschenken, doch in der Summe war das nicht genug, um Bayer zu gefährden. Dennoch hatten die Fans keinen Grund, mit ihrer Mannschaft zu hadern. Die deutete ihr Potenzial allemal an und wird sich kaum noch einmal von Tempo und Härte derart aus dem Konzept bringen lassen. Renate Wolf, Bayer Leverkusen: „Wir haben Oldenburg den Schneid abgekauft und unsere Chancen genutzt. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient.“

Leszek Krowicki, VfL Oldenburg: „Eine Niederlage gegen einen Titelfavoriten ist keine Katastrophe. Ich bin stolz, dass die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat.“

VfL Oldenburg: Surkova, Renner – Kowalska (6 Tore), Neuendorf (5), Scholl (5), Temp (5/4 Siebenmeter), Fagerhus (3), Badenhop (1), Birke, Kethorn, Parchina.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.huntereport.de


VfL-Frauen verblüffen die Liga / NWZ / 15.09.2007

Oldenburgerinnen fordern im Spitzenspiel Vizemeister Leverkusen heraus

OLDENBURG - Die Bundesliga blickt nach Norden, und in der Handballszene macht schon der Begriff vom „Oldenburger Frauenwunder“ die Runde. Drei Spiele, drei Siege: Mit dem besten Saisonstart seit Oktober 1988 hat sich die neu formierte Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki überraschend souverän an der Tabellenspitze festgesetzt. Und damit das so bleibt, soll an diesem Sonnabend auch der deutsche Vizemeister Bayer Leverkusen in der EWE-Arena (16.30 Uhr) sein grün-weißes (oder auch grün-orangenes) Wunder erleben.

„Wir spielen zu Hause, da wollen wir die Akzente setzen“, sagt Leszek Krowicki selbstbewusst – und will sich erst gar nicht auf ein Wortgeplänkel mit seiner Leverkusener Kollegin Renate Wolf einlassen. Die Bayer-Trainerin hatte mit Blick auf die Oldenburger Siegesserie flugs angekündigt: „In den vergangenen Jahren sind wir stets als Favorit zum VfL gereist. Diese Rolle gebe ich diesmal gerne ab.“ Kommentar Krowicki: „Angenommen! Wir werden uns sicher nicht verstecken.“

Dabei hofft Krowicki, dem alle 14 Spielerinnen zur Verfügung stehen, „auf eine endlich einmal gut gefüllte EWE-Arena“. Mit den bislang furiosen Auftritten jedenfalls haben die VfL-Frauen in den vergangenen Tagen beste Werbung für das Bundesliga-Spitzentreffen gegen den Titelaspiranten vom Rhein gemacht. Oldenburgs Liga-Geschäftsführer Peter Görgen glaubt zwar nicht, dass die VfL-Bestmarke von 1800 Zuschauern gegen Buxtehude aus der Saison 2005/06 an diesem Sonnabend übertroffen wird, wagt aber die mutige Prognose: „1200 Zuschauer werden kommen. Das ist auch gut so, denn die Mannschaft hat sich diese Unterstützung verdient und wird diese wohl auch nötig haben.“

Auf eines dürfen sich die Handballfreunde ganz sicher einstellen: auf eine packende Partie, die vom Tempo und der Angriffswucht zwei der derzeit besten deutschen Mannschaften lebt. Während Oldenburg dabei mit dem zuletzt so erfolgreichen Kader auflaufen kann, hat sich in Leverkusen besonders bei Gesine Paulus, Michaela Seiffert und Lena Knipprath ein Grippevirus breit gemacht.

Doch wer Renate Wolf kennt, weiß, dass die ambitionierte Trainerin auch in Oldenburg nicht locker lassen wird. „Auch im Vorjahr haben wir das erste Spiel verloren. Die Meisterschaft entscheidet sich erst später“, meint sie mit Blick auf die Auftaktpleite von Bayer in Ketsch.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


    
  Leverkusens Trainerin Renate Wolf   
Renate Wolf schanzt Oldenburg Favoritenrolle zu / O.R. / 14.09.2007

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg werden in ihrem vierten Spiel der Saison 2007/08 das erste Mal so richtig gefordert. Noch vor zwei Wochen hätten selbst die VfL-Anhänger diese Aussage ins Reich der Träume abgetan, einen Tag vor der Heimpartie gegen Vizemeister Bayer Leverkusen (Samstag, 16.30 Uhr, EWE Arena) ist sie aber Realität. Eine völlige Untertreibung muss es deshalb nicht sein, wenn Renate Wolf, die Trainerin von Bayer Leverkusen feststellt: "Nach der Papierform ist der VfL leichter Favorit."

Der Auftaktniederlage Bayers bei der TSG Ketsch zum Trotz: Ganz so leicht werden die Gäste ihre Rolle als Ausnahmemannschaft in der Ersten Liga nicht los. Mit nur vier Zugängen startete Leverkusen in die Serie - abermals baute die auf Kontinuität setzende Wolf auf bisher Erreichtem auf. Das Gros des Teams war also in den vergangenen zwei Jahren dabei, als es in vier Partien gegen den VfL vier Siege mit einer Gesamtdifferenz von 40 Toren erreichte. Beeindruckenden Tempohandball dürften die Beobachter dieses Mal aber auch von den Oldenburgerinnen erwarten.

Machen die Zahlen vergangener Jahre Gastgeberinnen wenig Hoffnung, verhält sich dies anders mit der Personalsituation: Während Oldenburg mit dem zuletzt so erfolgreichen Kader auflaufen kann, hat sich in Leverkusen ein Grippevirus breit gemacht, der den Einsatz von Gesine Paulus, Michaela Seiffert und Lena Knipprath in Frage stellt.

Auch bedrückt Wolf, dass Neuzugang Laura Steinbach (von DJK MJC Trier), die Nachfolgerin von Welthandballerin Nadine Krause (ging zum FC Kopenhagen) auf der linken Rückraumposition, noch nicht wirklich fit ist. "Wir müssen und werden nach sechs tollen Jahren ohne Nadine auskommen. Das Spiel ist eine wichtige Standortbestimmung", sagt Wolf, die zudem feststellt: "Auch in der vergangenen Serie haben wir das erste Spiel verloren. Die Meisterschaft entscheidet sich erst später."

Krowicki hofft auf viele Anhänger

Kollege Krowicki hofft derweil auf die Oldenburger Zuschauer. "In so einem Spiel brauchen wir das Publikum mehr denn je", sagt der Trainer, der beim 31:20-Sieg am Mittwoch bei der HSG Sulzbach/Leidersbach ein weiteres Mal registrierte, dass seiner Mannschaft "Powerhandball" über 60 Minuten gelingt. "Wir haben zwar einiges verworfen, doch das lag bestimmt auch an der langen Fahrt", sagt er und bemerkt: "Gegen Leverkusen müssen wir nicht anreisen, oder?"

Mit 8, 16 und 11 Toren Vorsprung hat das Team von Trainer Leszek Krowicki seine Spiele bis jetzt gewonnen, die erstmalige Tabellenführung seit dem ersten Spieltag der Saison 1986/87 erreicht und den bisherigen Startrekord von drei Siegen (Saison 85/86 und 88/89) eingestellt.

Blick zurück: Zweimal schon 6:0 Punkte für den VfL

Krowicki ("Ich bin unheimlich gespannt, wie wir uns gegen eine solche Spitzenmannschaft schlagen") und seine aktuelle Mannschaft könnten sich mit einem Sieg mit Nachdruck für ein Kapitel in die VfL-Chronik empfehlen. Den ersten Versuch, vier Siege zum Auftakt zu landen, hatte der VfL 1985 unternommen. Nachdem das damalige Team von Trainer Robert Schumann im zweiten Jahr der eingleisigen Bundesliga am 21. September zunächst Jarplund Weding mit 21:17 nach Hause geschickt hatte, erreichte der Pokalsieger von 1981 auch in fremden Halle Erfolge: Bei RW Auerbach (28. September 1985) gewannen Rita Forst (damals Köster), Maike Balthazar (Becker) und Co. mit 23:18, beim späteren Vizemeister VfL Engelskirchen am 5. Oktober mit 20:16.

Es folgte eine unvergessen gebliebene Partie beim damals so starken Aufsteiger TV Lützellinden. Die Mannschaft von Jürgen Gerlach war im vierten Spiel am 9. November die bessere Mannschaft, führte auch zum Seitenwechsel mit 11:7. Doch in der Pause verletzten Ordner des TVL die Oldenburger Torhüterin Christa Siebert-Bandlow am Rücken. Die Oldenburgerin wurde von einer getragenen Bank unabsichtlich getroffen, musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Protest des VfL hatte keine Wirkung, der 22:20-Sieg Lützellindens blieb bestehen. "Lützellinden war die bessere Mannschaft, die hätten auch ein Wiederholungsspiel gewonnen", gibt Siebert-Bandlow heute zu. Meister 1985/86 wurde übrigens Leverkusen, der VfL landete auf Platz drei, Gerlachs Lützellinden wurde Vierter.

Drei Jahre später verhinderte wieder der TVL den vierten Sieg im vierten Spiel. Nach Erfolgen gegen Grün-Weiß Frankfurt (17:15 am 17. September 1988), beim VfL Sindelfingen (18:12/24. September) und daheim gegen den amtierenden Meister VfL Engelskirchen (17:15/1. Oktober) verlor Oldenburg am 8. Oktober in der Brandsweg-Halle gegen die Hessinnen mit 18:22.

Siebert-Bandlow sieht Gemeinsamkeiten in beiden VfL-Mannschaften

Christa Siebert-Bandlow, die heute zusammen mit dem damaligen Abteilungsleiter des VfL, Eberhard Erlebach, live die VfL-Heimspiele im Lokalfernsehen von Oldenburg Eins kommentiert, sieht durchaus Ähnlichkeiten in den VfL-Teams von damals und heute: "Unser großes Plus war der Zusammenhalt. Auch bei uns war nicht immer alles ein einziger Sonnenschein, aber der Sache wegen haben wir uns respektiert. Alle haben an einem Strang gezogen. Heute habe ich wieder das Gefühl, dass beim VfL etwas zusammen wächst. Wenn man dieses zarte Pflänzchen hütet und gießt, kann sich etwas sehr Gutes entwickeln."

Auch handballerisch macht der 1989 zur Ehrenspielführerin des VfL ernannten Torhüterin die aktuelle Mannschaft Freude: "Mir gefällt die gute Abwehrarbeit, mir gefällt der Mittelblock und mir gefällt meine Nachfolgerin im Tor. Tatiana Surkova strahlt Ruhe und Routine aus." Für den Samstag erwartet die Oldenburgerin ein Spiel zweier Mannschaften, die beide den Tempohandball bevorzugen: "Ich freue mich unheimlich auf diese Partie."

Spiekerooger Leidenschaft organisiert attraktives Rahmenprogramm

Neben dem sportlichen Genuss wird in der EWE Arena beim VfL-Spiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag um 16.30 Uhr auch im Rahmenprogramm etwas geboten. Wie beim siegreichen Heimspiel gegen den Thüringer HC (36:20) können sich die Zuschauer nach der Partie im Foyer gemeinsam mit den Spielerinnen in einer "Leidenschaftlichen Fotoaktion" ablichten lassen. Zudem präsentiert sich nicht nur der Sponsor des Spiels, das Apart-Hotel "Spiekerooger Leidenschaft" in der Arena.

Auch das im Frühsommer eröffnete Künstlerhaus auf der Nordseeinsel ist im Foyer vertreten. Die Besucher können dort ein großes Mosaik mitgestalten, das zugunsten der "Beluga School for Life" zu einem späteren Zeitpunkt versteigert werden soll. Mit dem VfL auf der Tribüne fiebern wird übrigens Lutz Stratmann, der Wissenschaftsminister des Landes Niedersachsen. Kurz vor dem Spiel wird er in der Halle vor den Zuschauern interviewt, in der Halbzeitpause misst er sich beim Siebenmeterwerfen gegen eine VfL-Torfrau mit weiteren Überraschungsgästen.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


  
  Kathrin Scholl erzielte 8 Treffer für den VfL Oldenburg.
VfL Oldenburg stellt Vereinsrekord ein / O.R. / 13.09.2007

31:20-Sieg bei der HSG Sulzbach – Abwehr bester Mannschaftsteil

Die Spielerinnen des Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg haben bereits jetzt historisches geleistet – jedenfalls aus Vereinssicht. Denn mit dem 31:20 (15:11)-Erfolg am gestrigen Mittwochabend bei der HSG Sulzbach/Leidersbach hat der VfL zum dritten Mal seit Einführung der eingleisigen Bundesliga im Jahr 1985 6:0 Punkte auf dem Konto, hatte aber nie ein besseres Torverhältnis als in dieser Spielzeit.

1520 Zuschauer wohnten dem nur zum Teil guten Spiel der beiden vorher ungeschlagenen Mannschaften in der Sparkassen-Arena Elsenfeld bei. „Die lange Fahrt hat wohl Einfluss auf unsere Präzision gehabt“, kommentierte VfL-Trainer Leszek Krowicki die Vielzahl vergebener Chancen seines Teams, freute sich aber über einen weiteren hohen und überlegen geführten Sieg .

Insgesamt zeigte der VfL die reifere Spielanlage, überzeugte besonders in der Abwehr. Weil die HSG aus dem Rückraum zu wenig Druck erzeugen konnte und die Gäste in Tatiana Surkova über eine toll aufgelegte Torfrau verfügten, stand der Sieg nur selten in Frage. Bereits nach viereinhalb Minuten (0:2) nahm Sulzbachs Coach Peter David die erste Auszeit, den 1:4-Rückstand nach sechs Minuten konnte er damit aber nicht verhindern.

Doch dann rappelte sich die HSG auf. Immer gefährlich über die Außenpositionen, bejubelte das laute, aber faire Publikum die 5:4-Führung (10.). Erst Haege Fagerhus beendete mit dem 5:5 die erste Oldenburger Durststrecke, die knapp sieben Minuten angedauert hatte.

Erst nach 20 Minuten begann der VfL wieder von seinem hohen Tempo zu profitieren. Kim Birke und Kathrin Scholl besorgten per Doppelschlag das 10:8, bis zur Pause hatte sich Oldenburg auf 14:10 abgesetzt.

Nach dem Seitenwechsel schöpften die Zuschauer wieder Hoffnung. Durch Rechtsaußen Raissa Tikhonovitch kam die HSG auf 16:17 heran (39.), die gute Stimmung in der Halle erreichte ihren Höhepunkt. Doch danach hatte Sulzbach sein Pulver verschossen, konnte das hohe Tempo der Gäste nicht mehr mitgehen. In der Deckung zwang das Krowicki-Team den Gegner mehrmals zum Zeitspiel, vorne verwerteten die Oldenburgerinnen nun besonders im Positionsangriff ihre Möglichkeiten. Grund dafür war auch eine Umstellung Krowickis, der nun mit zwei Kreisspielerinnen – Kathrin Scholl und Wiebke Kethorn – agieren ließ.

Der VfL hatte unter einigen Fehlpässen zu leiden, profitierte zu wenig von vielen gewonnenen Bällen in der Abwehr. Am Kreis agierte die gute Scholl sehr effektiv, beste Spielerin der Gäste war aber Surkova mit über 20 Paraden. „Tatiana war unwahrscheinlich stark“, bestätigte Krowicki, der den verdienten Sieg nun „schnell abhaken“ will. Kein Wunder, steht doch am Samstag (16.30 Uhr) in der heimischen EWE Arena gegen Bayer Leverkusen der erste echte Prüfstein für die Oldenburgerinnen auf dem Programm. Erst da wird sich zeigen, wie die Einstellung des Vereinsrekords im gesamten nationalen Vergleich einzuschätzen ist.

Stimmen

Peter David, Trainer HSG: Wir haben 40 Minuten gut mitgespielt, danach haben uns die Alternativen gefehlt und die Kräfte haben uns verlassen. Man hat am Ende gemerkt, dass der VfL noch eine Klasse besser ist. Wir müssen am Samstag in Beyeröhde wieder einen Sieg holen. Davon gehe ich auch aus.

Leszek Krowicki (Trainer VfL): Ich bin glücklich, dass wir hier am Ende so deutlich gewonnen haben. Bis es soweit war, war es allerdings ein hartes Stück Arbeit. Meine Mannschaft hat fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.

HSG Sulzbach/Leidersbach - VfL Oldenburg 20 : 31 (10 : 14)

HSG Sulzbach/Leidersbach: Fenn, Diener – Tikhonovitch (7/1), Schmitt (2), Lendic (1), Wörner, Grebe (1), Jakubisova (1), Smits (6/3), Langkeit (2), Kirschig, Bach Nielsen, Kocevska.

VfL Oldenburg: Surkova, Rener (ab 57.) – Birke (3), Kowalska (3), Fagerhus (3), Brecska (1), Neuendorf (2/1), Scholl (8), Parchina (5), Temp (3/2), Badenhop (2), Schmele, Kethorn (1).

Siebenmeter: 6/3 (Jakubisova, Langkeit, Smits scheitern an Surkova) – 5/3 (Gümmer und Neuendorf scheitern an Fenn).
Zeitstrafen: HSG 2 (zweimal Lendic), VfL 1 (Parchina).
Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Neuried) und Sascha Wild (Offenburg).

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Siegeszug der VfL-Frauen hält an / NWZ / 13.09.2007

Oldenburgerinnen verteidigen bei HSG Sulzbach souverän Tabellenspitze

ELSENFELD/OLDENBURG - Der VfL Oldenburg bleibt die Mannschaft der Stunde in der Handball-Bundesliga der Frauen. Die Auswahl von Trainer Leszek Krowicki verteidigte am Mittwochabend mit 31:20 (14:10) beim stark gestarteten Neuling HSG Sulzbach/Leidersbach souverän die Tabellenführung und stellte damit zugleich den eigenen Startrekord seit Einführung der eingleisigen Ersten Liga ein. Die VfL-Frauen waren zuletzt im Oktober 1988 mit 6:0 Punkten in eine Bundesliga-Saison gestartet.

Mit dem Schwung aus dem Erfurt-Spiel legten die VfL-Frauen vor 1550 Zuschauern in der Arena Elsenfeld los wie die Feuerwehr. Zweimal Haege Fagerhus, Dagmara Kowalska und Kathrin Scholl sorgten nach sechs Minuten für die schnelle 4:1-Führung der Gäste. Die HSG Sulzbach schaffte zwar zwischenzeitlich den Ausgleich und führte auch kurz mit 8:7 (17.), doch dann stand die erneut sehr bewegliche Oldenburger Deckung wie eine Wand.

Gerade einmal zehn Gegentreffer ließ der Verbund im ersten Durchgang zu. Umgekehrt setzte die Mannschaft von Leszek Krowicki die Trainervorgaben konsequent um, suchte bei eigenem Ballbesitz blitzschnell den Weg nach vorne und setzte die Gastgeberinnen mächtig unter Druck. Alex Temp und die mit insgesamt acht Toren effektive Kathrin Scholl sicherten schließlich die verdiente 14:10-Pausenführung.

Angetrieben von Wendy Smits (6 Tore) und Raissa Tikhonowitch (6) waren die Mainfranken nach der Pause sichtlich bemüht, die Partie noch zu drehen. Auch wenn die HSG nochmals auf 16:17 (39.) verkürzen konnte, den Oldenburger Vorsprung konnten sie nicht wirklich gefährden. Im Gegenteil: Die Gäste konterten mit fünf Toren in Folge (22:16/50.). Von diesem Schock sollten sich die Gastgeberinnen nicht mehr erholen, zumal der VfL seine taktische Linie bis zum Schlusspfiff konsequent durchzog.

„Wir haben heute von unserer guten Abwehr profitiert, im Angriff jedoch zu viel verworfen“, meinte Krowicki bei Spielschluss und lobte besonders Torfrau Tatiana Surkova, die „unwahrscheinlich stark“ agierte. Die Partie gegen Sulzbach stand ursprünglich erst für den 19. September auf dem Spielplan. Aber aufgrund von Hallenproblemen der Gastgeberinnen wurde das Spiel vorverlegt. Damit sind die VfL-Frauen am kommenden Mittwoch spielfrei. Zuvor jedoch sind sie erneut voll gefordert, denn schon an diesem Sonnabend gastiert Vizemeister Leverkusen in der EWE-Arena (16.30 Uhr).

VfL Oldenburg: Surkova, Renner - Gümmer, Badenhop 2, Birke 3, Schmele, Kowalska 3, Fagerhus 3, Brecska 1, Kethorn 1, Neuendorf 2/2, Scholl 8, Parchina 5, Temp 3/2.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


Frauen vor hoher Auswärtshürde / NWZ / 12.09.2007

Bundesliga-Spitzenreiter VfL Oldenburg beim Neuling Sulzbach/Leidersbach gefordert

OLDENBURG - Viel Zeit zum Luftholen bleibt den Handballfrauen des VfL Oldenburg nach der sonntäglichen Gala gegen den THC Erfurt nicht. Schon am Mittwochabend (20 Uhr) gilt es, die Tabellenführung zu verteidigen. Mit gleich zwei Trainingseinheiten am Montag schwor Trainer Leszek Krowicki deswegen seine Mannschaft auf das Bundesliga-Spitzenspiel bei der bislang ebenfalls zweimal siegreichen HSG Sulzbach/Leidersbach ein.

Nun mag der Vereinsname des Oldenburger Gegners für hiesige Sportfreunde gewöhnungsbedürftig sein, in und rund um Aschaffenburg aber steht die HSG für eine einmalige Erfolgsgeschichte im deutschen Frauenhandball. Vor vier Jahren in der Saison 2003/04 spielte der Verein noch in der Landesliga, feierte den Meistertitel und legte danach insgesamt vier Aufstiege in Serie hin.

Überhaupt: Die Gegend um den bayerischen Untermain gilt in Deutschland als heißes Handball-Pflaster. Doch war der Handballsport mit Vereinen wie den TV Großwallstadt, TuSpo Obernburg und dem TV Kirchzell bislang vorwiegend im Männerbereich präsent, so zeigt die HSG Sulzbach/Leidersbach, dass der Frauenhandball sehr wohl auch ein große Akzeptanz rund um die legendere Elsenfeld-Halle genießt.

Im Durchschnitt über 1000 Zuschauer und in der Spitze sogar 3000 Besucher verfolgten in der vergangenen Spielzeit den Siegeszug der „Bienen“ – so der Spitzname der HSG-Frauen – durch die Zweite Liga Süd. Da versteht es sich von selbst, dass die Begeisterung der Mainfranken für die HSG nach den Bundesliga-Auftakterfolgen des Neulings gegen Blomberg und Ketsch ungebrochen ist. So verfolgten am Sonnabend 1700 Zuschauer das knappe 25:24 gegen Ketsch.

„Diese Euphorie besagt alles. Gegen uns werden wahrscheinlich über 2000 Besucher in der Halle sein“, sagt Oldenburgs Trainer Krowicki, der den Gegner eine „bunte und international erfahrene Truppe“ nennt. Immerhin sieben Nationalspielerinnen hat die HSG unter Vertrag. Zu den bekanntesten Spielerinnen im 18er-Kader zählen dabei Rechtsaußen Raissa Tikhonowitch (vormals Frankfurt/Oder), Linksaußen Katja Langkeit vom deutschen Meister HC Leipzig sowie Torfrau Petra Diener (Frankfurt/O.).

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


  
  VfL-Trainer Leszek Krowicki mit Sabrina Neuendorf und Natalja Parchina
VfL Oldenburg will Tabellenspitze verteidigen / O.R. / 11.09.2007

Mittwoch bei der HSG Sulzbach – Parchinas Fuß geht es besser

Mit Vorhersagen halten sich Anhänger der Frauen-Handball-Bundesliga in diesen Tagen dezent zurück. Die großen Favoriten Leipzig und Leverkusen hat es nach zwei Spielen bereits erwischt, Buxtehude musste eine unerwartete Heimschlappe hinnehmen, Nürnberg steht wider Erwarten auf Platz zwei und am morgigen Mittwoch kommt es zu einem Spitzenspiel zwischen einer langjährigen Grauen Maus und einem Aufsteiger. Rund 2000 Zuschauer werden in der Sparkassen-Arena Elsenfeld um 20 Uhr anwesend sein, wenn der Tabellendritte HSG Sulzbach/Leidersbach auf Spitzenreiter VfL Oldenburg trifft.

Mit Spaß- und Tempohandball haben sich die Oldenburgerinnen den Platz an der Sonne erarbeitet, letzter Beleg dafür war am Sonntag die 36:20-Demontage des Thüringer HC in der heimischen EWE Arena. Auch aus der vorgezogenen Partie vom vierten Spieltag will der VfL als Triumphator hervorgehen. Trainer Leszek Krowicki stellt klar: „Wir wollen unbedingt oben bleiben.“

Mit neun Neuzugängen und Länderspiel-Erfahrungen von ebenso vielen Spielerinnen könnte die HSG das ebenfalls neu formierte Oldenburger Team aber ernsthaft fordern. „Sulzbach hat eine interessante und erfahrene Mannschaft“, hat Krowicki Respekt vor Namen wie Raissa Tichonowitsch auf der rechten Bahn oder der Ex-Leipzigerin Katja Langkeit auf links. „Sehr schwer zu spielen“, befindet der Coach. „Sie beherrschen mehrere Formationen. Wenn das Sulzbacher Spiel rund läuft, wird jede Mannschaft Probleme haben.“

Es wäre nicht übertrieben, dem Club Ehrgeiz zu unterstellen. Der Aufstieg in Liga 1 war bereits der vierte in Serie. Vor dem – zugegeben glücklichen – 25:24 gegen die TSG Ketsch verpflichteten die HSG in der 23-jährigen Rückraumspielerin Natasa Kocevskaes vom mazedonisches Spitzenclub Kometal Gjorce Petrovwe eine weitere Verstärkung.

Trotz alledem: Die Gastgeberinnen gefallen sich in der Rolle des Außenseiters: „Wir können am Mittwoch befreit aufspielen, denn wir haben eigentlich nichts zu verlieren. Die Oldenburgerinnen wollen sich in den Playoff-Rängen festsetzen und sind haushoher Favorit. Wenn etwas zählbares raus kommt, wäre das sensationell“, stapelt Trainer Peter David tief.

Der VfL, der mit dem 38:30 am ersten Spieltag in Beyeröhde erstmals seit den 80er Jahren an die Tabellenspitze stieß, kann auf den zuletzt so erfolgreichen Kader komplett zurück greifen. Auch Natalja Parchinas Bänderdehnung macht immer weniger Probleme, auch wenn die Spielerin des Tages gegen den THC im Training noch „ein wenig geschont“ (Krowicki) wird.

Dass die lange Reise über 500 Kilometer ein Problem für die Oldenburgerinnen darstellen könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch Krowicki sieht der Fahrt und ihren Auswirkungen gelassen entgegen: „Die Spielerinnen sind das gewohnt. Außerdem ist die Stimmung in der Mannschaft zur Zeit so gut, dass diese Reise wohl eher angenehm wird.“

Gelingt es dem VfL, wie Krowicki von seiner Mannschaft fordert, „60 Minuten Dampf zu machen“ und in Deckung und Gegenstoß so überzeugend wie gegen Thüringen zu agieren könnte die Tabellenspitze tatsächlich bis zum Heimspiel gegen Leverkusen am Samstag (16.30 Uhr, EWE Arena) verteidigt werden. Leichtes Unbehagen verbreitet lediglich, dass sich Gegner HSG in die Liste der zahlreichen Überraschungen bereits zweimal eingetragen hat.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


  
  Kim Birke / Foto: T. Helmerichs
VfL-Frauen laufen zur Gala-Form auf / NWZ / 10.09.2007

Oldenburgerinnen untermauern mit 36:20-Erfolg über Erfurt Bundesliga-Tabellenführung

OLDENBURG - Jubelnde Fans, siegestrunkene Spielerinnen, ein glücklicher Trainer: Mit dem besten Saisonstart seit 20 Jahren rauschen die Handballerinnen des VfL Oldenburg derzeit durch die Bundesliga. Nach dem glatten Auftakterfolg in Beyeröhde (38:30) legte die Mannschaft von Leszek Krowicki bei der Heimpremiere am Sonntagnachmittag noch einen Zahn zu und fegte nach 60 Minuten den völlig demoralisierten Gegner THC Erfurt beim 36:20 (15:11) mit 16 Toren Differenz aus der EWE-Arena.

Eindrucksvoller hätten die Oldenburgerinnen ihre Tabellenspitze nicht verteidigen können, und so gab es bei Spielschluss kein Halten mehr. „So macht Handball Spaß. So spielt man gerne, so etwas sieht man gerne“, strahlte VfL-Spielmacherin Sabrina Neuendorf, die sich wie ihre Mitspielerinnen von Minute zu Minute zu steigern wusste und mit zehn Treffern als beste Torschützin glänzte.

Die Thüringerinnen, die mit nur neun Feldspielerinnen angereist waren, hielten gerade einmal fünf Minuten mit, dann brach die Oldenburger Tempohandball-Welle über das Team von Dago Leukefeld herein. Angetrieben von der unermüdlichen Neuendorf und einer überragenden Natalja Parchina drehte der VfL die Erfurter 3:1-Führung in einen eigenen 7:3-Vorsprung (15. Minute).

Von diesem Zeitpunkt an dominierte nur noch das wie entfesselt losstürmende und auf jeder Position besser besetzte Gastgeber-Team. Dabei lieferten die VfL-Frauen gerade in der Abwehr erneut eine erstklassige Leistung ab und legten wie von Trainer Krowicki gewünscht hier die Basis für den Kantersieg. Kamen die gegnerischen Angreiferinnen dennoch mal zum Wurf, so machte sich Oldenburgs neue Nummer eins Tatiana Surkova richtig lang. Mit 20 abgewehrten Bällen (davon ein Siebenmeter) avancierte die Russin gleich beim Heimdebüt zum großen Rückhalt. Und einmal in Ballbesitz ging beim VfL die Post ab.

„Oldenburg hat in diesem Spiel ein fantastisches Tempo vorgelegt“, lobte THC-Trainer Dago Leukefeld in seiner Spielanalyse das ständige Bemühen der Oldenburgerinnen, dem Spiel und dem Ball permanent eine hohe Geschwindigkeit geben zu wollen. Selbst drei Zeitstrafen, vier Pfostentreffer und das Durchwechseln des gesamten Kaders Mitte der zweiten Halbzeit konnten den Spielfluss und die Spielfreude der VfL-Frauen nicht begrenzen. Kathrin Scholl und Co. brannten über die Stationen 18:12 (34.), 24:13 (41.) und 31:15 (53.) ein Handball-Feuerwerk ab, das die treuen VfL-Fans so in der EWE-Arena noch nicht erlebt haben dürften.

„Dass wir beim Einsatz aller 14 Spielerinnen gegen Erfurt so hoch gewinnen können, hätte ich niemals gedacht“, staunte selbst Leszek Krowicki bei Spielschluss über die Galavorstellung seiner Mannschaft. Für Kollege Leukefeld jedenfalls stand fest: „Oldenburg war und ist für mich ein Geheimfavorit, auch wenn das Team sicher nicht jedes Spiel im Hurrastil gewinnen wird.“ Am Mittwochabend erhält auch Leukefeld weitere Klarheit – dann haben die VfL-Frauen bei der HSG Sulzbach erneut die Tabellenspitze zu verteidigen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


  
Auch in der Abwehr konnte Sabrina Neuendorf (grünes Trikot Nr. 18) überzeugen. Foto: T. Helmerichs   
Mit Kantersieg an die Tabellenspitze / H.R. / 10.09.2007

Oldenburg. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg sind glänzend in die neue Saison gestartet. Vor offiziell 700 Zuschauern feierten sie einen hochverdienten 36:20-Kantersieg über den Thüringer HC. Der VfL überzeugte dabei nicht nur durch effektives Spiel, sondern begeisterte die Fans auch mit technischen Finessen. Allen voran Sabrina Neuendorf beeindruckte die Zuschauer in ihrem ersten Heimspiel für den VfL als Lenkerin und Denkerin im Rückraum.

Die ersatzgeschwächt angetretenen Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch Kartheuser und Härdter schnell mit 0:2 in Führung. Es dauerte einige Minuten, ehe der VfL seine Linie fand und Neuendorf das Spiel mehr und mehr ankurbelte. Die ehemalige Frankfurterin agierte in der Rückraummitte nicht nur als Vorbereiterin, sondern suchte auch selbst den Abschluss.

Das erste Tor für die Oldenburgerinnen war allerdings der ebenfalls starken Natalja Parchina vorbehalten, die in der fünften Minuten den Anschluss herstellte und damit eine Oldenburger Galashow einleitete.

Kathrin Scholl, von Parchina klug in Szene gesetzt, brachte die Gastgeberinnen nach zehn Minuten mit dem 4:3 erstmals in Führung. Der zerfahrene Beginn war längst vergessen. Oldenburg zeigte strukturierten Handball, zog das Tempo an, wenn es nötig war und ließ die Uhr ach mal laufen, wenn sich nicht sofort eine Lücke zum Abschluss ergab.

Als Scholl auf 7:3 erhöhte hatte, sah sich Erfurts Trainer Dago Leukefeld erstmals gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Der Gästetrainer versuchte sein Team neu einzustellen, doch das hatte nicht die nötigen Mittel, um sich dem Oldenburger Angriffswirbel erfolgreich entgegen zu stellen. Birke, Neuendorf und abermals Birke erhöhten auf 12:6 und lediglich die eine oder andere Unkonzentriertheit in der Schlussphase der ersten Halbzeit ließ die Gäste nochmal auf 11:15 herankommen.

Hatte der VfL in der vergangenen Saison noch so manche Führung leichtfertig verschenkt, scheint die neuformierte Mannschaft diesbezüglich deutlich mehr Cleverness an den Tag zu legen. Ehe die Erfurterinnen überhaupt wieder richtig auf der Platte standen, hatten sie das Spiel auch schon verloren. Die Oldenburgerinnen zogen bis zur 37. Minuten auf 20:12 davon, nachdem Neuendorf einen Siebenmeter verwandelt hatte.

Die Gäste, längst regelrecht verzweifelt, wurden zu Statisten degradiert. Der VfL ließ nämlich nicht locker, sondern drückte weiter aufs Die Mannschaft war sichtlich bemüht, den Fans ein schönes Spiel zu zeigen.

Das klappte, weil die Oldenburgerinnen gestern nicht nur im Angriff, sondern auch in der Deckung überzeugten. Allen voran Torhüterin Tatiana Surkova brillierte mit schnellen Reaktionen und demonstrierte so eindrucksvoll, dass sie die Lücke schließen wird, die Heike Zornow hinterlassen hat.

Bis zum Schlusspfiff spielte der VfL sein System konsequent durch. Erfurt mühte sich, konnte die Niederlage allerdings nicht einmal im Ansatz in Grenzen halten. Am Ende stand ein Kantersieg, der von den Zuschauern ebenso mit stehenden Ovationen gefeiert wurde, wie die Rückkehr auf Platz eins.

VfL Oldenburg: Surkova (20 Paraden/1 Siebenmeter), Renner (ab 50., 4 P.) Neuendorf (10 Tore/1 Siebenmeter), Scholl (5), Parchina (5), Kethorn (4), Badenhop (4), Fagerhus (3), Birke (3), Temp (1), Schmele (1), Kowalska, Gümmer, Brecska.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.hunte-report.de/


VfL peilt zweiten Saisonsieg an / NWZ / 08.09.2007

Oldenburgerinnen hoffen gegen Erfurt auf Einsatz von Natalja Parchina

Trainer Krowicki setzt auf die Erfahrung der Russin. Die 30-Jährige ist längst zur festen Größe geworden.

OLDENBURG - Übung macht den Meister: Für Natalja Parchina steht der Deutschunterricht ebenso täglich auf dem Programm wie die Übungseinheiten beim Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg. „Deutsch ist sehr, sehr schwer.“ Bis die junge Frau aus Russland neu Erlerntes in ganze Sätze kleiden kann, wird es noch eine Weile dauern. Die Befehlsform aber hat sie schon drauf. „Wurf!“, „Prellen!“, „Überzahl!“, „Zurück!“, „Kreis!“, „Wechsel!“ – Nach kurzem Nachdenken spricht Natalja Parchina aus, worauf es für sie als Abwehrchefin und Leistungsträgerin beim VfL im Augenblick sprachlich ankommt.

Die Feinheiten müssen warten, auch wenn die 30-jährige Handballerin aus Astrachan vor der Liga-Heimpremiere ihrer neuen Mannschaft an diesem Sonntag gegen den Thüringer HC aus Erfurt (15 Uhr, EWE-Arena) erste Erfahrungen mit der deutschen Verbandssprache machen durfte. Durch die „Umwertung“ der Partie der Erfurter gegen Trier in eine Niederlage wegen einer fehlenden „Spielberechtigung“ für die kurzfristig verpflichtete Kreisläuferin Kathrin Blacha erhält die Begegnung jedenfalls zusätzliche Brisanz.

„Das ist sicher traurig für Erfurt, aber wir schauen auf uns und wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen“, spricht Parchina ihrem Trainer Leszek Krowicki aus der Seele. Ob sie selbst nach ihrer erlittenen Knöchelverletzung beim Spiel in Beyeröhde wieder mitwirken kann, vermochte Parchina am Freitag noch nicht zu sagen. Ihr Trainer gab sich derweil optimistischer: „Es sieht ganz gut aus“, so Krowicki.

Mit dem Wechsel im Sommer nach Oldenburg hat Natalja Parchina, die alle nur Natascha rufen, nach vielen Jahren in der ersten russischen Liga noch einmal Neuland betreten. Erfahrungen mit dem deutschen Handball hatte sie zuvor bislang nur ein einziges Mal gemacht. Das war 2004, als sie mit ihrem Verein Astrachan im Europapokal auf den HC Leipzig traf. Heute weiß sie: „In Deutschland wird viel Wert auf Taktik und Ordnung gelegt.“ Derweil zielt die russische Schule auf die technischen Finessen der Sportart ab und gewährt den Aktiven mehr Freiheiten.

Letzteres vermisst Natalja Parchina weniger. „Sie hat sich gut eingefunden“, bestätigt ihr Trainer. Dafür fehlen ihr die Freunde und Verwandten. Mit Kurzmitteilungen und täglichen Telefonaten bekämpft sie das Heimweh.

Am Sonntagnachmittag aber möchte sie sich am liebsten nur auf die neue Sprache konzentrieren, die richtigen Kommandos geben und so mithelfen, den zweiten Saisonsieg für die VfL-Frauen perfekt zu machen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


VfL Oldenburg strebt Sieg beim Heimauftakt an / O.R. / 07.09.2007

Parchina beginnt mit Lauftraining – Blachas Einsatz beim THC fraglich

Die Mannschaft saß schon im Bus, als die Nachricht von der Tabellenführung die Stimmung beim Heimweg vom 38:30-Auswärtssieg in Beyeröhde noch einmal ansteigen ließ. „Jetzt können wir die Saison meinetwegen abbrechen“, witzelte Teammanager Henning Balthazar über den ersten Spitzenplatz des Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg seit den 80er Jahren.

Nicht mehr als eine statistische Spielerei, das wissen auch die Oldenburger. Ein mögliches, echtes Spitzenspiel aber am Sonntag bei der Heimpremiere gegen den Thüringer HC (15 Uhr, EWE Arena) wurde am Grünen Tisch des Ligaverbandes HBVF verhindert. Der 25:20-Erfolg des THC gegen DJK MJC Trier wurde in eine 0:1-Niederlage umgewandelt. Grund: Eine fehlende Spielerlaubnis für die 36-jährige ehemalige Nationalspielerin Kathrin Blacha (207 Länderspiele für Deutschland), deren Einsatz am ersten Spieltag erst kurz vor Beginn der Partie bekannt geworden war.

Mit der Entscheidung des HBVF will sich VfL-Trainer Leszek Krowicki nicht ausgiebig befassen. „Grundsätzlich sind Urteile am Grünen Tisch unglücklich für den Sport“, sagt der 49-Jährige, gibt aber zu die Hintergründe nicht zu kennen. Ob der mögliche THC-Zugang Blacha gegen Oldenburg zum Zuge kommen kann, hängt wohl davon ab, ob sich Verein und Spielerin bis dahin auf einen wirksamen Vertrag einigen können. „Wir sind wütend und enttäuscht. Wir haben uns auf die Aussage vom Thüringer Handball-Verband verlassen“, kommentierte THC-Trainer Dago Leukefeld die fatale Entscheidung.

Auch ohne die Kreisläuferin sieht Krowicki den THC gut aufgestellt: „Das große Plus der Mannschaft ist ihre Eingespieltheit.“ Einziger Zugang für die erste Sieben ist wohl Rechtsaußen Martina Knytlova vom slowenischen Spitzenclub Krim Ljubljana. Vom Bundesliga-Absteiger Frisch Auf Göppingen verpflichtete Leukefeld in Kreisläuferin Christine Dangel eine Spielerin mit Nationalmannschafts-Perspektive. Interessant ist auch eine neue Torhüterin im THC-Kader: Neben Klasse-Torfrau Michaela Schanze soll die Dänin Isabella Thomsen (von Horsens HK/Dänemark) für Stirnrunzeln bei den gegnerischen Rückraumspielerinnen sorgen. Allerdings schwächen die Thüringer Mannschaft Ausfälle von Marielle Bohm und Spielmacherin Lucie Fabiková.

Nach dem doch eher leichten Sieg des VfL beim TVB wird dem Krowicki-Team vom THC wohl mehr abverlangt werden. „Sportlich hat Thüringen gegen Trier ja schon seine Klasse bewiesen“, sagt Krowicki. Die Punkte sollen zum Heim-Auftakt aber unbedingt in Oldenburg bleiben: „Derzeit haben wir mehr Möglichkeiten als der THC. Gerade im schnellen Spiel sehe ich bei uns Vorteile.“

Bangen muss der Oldenburger Coach aber noch um Natalja Parchina, die gegen Beyeröhde umknickte und sich eine Bänderdehnung zu zog. „Natalja hat am Donnerstag ein leichtes Lauftraining absolviert. Wir hoffen sehr auf ihren Einsatz“, sagt Krowicki. Mit oder ohne die Rückraumspielerin wird gegen den THC die Mannschaft vom ersten Sieg auflaufen. Aus dem Regionalliga-Team will Krowicki keine Spielerin einsetzen. Das Team von Trainer Patrice Giron tritt am gleichen Tag in der ersten Runde des DHB-Pokals beim Nordost-Regionalligisten SC Kisdorf an. Die Bundesliga-Frauen des VfL steigen erst in der dritten Runde ein.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


  
„Wie gut wir sind, wissen wir erst nach sechs oder sieben Spielen“, bleibt VfL-Trainer Leszek Krowicki Realist.   
Frauen meistern Pflichtaufgabe / NWZ / 03.09.2007

VfL Oldenburg nach 38:30-Sieg in Beyeröhde Bundesliga-Spitzenreiter

Nur in der Anfangsphase taten sich die Oldenburgerinnen schwer. Nach der Pause wechselte Trainer Krowicki munter durch.

BEYERÖHDE/OLDENBURG - Auf diesen Moment haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg samt treuer Fangemeinde lange warten müssen: Nach dem 38:30 (19:11)-Auftakterfolg in Wuppertal beim Aufsteiger TV Beyeröhde führen die Oldenburgerinnen erstmals seit dem Wiederaufstieg 1999 die Tabelle der Bundesliga an.

Trainer Leszek Krowicki nahm diese Tatsache gerne zur Kenntnis, richtete nach diesem Pflichtsieg den Blick aber flugs nach vorne. „Wie gut wir sind, wissen wir erst nach sechs oder sieben Spielen“, wusste Krowicki die letztendlich souveräne Vorstellung seiner neuformierten Mannschaft realistisch einzuschätzen. Gelegenheit sich weiter zu beweisen haben die VfL-Frauen bereits am kommenden Sonntag, wenn im THC Erfurt (25:20 gegen Trier) ein Siegerteam des ersten Spieltages zum Spitzenspiel in der EWE-Arena anreist.

Anders als vor einem Jahr, als sich der VfL beim Aufsteiger Blomberg-Lippe böse überraschen ließ, ging das Team die Partie vor 550 Zuschauern in der Sporthalle Heckinghausen hoch konzentriert an. Krowicki selbst hatte in der Aufwärmphase noch einmal ein Zeichen gesetzt, war vor der Trainerbank aufgesprungen und hatte seine Spielerinnen nochmals deutlich zu einer konzentrierten Spielweise aufgefordert.

Ein nervöser Beginn ließ sich nicht ganz vermeiden: Oldenburg fiel zunächst durch Fehlwürfe auf, die Gastgeberinnen durch Fehlpässe. Erst nach zwölf Minuten lösten sich beim VfL die Verkrampfungen, mit schnellem Spiel und einer von Beginn an aufmerksamen und aggressiven 6-0-Deckung wurde der weiterhin fahrig wirkende Bundesliga-Neuling quasi überrollt.

Ob im schnellen Positionsangriff oder in der neuen Paradedisziplin Tempogegenstoß zeigten die Gäste dem TVB einen Klassenunterschied auf. Sorgenfalten gab es auf der Stirn der mitgereisten VfL-Anhänger nur, als Natalja Parchina mit einer Bänderdehnung ausgetauscht werden musste (9.). Die Rückraumspielerin konnte zwar später wieder eingesetzt werden, ihr Einsatz am Sonntag ist aber nicht gesichert. Ab der 37. Minute – die Gäste führten mit 24:12 – wurde die von Sabrina Neuendorf und Parchina meist gut zusammen gehaltene VfL-Abwehr durchlässiger. Einmal, weil Beyeröhde stärker wurde, aber auch, weil Krowicki im Gefühl des sicheren Sieges durchwechselte. „Alle 14 Spielerinnen haben gespielt, alle haben getroffen“, freute sich der Trainer: „Das ist ganz wichtig für die Moral.“

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALSUND JAN-PETER PLATE - http://www.nwzonline.de


Fehlstart für Bayer und Trier in Frauen-Bundesliga / NWZ / 03.09.2007

Leipzig - Fehlstart für die Mitfavoriten Bayer Leverkusen und DJK/MJC Trier, überzeugender Einstand für Meister 1. FC Nürnberg und DHB-Pokalsieger HC Leipzig: Das Halbfinal-Quartett des Vorjahres ist unterschiedlich in die Handball-Bundesliga der Frauen gestartet.

Bei der TSG Ketsch verlor Leverkusen mit 29:30 und verpasste durch einen vergebenen Siebenmeter von Michaela Seifert in der Schlusssekunde noch ein mögliches Unentschieden. Und auch Trier erlebte eine unliebsame Überraschung: Die neu formierten "Miezen" verloren beim Thüringer HC mit 20:25 und sorgten so für ein misslungenes Bundesliga-Debüt ihres Trainers Michal Lukasin. "Wir haben schlecht gespielt und verdient beide Punkte in Thüringen gelassen", sagte der Coach.

Überschwängliche Freude herrschte unterdessen beim 1. FC Nürnberg. Der Titelverteidiger, der wegen finanzieller Schwierigkeiten die Lizenz für diese Saison erst im zweiten Anlauf erhalten hatte, gewann beim FHC Frankfurt/Oder mit 29:25. "Super, super, ich bin sehr zufrieden", jubelte Trainer Herbert Müller. Geführt von der 36- jährigen Bundesliga-Debütantin Simone Luber sorgten die Fränkinnen erst in der Schlussphase nach dem 23:23 (51.) für klare Verhältnisse. Beste Werferinnen waren Miriam Simakova (8/2) für Nürnberg und Anne Jochin (10) beim Gastgeber.

Routiniert absolvierte der HC Leipzig seine Auftaktpartie. Nach überzeugenden Leistungen in der Vorbereitung feierte der Pokalsieger gegen den Buxtehuder SV einen glanzlosen 32:29-Erfolg. "Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes. Alle wollten laufen und waren wohl etwas übermotiviert. Wichtig waren am Ende der Sieg im ersten Spiel und die ersten zwei Punkte", erklärte Trainer Morten Arvidsson. Ingrida Radzeviciute war mit zehn Toren beste Werferin für den Pokalsieger. Für die Gäste war Diane Lamein (8/2) am erfolgreichsten.

Erster Tabellenführer ist derweil der VfL Oldenburg. Die Nordwestdeutschen siegten beim Aufsteiger TV Beyeröde mit 38:30. Kim Karina Birke (5) und Alexandra Temp (5/3) warfen die meisten Tore für den Bundesliga-Spitzenreiter.

Mit einem besonderen Coup hatte der Thüringer HC zum Duell mit Trier aufgewartet. Trainer Dago Leukefeld überraschte vor dem Anpfiff mit einem spektakulären Neuzugang. Die frühere Nationalspielerin Kathrin Blacha kam vom deutschen Meister 1. FC Nürnberg. Mit der Kreisläuferin feierten die Thüringerinnen im siebten Vergleich ihren ersten Erfolg gegen Trier. "Wir hatten uns vorgenommen, die Trierer Schaltstellen nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Mädels sind heute einen großen Schritt weitergekommen", lobte Leukefeld.

Quelle: http://www.nwzonline.de


 
 Anna Badenhop (grünes Trikot) erzielte 3 Treffer für den VfL Oldenburg. (Foto: T. Helmerichs)
Oldenburgerinnen starten mit Kantersieg in die Saison / H.R. / 02.09.2007

Wuppertal (fas). Die Handballerinnen des VfL Oldenburg sind nahezu perfekt aus den Startlöchern gekommen. Bei Aufsteiger TV Beyeröhde erspielte sich der VfL gestern Abend einen hochhverdienten 38:30-Sieg. Die Oldenburgerinnen waren die klar überlegene Mannschaft und hatten bereits in der ersten Halbzeit für eine Vorentscheidung gesorgt.

Neuzugang Natalja Parchina war es vorbehalten, nach 200 Sekunden den ersten Treffer der neuen Saison für den VfL zu erzielen. Gleichwohl dauerte es einige Minuten, ehe die Oldenburgerinnen Gegner und Spiel immer besser in den Griff bekamen. Von 6:6 (11. Minute) zogen die Gäste schnell auf 7:12 davon (18.). Schon in dieser frühen Phase des Spiels deutete sich an, dass die Oldenburgerinnen zurecht favorisiert ins Spiel gegangen waren.

Der VfL schüttelte den Aufsteiger nicht nur offensiv gehörig durcheinander, sondern überzeugte auch mit einer starken Abwehr. Nachhaltig gilt das auch für Torhüterin Tatjana Surkova, die im ersten Abschnitt gleich acht Paraden zeigte und allein das Duell gegen Rechtsaussen Stella Kramer nicht für sich entscheiden konnte. Bis zum Pausenpfiff musste der VfL nur noch eine brenzlige Szene überstehen. Parchina war umgeknickt, musste vom Platz getragen werden und längere Zeit zuschauen. Ihre Rolle allerdings übernahm Alexandra Temp nahtlos, die mit einem guten Auftritt dazu beitragen konnte, dass es zur Halbzeit 19:11 für den VfL hieß.

Fraglos darf der spielerisch bescheidene Aufsteiger nicht als Gradmesser für die Klasse der Oldenburgerinnen gelten. Dennoch wussten die zu beeindrucken. Beyeröhde kämpfte, gab sich nie auf und war immer gewillt, zumindest ein achtbares Ergebnis zu erzielen. Dennoch geriet der Oldenburger Sieg nicht mehr in Gefahr. Selbst drei Tore in Serie von Ines Stellbrink, die auf 16:25 verkürzte, waren nicht mehr als Ergebniskosmetik. Leszek Krowicki konnte sich sogar den Luxus erlauben, alle Spielerinnen einzusetzen, ohne dass die Leistung darunter gelitten hätte.

Der VfL, für den sämtliche Spielerinnen auch getroffen haben, zeigte erfrischenden Tempohandball und kam zu sehenswerten Toren. Den fulminanten Schlusspunkt setzte Anna Badenhop, der mit dem 30:38 der schönste Treffer des Tages gelang. „Wir haben schnell hinten rausgespielt und in der Abwehr sehr gut gestanden“, freute sich Neuzugang Sabrina Neuendorf nach dem ersten Saisonsieg.

TV Beyeröhde - VfL Oldenburg 30 : 38 (11 : 19)

VfL Oldenburg: Surkova (11 Paraden), Renner (ab 45. Minute, 3) – Temp (6 Tore/3 Siebenmeter), Birke (6), Parchina (4), Kethorn (4), Scholl (4), Schmele (3), Badenhop (3), Neuendorf (3), Fagerhus (2), Gümmer (1), Kowalska (1), Brecska (1).

Quelle: http://www.huntereport.de


VfL geht vor Premiere auf Nummer sicher / NWZ / 01.09.2007

Oldenburgerinnen treten zum Bundesliga-Start in Beyeröhde an – Krowicki warnt vor Aufsteiger

Schon einmal vermasselte der VfL einen Saisonauftakt gegen einen Neuling. Julia Wenzl fehlt krankheitsbedingt.

OLDENBURG - Vor Premieren sind Darsteller im Allgemeinen leicht nervös, für Sportler dürfte diese Regel ebenfalls gelten. Das erste Saisonspiel der Handballerinnen des VfL Oldenburg beim Bundesliga-Aufsteiger TV Beyeröhde an diesem Sonnabend (18 Uhr) könnte so zu einer fahrigen Angelegenheit werden, denn es kommt gleich zu mehreren ersten Auftritten.

Neuland ist Deutschlands Eliteklasse für die Gastgeberinnen. Der TVB ist erstmals in der Bundesliga vertreten. Mit nur sechs Bundesliga-erfahrenen Spielerinnen gilt der TVB für viele Experten als ein Abstiegskandidat. Zudem meldeten sich in Anna Brandt (Schwangerschaft) und Anna Disselhoff (Verletzungspause bis Oktober) gleich zwei Leistungsträgerinnen ab.

Doch Vorsicht: „Aufsteiger sind gefährlich“, weiß VfL-Trainer Leszek Krowicki, dass bei Premieren auch oft überdurchschnittliche Leistungen abgerufen werden. Leidvoll erfahren hat er dies vor einem Jahr, als der damalige Neuling HSG Blomberg dem VfL den Saisonstart vermasselte. Krowicki: „Damals haben wir uns viel zu stark gefühlt.“

Das ist jedoch Vergangenheit. Im neuen VfL-Team stehen nur fünf von 14 Spielerinnen, die das damalige 29:31 mitgemacht haben. „Die Spiele sind nicht mehr vergleichbar“, sagt Krowicki, dessen Team mit dem neuen Tempohandball die Aufstiegseuphorie der Wuppertalerinnen besiegen will.

Bei allem Lampenfieber: Die Hausaufgaben will der VfL gemacht haben. „Wir haben alles getan, was in acht Wochen möglich war“, sagt Krowicki, der allerdings den Ausfall des 17-jährigen Rückraumtalents Julia Wenzl (Pfeiffersches Drüsenfieber) beklagen muss. Für die Juniorinnen-Nationalspielerin fährt nun die ebenfalls erst 17-jährige Carolin Schmele mit.

Quelle: VON JAN-PETER PLATE - http://www.nwzonline.de


Mit Tempohandball zum Erfolg / NWZ / 31.08.2007

VfL Oldenburg tauscht Mannschaft aus und träumt vom Europapokal

Trainer Krowicki nahm mutige Veränderungen vor. Der VfL geht in die 23. Erstligasaison und spielt nach 17 Jahren wieder international.

Natalja Parchina, Haege Fagerhus, Tatiana Surkova, Sabrina Neuendorf u. Barbara Brecska. (Foto: H.J.)
OLDENBURG - Um ein Haar wäre Oldenburgs Handball-Express in der vergangenen Saison aus der Schiene gesprungen. Mit Ach und Krach rettete sich der hoch gehandelte VfL-Kader auf den letzten Drücker auf das Nebengleis „Challenge-Cup“. Attraktiver Handball sah anders aus, und so nahm Trainer Leszek Krowicki vor Beginn seiner dritten VfL-Saison die große Aufräumaktion vor.

So stehen gerade noch sieben Akteure aus dem Vorjahreskader im aktuellen Aufgebot des Traditionsclubs. Und aus Krowickis erstem Jahr 2005 in Oldenburg sind gerade mal noch vier Spielerinnen (Renner, Temp, Kethorn, Scholl) übrig geblieben. Weichen mussten auch die Co-Trainerinnen Rita Forst und Maike Balthazar, so dass der 49-Jährige mit einem personellen Radikalschnitt einen mutigen Neuanfang wagt.

„Die neuen Spielerinnen passen menschlich und sportlich gut zusammen. Alle ziehen ohne Wenn und Aber mit. Da wächst eine starke Einheit zusammen“, verspricht Krowicki der Oldenburger Fangemeinde „einen anderen Handball“ – einen Handball, der auf aggressive Abwehr- und schnelle Angriffsvarianten setzt.

Bei der Umsetzung dieser Trainer-Maxime taten sich in der Vorbereitung vor allem die Neuzugänge Sabrina Neuendorf (Frankfurter HC), Haege Fagerhus (Norwegen) und Natalja Parchina (Russland) hervor. Aber auch die letztjährigen Stammkräfte Kim Birke, Wiebke Kethorn und Kathrin Scholl haben die Tempohandball-Vorgabe schon bestens verinnerlicht. Hinzu kommt in Alexandra Temp eine begnadete Handballerin, der Krowicki in dieser Saison endlich zum Liga-Durchbruch verhelfen will.

„Ich denke, dass die Mannschaft stärker als im Vorjahr ist“, hofft nicht nur Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH, auf flotte und erfolgreiche Spiele. „Wir haben uns gut verstärkt und wollen auch das eine oder andere Ausrufezeichen setzen“, spricht auch aus den Worten von Spielführerin Kathrin Scholl neue Zuversicht, die EWE-Arena zukünftig wieder besser füllen zu können.

Ganz sicher für Aufmerksamkeit und für noch so manches Aha-Erlebnis beim Gegner dürfte die neue Torfrau Tatiana Surkova sorgen. Die Russin bestach in der Vorbereitung nicht nur durch ihre Körperlänge von 1,91 m, sondern durch beachtliche Reaktionen bei 1:1-Situationen.

So geht der VfL Oldenburg mit vielen neuen Gesichtern und einer völlig neuen Perspektive in die 23. Bundesliga-Spielzeit. Während in der Liga eine Platzierung um Rang fünf als vorsichtiges Saisonziel herausgegeben worden ist, will der Verein nach 17 Jahren auch international wieder für Furore sorgen.

Zur Erinnerung: Am 20. Januar 1990 scheiterte die Auswahl des legendären Oldenburger Trainers Robert Schumann im Europapokal der Pokalsieger im Achtelfinale trotz eines 19:18-Sieges (Hinspiel 11:19) am damaligen ostdeutschen Klasseteam vom SC Magdeburg. Im Challenge-Cup 2007/2008 warten die Spitzenclubs erst später. Und, um auf sie zu treffen, müssten die VfL-Frauen wohl bis ins Halbfinale vorstoßen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http://www.nwzonline.de


HC Leipzig und Bayer Leverkusen Favoriten / NWZ / 31.08.2007

Leipzig - Während die Handball-Weltmeister in der derzeit "stärksten Liga der Welt" zu neuen Höhenflügen ansetzen wollen, haben in der Frauen-Bundesliga die Besten die Flucht aus Deutschland ergriffen.

Beim Saisonstart am 1. September werden die Fans gleich auf sieben Nationalspielerinnen verzichten müssen, darunter auch die als erste Deutsche zur Welthandballerin gekürte Nadine Krause aus Leverkusen. Weil viele gute Spielerinnen abgewandert sind, droht dem Kampf um die deutsche Meisterschaft nun Langeweile.

Es wird wohl erneut zu einem Showdown zwischen dem HC Leipzig und Bayer Leverkusen kommen. "Unsere Liga wirkt auf den ersten Blick nicht so reizvoll. Aber ich sehe darin auch eine neue Herausforderung", sagte Bundestrainer Armin Emrich, für den das Endspiel um den Titel bereits feststeht: "Leipzig gegen Leverkusen."

Während die Frauen-Bundesliga seit Jahren ein Schattendasein fristet und deutsche Clubs auf internationaler Ebene nichts zu bestellen haben, wird vor allem in Nordeuropa der Takt vorgegeben. "Dänemark ist das Nonplusultra. Meine Spielerinnen mussten diese Herausforderung annehmen, um sich weiterzuentwickeln", zeigte Emrich Verständnis für die neue, große Abwanderungswelle. Insgesamt verdienen nunmehr neun seiner Schützlinge ihr Geld im Ausland. Darin sieht er aber wie auch Leipzigs Club-Manager Kay-Sven Hähner eine Chance für die Jugend.

"Danish Dynamite" zündet - das hat auch Hähner beizeiten erkannt. Morten Arvidsson ist bereits der zweite Trainer aus Dänemark in Diensten des Pokalsiegers, in dessen Kader fünf Nordeuropäerinnen stehen. "Skandinavier haben eine professionellere Einstellung und auch noch Spaß", erklärte Hähner, der das zweite Double aus Meisterschaft und Pokal nach 2006 anpeilt: "Wir gehören immer zu den Favoriten. Aber mit diesem Druck können wir gut leben."

Neben Leipzig hat vor allem Leverkusen beste Chancen, den ersten Meistertitel seit 1987 einzufahren. Trotz des Weggangs von Krause peilt Trainerin Renate Wolf den erneuten Finaleinzug an. "Wir sind ausgeglichener besetzt und schwerer auszurechnen", sagte die frühere Weltklasse-Kreisläuferin. Ob der finanziell arg gebeutelte 1. FC Nürnberg seinen Titel verteidigen kann, ist fraglich. Der Kader ist auf zwölf Spielerinnen zusammengeschrumpft, Neuzugänge: Fehlanzeige. "Leipzig und Leverkusen marschieren vorne weg. Wir denken von Spiel zu Spiel", hielt sich Trainer Herbert Müller mit Zielsetzungen zurück. Um den vierten Meisterschafts-Playoffplatz werden sich wohl die DJK/MJC Trier, der Thüringer HC, FHC Frankfurt/Oder und VfL Oldenburg streiten.

In Dänemark bestreiten Nina Wörz und Angie Geschke mit ihrem Club Randers HK gegen Gudme aus deutscher Sicht ebenfalls am Wochenende den Saisonauftakt. "Wir wollen natürlich gewinnen", sagte Wörz. Sie ist überzeugt, dass es "vor allem für die Nationalmannschaft gut ist, dass so viele Deutsche jetzt in Dänemark spielen". Die größten Titelchancen haben aber die in Viborg spielenden Nora Reiche, Anja Althaus und Grit Jurack, die Rekord-Torschützin der Nationalmannschaft. "Wir wollen Titel, Titel, Titel", sagte Jurack, die ihre insgesamt sechste Saison in Dänemark spielt.

Quelle: http://www.nwzonline.de


Erste Bewährungsprobe für neuen VfL / HR / 28.08.2007

Mit dem Spiel bei Aufsteiger TV Beyeröhde beginnt für den VfL Oldenburg endlich die neue Saison

Oldenburg. Samstagabend, 18 Uhr, Sporthalle Heckinghausen, Wuppertal. Mit dem Spiel bei Aufsteiger TV Beyeröhde beginnt für den VfL Oldenburg endlich die neue Saison in der Handball-Bundesliga der Frauen. Gute eineinhalb Stunden später dürfte zumindest in Ansätzen klar sein, wie stark die personell runderneuerte Mannschaft aus Oldenburg ist.

Multikulturell geht es zu beim VfL, dessen Trainer Leszek Krowicki Spielerinnen aus fünf Nationen versammelt hat. Der Druck ist groß. Trotz des fünften Platzes am Saisonende war das Umfeld nur bedingt zufrieden. Zu viele Spiele fanden vor mageren Kulissen statt und von einer stimmungsvollen Arena konnte eigentlich nie die Rede sein. Auch attraktiver Handball war die Ausnahme.

VfL-Trainer Leszek Krowicki
All das soll sich ändern und muss sich ändern. Dafür durfte Leszek Krowicki nochmal kräftig einkaufen und die Mannschaft abermals umgekrempeln. Haege Fagerhhus, eine Norwegerin, will auf Rechtsaussen wirbeln. Als Spielmacherin soll Sabrina Neuendorf die Akzente setzen und Natalia Parchina (Rückraum links, Russland) sowie Barbara Brecska (Rückraum rechts, Ungarn) oder die bewährte Dagmara Kowalska in Szene setzen. Auch zwischen den Pfosten stehen neue Gesichter. Die Russin Tatiana Surkova geht als Nummer eins in die Saison, doch der jungen Julia Renner, die in der vergangenen Saison bereits Erstligaluft schnuppern durfte, wird viel zugetraut.

Der Druck ist groß, vor allem für den Trainer. Weil das Vertrauensverhältnis gestört war, hat er sich von den langjährigen Co-Trainerinnen Maike Balthazar und Rita Forst getrennt. Entscheidungen, die kontrovers diskutiert wurden, schließlich genießen die beiden Ex-Nationalspielerinnen hohes Ansehen im Verein. Nur ein erfolgreicher Start wird erneute Diskussionen um diese Entscheidung verhindern. Potenzial hat der neue VfL allemal. Ohne Rücksicht auf Ergebnisse hat der Trainer in der Vorbereitung sein Programm durchgezogen. Tempohandball soll gespielt werden, mit Leidenschaft und hohem Spaßfaktor. Doch auch der Trainer weiß, dass vor allem die Ergebnisse zählen.

Der Spielplan meint es immerhin gut, mit dem VfL, der mit dem Überraschungs-Aufsteiger aus Wuppertal eine lösbare Aufgabe bereit hält. Fachleute sind sich ohnehin sicher, dass der neue VfL eine gute Rolle spielen wird. Die Oldenburgerinnen werden als heißer Play-Off-Kandidat gehandelt.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.huntereport.de


Sabrina Neuendorf
VfL gewinnt Piranhas-Cup in Markranstädt

29:19 im Finale gegen HSG Sulzbach-Leidersbach - Neuendorf zur besten Spielerin, Surkova zur besten Torhüterin gewählt

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben das Turnier um den Piranhas-Cup in Markranstädt gewonnen. Im Finale am Sonntag setzte sich das Team von Trainer Leszek Krowicki gegen Bundesliga-Aufsteiger HSG Sulzbach-Leidersbach mit 29:19 (14:8) durch. Damit wiederholte der VfL seinen Erfolg von 2006.

"Wir dürfen jetzt nicht zu euphorisch sein, aber ich bin ziemlich zufrieden", freute sich Krowicki über den Sieg, das positive mannschaftliche Auftreten und die Spielweise seines Teams. Nur im ersten Vorrundenspiel gegen die TSG Ketsch (18:18) wirkten die Oldenburgerinnen vom einwöchigen Trainingslager im polnischen Jelenia Gora etwas erschöpft, dann beherrschten sie die Konkurrenz aus Bundesliga, Zweiter Liga und Polens Eliteklasse deutlich.

Nach einem lockeren 23:13 gegen Zweitligist TSG Wismar, schlug der der VfL auch Zaglebie Lubin (22:14) und qualifizierte sich hinter Ketsch, die am Ende des Turniers nur noch acht Spielerinnen zur Verfügung hatten, für das Halbfinale. Dort warf Oldenburg den Frankfurter HC, das ehemalige Team der Neu-VfLerin Sabrina Neuendorf, mit 25:17 (12:10) aus dem Rennen. Die Entscheidung fiel nach der Pause, als der Titelverteidiger von 12:10 auf 16:10 davonzog.

Richtig zufrieden war Krowicki mit dem Finale. "29 Tore in 40 Minuten sind beachtlich", sagte der Coach, der alle 15 Spielerinnen während des Turniers einsetzte. Seine Mannschaft überzeugte die Beobachter mit eindrucksvollem Tempohandball. Zur besten Spielerin des Turniers wurde Neuendorf gekürt, zur besten Torhüterin Tatiana Surkova, die sich im Kasten mit Julia Renner abwechselte. Dritter wurde Frankfurt, Vierter die TSG Ketsch.

Die nächste Herausforderung steht vom 17. bis 19. August mit dem Robert-Schumann-Turnier auf dem Programm. Torschützen des VfL beim Piranhas-Cup: Gümmer (4 Tore), Birke (8), Kowalski (15), Reinhold (6), Fagerhus (6), Brecska (6), Kethorn (15), Neuendorf (16), Scholl (12), Parchina (11), Temp (6), Schmele (3), Badenhop (6).

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Hintere Reihe von links nach rechts: TW-Trainer Sascha Vorontsov, Haege Fagerhusn, Dagmara Kowalska, Natalja Parchina, Tatiana Surkova, Julia Renner, Barbara Brecska, Kim Birke, Kathrin Scholl, Alexandra Temp, Trainer Leszek Krowicki.
Vordere Reihe von links nach rechts: Betreuer u. Team-Manager Henning Balthazar, Physiotherapeut Attila Altunok, Wiebke Kethorn, Jaqueline Reinhold, Ines Gümmer, Anna Badenhop, Sabrina Neuendorf.
Am kommenden Donnerstag, den 19.07.07 absolviert die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki um 18:00 Uhr ein öffentliches Training im Soccerland Oldenburg, Otterweg 36. Fans und Interessierte sind herzlich willkommen.
(Foto: H.J.)

Handballfrauen wachsen am Inselstrand zusammen / NWZ / 16.07.2007

Coach Krowicki verzichtet beim VfL Oldenburg auf Co-Trainerinnen Balthazar und Forst

OLDENBURG/SPIEKEROOG - Strandläufe, Fahrradtouren, Kutsch- und Bootsfahrten: Trainer Leszek Krowicki zeigte sich mit dem ersten Aufgalopp der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Wochenende auf der Nordseeinsel Spiekeroog äußerst zufrieden. „Spontan sage ich: Wir haben hier alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, meinte der 49-jährige Pole beim Anlegen der Fähre am Sonntagabend in Neuharlingersiel.

Untergebracht war die Mannschaft in der Künstler Herberge auf Spiekeroog. (Foto: H.J.)
So standen für die neuformierte VfL-Mannschaft vorwiegend teambildende Maßnahmen auf dem Insel-Programm. „Die Spielerinnen haben schon gut zueinander gefunden, doch die Teambildung gerade auch im sportlichen Bereich wird sich natürlich durch die ganze Vorbereitung ziehen“, erläutert Krowicki. Zwei seiner Zugänge müssen vorerst ein bisschen kürzer treten. Während Nationalspielerin Sabrina Neuendorf eine Erkältung auskurieren muss, plagen die norwegische Außenspielerin Haege Fagerhus leichte Oberschenkelprobleme. „Aber in beiden Fällen ist es nicht dramatisch“, so der Coach, dessen Team an diesem Montag ohnehin von Dr. Stephan Böhmen und Dr. Bettina Weßling vom Reha-Zentrum Oldenburg zum großen Medizincheck gebeten wird.

Tägliche Trainingseinheiten im Kraft- und Ausdauerbereich sowie zwei geplante Testspiele gegen die Zweitligisten Celle und Greven runden in den kommenden 14 Tagen das Pensum der VfL-Frauen ab, bevor ab dem 3. August ein zweites Trainingslager in Polen im Vorbereitungs-Kalender steht.

Auf die Unterstützung durch seine bisherigen Co-Trainerinnen Maike Balthazar und Rita Forst wird Krowicki dabei verzichten. Wie der Verein am Sonntagabend offiziell mitteilte, will Krowicki „ab sofort die alleinige Verantwortung für die sportliche Entwicklung des Bundesligateams übernehmen“. Hintergrund: In der Vergangenheit hatte es wiederholt Unstimmigkeiten bei der Ansprache und Kommunikation mit einzelnen Spielerinnen gegeben.

Quelle: http://www.nwzonline.de


Frauen starten mit Strandlauf in Saison / NWZ / 14.07.2007

Oldenburger Bundesligist muss in siebenwöchiger Vorbereitung fünf Neuzugänge integrieren

Auf Spiekeroog spielt der Ball zunächst überhaupt keine Rolle. Der VfL verpflichtete ein weiteres Handball-Talent.

Neu im Kader der Erstligamannschaft sind: (hintere Reihe von links) Natalja Parchina, Tatiana Surkova, Barbara Brecska, (vordere Reihe von links) Haege Fagerhusn, Ines Gümmer, Jaqueline Reinhold, Sabrina Neuendorf. Von den Neuzugängen fehlten Barbara Hetmanek und Julia Wenzl. Am kommenden Donnerstag, den 19.07.07 absolviert die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki um 18:00 Uhr ein öffentliches Training im Soccerland Oldenburg, Otterweg 36. Fans und Interessierte sind herzlich willkommen.

OLDENBURG/SPIEKEROOG - Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihre Sommerpause beendet und sind am Freitag auf Spiekeroog in die siebenwöchige Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2007/2008 gestartet. Das wichtigste Utensil aber fehlt derzeit noch auf der Nordseeinsel: „Die Handbälle brauchen wir hier nur für das Mannschaftsfoto“, sagt VfL-Coach Leszek Krowicki. Diese erste Phase der Vorbereitung dient bekanntlich speziell der Ausdauerarbeit. Und so zählen Fahrradtouren und Strandläufe zum täglichen Pensum für das Krowicki-Team.

Der Coach nennt den dreitägigen Inselaufenthalt auch gerne Integrations-Lehrgang. Aus gutem Grund, denn Krowicki muss in Torfrau Tatjana Surkova sowie den Feldspielerinnen Haege Fagerhus, Natalja Parschina, Sabrina Neuendorf und Barbara Brecska in den kommenden Wochen fünf Neuzugänge integrieren.

Überhaupt stehen in Kim Birke, Anna Badenhop, Kathrin Scholl, Wiebke Kethorn und Dagmara Kowalska nur noch fünf Spielerinnen im Aufgebot, mit denen der VfL im Jahr zuvor in die Saison startete. Torfrau Julia Renner, Rückraumspielerin Alex Temp sowie die Außen Jacqueline Reinhold und Ines Gümmer aus der VfL-Zweiten komplettieren den 14er-Kader auf der Insel. Bis zum Ligastart am 1. September beim Neuling Beyeröhde könnte die aktuelle Formation jedoch noch die eine oder andere Veränderung erfahren.

So fehlen auf Spiekeroog noch die neu verpflichteten Handball-Talente Julia Wenzel, Barbara Hetmanek und Carolin Schmele. Während sich Wenzel und Hetmanek mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft auf die WM vorbereiten, gab der VfL die Verpflichtung von Schmele erst am Freitag bekannt. Die 17-Jährige wechselt vom Erfurter Handball-Internat zu den Grün-Weißen, könnte aber auch in der A-Jugend oder in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwzonline.de