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Ausgelassene Freude nach Final-Coup / NWZ / 26.05.2008
VfL-Frauen bauen Final-Spannung auf / NWZ / 23.05.2008
Frauen vor Krönung der Saison / NWZ / 19.05.2008
VfL-Trainer Leszek Krowicki atmet vor Endspiel auf / NWZ / 16.05.2008
39:32 gegen Leipzig: Nürnberg verteidigt den Titel / handball-world / 11.05.2008
Handballfrauen geben früh auf / NWZ / 05.05.2008
Müde Handballerinnen brauchen jetzt Kantersieg / NWZ / 02.05.2008
Oldenburg erlebt im Mai echtes Europacup-Endspiel / NWZ / 30.04.2008
VfL Oldenburg feiert Finaleinzug / O.R. / 26.04.2008
Das Wunder von Braila ist perfekt/ NWZ / 26.04.2008
Handballfrauen beim Frühsport gefordert / NWZ / 25.04.2008
Haege Fagerhus kehrt nach Norwegen zurück/ O.R. / 22.04.2008
VfL vor schwerem Gang in die Walachei / NWZ / 21.04.2008
VfL Oldenburg verliert im Halbfinal-Hinspiel 30:31 gegen Braila / O.R. / 19.04.2008
VfL-Gegner Braila zeigt größtmögliche Beweglichkeit / NWZ / 18.04.2008
Frauen laufen zur Bestform auf / NWZ / 07.04.2008
VfL-Frauen planen nächstes Fest im Europapokal / NWZ / 05.04.2008
Surkova hält verdienten Heimsieg fest / NWZ / 03.04.2008
VfL Oldenburg stellt weitere Weichen / O.R. / 02.04.2008
VfL-Frauen wollen Europapokal-Schwung nutzen / NWZ / 01.04.2008
Challenge-Cup-Halbfinale führt den VfL nach Rumänien / HR / 19.03.2008
VfL-Frauen ziehen ins Halbfinale ein / NWZ / 15.03.2008
„Sieben“ als VfL-Glücksbringer / NWZ / 13.03.2008
Halbfinale zum Greifen nah / NWZ / 10.03.2008
VfL muss im Hinspiel vorlegen / NWZ / 06.03.2008
VfL-Frauen erweisen sich als faire Verliererinnen / NWZ / 03.03.2008
HC Leipzig siegt dank Fairplay / handball-world / 02.03.2008
Verlierer VfL darf auf zwei Punkte hoffen / HR / 02.03.2008
VfL-Frauen können in Leipzig nur positiv überraschen / NWZ / 29.02.2008
Nachfrage riesig: Öffentliche-Karten sind heiß begehrt / HR / 27.02.2008
Weg ins Halbfinale führt über Wien / NWZ / 20.02.2008
Hilflose VfL-Frauen rennen in die Pleite / NWZ / 18.02.2008
VfL-Frauen blicken wieder auf Bundesliga / NWZ / 15.02.2008
VfL-Express überrollt LK Zug / NWZ / 11.02.2008
Oldenburg plant schon vorsichtig die nächste Runde / NWZ / 08.02.2008
VfL-Frauen verpassen Überraschung / NWZ / 02.02.2008
Frauen fordern deutschen Meister heraus / NWZ / 01.02.2008
Vertragsgespräche beim VfL Oldenburg dauern an / NWZ / 31.01.2008
VfL-Frauen atmen nach Siebenmeter-Drama auf / NWZ / 28.01.2008
VfL Oldenburg siegt in Trier 26:25 / O.R. / 27.01.2008
Bundestrainer Emrich löst Oldenburger Terminproblem / NWZ / 25.01.2008
Oldenburgs Derby-Feuer erlischt schnell / NWZ / 14.01.2008
VfL-Frauen kämpfen um Anschluss nach oben / NWZ / 11.01.2008
VfL-Damen kämpfen bayrischen Aufsteiger nieder / HR / 05.01.2008
Leszek Krowicki erwartet Gegner auf gleichem Niveau / NWZ / 04.01.2008
Feucht-fröhlich ging es nach dem Spiel her. Der Challenge-Cup-Gewinner 2008 heißt VfL Oldenburg. Foto: H. Jack

VfL Oldenburg feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Torfrau Tatiana Surkova hält den Challenge-Cup fest

OLDENBURG - Die Schlusssirene in der Oldenburger EWE-Arena ging im grün-weißen Jubelmeer unter. Um 18.28 Uhr am Sonnabend war es vollbracht. Der Challenge-Cup-Gewinner 2008 heißt VfL Oldenburg. Die Bundesliga-Handballerinnen ließen nach dem glatten 31:25-Hinspielerfolg in Frankreich gegen Merignac HB in eigener Halle ein 29:26 (16:15) folgen und sicherten sich damit endgültig den Europapokal.

Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki bestach vor der Rekordkulisse von 2510 Zuschauern wie schon im Hinspiel mit einer konzentrierten Leistung in der Anfangsphase. Nach einer Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit, als das Team sogar in Rückstand geriet, ließ die Mannschaft am Ende aber keinen Zweifel darüber aufkommen, in welchen Vitrinenschrank der 59 Zentimeter hohe Silberpokal nach den beiden Finalduellen zukünftig ausgestellt werden soll. Die alle überragende Spielerin beim Sieger war Torfrau Tatiana Surkova, die eine Weltklasse-Leistung ablieferte und sage und schreibe 27 Bälle abwehrte.

Die VfL-Frauen trotzten zunächst allem Erfolgsdruck, erwischten mit 3:0 (6. Minute) einen Traumstart und konnten sich wieder auf ihre 6:0-Abwehr verlassen. Mit einer überragenden Torfrau Tatjana Surkova als Rückhalt und vier, fünf Tempogegenstoßtoren schraubten die vom Publikum begeistert angefeuerten Gastgeberinnen das Resultat nach 20 Minuten auf 13:6. Doch Merignac steckte nicht auf, hielt dagegen und schaffte den 13:13-Ausgleich (27.).

Danach konnten die Oldenburgerinnen nicht mehr zum Anfangsschwung zurückfinden und gerieten nach 33 Minuten erstmals mit 16:17 in Rückstand. Und der VfL machte es spannend: Bei Oldenburg schlich sich Nervosität ein, und Merignac führte nach 37 Minuten mit drei (20:17) und nach 49 Minuten mit vier Treffern (24:20). Das Spiel nahm an Dramatik zu. Kathrin Scholl und Co. besannen sich auf ihre kämpferischen Qualitäten und zitterten sich schließlich zum Gesamtsieg. Nach 55 Minuten war Merignac geknackt, Kethorn sorgte mit dem Ausgleichstreffer (25:25) für die endgültige Entscheidung.

Der VfL Oldenburg reiht sich mit diesem Triumph in eine lange Reihe deutscher Siegerteams ein. 1994 hatte der Buxtehuder SV und drei Jahre später der FHC Frankfurt/Oder diesen Wettbewerb, der noch unter dem Namen Euro-City-Cup firmierte, gewonnen. Letzter deutscher Challenge-Cup-Gewinner vor dem VfL war 2005 die Mannschaft von Bayer Leverkusen. Zuvor hatten sich Borussia Dortmund (2003) und der 1. FC Nürnberg (2004) diese europäische Trophäe gesichert.

Für den VfL Oldenburg bedeutet der erstmalige Gewinn des Europapokals der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Der bislang einzige Titelgewinn datierte zuvor aus dem Jahr 1981, als die Handballfrauen deutscher Pokalsieger werden konnten. 1984 hatte Oldenburg schon einmal in einem Europacup-Finale gestanden, verlor aber beide Partien gegen die rumänische Ausnahmemannschaft von Valcea.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball

Sabrina Neuendorf (am Ball) und ihre Mannschaft wollen auch in Oldenburg als Sieger vom Feld gehen. Foto: T. Helmerichs

VfL-Frauen bauen Final-Spannung auf / NWZ / 23.05.2008

Oldenburgerinnen greifen Sonnabend nach Challenge-Cup – Nervenkitzel nicht erwünscht

Oldenburg geht mit einem Sechs-Tore-Vorsprung ins Rückspiel. Gegner Merignac beendet die Saison in Frankreich mit einem Sieg.

OLDENBURG - Trainer und Assistent wollten es ganz genau wissen. Kurzer Blickkontakt, ein schneller Wortwechsel. Immer wieder stellten sich Thierry Vincent und Frederic Balssa während der Aufwärmphase mitten aufs Spielfeld in der Halle in Bordeaux und studierten den Gegner aus Oldenburg.

Wirklich genutzt hatte es dem Trainergespann von Merignac HB am Sonntagabend nicht. Die Gäste vom VfL führten die Französinnen im ersten Finale des Challenge-Cups nach allen Regeln der Handball-Kunst vor und dürfen nach dem 31:25 (12:8) vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte träumen.

„Dazu müssen wir aber unbedingt die Leistung vom Hinspiel wiederholen. Und das bedarf noch einiger Anstrengungen, denn Merignac hat hier noch viel vor“, sagt Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki vor dem alles entscheidenden Rückspiel an diesem Sonnabend in Oldenburg (17 Uhr, EWE-Arena).

Gegner Merignac konnte nach der Heimpleite in diesen Tagen zumindest wieder etwas Selbstvertrauen tanken. Am Mittwochabend siegte der französische Club am letzten Liga-Spieltag mit 36:26 (18:11) gegen Absteiger CS Vesoul – und schloss die Saison wie der VfL als Achter ab.

MHB-Trainer Thierry Vincent gestattete sämtlichen Spielerinnen Einsatzzeiten, und anders als gegen Oldenburg trugen sich am Mittwoch auch alle in die Torschützenliste ein. Die meisten Treffer erzielte dabei die torgefährliche Rückraumspielerin Alissa Gomis (9), die aktuellen Nationalspielerinnen Elodie Mambo (Elfenbeinküste) und Siraba Dembele (Frankreich) trafen jeweils fünfmal.

Der VfL konnte sich derweil ganz auf seine Trainingsarbeit konzentrieren. „Alle sind sehr aufgeregt“, weiß Krowicki, was aber kein Nachteil sein soll: „Diese Nervosität ist nicht ungesund. Im Gegenteil: Denn wir dürfen, wie gesagt, nicht zu locker an die Aufgabe herangehen.“

In den vergangenen Trainingseinheiten hatten sich Trainer und Mannschaft noch einmal intensiv mit der Analyse des Final- Hinspiels beschäftigt. Krowicki erläutert: „Natürlich ist die Taktik ein Thema. Aber es gibt auch noch einiges zu verbessern, selbst in der Abwehr.“ Die hervorragende Deckung im ersten Spiel in Bordeaux war der Schlüssel zum letztlich klaren Gäste-Sieg.

Nun müssen die Französinnen entweder mit sieben Toren Vorsprung in Oldenburg gewinnen oder bei einem Sechs-Tore-Sieg mehr als 31 Treffer erzielen, um den VfL-Frauen noch den Europapokal aus den Händen zu reißen. Siegt Merignac in Oldenburg mit 31:25, also mit exakt dem VfL-Resultat, so käme es in der EWE-Arena sogleich zum Siebenmeterwerfen.

Diesen Nervenkitzel würden sich nicht nur die VfL-Frauen gerne ersparen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball

Natalja Parchina (Nr. 33, am Ball), im linken Rückraum aufgeboten, zeigte eines ihrer besten Spiele im VfL-Trikot und erzielte sieben Treffer. Foto: T. Helmerichs

Frauen vor Krönung der Saison / NWZ / 19.05.2008

Oldenburgerinnen dürfen nach 31:25-Sieg vom Europapokal träumen

Die VfL-Frauen zeigten im Final-Hinspiel des Challenge-Cups eine glanzvolle Vorstellung. Gegner Merignac HB muss in Oldenburg nun sechs Tore aufholen.

MERIGNAC - Glückshormone durchströmten die wackere Schar der VfL-Anhänger. Trainer, Betreuer und Spielerinnen legten ein erstes vorsichtiges Europacup-Tänzchen aufs Parkett. Sechs Tage und noch einmal 60 konzentrierte Minuten trennen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg noch vom größten Erfolg der Clubgeschichte.

Nach dem glanzvollen 31:25 (12:8)-Auswärtssieg im Final-Hinspiel des Challenge-Cups am Sonntagabend beim französischen Vertreter Merignac HB hat die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki vor dem Rückspiel bereits eine Hand an den Europapokal gelegt. Der Krönung einer langen Saison stünde am Sonnabend in Oldenburg (17 Uhr, EWE-Arena) so eigentlich nichts mehr im Wege.

„Natürlich sind wir alle überglücklich, aber noch ist nichts entschieden. Jetzt dürfen wir im Rückspiel nichts mehr anbrennen lassen“, warnte VfL-Spielführerin Kathrin Scholl in Anbetracht des Sechs-Tore-Vorsprungs vor zu viel Überheblichkeit. Trainer Krowicki sah es ähnlich: „Der Cupsieg ist noch weit weg.“

Die knapp 2100 Zuschauer im Hexenkessel „Jean Dauguet“ in Bordeaux hatten zuvor eine intensive, körperbetonte Partie erlebt. Beide Mannschaften verließen sich zunächst auf ihre etatmäßige 6:0-Deckungsformation. Die VfL-Frauen boten dabei ein Bollwerk auf, das die Gastgeberinnen mehr und mehr verzweifeln ließ, wieder und wieder prallten die Bälle an der aufmerksamen VfL-Deckung ab oder wurden eine sichere Beute der großartig aufgelegten russischen Torfrau Tatiana Surkova. Keine Frage, in diesem Mannschaftsteil wurde die Partie entschieden.

Doch die VfL-Frauen hatten an diesem Tag noch mehr zu bieten. Natalja Parchina, im linken Rückraum aufgeboten, zeigte eines ihrer besten Spiele im VfL-Trikot, erzielte sieben Treffer und war in der Anfangsphase maßgeblich daran beteiligt, dass die Gäste in der 10. Minute erstmals mit zwei Toren (5:3) in Führung gehen konnten.

Da auch die anderen Oldenburger Trümpfe - Haege Fagerhus auf Rechtsaußen, Sabrina Neuendorf im Spielaufbau, Carolin Schmele sowie Dagmara Kowalska als wichtige Werferinnen – stachen, setzte sich der VfL von Minute zu Minute weiter ab. So folgte der Halbzeitführung schnell das 13:8 (31.), die Halle verstummte, und die VfL-Frauen sorgten mit dem 21:12 nach 38 Minuten für die erste Schockstarre in Merignac. Von diesem Rückschlag sollten sich die Französinnen nicht mehr erholen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball

  
Westeuropäischer Handball a la Frankreich und Spanien mit afrikanischem Einfluss erwartet den VfL Oldenburg in Bordeaux. Elodie Mambo N'Cho Cho (am Ball) gehört zu den Aktivposten in den Reihen von Mérignac. Foto: Mérignac Handball - www.merignac-hb.com   

VfL-Trainer Leszek Krowicki atmet vor Endspiel auf / NWZ / 16.05.2008

Sechs Oldenburgerinnen angeschlagen, aber im Training wieder dabei – Merignac patzt

OLDENBURG - Die Lage bei den Bundesliga-Handballerinnen vom VfL Oldenburg hat sich entspannt. Zwar sind in Kim Birke, Haege Fagerhus, Wiebke Kethorn, Dagmara Kowalska, Carolin Schmele und Julia Wenzl sechs Spielerinnen angeschlagen, doch war jetzt erstmals wieder ein Training mit dem gesamten Kader möglich. „Einige Übungen können nicht alle mitmachen, wir sind aber auf einem guten Weg“, atmet Trainer Leszek Krowicki vor dem Final-Hinspiel im Challenge-Cup am Sonntag um 17.30 Uhr bei Merignac HB auf.

Die Französinnen haben derweil die Generalprobe für das erste Endspiel verpatzt. Am Mittwochabend unterlag der Club dem Tabellensechsten der französischen Liga, ES Besancon, mit 27:39. Doch davon lässt sich Krowicki nicht täuschen: „Die Mannschaften sind gleichwertig. Die bessere Strategie, die bessere Tagesform wird entscheiden. Sicher nicht, wie Merignac das letzte Punktspiel bestritten hat.“

Mit zuvor drei Siegen hatte sich Merignac den Ligaverbleib allerdings schon gesichert. „In der Liga ist es eine völlig normale Saison für uns“, sagt Frederic Balssa, Torwarttrainer der Französinnen. Im Europapokal dagegen läuft es optimal. „Das Finale ist der größte Erfolg des Vereins. Ich glaube, wir sind Außenseiter, aber ein paar Ideen haben wir auch.“

Für die VfL-Frauen beginnt die Reise nach Bordeaux am Sonnabend um 11.30 Uhr. Am Abend steht dann eine kleine Trainingseinheit auf dem Programm, ehe am Sonntag 2000 Zuschauer die Oldenburgerinnen in der ausverkauften Halle Jean Dauguet erwarten werden.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball

39:32 gegen Leipzig: Nürnberg verteidigt den Titel / handball-world / 11.05.2008

Die Handballerinnen des 1. FC Nürnberg sind wieder deutscher Meister. Die Fränkinnen machten die erfolgreiche Titelverteidigung am Sonntag mit einem 39:32 (23:14)-Heimsieg gegen Pokalsieger HC Leipzig perfekt. Es war der insgesamt 13. Titelgewinn für Nürnberg. Das Team von Trainer Herbert Müller hatte bereits das Final-Hinspiel vor einer Woche in Leipzig mit 34:32 für sich entschieden. Das Endspiel war eine Neuauflage des Pokalfinales, das die Leipzigerinnen vor einem Monat mit 33:28 gewonnen hatten. Leipzig verpasste mit der Endspiel-Niederlage das zweite Double nach 2006.

Der Titelverteidiger begann stark und ging schnell mit 4:1 in Führung. Linksaußen Sara Walzik erzielte die ersten beiden Treffer für den Gastgeber. Leipzig steigerte sich allmählich und profitierte von drei Paraden von Torfrau Henrike Milde. In der neunten Minute glichen die Gäste zum 5:5 aus, doch einige technische Fehler im Angriff ermöglichten es Nürnberg, sich erneut etwas abzusetzen. Nach dem 6:6 ging der Gastgeber mit 9:6 in Führung. FCN-Kreisläuferin Maja Sommerlund zeigte sich in dieser Phase sehr treffsicher. Leipzig blieb zumindest im Spiel, da sich insbesondere die polnische Rückraumakteurin Karolina Kudlacz immer wieder zugkräftig durchsetzte.

Nach dem 12:12 (18. Minute) legte Nürnberg einen Gang zu und lag 15:13 vorn. Im Tor des FCN steigerte sich Torwart Jana Krause nun von Minute zu Minute. Die Nürnbergerinnen liefen zudem einige Tempogegenstöße in Serie und schlossen diese erfolgreich ab. Während Leipzig weiter einbrach, erhöhte Nürnberg das Tempo stetig. Mit 8:1 Treffern in Folge vor der Pause setzte sich der Titelverteidiger bis auf 23:14 unter dem Jubel der 2.000 Fans ab. Die abschließenden drei Tore vor dem Seitenwechsel erzielte die Österreicherin Stephanie Ofenböck.

Unter den Augen von Bundestrainer Armin Emrich fehlte zu Beginn des zweiten Durchgangs im Spiel beider Teams das Tempo. Leipzig verkürzte zwar um einige Tore, brachte Nürnberg aber nicht wirklich in Verlegenheit. Gleich vier Siebenmeter vergaben die Gäste. Insgesamt war der Rückraum der Leipzigerinnen heute deutlich schwächer als der der Nürnbergerinnen. Krause war mit 16 Paraden beste Torfrau in der ausverkauften Halle am Berliner Platz.

Nürnberger Abspielfehler sorgten nun für insgesamt vier Leipziger Treffer nach Gegenstößen, doch Nürnberg hielt das Tempo unter dem ohrenbetäubenden Lärm seiner Zuschauer weiter hoch. Immerhin verhinderte aus Sicht des Pokalsiegers Torfrau Therese Bengtson mit elf Paraden eine noch höhere Niederlage. Am Ende siegte der Gastgeber klar und verdient mit 39:32. Krause, Walzik und Ofenböck stachen dabei beim FCN heraus, bei den Gästen gefiel besonders Kudlacz mit zehn Treffern.

Torschützen: Rösler (10), Walzik (8), Ofenböck (6), Beck (5), Rohde (4), Sommerlund (4), Kubasta (1), Luber (1) - Kudlacz (11), Ommundsen (5), Borges Mesquita (4), Müller (4), Radzeviciute (3), Sørlie-Lybekk (3), Urne (1), Augsburg (1)

Siebenmeter: 6/6 - 3/7
Zeitstrafen: 3/4

Weitere Informationen folgen.

Quelle: 11.05.2008 - Timo Hölscher / dpa - http://www.handball-world.com

  
Wiebke Kethorn (grünes Trikot) und der VfL beenden die Saison mit einer Niederlage gegen Blomberg. Foto: T. Helmerichs   

Handballfrauen geben früh auf / NWZ / 05.05.2008

VfL Oldenburg beendet Meisterschaft mit erneuter Heimniederlage

Blomberg feierte einen verdienten 29-27-Erfolg. Der VfL kann sich jetzt ganz auf den Europapokal konzentrieren.

OLDENBURG - Die gute Nachricht zuerst: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg können sich ab sofort voll und ganz auf die Endspiele im europäischen Challenge-Cup am 18. und 24. Mai gegen Merignac HB aus Frankreich konzentrieren. Die weniger gute: Viel zu halbherzig agierende VfL-Frauen beendeten am Sonntag die Bundesligasaison 2007/2008 mit einer weiteren Heimniederlage. Nach dem 24:28 in Trier ließ die Mannschaft von Leszek Krowicki in der Platzierungsrunde gegen die HSG Blomberg-Lippe ein müdes 27:29 (15:16) folgen. Der Kampf um Platz 5 findet damit ohne Vorjahressieger Oldenburg statt.

„Wir wollten den Gegner überraschen. Das ist uns leider nicht gelungen“, kommentierte Leszek Krowicki das jähe Bundesliga-Aus. Zweimal gleich hatte der VfL-Trainer versucht, die Gäste taktisch in die Bredouille zu bringen. Doch weder die 3:2:1-Deckung noch später die 4:2-Abwehrvariante zeigten Wirkung bei der Mannschaft von Andre Fuhr.

Nur ein Sieben-Tore-Sieg hätte Oldenburg im Rennen um Platz 5 gehalten. So aber entwickelte sich eine Partie, in der sich zunächst keine Mannschaft entscheiden absetzen konnte. Der VfL führte mit 5:4 (9. Minute) und 10:8 (21.), Blomberg aber ließ sich nicht abschütteln und drehte das Spiel noch vor der Pause.

„Irgendwann dann haben wir gemerkt, dass wir dieses Spiel heute nicht mit sieben Toren gewinnen konnten“, begründete Krowicki den Einbruch nach 40 Minuten. Blomberg zog erstmals mit vier Treffern (21:17) davon, und spätestens jetzt hatten die VfL-Frauen nur noch den Challenge-Cup im Kopf.

Auch Krowicki reagierte, ließ die Stammkräfte Tatiana Surkova, Natalja Parchina, Sabrina Neuendorf, Haege Fagerhus und Dagmara Kowalska zunehmend zuschauen. Die am Knie leicht angeschlagene Kim Birke war erst gar nicht zum Einsatz gekommen. Das erklärt sicher die Heimpleite, sollte jedoch die blitzsaubere Leistung der Gäste nicht abwerten.

Natalie Hagel bot im Tor eine Klasse-Leistung (16 Paraden), und die linke Angriffsseite mit Rückraum-Shooterin Nadja Nadgornaja (10 Tore) und Außen Sylvia Dorna (7) spielte mit der VfL-Deckung Katz und Maus. Beim Verlierer verdiente sich einzig Wiebke Kethorn die Bestnote, die trotz einer schmerzhaften Ellbogen-Verletzung durchspielte und beste Torschützin wurde.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


Müde Handballerinnen brauchen jetzt Kantersieg / 02.05.2008

VfL-Frauen verlieren erstes Platzierungsspiel in Trier 24:28 – Sonntag gegen Blomberg

TRIER/OLDENBURG - Leszek Krowicki kann an „Hexennacht“ (an diesem Tag vertreiben sie an der Mosel die bösen Geister) nicht in Trier gewinnen. Auf den Tag genau fünf Jahre, nachdem er mit dem Buxtehuder SV bei der DJK die entscheidende Partie um die deutsche Meisterschaft verloren hatte, unterlag er nun mit dem VfL Oldenburg in der Relegationsrunde um Platz 5 mit 24:28 (11:13).

Somit muss der Challenge-Cup-Finalist im abschließenden Spiel der Platzierungsrunde am Sonntag (15 Uhr, EWE-Arena) die HSG Blomberg mit sieben Toren Differenz schlagen, um noch in das „Finale“ um den Europapokalplatz gegen Erfurt einzuziehen. Den VfL-Frauen merkte man die Europacup-Belastung sichtlich an. „Uns fehlte nach den anstrengenden Wochen die Frische“, gestand Krowicki, betonte aber: „Wir werden am Sonntag gegen Blomberg alles geben, um weiterzukommen.“

Seine Mannschaft hatte gleich zu Beginn der Partie in der Arena-Trier doppeltes Pech: Erstens zog der Gegner schnell auf 3:0 und 5:2 davon, und dann zog sich Linksaußen Kim Birke nach nur acht Minuten eine schmerzhafte Knieverletzung zu. Die Untersuchung am Donnerstag in Oldenburg ergab einen Bluterguss am Knie. Birkes Einsatz am Sonntag bleibt fraglich.

Doch der VfL, bei dem sich im Rückraum Natalja Parchina und Dagmara Kowalska schwer taten, setzte zunächst alles daran, die positive Serie gegen Trier fortzusetzen. Die „Miezen“ aber hielten dagegen und führten zur Pause verdient 13:11. Die VfL-Abwehr hatte zwar lange Zeit Triers erfolgreichste Werferin Oxana Pal gut im Griff, dafür nutzten Linkshänderin Svetlana Mozgowaia und Kreisläuferin Diane Roelofsen ihre Freiräume.

Dass die VfL-Frauen aber im Spiel blieben, hatten sie vor allem der überragenden Torfrau Tatiana Surkova (insgesamt 17 Paraden) und der elffachen Torschützin Haege Fagerhus zu verdanken, die alle acht Strafwürfe sicher verwandelte. Der VfL glich mehrfach aus, hatte beim 19:19 und 20:20 mehrere Chancen, die Partie zu kippen – doch ausgerechnet, als es darauf ankam, versagten die Nerven.

Mit sechs Treffern in Folge zogen die Gastgeberinnen – nun angeführt von Pal – schließlich entscheidend auf 26:20 davon und hätten die Partie sogar noch deutlicher gewinnen können.

Am Ende wurden es „nur“ vier Tore, so dass der VfL nun mit der Bürde einer 24:28-Niederlage in die Partie gegen Blomberg gehen muss. „Oldenburg spielte nicht konstant, es ging ständig auf und ab bei unserem Gegner“, analysierte Triers Trainer Michal Lukacin treffend.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Oldenburg erlebt im Mai echtes Europacup-Endspiel / NWZ / 30.04.2008

Auslosung in Wien beschert VfL zunächst Auswärtsspiel – An diesem Mittwoch in Trier

OLDENBURG - Oldenburger Handballgeschichte hatten die Frauen des VfL bereits mit dem Einzug in die Europapokal-Endspiele geschrieben, am Dienstag setzte die Europäische Handball-Federation (EHF) noch einen drauf – und bescherte dem Bundesligaachten einen absoluten Saisonhöhepunkt. So wird die Entscheidung im Challenge-Cupwettbewerb in jedem Fall Ende Mai in Oldenburg fallen.

Genauer: am Sonnabend, 24. Mai ab 16.30 Uhr in der EWE-Arena. Dann nämlich findet das Final-Rückspiel zwischen dem VfL und dem französischen Club Merignac HB statt. Im Hinspiel müssen die Oldenburgerinnen zuerst reisen. Das ergab die Auslosung am Dienstag in der EHF-Zentrale in Wien. Die Partie in Frankreich ist für den Sonntag, 18. Mai, um 17.30 Uhr in Bordeaux vorgesehen.

„Ein Heimspiel in der zweiten Partie haben wir uns gewünscht. Der Pokal wird in Oldenburg vergeben. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass er auch hier bleibt“, kommentierte Trainer Leszek Krowicki die aus VfL-Sicht gute Nachricht aus Wien. Damit erlebt Oldenburg erstmals die Vergabe eines Europapokals.

Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH, ist bereits mit den Planungen für den 24. Mai befasst und freut sich ebenso wie die Spielerinnen schon auf eine „volle EWE-Arena am Tag der Entscheidung“.

Eintrittskarten zum Preis für nur einen Euro wie im Halbfinale gegen Braila (30:31 und 29:25) soll es diesmal nicht geben. „Natürlich werden wir uns wieder Aktionen einfallen lassen. 2500 Zuschauer sollen es schon sein“, überlegt Peter Görgen. Wann der Vorverkauf beginnt, will der VfL noch bekannt geben.

Oldenburgs Gegner Merignac – ein westlicher Vorort von Bordeaux (siehe Karte) – qualifizierte sich in der vergangenen Saison als Fünfter für den Challenge-Cup. Merignac HB gehört der ersten französischen Liga seit 1999 an, Trainer ist seit nunmehr zehn Jahren Thierry Vincent.

Kollege Krowicki plant für das übernächste Wochenende eine Kurzreise nach Frankreich, um das Team von Merignac noch einmal vor Ort ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Über den Finalgegner, der auf sieben Spielerinnen mit Länderspielerfahrung bauen kann (zwei aus der Elfenbeinküste, fünf aus Frankreich) sagte Krowicki: „Wer Bratislava zweimal im Halbfinale besiegt, muss eine qualitativ sehr gute Mannschaft haben.“

Tatsächlich aber plagen Krowicki ganz andere Sorgen. Denn bei aller Europapokal-Euphorie sind die VfL-Frauen noch in der Bundesliga gefordert. So steht an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) bei der DJK Trier das wegweisende Spiel im Kampf um Platz fünf an. Schon Sonntag gegen Blomberg (15 Uhr, EWE-Arena) fällt die Entscheidung.

Noch hat der VfL zwei Möglichkeiten, auch im kommenden Jahr wieder international zu spielen: jeweils im Challenge-Cup, als Titelverteidiger oder als Bundesligafünfter.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


  
Dagmara Kowalska erzielte insgesamt 10 Tore für den VfL in Braila. Foto: T. Helmerichs.

  
VfL Oldenburg feiert Finaleinzug / O.R. / 26.04.2008

29:25 beim HC Dunarea Braila – Wende in der zweiten Halbzeit

Der VfL Oldenburg hat es geschafft! 24 Jahre nach dem letzten Einzug in ein europäisches Finale hat das Team von Trainer Leszek Krowicki das Halbfinale im Challenge Cup überstanden. Beim HC Dunarea Braila siegte der VfL am Samstagvormittag mit 29:25 (12:14). Das Hinspiel in Oldenburg hatte Braila noch mit 31:30 gewonnen. Die Wende in einer zunächst engen Partie kam nach der 40. Minute. Zu dieser Zeit lagen die Gäste mit 16:20 hinten. Fünf Minuten später hatte Oldenburg ausgeglichen, um dann einem sicheren Sieg entgegenzusteuern.

Halle bis auf den letzten Platz gefüllt

2100 Zuschauer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Danubius-Halle in Braila produzierten schon vor der Partie eine beeindruckende Atmosphäre. Während der ersten und zu Beginn der zweiten Hälfte stieg der Lärmpegel, der in Deutschland lediglich mit einem Fussballstadium vergleichbar ist, noch an, als sich Braila anschickte, den Heimvorteil zu nutzen. Doch als die niederländischen Schiedsrichter Peter Bol und Edward Willem van Eck die Partie beendeten, hatten die ersten 100 Anhänger den Ort des Geschehens bereits verlassen. Was war passiert?

VfL kommt gut ins Spiel

Der VfL bestimmte die ersten Minuten. Mit Dagmara Kowalska im Angriff für Kathrin Scholl – und damit mit Wiebke Kethorn am Kreis – setzten die Gäste die ersten Akzente. Natalja Parchina traf aus der zweiten Reihe zum 1:0 (3. Minute), dann hielt die heute sehr starke Tatiana Surkova einen Strafwurf gegen Anca Lipan. Kethorn verwertete einen Bodenpass von Kim Birke zum 2:0 (5.), dann traf Haege Fagerhus erstmals von Rechtsaussen (3:1/8.). So variabel präsentierte sich Oldenburg fast während der gesamten 60 Minuten, stand auch in der Abwehr konzentriert und sicher. Nach neun Minuten (2:3) hatte der HC Dunarea bereits drei Stürmerfouls kassiert, die Entscheidungen der Unparteiischen sollte die Bank der Gastgeberinnen aber mehr entsetzen: Jeweils nach Fouls an Kethorn am Kreis, die von Parchina, Neuendorf und Kowalska gut bedient wurde, kassierte Lipan eine Zeitstrafe (15., 18., 23.). Die Folge: Rot für die wichtige Rückraumspielerin schon sieben Minuten vor der Pause. Weil auch Alina Braniste Horje nicht dabei war (Sperre nach Roter Karte im Hinspiel), musste Dunarea nun schon ohne zwei wichtige Spielerinnen auskommen.

10:9 führte Oldenburg zu diesem Zeitpunkt, die intensive Arbeit in der 6-0-Abwehr schien sich mit der Hinausstellung gegen Lipan ausgezahlt zu haben. Doch ausgerechnet jetzt verlor der VfL seine Linie. Gegen die ebenfalls aufmerksame HC-Deckung, hinter der Gabriele Vasile eine ebenso überzeugende Leistung wie im Hinspiel zeigte (10 Paraden allein in der ersten Hälfte), produzierten die Gäste ihre ersten schlechten Angriffe. Fehlpässe, technische Fehler und unkonzentrierte Würfe liessen Braila auf 14:12 zur Pause davonziehen. Auch die Einwechselung Alexandra Temps (23.) für Parchina im Angriff änderte daran zunächst nichts. Kurz vor der Pause räumte Braila die VfL-Deckung ab, die gute Linksaussen Liliana Craciun traf zum 12:12 (27.). Der Jubel der HC-Anhänger wuchs schier zum Orkan, als Regisseurin Elena Moise einen Fehler im Angriff zum 13:12 per Konter nutzte (28.) und besonders, als Craciun den nächsten Gegenstoss zum 14:12 verwandelte.

Braila dreht in der zweiten Halbzeit auf

Die schwächste Phase im VfL-Spiel hielt noch zehn Minuten in der zweiten Halbzeit an. Zwar kam Oldenburg durch Fagerhus von Aussen nach Pass Parchina (32.), durch einen Kethorn-Gegenstoss (nach Balleroberung und Vorlage Scholl/33.) und durch einen Rückraum-Wurf durch Temp (34.) zum 15:14. Doch schnell war Braila auf 18:15 (38.) und sogar 20:16 (40.) davongezogen. Da nutzte es nichts, dass Surkova zwischendurch einen Moise-Konter fantastisch parierte. Besonders die im ersten Durchgang oft unglückliche Halbrechte Janina Luca drehte auf, warf in dieser Phase drei ihrer insgesamt acht Tore.

Doch im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Gastgeberinnen auf fast grausame Art in ihrer Durchschlagskraft nach. Surkova, die schon durch Julia Renner ersetzt werden sollte, steigerte sich wieder. Die 19-jährige Renner nahm wieder auf der Bank Platz. Stattdessen kamen Carolin Schmele (17 Jahre) und Anna Badenhop (23) in die Partie. Die Linksaussen traf erstmals per Konter zum 19:20 (44.), bedient von Kethorn. Den nächsten Gegenstoss – diesmal auf der anderen Seite – vergab Ionela Cristea, wieder war Surkova besser. Dafür netzte die 60 Minuten starke Kowalska, die in einem ihrer letzten Spiele für Oldenburg mit ihrer großen internationalen Erfahrung unverzichtbar war, ein: 20:20 (45.). Kowalska war es auch, die nach den Siebenmeter-Fehlwürfen (Fagerhus, Neuendorf, Temp) von der Linie sicher verwandelte und so ihrem Team das 21:21 (46.) sicherte.

Gastgeberinnen brechen ein

Dann brachen die Gastgeberinnen endgültig ein: Neuendorf spazierte durch die Abwehrreihe: 22:21 (49.). Kowalska traf aus der zweiten Reihe: 23:21 (50.). Beim nächsten Angriff der Gastgeberinnen sprang Badenhop in einen Pass von Moise zu Luca, verwandelte den Gegenstoss selbst und sorgte für einen deutlich geringeren Lautstärkepegel in der Halle (53.). Braila hatte zudem auch Pech: Luca traf zunächst den Pfosten, warf im zweiten Versuch vorbei. Auf der anderen Seite bediente Schmele Kreisläuferin Kethorn zum 25:21 – die Entscheidung (54.).

Der Rest war Formsache, bewies aber auch den Willen und die Spielfreude der Oldenburgerinnen. Beim 27:23 (56.) traf Kowalska nach einem Wurf in den Block im Nachwurf, beim 28:23 durch Neuendorf hatten die Schiedsrichter den Arm bereits zum Zeitpunkt gehoben. Das schönste Tor aber gelang Badenhop, die ein Zuspiel von Kowalska zum Kempa-Tor von der Linksaussenposition verwertete.

Oldenburg gewann hochverdient gegen einen in den entscheidenden Phasen unverständlich nervösen Gegner. Braila zeigte nur selten die tolle Spielanlage aus dem Hinspiel. Der VfL hingegen leistete sich nur eine schwächere Zeit Ende der ersten, Anfang der zweiten Hälfte. In Wille, Konzentration, Kondition und Spielanlage war Oldenburg im Endeffekt klar überlegen.

Der VfL wird am morgigen Sonntag gegen 13:35 Uhr auf dem Köln/Bonner Flughafen landen. Man kann davon ausgehen, dass der Mannschaftsbus gegen 18:00 Uhr bei der Araltankstelle an der Alexanderstr. eintreffen wird. Fans und Freunde des VfL werden das Team dort empfangen.

Stimmen

Leszek Krowicki, Trainer VfL: Wir haben ein tolles Spiel vor einem tollen Publikum erlebt. So eine Atmosphäre schätzen und respektieren wir. Das Spiel war von Beginn an sehr ausgeglichen. In der Anfangsphase haben wir es Dunarea nicht erlaubt, davonzuziehen. Als Anca Lipan, eine sehr wichtige Spielerin, Rot sah dachte die Mannschaft, dass wir schon durch sind. Da haben wir die Konzentration verloren. In der Pause haben wir darüber gesprochen, und so in der zweiten Halbzeit sehr konsequente Arbeit geleistet. Wie wir in der zweiten Hälfte den Vorsprung verwaltet haben, ist normalerweise von einer so jungen Mannschaft nicht zu erwarten. Es überwältigt mich, mit welch einer Konzentration meine Spielerinnen in dieser Phase agiert haben. Ich wünsche unserem Gegner für die Zukunft alles Gute. Wir kennen das Gefühl der Niederlage in wichtigen Spielen. Aber so ist der Sport. Mein Kollege Liviu Paraschiv wird mit seiner Mannschaft bald viel Erfolg haben.

Liviu Paraschiv, Trainer Dunarea: Gratulation an Oldenburg. Meine Mannschaft war von drei Englischen Wochen in Folge müde, das hat uns in der wichtigen Phase die Führung gekostet. Fehlende Physis, Kraft und Konzentration haben uns das Finale gekostet. Mitentscheidend war aber auch, dass wir Anca Lipan früh verloren haben. Dann hat uns ja auch noch Alina Braniste Horje gefehlt. Unseren Gästen wünsche ich viel Glück im Finale.

Alexandra Temp, VfL: Tempo, Kondition und auch die stärkere Bank war ausschlaggebend für den Sieg. Braila hat ja kaum gewechselt. Dazu hatten wir heute den stärkeren Willen. Auch diese wahnsinnige Kulisse hat uns zwar beeindruckt, aber nicht beeinflusst. Dieser Sieg ist nach sieben Jahren VfL definitiv mein größter Erfolg, das ist das absolut geilste in meiner Karriere.

Tatiana Surkova, VfL: Nach zehn, 15 Minuten in der zweiten Halbzeit, wusste ich, dass die Mannschaft meine Hilfe braucht, um hier zu bestehen. Ich habe mich dann neu konzentriert, zum Glück hat es geklappt. Wir haben sehr gut gespielt, alle sind glücklich. Letztes Jahr habe ich mit Byasen Trondheim das Finale im EHF-Cup verloren, jetzt wollen wir den Titel.

Kim Birke, VfL: Die Dunarea-Fans haben uns eingeschüchtert, aber die Atmosphäre hat uns auch gepuscht. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir hier gewinnen. Nach der Roten Karte gegen Lipan aber waren wir uns zu sicher.

HC Dunarea Braila - VfL Oldenburg 25 : 29 (14 : 12)

HC Dunarea Braila: Vasile (17/3 Paraden), Pelin (bei zwei Siebenmetern) - Cristea (3), Tomuleanu (2), Chitacu, Luca (8), Radovici (1), Ruscior, Cratiun (4), Daniela Braniste, Moise (7), Lipan, Bodarlau, Derehoiu.

VfL Oldenburg: Surkova (14/1 Paraden), Renner (bei einem Siebenmeter) - Birke (2), Kowalska (10/1), Fagerhus (4/2), Neuendorf (3), Scholl, Parchina (2), Kethorn (4), Wenzl (n.e.), Schmele, Temp (1), Badenhop (3), Gümmer (n.e.).

Siebenmeter: 6/4 (5. Minute: Surkova haelt gegen Lipan, 58.: Moise wirft vorbei) - 6/3 (20.: Fagerhus trifft den Aussenpfosten, 24.: Vasile haelt gegen Fagerhus, 30.: Vasile haelt gegen Neuendorf ).
Zeitstrafen: 5 (Ruscior, 30.; Moise, 47.; Lipan 15., 18., 23.) - 5 (Fagerhus, 26.; Kethorn, 44.; Neuendorf 34.; Parchina 54.; Scholl 28. und 50.).
Rote Karte: Lipan (23., wegen dritter Zeitstrafe).

Spielverlauf: 1:3 (8.), 4:4 (11.), 5:7 (13.), 7:9 (16.), 8:10 (19.), 11:11 (26.), 14:12 (Halbzeitpause), 14:15 (33.), 18:15 (38.), 20:16 (40.), 20:20 (45.), 21:24 (51.), 23:27 (56.), 25:29 (Endstand).

Schiedsrichter: Peter Bol, Edward Willem van Eck (Niederlande).
Zuschauer : 2100 (ausverkauft).


Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


  
Dagmara Kowalska und der VfL Oldenburg sind im Finale. Foto: T. Helmerichs   

Das Wunder von Braila ist perfekt / NWZ / 26.04.2008

VfL-Damen besiegen in Rumänien den HC Dunarea Braila mit 29:25

BRAILA/OLDENBURG - Handball-Bundesligist VfL Oldenburg steht nach 24 Jahren wieder in einem Europapokal-Endspiel. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki gewann zur ungewohnten Anwurfzeit am Sonnabendmorgen (10 Uhr) das Rückspiel im europäischen Challenge-Cup beim rumänischen Vertreter HC Dunarea Braila verdient mit 29:25 (12:14) und revanchierte sich damit erfolgreich für die 30:31-Niederlage im Hinspiel vor einer Woche in der Oldenburger EWE-Arena.

Auch die 2000 rumänischen Fans, die ihre Mannschaft von der ersten Minute an lautstark unterstützten, konnten die Aufholjagd der VfL-Frauen nicht verhindern. Die Oldenburgerinnen kamen gut ins Spiel, führten mit 4:3 (11. Minute), 8:7 (15.) und 10:8 (20.), mussten aber in den Schlussminuten der ersten Halbzeit noch einen Rückstand (12:14) kassieren. Und obwohl die VfL-Frauen in den ersten 30 Minuten gleich drei Siebenmeter vergeben hatten, zeichnete sich bereits in dieser Phase der insgesamt ausgeglichenen Partie ab, dass sich die Oldenburgerinnen bestens auf den Gegner eingestellt hatten.

An dem guten Gesamteindruck konnte auch der starke Beginn der Mannschaft aus Braila gleich nach dem Wiederanpfiff nichts ändern. Mehr und mehr setzte sich der Kampfgeist und Siegeswillen der VfL-Frauen durch, die sich auch durch einen 17:20-Rückstand (40.) nicht aus der Bahn werfen ließen.

In der 45. Minute war die Wende geschafft. Der VfL hatte sich auf 20:20 herangekämpft und übernahm fortan das Kommando. Nach 50 Minuten führten Kathrin Scholl und Co. erstmals mit zwei Toren und standen damit beim 23:21 bereits mit einem Bein im Finale. Und aus der Zwei-Tore-Führung wurde ein Drei-Tore-Vorsprung: Mit dem 25:22 in der 55. Minute stellte der VfL die Weiche endgültig auf Finalkurs.

Die beiden Final-Begegnungen im Challenge-Cup sind für den 17./18. und 24./25. Mai terminiert. Welcher Club dann zunächst das Heimrecht genießt, wird die Auslosung am kommenden Dienstag in der Zentrale der Europäischen Handball-Federation (EHF) in Wien ergeben.

Im zweiten Halbfinale stehen sich an diesem Sonntag (16.30 Uhr) der französische Vertreter Merignac Handball und SKP Bratislava aus der Slowakei gegenüber. Das Hinspiel in Bratislava hatte Merignac 28:23 gewonnen.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.nwzonline.de


Handballfrauen beim Frühsport gefordert / NWZ / 25.04.2008

VfL Oldenburg muss im Rückspiel in Braila 30:31 aufholen – Anwurf um 10 Uhr

Die Rumäninnen müssen auf ihre beste Spielerin verzichten. Um noch ins Finale zu kommen, benötigt der VfL unbedingt einen Sieg.

OLDENBURG - Die Ausgangslage ist klar und verlangt den Frühsportlern aus Oldenburg in Rumänien alles ab. Nur mit einem Sieg zur ungewöhnlichen Anwurfzeit um 10 Uhr am Sonnabendmorgen können sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL noch für die beiden Finalspiele im europäischen Challenge-Cup qualifizieren.

Trainer Leszek Krowicki will es sogar noch genauer wissen. „Ich vermute, dass insgesamt weniger Tore als im Hinspiel fallen werden, so dass wir einen Sieg mit zwei Toren brauchen“, überlegt er. Die VfL-Frauen hatten das Hinspiel gegen den HC Dunarea Braila in eigener Halle mit 30:31 (11:15). Von diesem Rückstand wollen sie sich keineswegs entmutigen lassen.

„Wir geben uns noch lange nicht auf. Auswärts sind wir zuletzt oft befreiter aufgetreten. Darauf setzen wir in auch Braila“, meint VfL-Spielführerin Kathrin Scholl, die am Donnerstag noch einen anderen Vorteil für ihre Mannschaft verbuchen konnte: Brailas Spielmacherin und fünffache Torschützin Alina Braniste Horje wurde vom europäischen Verband EHF für das Rückspiel gesperrt.

Die in Oldenburg beste Spielerin der Rumäninnen hatte beim 30:31 Sekunden vor Spielschluss einen Freiwurf des VfL aus der eigenen Hälfte und damit einen langen Pass verhindert. Die Schiedsrichter hatten Horje für diese Unsportlichkeit die Rote Karte gezeigt.

Für Horje wird Elena Moise die Spielmacherposition bekleiden. „Auch eine sehr Gute“, sagt Krowicki. Brailas Torjägerin Moise, die vor Wochen noch einen Gipsverband trug, war im Hinspiel nur wenige Minuten im Einsatz. „Sie ist noch nicht wieder ganz fit“, erläutert HC-Trainer Liviu Paraschiv.

Robust jedenfalls müssen die Oldenburgerinnen nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel vor allem im Defensivbereich zu Werke gehen. Über 2000 enthusiastische Zuschauer werden den HC Dunarea in Rumänien nach vorne peitschen, umso wichtiger wird es für den VfL sein, in Braila gut ins Spiel zu kommen und nicht zu früh hoch in Rückstand zu geraten.

„Klar, es wird nicht einfach – aber warum sollten wir nicht eine Überraschung landen?“, fragt Krowicki, der sich mit seiner Mannschaft seit den frühen Morgenstunden des Freitags auf die 13-stündige Anreise in Richtung Walachei gemacht hat.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


  
Haege Fagerhus Foto: H. Jack   
Haege Fagerhus kehrt nach Norwegen zurück / O.R. / 22.04.2008

Oldenburgs Rechtsaußen verlässt den VfL am Ende der Saison

Oldenburgs Rechtsaußen Haege Fagerhus (Foto) kehrt nach Ablauf der Saison nach Norwegen zurück. Die seit vergangenen Samstag 29-Jährige spielt seit Beginn der laufenden Spielzeit für den VfL. In bisher sieben Europacuppartien warf Fagerhus 31 Tore, in der Bundesliga war sie in 22 Partie 65-mal erfolgreich. „Ich hatte und habe eine gute Zeit in Oldenburg“, sagte Fagerhus. „Ich spiele in einer tollen Mannschaft mit großem Potenzial. Im Europacup haben wir uns sehr gut präsentiert, in der Liga waren die Leistung leider eher schwankend. Doch das ist normal in einem Team mit vielen jungen Spielerinnen.“ Fagerhus lobte ihre Mannschaft als „sehr professionell“ arbeitend.
Fagerhus spielte von 1998 bis 2007 in der starken Ersten Liga Norwegens. Vor ihrem Engagement beim VfL war sie bei Fjellhammer IL aktiv. „Ich habe noch keinen neuen Club“, teilte die gelernte und auch in Oldenburg aktive Fitnesstrainerin mit. „Ich kehre zunächst zu meinem Fitnessstudio, das ich manage, zurück. Alles Weitere wird sich zeigen.“ Haege Fagerhus gehört beim VfL zu den unumstrittenen Leistungsträgerinnen. Sie fehlte in keinem Pflichtspiel und konnte besonders in den vergangenen Spielen ihre Klasse unter Beweis stellen. Beim 30:31 gegen HC Dunarea Braila im Halbfinal-Hinspiel des Challenge Cups am vergangenen Samstag warf die Norwegerin neun Tore. Insgesamt hätten ihre Leistungen aber keine Weiterbeschäftigung als Vollprofi gerechtfertigt, sagte VfL-GmbH-Geschäftsführer Peter Görgen.
In der bald 18-jährigen Jugend-Nationalspielerin Maike Schirmer (vom VfL Bad Schwartau) hat der Club bereits einen ersten Ersatz für Fagerhus gefunden.

In Alexandra Temp (BV Garrel), Natalja Parchina (Ziel noch unbekannt), Dagmara Kowalska (SC Markranstädt) und eben Haege Fagerhus (Ziel noch unbekannt) werden beim VfL-Heimspiel am 4. Mai (15 Uhr, EWE Arena) gegen die HSG Blomberg-Lippe vier Spielerinnen aus der aktuellen Mannschaft offiziell verabschiedet.

Haege Fagerhus
geboren am 19. April 1979
Beruf: Fitnesstrainerin
Erstligavereine:
1998 - 2000: Lunner IL
2000 - 2006: Nordstrand IF
2006 - 2007: Fjellhammer IL
2007 - 2008: VfL Oldenburg
Karriere:
2007/08: Halbfinale Challenge Cup
2004/05: Champions-League-Teilnehmerin
2003/04: 1. Platz nach Hauptrunde, 3. Platz nach Playoffs; Pokalfinale, EHF-Cup
2002/03: 2. Platz; Pokalfinale; EHF-Cup
2001/02: 2. Platz; Pokalsiegerin; EHF-Cup-Finale
2000/01: 3. Platz; Pokalfinale
Länderspiele:
21 Juniorinnen-Länderspiele
17 Jugendländerspiele
1999: 7. Platz bei der Jugend-WM
1997: 2. Platz bei der Jugend-EM

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


VfL vor schwerem Gang in die Walachei / NWZ / 21.04.2008

Die Abwehr des Bundesligisten verriet zu viele Lücken. Im Rückspiel muss nun unbedingt ein Sieg her, soll das Finale noch erreicht werden.

OLDENBURG - Wiebke Kethorn, die nimmermüde Kreisläuferin, ließ sich nicht beirren und übernahm sogleich die Rolle der Mutmacherin. „Was heißt schon ein Tor Rückstand?“, fragte sie forsch in die Runde. „Ich glaube an uns. Wir schaffen das!“

Und in der Tat: Noch ist nichts verloren, noch dürfen die Handballerinnen des VfL Oldenburg weiter vom Finale im Challenge-Cup träumen. Allerdings: Dazu bedarf es einer spürbaren Formverbesserung, soll nach der knappen 30:31 (11:15)-Hinspielniederlage gegen den HC Dunarea Braila in der fernen Walachei noch die Wende erzwungen werden. Wiebke Kethorn hat diese Leistungssteigerung schon fest eingeplant. „Wir haben in dieser Saison sowohl in der Bundesliga als auch im Europapokal gerade auswärts die besseren Leistungen gezeigt“, sagt sie.

Die letzte im Europapokal verbliebene deutsche Frauen-Mannschaft benötigt in jedem Fall nun im Rückspiel am Sonnabend in Rumänien einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um sicher in die Endspiele einziehen zu können. Auch könnte ein Ein-Tore-Sieg reichen, wenn der VfL dabei mehr als 31 Treffer erzielt.

Bevor sich die Mannschaft von Leszek Krowicki aber Gedanken über das Torewerfen macht, sollte sie dringend ihr Abwehrverhalten überprüfen. „Im gesamten Deckungsbereich haben wir unser sonstiges Niveau nicht erreicht“, weiß Krowicki, der die Final-Chancen „auf 40:60“ einstuft.

Angefeuert von 2050 Zuschauern rannten die Gastgeberinnen bald 50 Minuten lang einem Rückstand hinterher. Nach der 4:2-Führung (8.) setzten sich die Rumäninnen gegen eine zudem nervös agierende Heimmannschaft zusehends durch und ab.

Als die Gäste gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit auf fünf Tore (13:18/35.) davonzogen, bewiesen die VfL-Frauen einmal mehr eine großartige Moral. Angetrieben von Sabrina Neuendorf (5 Tore) und einer starken Haege Fagerhus (9/4) raffte sich der VfL zum dreimaligen Ausgleich (24:24, 27:27 und 29:29) auf, ohne noch einmal die Führung übernehmen zu können.

Fehlten schon in der Abwehr die nötigen Ballgewinne, so leisteten sich die Gastgeberinnen im Angriff zu viele technische Fehler, um die robusten Rumäninnen ernsthaft ins Wanken zu bringen. Kamen Kathrin Scholl und Co. dennoch einmal zum Wurf, so stand ihnen in Gabriela Vasile (18 Paraden) eine überragend abwehrende rumänische Torfrau im Wege.

Der Tabellenfünfte aus Rumänien erwies sich als der erwartet harte, technisch perfekt ausgebildete Gegner, der um Ex-Nationalspielerin Alina Braniste Horje (5 Tore) eine kompakte Deckung aufbot und im Angriff von jeder Position Druck entfachte.

Oldenburgs 6:0-Deckung fehlte speziell vor der Pause jegliche Aggressivität und Cleverness in den Zweikämpfen. Da auch die Torfrauen Tatiana Surkova und Julia Renner fast nur ins Leere griffen, war der VfL ohne Chance.

Für Braila könnte die Partie indes noch ein Nachspiel haben. Alina Braniste Horje verhinderte wenige Sekunden vor Schluss die Ausführung eines Oldenburger Freiwurfs und sah für diese Unsportlichkeit Rot. Nun hat der Europäische Handball-Verband EHF zu entscheiden, ob Rückraumspielerin Horje für das Rückspiel gesperrt wird.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


  
Gerade in der ersten Halbzeit hatte die VfL-Abwehr große Probleme. Foto: H. Jack   

VfL Oldenburg verliert im Halbfinal-Hinspiel 30:31 gegen Braila / O.R. / 19.04.2008

Das Halbfinale im europäischen Challenge Cup zwischen den VfL Oldenburg und HC Dunarea bleibt spannend. Im Hinspiel vor 2050 Zuschauern in der Oldenburger EWE Arena gewannen die Gäste aus Rumänien am Samstagnachmittag mit 31:30 (15:11). Das Rückspiel findet am kommenden Samstag um 11 Uhr in Braila statt (10 Uhr deutscher Zeit).

Der HC Dunarea Braila lag fast während der gesamten Partie vorne, meist knapp, aber zwischendurch auch mit fünf Treffern (13:18/34.). Der VfL lag nur in der Anfangsphase in Führung (4:2/8. und 10:9/21.).

Nach der Pause stellte sich Oldenburg besser auf den HC ein, kämpfte stark, kam zu mehr Aktionen, konnte das Spiel gegen etwas müder werdende Rumäninnen aber nicht mehr ganz drehen. Eine sehr gute Leistung zeigte die eigentliche Nummer drei der Gäste, Gabriele Vasile, im Tor. 18 Paraden, davon zwölf in der ersten Hälfte, dokumentieren die Abschlussschwäche der Oldenburgerinnen im ersten Durchgang. Torfrau Carmen Pelin kam zwei Minuten während einer kurzen Behandlung Vasiles rein, Daniela Ancerencu, die nominelle Nummer eins ist schwanger und fungiert beim rumänischen Liga-Sechsten nun als Assistenztrainerin.

Der VfL verpasste einen Erfolg im ersten Spiel, weil Brailas Angriff zu oft seine Stärken – eine imponierende Technik, schnelles Kombinationsspiel – ausspielen konnte. Die Oldenburger Abwehr stand zwar gegen Würfe aus der zweiten Reihe meist gut, der HC spielte seine Zweikampfstärke aber in fast jeder Phase aus und kam zu vielen Durchbrüchen zum Kreis.

„Im Rückspiel werden wir unseren Torfrauen mehr helfen müssen“, sagte Dagmara Kowalska nach der Partie. „Aber ich glaube noch ans Finale.“ Ihr Trainer Leszek Krowicki gratulierte Braila zu einem „verdienten Sieg. Aber ich denke, wenn wir unsere Fehler analysiert haben, werden wir in einer Woche in Braila unsere Chancen nutzen können.“ Vor allem müsse die Deckung mehr Mittel gegen den gegnerischen Angriff finden, auch die Oldenburger Torhüterinnen müssten sich steigern. Dunareas Coach Liviu Paraschiv meinte: „Wir waren zunächst sehr aufgeregt, am Ende etwas müde. Dadurch haben wir einen höheren Sieg verpasst. Die Chancen bleiben für beide Teams gleich.“

Beide Mannschaften zeigte Handball auf gutem Niveau. War die Anfangsphase noch von Nervosität und gegenseitigem Respekt geprägt, wurde das Spiel im Laufe der Zeit immer besser. Richtig unzufriedene Gesichter sah man daher weder bei den VfL-Spielerinnen noch bei den Zuschauern. Angetrieben von sehr gut mitgehenden Zuschauern in der fast vollbesetzten EWE Arena kämpften sich die Gastgeberinnen schließlich noch einmal heran und hielten so die Hoffungen auf das Finale aufrecht.

VfL Oldenburg - HC Dunarea Braila 30 : 31 (11 : 15)

VfL Oldenburg: Surkova (9 Paraden), Renner – Birke (4 Tore), Kowalska (3), Fagerhus (9/4), Neuendorf (5), Scholl (2), Parchina (1), Kethorn (4), Wenzl, Schmele (2), Temp, Badenhop (n.e.), Gümmer (n.e.).

HC Dunarea Braila: Vasile (18 Paraden), Pelin, Ancerencu (n.e.) – Cristea, Alina Braniste Horje (5), Tomuleanu, Chitacu (2), Luca (5), Radovici (5), Moise, Ruscior, Cratiun (6), Daniela Braniste, Lipan (8/3).

Siebenmeter: 4/4 – 3/3.
Zeitstrafen: 2 (zweimal Parchina) – 4 (dreimal Cristea, einmal Lipan).

Quelle: O.R. / Presse VfL Oldenburg


  
Haege Fagerhus ist gegen Braila einsatzfähig. Foto: H. Jack   
VfL-Gegner Braila zeigt größtmögliche Beweglichkeit / NWZ / 18.04.2008

Vor Halbfinale am Sonnabend im Challenge-Cup – Hotelwechsel und Training am Spieltag

OLDENBURG - Fußballer fürchten sie wie der Teufel das Weihwasser: Englische Wochen. Drei Partien innerhalb einer Woche, dazu die möglichen Reisestrapazen eines Auswärtsspiels. Für viele Kicker ist damit die Belastungsgrenze erreicht.

Darüber können Handball-Frauen mitunter nur milde lächeln. Gemessen am Aufwand, den der rumänische Gegner des VfL Oldenburg, HC Dunarea Braila, vor dem Halbfinale im europäischen Challenge-Cup (Sonnabend, 16.30 Uhr, EWE-Arena) betreibt, erscheint die Mehrfachbelastung der Profi-Fußballer in bescheidenerem Licht.

Wenn die Rumäninnen am Sonnabend die Halle in Oldenburg betreten, liegt eine strapaziöse Anreise hinter ihnen: Zudem gehen drei Spiele in den vergangenen zwei Wochen an die Substanz.

Der Flieger, der die Mannschaft von Bukarest aus nach Deutschland bringt, landet an diesem Freitag um 15.35 Uhr in Dortmund. Im Reisebus geht es dann weiter in Richtung Oldenburg, wo die Spielerinnen ihr Hotel im Stadtteil Bürgerfelde beziehen. Tags darauf ist am Vormittag das Abschlusstraining in der EWE-Arena vorgesehen, ehe der Tross die Betten erneut wechselt und in eine Unterkunft in Hallennähe umzieht. Eine ruhige Spielvorbereitung sieht anders aus. Angemerkt sei in diesem Zusammenhang, dass der gastgebende VfL am Dilemma des Gegners völlig unschuldig ist.

Nach Angaben der Oldenburger ist der Vorverkauf für das Europacup-Hinspiel bisher gut angelaufen. Dennoch wird die Tageskasse der Arena am Sonnabend um 14.30 Uhr geöffnet sein. Die Karten kosten auch am Spieltag einen Euro.

Nach VfL-Angaben werden alle Spielerinnen dabei sein. Sabrina Neuendorf war zwar vergangene Woche im Training umgeknickt, ihr Einsatz ist aber nicht gefährdet. Auch die zuletzt angeschlagenen Dagmara Kowalska, Haege Fagerhus und Alexandra Temp können spielen.

Quelle: - www.NWZonline.de/vflhandball


Frauen laufen zur Bestform auf / NWZ / 07.04.2008

VfL Oldenburg siegt 39:28 in Ketsch, bleibt aber Achter in der Tabelle

In der Playoff-Runde trifft der VfL auf Blomberg-Lippe und Trier. Nun gilt es Terminprobleme zu lösen.

OLDENBURG - Der starke Auftritt wurde nicht ganz belohnt. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg liefen zum Abschluss der Normalrunde noch einmal zur Bestform auf, siegten auch in der Höhe verdient 39:28 (19:11) beim Absteiger TSG Ketsch und doch kamen sie in der Bundesliga nicht von der Stelle. Der Grund: Buxtehude verteidigte mit dem 30:29-Erfolg in Frankfurt/Oder Platz sieben und wehrte so den Ansturm aus Oldenburg ab.

Die VfL-Frauen beendeten die Normalrunde damit als Achte – und treffen in der Playoff-Runde nun auf den Tabellenneunten HSG Blomberg-Lippe sowie den Fünftplatzierten DJK Trier. „Das ist eben Sport. Wir nehmen es jetzt, wie es kommt“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki.

Zunächst aber muss der Verein aufgrund der Europapokal-Verpflichtungen gegen HC Dunarea Braila im Halbfinale des Challenge-Cups Terminprobleme lösen. Denn nahezu zeitgleich mit den Duellen gegen die Rumäninnen (19. und 26. April) stehen auch die Playoff-Spiele von Oldenburg, Blomberg und Trier auf dem Programm.

„Wegen des engen Spielplans kann es nun passieren, dass wir zunächst die Auswärtspartie in Trier dazwischen schieben“, überlegt Krowicki. Ein möglicher Spieltermin wäre das kommende Wochenende, an dem sowohl Oldenburg als auch Trier spielfrei sind, da sich beide Teams nicht für die Pokalendrunde in Riesa qualifizieren konnten. Blomberg hingegen steht im Pokal-Halbfinale und könnte am 30. April in der EWE-Arena gastieren.

In Ketsch benötigte der VfL gerade zehn Minuten, um die dann einseitige Partie in klare Bahnen zu lenken. Die Gastgeberinnen hatten mit 3:1 und 4:2 (4. Minute) geführt, doch dann waren die Oldenburgerinnen in der Neurotthalle endgültig angekommen. Mit der 7:6-Führung durch Haege Fagerhus drehten sie die Partie und bauten den Vorsprung über 10:6 (15.) und 17:9 (24.) zeitweise auf 14 Tore (33:19 und 35:21) aus.

Krowicki, der die Reise nach Ketsch ohne Dagmara Kowalska (Rückenprobleme) antreten musste, nutzte den klaren Spielverlauf für viele Wechsel. „Alle Spielerinnen erhielten ihre Spielzeit. Und alle haben diese Chance auch genutzt“, lobte Krowicki vor allem die Youngster Wenzel, Badenhop, Birke, Schmele und Gümmer. Im Tor löste Julia Renner nach 30 Minuten Tatiana Surkova ab.

Die Zuschauer sahen ein temporeiches Spiel beider Teams mit vielen Gegenstoß-Aktionen, an dem auch Krowicki seine helle Freude hatte: „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Leistung. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Quelle: Bals - www.NWZonline.de/vflhandball


VfL-Frauen planen nächstes Fest im Europapokal / NWZ / 05.04.2008

Gegen Braila sollen Ein-Euro-Tickets Arena füllen – An diesem Sonnabend in Ketsch

OLDENBURG - Während die Oldenburger Handballerinnen an diesem Sonnabend bei der TSG Ketsch noch eine wichtige Bundesliga-Pflichtaufgabe zu erfüllen haben, laufen die Planungen des VfL für die Europapokalpartie gegen den HC Dunarea Braila bereits auf Hochtouren.

So soll das Halbfinal-Hinspiel im Challenge-Cup gegen den rumänischen Spitzenclub am 19. April (16.30 Uhr, EWE-Arena) als Euro-Handballtag in die Vereinschronik eingehen. Wie schon im Viertelfinale gegen die Wiener Neustadt, so strebt der Club auch diesmal wieder eine mit rund 2500 Zuschauern voll besetzte Arena an. Ein buntes Rahmenprogramm soll die Fans zudem ab 14.30 Uhr auf den großen Auftritt der Handballfrauen einstimmen.

„Der VfL lädt alle Handballfreunde und Zuschauer ein, für nur einen Euro Eintritt dabei zu sein“, erläutert VfL-Vermarkter Uli Skrowny das spezielle Werbepaket. Das Angebot gilt für alle Plätze in der Halle. Laut Skrowny sind die Ein-Euro-Tickets ab Mittwoch in der Geschäftsstelle des VfL Oldenburg (Rebenstraße) erhältlich. Weitere Vorverkaufsstellen sollen folgen.

So preiswert werden die VfL-Frauen an diesem Sonnabend in Ketsch am 22. und letzten Spieltag der Normalrunde ganz sicher nicht davon kommen. „Dieses Spiel ist kein Selbstläufer. Ketsch hat schon so manchen Gegner überrascht. Wir sind also gewarnt“, sagt Trainer Leszek Krowicki vor dem Gastspiel beim Fast-Absteiger. Zwar hat die TSG Ketsch als Elfter nur zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzehnten HSG Sulzbach-Leidersbach, doch das immens schlechtere Torverhältnis dürfte alle Träume von einem weiteren Erstliga-Jahr in der Kurpfalz von vornherein platzen lassen.

„Das heißt aber noch lange nichts“, sagt Krowicki, der sich um den Einsatz von Dagmara Kowalska (Rückenprobleme) sorgt. „Ketsch wird alles dafür tun, um sich mit einem Sieg aus der Handball-Bundesliga zu verabschieden.“ Die Oldenburgerinnen wiederum streben nach dem 28:24 im Nachholspiel gegen Blomberg-Lippe nun mit einem weiteren Sieg den siebten Tabellenplatz an.

Einen gleichzeitigen Heimsieg von Frankfurt/Oder gegen Buxtehude vorausgesetzt, würde sich der VfL zum Start der Playoff-Runde ein Heimspiel (gegen den Tabellenzehnten) sichern.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Katerina Valyushek (am Ball) narrte die VfL-Abwehr in der Anfangsphase mit ihren Hüftwürfen. Nach ca. 20 Minuten hatten die Oldenburgerinnen den Angriff der Blomberginnen im Griff. (Foto: H. Jack)

Surkova hält verdienten Heimsieg fest / NWZ / 03.04.2008

Frauen des VfL Oldenburg bezwingen Blomberg-Lippe 28:24 – Club glückt Transfer-Coup

Der VfL gab am Rande der Partie zwei wichtige Personalentscheidungen bekannt. Angie Geschke wechselt aus Dänemark nach Oldenburg und Sabrina Neuendorf verlängert ihren Vertrag.

OLDENBURG - Das war ein in jeder Hinsicht gelungener Abend für die Oldenburger Handballerinnen. Erst feierten sie mit 28:24 (15:11) über die HSG Blomberg-Lippe den angestrebten fünften Heimsieg, dann gab es als Zuschlag prominenten Zuwachs: Angie Geschke, zu Saisonbeginn erst zum dänischen Spitzenclub Randers HK gewechselte Bundesliga-Torschützenkönigin vom FHC Frankfurt/Oder, verstärkt zur neuen Spielzeit den VfL Oldenburg.

Geschke, die in Frankfurt zusammen mit Anne Jochin und der heute beim VfL spielenden Sabrina Neuendorf im Vorjahr die torgefährlichste Rückraumachse der Liga gebildet hatte, sah sich am Mittwochabend schon einmal in der EWE-Arena um und erlebte dabei einen vehement aufs Tempo drückenden VfL.

Doch die 22-Jährige – wie die knapp 500 Zuschauer – mussten sich bis zur 26. Minute gedulden, ehe sich die Oldenburgerinnen erstmals von 12:11 auf 16:11 (31. Minute) absetzen konnten. Zuvor hatten Nachlässigkeiten in der Deckung und unglücklich vorgetragene Angriffsversuche den insgesamt gefälligen Gesamtauftritt der Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki gestört.

Zum Glück aber konnte der Coach in Carolin Schmele früh einen Joker aus dem Ärmel ziehen. Mit dem Einsatz der 18-jährigen Oldenburger Rückraumhoffung kam endlich Druck und Torgefahr in die VfL-Aktionen. „Solche Siege nennt man wohl Arbeitssiege. Unsere Kampfkraft hat letztendlich den Ausschlag gegeben“, analysierte Krowicki die Leistung seines Teams, das auch nach dem Wechsel weiter das Spiel diktierte, den Vorsprung (19:15/40. und 23:19/48.) nicht nur verwaltete, sondern stets bemüht war, Druck zu entfachen. Fehler blieben dabei nicht aus.

Der Mut und der Siegeswille aber wurden belohnt, auch wenn sich die VfL-Frauen mit etlichen Leichtsinnsfehlern beim 24:23 (53.) fast noch in Schwierigkeiten gebracht hätten. Doch dank einer überragenden Tatiana Surkova (18 Paraden) im Tor, die in der Schlussphase den Sieg festhielt, durfte sich nicht nur „Stargast“ Geschke über Oldenburgs achten Saisonsieg freuen.

Die Bundesliga-Torschützenkönigin von 2007 (210 Treffer) und gebürtiger Lübeckerin hatte beim VfL erst eine Stunde vor Spielbeginn einen Vertrag bis 2010 unterzeichnet. „Der VfL hat verdient gewonnen“, sagt die 25-fache deutsche Nationalspielerin. „Ich kenne einige Spielerinnen, ich schätze den Trainer und will vor allem in einer jungen Mannschaft mit Perspektive spielen.“

Vor allem der Kontakt zu Sabrina Neuendorf, die vor der Saison Frankfurt in Richtung Oldenburg verlassen hatte, war nie abgebrochen. Beide Rückraumspielerinnen können nun wieder gemeinsam auf Torjagd gehen, denn auch Neuendorf wird den Oldenburgern ein weiteres Jahr erhalten bleiben, wie der Verein zeitgleich bekannt gab.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball


Angie Geschke, verstärkt in der kommenden Serie den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg. Foto: H. Jack
VfL Oldenburg stellt weitere Weichen / O.R. / 02.04.2008

Aus Dänemark kommt Angie Geschke zur neuen Saison – Auch Sabrina Neuendorf verlängert Vertrag

Der Kader für die neue Saison nimmt Konturen an: Die Bundesliga-Torschützenkönigin von 2007, Angie Geschke, verstärkt in der kommenden Serie den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg. Die 22-jährige linke Rückraumspielerin kommt vom dänischen Erstliga-Club Randers HK zum Challenge-Cup-Halbfinalisten. Bis zur vergangenen Spielzeit war Geschke für den Frankfurter HC aktiv. Der Vertrag beim VfL gilt bis 2010.

Zusätzlich verlängerte Sabrina Neuendorf, Geschkes Mitspielerin in Frankfurt/Oder ihren Kontrakt in Oldenburg um eine weitere Saison. Neuendorf wechselte 2007 vom Bundesliga-Konkurrenten Frankfurter HC zum VfL.

„Eine sehr gute Spielerin mit vielen Qualitäten“, urteilt VfL-Trainer Leszek Krowicki über die 25-malige Nationalspielerin Geschke. „Sie wurde nicht umsonst von einem dänischen Club verpflichtet.“ Geschke sei auf allen Rückraumpositionen einsetzbar. „Sie wird uns ohne Frage verstärken. Wir sind sehr stolz auf diese Verpflichtung. Denn es gab außer uns viele weitere Anfragen.“

Auch mit der Vertragsverlängerung Sabrina Neuendorfs ist Krowicki zufrieden: „Sabrina hat ihr Potenzial bewiesen, und sie ist nicht am Ende ihrer Entwicklung.“ Krowicki beschreibt seine Aufbauspielerin als „jung, ehrgeizig, abwehrstark und vielseitig verwendbar. Wir sind sehr froh, dass sie sich bei uns wohl fühlt.“

Die am 24. Mai 1985 in Lübeck geborene Geschke hatte ursprünglich einen Vertrag bis 2010 beim Sechsten der dänischen Liga unterschrieben, der Kontrakt ist aber inzwischen aufgelöst. „Ich freue mich auf Oldenburg“, sagt Geschke. „Ich kenne einige Spielerinnen, ich schätze den Trainer und will vor allem in einer jungen Mannschaft mit Perspektive spielen.“ Neben ihrem Engagement beim VfL will Geschke ein Fernstudium im Sport-Fitness-Bereich beginnen.

Vor den aktuellen Personalien hatte sich der VfL bereits mit Tatiana Surkova, Julia Renner (beide Tor), Kathrin Scholl, Wiebke Kethorn, Anna Badenhop und Julia Wenzl über eine Vertragsverlängerung geeinigt. Kim Birke besaß schon vorher einen Kontrakt über die laufende Spielzeit hinaus.

„Interview mit Angie Geschke

Angie Geschke, nach einem Jahr Dänemark tauchen Sie wieder in der Bundesliga auf. Warum fiel die Entscheidung für den VfL Oldenburg?

Angie Geschke: Mich haben viele Dinge überzeugt. Trainer Leszek Krowicki hat sich sehr bemüht, ich kenne Kim Birke und Julia Renner aus Auswahlmannschaften, und natürlich Sabrina Neuendorf aus meiner Frankfurter Zeit. Ich habe eine junge Mannschaft mit Perspektive gesucht. Denn ich will länger bei einem Verein bleiben, als nur ein Jahr. Darum hatte ich auch bei Randers für drei Jahre unterschrieben.

Sabrina Neuendorf hat beim VfL nun auch verlängert. War sie ein wichtiger Grund, um nach Oldenburg zu wechseln?

Geschke: Nein, nicht nur, da gehören viele Faktoren dazu. Auf jeden Fall halte ich viel von ihr. Wie ich spielt sie gerne schnell, auch persönlich verstehen wir uns.

Warum lief es in Dänemark bei Randers HK nicht wie gewünscht?

Geschke: Ich habe zu wenig gespielt. Der Verein ist super, auch habe ich dort viel gelernt und mich mit Sicherheit weiterentwickelt. Aber sportlich lief es nicht. Wir haben aber lange gegen den Abstieg gespielt, auch wegen vielen Verletzungen. Als ich dann vor dem Sprung stand, fiel ich selbst drei Wochen aus. Die Verletzung habe ich dann noch drei Monate mit mir rumgeschleppt. Aber es gab auch gute Momente: Im EHF-Cup gegen Elda Prestigio habe ich 40 Minuten gespielt und bin zur besten Spielerin gewählt worden. Leider sind wir später wegen eines Tores rausgeflogen.

Die Erwartungen sind sicher hoch. 2007 sind Sie Torschützenkönigin geworden…

Geschke: Mit viel Glück. Nadine Krause von Bayer Leverkusen hatte ein Spiel weniger, wer weiß, wie viele Tore sie in diesem Spiel gemacht hätte. Mir ist so ein Titel eigentlich egal. Viel lieber hätte ich im Endspiel um Platz fünf gegen Oldenburg meine beiden Siebenmeter reingemacht.

Was für Ziele haben Sie also beim VfL? Denken Sie an die Nationalmannschaft?

Geschke: Nein, darüber müssen andere entscheiden. Ich habe mir keine bestimmten Ziele gesetzt, ich lasse alles auf mich zukommen. Ich weiß nur, dass ich immer das nächste Spiel gewinnen will.

Portrait Sabrina Neuendorf

geboren am 13. September 1984 in Berlin
Größe: 1,74 m
Position: Rückraum Mitte
Jura-Studentin in Bremen
18 Länderspiele
bisherige Vereine: Frankfurter HC (2004 bis 2007), Berliner VG (2002 bis 2004), Eintracht Innova Berlin (1998 bis 2002), PSV Berlin (1991 bis 1998)

Portrait Angie Geschke

geboren am 24. Mai 1985 in Lübeck
Größe: 1,77 m
Position: Rückraum links
25 Länderspiele
bisherige Vereine: Frankfurter HC (2000 bis 2007), Buntekuh Lübeck, TuS Lübeck.

Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Sabrina Neuendorf gegen die Abwehr der HSG Blomberg-Lippe. Foto: H. Jack

VfL-Frauen wollen Europapokal-Schwung nutzen / NWZ / 01.04.2008

Oldenburgerinnen setzen zur Aufholjagd an – Mittwoch Nachholspiel gegen Blomberg

OLDENBURG - Dem Höhenflug im Europapokal soll die Aufholjagd in der Bundesliga folgen: Mit zwei Siegen in den noch verbleibenen zwei Spielen der Normalrunde peilen die Handballerinnen des VfL Oldenburg auf dem letzten Drücker noch eine Verbesserung auf Platz sieben an.

„Wir werden alles dransetzen, um uns noch um einen Rang zu verbessern“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki vor dem Nachholspiel an diesem Dienstag (19.30 Uhr, EWE-Arena) gegen den Tabellenneunten HSG Blomberg-Lippe. Am Sonnabend dann folgt zum Abschluss der Normalrunde das Gastspiel beim Fast-Absteiger TSG Ketsch.

Zeitgleich dazu hat der aktuelle Siebte Buxtehuder SV in Frankfurt/Oder anzutreten. Eine Niederlage des BSV an der Oder vorausgesetzt, dazu zwei Oldenburger Erfolge und der VfL würde als Siebter der Normalrunde mit einem Heimspiel gegen den Zehntplatzierten (derzeit Sulzbach) in die Playoff-Runde starten.

„Das hört sich gut an. Das ist eine schöne Rechnung. Aber momentan interessiert mich vielmehr, dass wir auch in der Liga die Leistung aus dem Europapokal zeigen“, fordert Krowicki „den gleichen Ehrgeiz und die Kampfkraft wie zuletzt gegen die Wiener Neustadt“ ein. Gerade am Mittwoch gegen Blomberg-Lippe haben die VfL-Frauen noch Nachholbedarf.

Im Hinspiel kamen die favorisierten Oldenburgerinnen über ein mühsames 22:22 nicht hinaus. „22 Treffer gegen diesen Gegner waren und sind mir zu wenig“, überlegt Krowicki. So gilt es gegen den unangenehmen Gegner einmal mehr, über eine kompakte Deckung zu leichten Gegenstoßtoren zu gelangen.

Sorgen, dass seinen Spielerinnen bereits das Europapokal-Halbfinale gegen den rumänischen Vertreter HC Dunarea Braila (19. und 26. April) durch den Kopf geht, hat Krowicki nicht. „Alle wissen, dass wir im Augenblick viel für unsere Sportart bewegen können.“

Doch so ganz ohne den Challenge-Cup geht es auch gegen Blomberg und Ketsch nicht. Zur Erinnerung: Im Vorjahr qualifizierte sich das Team erst als Sieger der Playoff-Runde für den Europapokal. Diese Möglichkeit sollten die VfL-Frauen nicht außer acht lassen. Das Weiterkommen gegen die starken Rumäninnen aus Braila dürfte unlängst schwerer werden.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Challenge-Cup-Halbfinale führt den VfL nach Rumänien / HR / 19.03.2008

Oldenburg (red). Handball-Bundesligist VfL Oldenburg bekommt es im Halbfinale des europäischen Challenge Cups mit HC Dunarea Braila zu tun. Der rumänische Verein hatte sich in der Runde der letzten Acht gegen seinen Erstliga-Konkurrenten Tomis Constanta mit 23:25 (auswärts) und 27:21 durchgesetzt.

Der VfL gewann im Viertelfinale gegen den österreichischen Tabellenzweiten ZV McDonaldÎs Wiener Neustadt zweimal mit 33:26 (der HR berichtete). Im zweiten Halbfinale trifft SKP Bratislava (Slowakei) auf Merignac Handball (Frankreich).

Braila qualifizierte sich in der vergangenen Saison als Fünfter der als überdurchschnittlich stark einzustufenden rumänischen Liga für den Challenge Cup. In dieser Saison liegt der Club aus der Region Walachei mit 13:15 Punkten auf dem 7. Platz. Braila hat etwa 220.000 Einwohner. Zum Rückspiel werden wohl über 2000 Zuschauer kommen, so viele waren jedenfalls beim Sieg über Constanta in der Halle.

„Ich hätte lieber gegen Merignac oder Bratislava gespielt“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki kurz nach der Auslosung, die am Dienstagvormittag in Wien stattfand. „Gut möglich, dass Braila der stärkste der drei anderen Mannschaften im Halbfinale ist. Jetzt gilt es für mich, so schnell wie möglich Informationen über den Gegner zu bekommen. Wenn wir aber die Leistung aus dem Rückspiel in Wiener Neustadt wiederholen können, bin ich fest davon überzeugt, ein gutes Ergebnis zu erreichen.“

Das Hinspiel findet am aller Voraussicht nach am 19. oder 20. April in der Oldenburger EWE Arena statt. Laut Terminierung müsste die zweite Partie am folgenden Wochenende in Braila ausgetragen werden.

Quelle: www.huntereport.de

Halbfinale
VfL Oldenburg - H.C. "Dunarea" Braila (Rumänien)
SKP Bratislava - Merignac Handball

Infos: www.eurohandball.com


Wiebke Kethorn (grünes Trikot) und der VfL Oldenburg gewinnen auch in Wiener Neustadt mit 33 : 26. Foto: H. Jack

VfL-Frauen ziehen ins Halbfinale ein

Souveräner 33:25-Sieg bei ZV Wiener Neustadt – Am Dienstag steht nächster Gegner fest

Die Österreicherinnen leisteten zunächst harte Gegenwehr. In der zweiten Hälfte sicherte der VfL das Ergebnis.

WIENER NEUSTADT/OLDENBURG - Die Spielerinnen und die Betreuer des VfL tanzten und sangen ausgelassen nach dem Abpfiff auf dem Parkett der Anemonensee-Halle. Der Anlass war ein überaus freudiger: Oldenburg steht nach 18 Jahren wieder im Europapokal-Halbfinale.

Die Bundesliga-Handballerinnen siegten am Freitagabend im Viertelfinale des Challenge-Cups beim österreichischen Erstligisten ZV Wiener Neustadt souverän mit 33:25 (18:14). Das Hinspiel hatte das Team von Trainer Leszek Krowicki in eigener Halle bereits mit 33:26 gewonnen. Nun sieht der VfL mit Spannung und Vorfreude der Auslosung am Dienstag in Wien entgegen.

„Wir haben 60 Minuten konzentriert gespielt, nie an das Hinspielergebnis gedacht und keinen Hänger gehabt“, freute sich Spielführerin Kathrin Scholl. Und Ines Gümmer meinte: „Wir wollten gewinnen und haben das auch gezeigt.“

Vor 400 Zuschauern – darunter etwa 20 VfL-Fans – entwickelte sich in der kleinen Halle in Wiener Neustadt eine leidenschaftlich geführte Partie. Die Gastgeberinnen zogen sofort ihren von Trainerin Lolita Magelinskas angekündigten Tempo-Handball auf. Da war es gut, dass sich die Oldenburgerinnen von Beginn an auf ihre Leistungsträgerinnen verlassen konnten. Haege Fagerhus eröffnete den Torreigen, Natalja Parchina, erneut Fagerhus und Scholl sorgten in den ersten vier Minuten mit ihren Treffern für die Führung und beruhigten so die Nerven des Anhangs. Zudem erwischte Torfrau Tatjana Surkova einen guten Tag und parierte sechs Würfe. Der VfL setzte sich auf 9:6 (9.) ab.

Wiener Neustadt versuchte es danach mit einer 5:1-Abwehr, Sabrina Neuendorf wurde von Zukauskaite kurz gedeckt – der Effekt verpuffte schnell. Die Oldenburgerinnen hielten konzentriert dagegen und spielten sich nach dem 13:12 (18.) wieder frei. VfL-Trainer Krowicki wagte keine Experimente, ließ seine Stammsieben auf dem Parkett. Lediglich Dagmara Kowalska und Wiebke Kethorn wechselten bei Angriffen. Mit dem besten Aufgebot wurde die Führung bis zur Pause auf vier Tore ausgebaut.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste konzentriert und schlossen ihre Angriffe erfolgreich ab. Beim Stand von 25:19 (43.) und einem Siebenmeter wechselte Krowicki Torfrau Julia Renner ein, die prompt parierte.

Die folgenden Spielminuten wurden zum Schaulaufen der Oldenburgerinnen. Auswärtssieg und Halbfinal-Einzug wurden bis zum Abpfiff von den jungen VfL-Spielerinnen nicht mehr aus den Händen gegeben.

Quelle: VON OLIVER SCHULZ - www.NWZonline.de/vflhandball
Korrektur: Endergebnis ZV Wiener Neustadt - VfL Oldenburg 26 : 33


Natalja Parchina (33) und Haege Fagerhus (11) stoppen den Angriff von Wiener Neutstadt. Foto: H. Jack

„Sieben“ als VfL-Glücksbringer / NWZ / 13.03.2008

Oldenburg mit sieben Toren Vorsprung ins Rückspiel – Halbfinale lockt

Der VfL tritt am Freitag in Wiener Neustadt an. Die Österreicherinnen gebe sich optimistisch

OLDENBURG - Die Zahl „Sieben“ gilt beim VfL Oldenburg als Glückszahl. Nicht etwa, weil der Handball-Bundesligist wegen seiner langen Erstliga-Zugehörigkeit einer Katze gleich mit sieben Leben ausgestattet wäre. Mit dem Polster von sieben Toren Vorsprung geht die Auswahl von Trainer Leszek Krowicki an diesem Freitag (19.30 Uhr) ins Viertelfinal-Rückspiel bei ZV Wiener Neustadt. Nach dem guten Auftritt beim 33:26-Heimspielsieg des Challenge-Cups am vergangenen Sonntag vor 2500 Zuschauern in der Oldenburger Arena will das Team um Spielführerin Kathrin Scholl nun den Halbfinal-Einzug sichern.

Die Zahl „Sieben“ spielte auch 1981 schon eine entscheidende Rolle, erinnerte sich VfL-Urgestein Christa Siebert-Bandlow. „Mit sieben Toren Differenz haben wir bei Holstein Kiel im Pokalfinale verloren, im Rückspiel aber mit sieben gewonnen“, berichtete die langjährige Spielerin und heutige TV-Kommentatorin des Lokalsenders Oeins. Wegen der Auswärtstorregelung wurde der VfL mit Torfrau Siebert-Bandlow damals Pokalsieger – der einzige Titel, den der Club bisher errang.

Ein neugestalteter Briefkopf täte den VfL-Handballerinnen wohl. Und die Chancen dazu stehen nicht schlecht. „Es ist ein gutes Ergebnis, aber wir haben noch nichts erreicht“, warnte indes Sabrina Neuendorf, die im Hinspiel eine starke Leistung gezeigt hatte. Ihre Wadenprellung hat sie überwunden.

Der Gegner hat sich noch nicht aufgegeben. „Wir werden zu Hause ein höheres Tempo gehen“, verriet ZV-Trainerin Lolita Magelinskas. Und Leistungsträgerin Agna Zukauskaite meinte: „Wenn wir in unser schnelles Spiel kommen, ist alles möglich.“

Muss aber nicht: Die böse Überraschung können die VfL-Spielerinnen verhindern, sofern sie am Freitag in Wiener Neustadt alle Siebensachen beieinander haben.

Quelle: VON OLIVER SCHULZ - www.NWZonline.de/vflhandball


Sabrina Neuendorf ist mit dem VfL Oldenburg in Richtung Halbfinale unterwegs. Foto: H. Jack

Halbfinale zum Greifen nah / NWZ / 10.03.2008

VfL-Handballerinnen besiegen Wiener Neustadt im Hinspiel 33:26

2500 Zuschauer sorgten in der Arena für eine gute Stimmung. Das Rückspiel in Wien findet am Freitag statt.

OLDENBURG - Nach 60 Minuten entluden sich Anspannung und Konzentration gleichermaßen auf dem Spielfeld und den Rängen der EWE-Arena in vielen Freudensprüngen. Die Erleichterung der VfL-Handballerinnen war verständlich: Mit dem 33:26 (17:10)-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel des europäischen Challenge-Cups gegen den ZV Wiener Neustadt haben sich die Oldenburgerinnen am Sonntagnachmittag eine hervorragende Grundlage für den Einzug ins Halbfinale geschaffen. Sieben Tore beträgt der Vorsprung, den die Auswahl von Trainer Leszek Krowicki im Rückspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) verteidigen muss.

„Man hat meinen Spielerinnen vor so einem großen Publikum die Nervosität angemerkt“, räumte Krowicki ein, der aber mit dem Resultat zufrieden war. „Auch nach der Pause haben wir erst spät in die Partie gefunden. Ich weiß nicht, woran es lag. Aber in dieser Phase haben wir einen höheren Vorsprung verpasst.“

In der mit offiziell 2500 Zuschauern gefüllten Arena – und der damit größten Kulisse bei einem Spiel der VfL-Handballerinnen – setzten sich die Oldenburgerinnen nach kurzer Eingewöhnung dauerhaft mit zwei, drei Toren ab und gaben die Partie nicht mehr aus der Hand.

Vertrauend auf die kompromisslose 6:0-Deckung und die gute Torfrau Tatiana Surkova kam der VfL in der ersten Hälfte mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg. Zudem präsentierte sich Rechtsaußen Haege Fagerhus in toller Spiellaune und zeigte ihr Repertoire an Drehern und anderen Trickwürfen.

Die Führung mit sieben Toren zur Pause machte die Gastgeberinnen mit Wiederanpfiff körperlich und geistig etwas träge. Die positive Spannung war einer gewissen Lässigkeit gewichen. Die Österreicherinnen verringerten den Rückstand auf 19:23, was VfL-Trainer Krowicki in der 42. Minute zur Auszeit bewog.

„Der Gegner hat in der zweiten Hälfte das Tempo gesteigert. Das hat uns irritiert. Wir waren zudem beim Abschluss unkonzentriert und haben gute Möglichkeiten von den Außenpositionen vergeben“, merkte Krowicki an.

In der Schlussphase rissen die VfL-Frauen die Partie vom Publikum angetrieben wieder an sich. Einen starken Eindruck hinterließ dabei Sabrina Neuendorf im zentralen Rückraum mit guten Ideen.

Zum Feiern war Coach Krowicki trotz des hohen Sieges noch nicht zumute. „Sieben Tore sind ein guter Vorspung. Aber im Halbfinale stehen wir noch längst nicht. Wien wird am Freitag eine harte Nuss.“

Quelle: VON OLIVER SCHULZ - www.NWZonline.de/vflhandball



VfL muss im Hinspiel vorlegen / NWZ / 06.03.2008

Oldenburgerinnen erwarten im Challenge-Cup den ZV Wiener Neustadt

VfL-Trainer Leszek Krowicki fordert gegen den Viertelfinalgegner Einsatz und Konzentration. Die Österreicherinnen erwiesen sich bislang als sehr auswärtsschwach.

OLDENBURG - Viele Tore erwartet VfL-Trainer Krowicki im Viertelfinale des Europapokals gegen den ZV Wiener Neustadt von seiner Mannschaft: „Wir wollen am Sonntag nicht nur gewinnen, sondern auch ein kleines Tore-Polster herausspielen. Sechs Tore Differenz sind im heutigen Handball nichts mehr“, macht Krowicki die Marschrichtung deutlich.

Der VfL will den Heimvorteil an diesem Sonntag in der EWE-Arena (15 Uhr) nutzen und sich eine komfortable Ausgangsposition vor dem Rückspiel am 14. März in Österreich verschaffen. „Wir müssen an die gute Leistung vom Leipzig-Spiel anschließen“, fordert der Trainer.

Der Gegner aus der Wiener Neustadt spielt in der österreichischen Liga um den zweiten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainerin Lolita Magelinskas hat auf dem Weg ins Viertelfinale nicht immer souverän ausgesehen: Sowohl in der dritten Runde gegen den ukrainischen Vertreter HC Karpaty Uzhgorod wie auch im Achtelfinale gegen den VOC Amsterdam verlor ZV jeweils das Auswärtsspiel und kam nur dank des besseren Torverhältnisses weiter. „Zu Hause sind sie nicht zu unterschätzen“, warnt Krowicki, der den Gegner bei zwei Ligaspielen beobachtet hatte.

Respektvoll äußerte Krowicki sich vor allem über die 32-jährige Ala Matuschkowitz: „Sie ist eine Ausnahmespielerin, die die ansonsten junge Mannschaft intelligent anführt.“ Der torgefährlichsten Spielerin des ZV gelangen im bisherigen Wettbewerb 27 Treffer. Gemeinsam mit Trainer-Tochter Laura Magelinskas (20) und der 28-jährigen Silvia Farkasova (25) bildet sie das Führungstrio des Teams.

Um seine Schützlinge auf den Europacup einzustimmen, hat Krowicki seinen Schützlingen viel von der besonderen Atmosphäre in internationalen Wettbewerben erzählt. „Wenn wir die Ruhe bewahren“, so Krowicki beschwörend, „dann ist im Pokal alles möglich“.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


 
Für Karolina Kudlacz (am Ball gegen Sabrina Neuendorf Nr. 18 und Kathrin Scholl, rechts) war das Spiel bereits nach 10 Minuten beendet. Foto: H. Jack  
VfL-Frauen erweisen sich als faire Verliererinnen / NWZ / 03.03.2008

Oldenburg verzichtet bei 33:39 in Leipzig auf einen Protest – Fehler auf Spielberichtsbogen

Leipzig Sportlich verloren, aber viel Respekt gewonnen: Mit einer großen Fairplay-Geste haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg auf einen möglichen Sieg am Grünen Tisch verzichtet. Im Auswärtsspiel beim HC Leipzig war die Mannschaft von Leszek Krowicki am Sonntagnachmittag beim 33:39 (16:18) ohne Chance, hätte aber mit einem Protest den Bundesliga-Primus noch in Verlegenheit bringen können.

Was war passiert? Leipzigs Verantwortliche hatten beim Ausfüllen des Spielberichtsbogens geschludert und Frances Günthel anstelle von Karolina Kudlacz aufgestellt. Somit wäre die Polin gar nicht spielberechtigt gewesen, stand aber die ersten zehn Minuten auf dem Parkett.

Als das dem Kampfgericht auffiel, wurde die Partie für fünf Minuten unterbrochen. Hektik machte sich breit, in deren Konsequenz Kudlacz auf die Tribüne musste. Nach den DHB-Statuten hätte der VfL wegen dieses Regelverstoßes protestieren können. Doch nach eingehender Beratung verkündete VfL-Teammanager Henning Balthazar: „Wir legen keinen Protest ein, weil wir es für die beste Lösung halten.“

Diese Aussage sorgte beim Kontrahenten für große Erleichterung, wenngleich HCL-Manager Kay-Sven Hähner meinte, dass ein Protest nur bedingte Chancen gehabt hätte, da Kudlacz keinen großen Einfluss aufs Spiel genommen habe. „Wir haben einen großen Fehler gemacht. Wir bedanken uns beim VfL, dass er so sportlich und fair reagiert hat“, sagten HCL-Coach Morten Arvidsson und Hähner unisono.

In der vom Niveau insgesamt eher schwachen Partie war es überraschender Weise der VfL, der über weite Strecken die erste Halbzeit bestimmte. Ohne Respekt kauften die Gäste vor den Augen von Bundestrainer Armin Emrich dem Pokalsieger den Schneid ab, wirkten frischer und spielfreudiger.

Beim 13:9 (19.) führte der VfL erstmals mit vier Toren. Vor allem, weil Spielmacherin Sabrina Neuendorf den Ball schnell machte, als Vollstreckerin glänzte und zudem Tatiana Surkova einige gute HCL-Chancen entschärfte.

Doch weil auch ihre Gegenüber Henrike Milde stark agierte und sich immer wieder auszeichnen konnte, geriet Oldenburg in der Schlussphase in Bedrängnis und ging mit einem Rückstand in die Kabine. Nach dem Wiederanpfiff kam Leipzig etwas besser in Schwung, obwohl sich der HCL immer noch viele Fehler leistete. Die Gastgeberinnen spielten nun ihre physische sowie spielerische Überlegenheit aus (26:21/40.) und setzten sich schließlich durch.

Stimmen zum Spiel

Leszek Krowicki (Trainer Oldenburg): Wir haben für unsere Möglichkeiten ein sehr gutes Spiel gemacht. Gegen Leipzig kann man nur mit zehn erfahrenen Spielerinnen bestehen, die wir nicht haben.

Morten Arvidsson (Trainer Leipzig): Oldenburg hat sehr gut gekämpft und richtig dagegen gehalten.

Quelle: Von Sandra Degenhardt www.NWZonline.de/vflhandball


HC Leipzig siegt dank Fairplay mit 39:33 gegen Oldenburg / handball-world / 02.03.2008

12 Tore von Sabrina Neuendorf reichten nicht für den VfL

Nur dank Fairplay ihres Gegners haben die Bundesliga-Handballerinnen des HC Leipzig im Kampf um einen optimalen Startplatz für die Meisterschafts-Playoffs weiter gute Karten. Der VfL Oldenburg verzichtete auf einen Protest wegen des unberechtigten Einsatzes von Karolina Kudlacz und akzeptierte damit am Sonntag den 39:33 (18:16)-Erfolg. Bei einem Einspruch der Oldenburger hätte Leipzig eine Niederlage am Grünen Tisch gedroht, nachdem die Polin Kudlacz eingesetzt worden war, obwohl sie nicht auf dem Spielberichtsbogen gestanden hatte.

„Wir haben einen großen Fehler gemacht. Wir bedanken uns beim VfL, dass er so sportlich und fair reagiert hat“, sagte Leipzigs Trainer Morten Arvidsson. Oldenburgs Teammanager Henning Balthazar erklärte: „Wir legen keinen Protest ein, weil wir das für die beste Lösung halten.“ Vor 1894 Zuschauern in der Arena Leipzig war Else-Marthe Soerlie Lybekk und Susann Müller mit sieben Toren beste Werferin für Leipzig. Bei den Gästen, die im Viertelfinale des europäischen Challenge Cups auf Wiener Neustadt treffen, war Sabrina Neuendorf mit zwölf Treffern überragende Werferin.

Vor den Augen von Bundestrainer Armin Emrich wurde das Spiel in der zehnten Minute für fünf Minuten unterbrochen. Nach der Entscheidung, Kudlacz des Feldes zu verweisen, kam Nationalspielerin Maike Brückmann zu ihrem Heimspiel-Debüt. Sie traf in der 12. Minute zum 8:8. Danach zogen die frischer wirkenden Niedersächsinnen aber auf 12:8 (14.) davon. Bis zum Schluss der ersten Halbzeit konnte Leipzig in der niveauarmen Partie das Ergebnis aber noch drehen.

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Leipzigerinnen etwas besser in Schwung, wenngleich sie sich zahlreiche Fehler leisteten. Sie spielten nun ihre physische sowie spielerische Überlegenheit aus (26:21/40.) und ließen nichts mehr anbrennen.

Torschützen: Mietzner (5), Hering (5), Beier (4), Paap (4), Wolska (4), Jochin (3), Schneider (2) - Pal (8), Shynkarenko (5), Hofman (5), Eickhoff (4), Vallet (2), Pütz (1), Roubinkova (1)

Siebenmeter: 2/5
Zeitstrafen: 1/5

Quelle: 02.03.2008 - dpa - http://www.handball-world.com


Verlierer VfL darf auf zwei Punkte hoffen / HR / 02.03.2008

Leipzig. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben beim HC Leipzig zwar mit 33:39 verloren, dennoch dürfen sie hoffen, zwei Punkte zu kassieren. Weil die Verantwortlichen des Tabellenzweiten beim Ausfüllen des Spielberichtsbogens geschlampt hatten, droht jetzt ein Nachspiel am „grünen Tisch“. Eine bitte Pille für den HCL, der seiner Favoritenrolle nach schwierigem Start gerecht geworden war.

Vor allem in der ersten Halbzeit wurde deutlich, dass die Oldenburgerinnen in diesem Spiel nicht zu verlieren haben würden. Der VfL spielte erfrischend, stand sicher in der Deckung und nutzte seine Möglichkeiten. Ein Auftritt, mit dem sich die Leipzigerinnen so gar nicht anfreunden konnten. Als Folge dessen beantworteten die Oldenburgerinnen jedes Tor des HCL ebenfalls mit einem Treffer und sorgten so für ein ausgeglichenes Spiel.

Dagmara Kowalska traf nach zehn Minuten zum 6:6, Natalja Parchina brachte die Gäste mit einem Aufsetzer sogar in Führung. Leipzig wurde immer nervöser, der VfL dagegen tankte in dieser Phase Selbstbewusstsein.

Selbst durch eine längere Diskussion am Kampfrichtertisch ließen sich die Oldenburgerinnen nicht aus dem Rhythmus bringen. Für eben die hatte Karolina Kudlacz gesorgt. Die Leipziger Spielmacherin, die nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen war, hätte demzufolge auch nicht mitspielen dürfen. Die daraus resultierende Unruhe nutzte der VfL konsequent. Sabrina Neuendorf brachte die Gäste mit einem verwandelten Siebenmeter zum 8:10 sogar erstmals mit zwei Toren in Führung (13. Minute), Dagmara Kowalska legte sogar noch das 8:11 nach.

Leipzig hatte vollkommen den Faden verloren, so dass Trainer Morten Arvidsson die Zuschauer lautstark aufforderte, die Mannschaft zu unterstützen. Möglich, dass die lautstarke Anfeuerung der 1.894 Fans mit dazu beitrug, dass die Gastgeberinnen sich zurück ins Spiel kämpften. Plötzlich hieß es nur noch 11:13 und als die starke Else-Marthe Sörlie-Lybekk, die von der Oldenburger Deckung nie in den Griff zu bekommen war, zum 14:14 traf, war es um das Selbstbewusstsein der Gäste geschehen.

Leipzig übernahm das Kommando und schickte sich an, schon bis zur Pause eine Führung herauszuarbeiten. Selbst ein Tor von Anna Badenhop, die in Unterzahl mit einem Hüftwurf traf, konnte daran nichts ändern. Nach 30 Minuten hieß es 18:16 für den HCL.

Auch nach dem Wechsel sollte sich am Spielverlauf nichts mehr ändern, im Gegenteil, die Gastgeberinnen bauten ihre Dominanz jetzt deutlich aus. Der VfL hatte seine anfängliche Sicherheit verloren und kassierten jetzt ein Tor nach dem anderen. Als Ulrike Stange in der 39. Minute zum 26:21 getroffen hatte, deutete sich der Kantersieg erstmals an. Einzig Sabrina Neuendorf, die stärkste Oldenburgerin, wehrte sich weiter nach Kräften gegen die Niederlage.

Im Vergleich dazu hatte Leipzig schlicht mehr Möglichkeiten. Mal traf Sörlie-Lybekk, dann wiederum versenkten Ingrida Radceviciute oder Susann Müller den Ball. Die Gastgeberinnen bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und siegten letztlich mit 39:33. Ob dieser Erfolg auch zwei Punkte wert ist, wird sich allerdings erst in der kommenden Woche entscheiden.

Der VfL wird übrigens keinen Einspruch einlegen. „Wir warten die Entscheidung der spielleitenden Stelle ab, so wollen wir eigentlich nicht in Leipzig gewinnen“, erklärt VfL-Pressesprecher Ole Rosenbohm auf Anfrage.

HC Leipzig - VfL Oldenburg 39 : 33 (18:16)

VfL Oldenburg: Renner, Surkova; Badenhop 3, Kowalska 6, Wenzl 1, Fagerhus 2, Schmele 2, Kethorn 1, Neuendorf 12/7, Scholl 4, Parchina 2, Birke .

HC Leipzig: Bengtson, Milde; Stange 3, Ommundsen 4/2, Brückmann 2, Augsburg 2, Daniels 1, Olsen 2, Günthel, Radzeviciute 6, Borges Mesquita 4, Soerlie Lybekk 7/3, Müller 7, Urne 1.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.huntereport.de


 
Motivationsprobleme gegen Oldenburg in Leipzig? HCL-Trainer Morten Arvidsson ist von einem Heimsieg überzeugt: "Wir werden Oldenburg nicht unterschätzen, denn wir respektieren jeden unserer Gegner, egal auf welchem Tabellenplatz er steht." Foto: H. Jack  
VfL-Frauen können in Leipzig nur positiv überraschen / NWZ / 29.02.2008

Gastgeber nach Europapokal-Aus gefordert – Oldenburgs Trainer mahnt Konzentration an

OLDENBURG - Das kommt nicht alle Tage vor. Wenn die Handballerinnen des VfL Oldenburg am Sonntagnach- mittag (16 Uhr) vor rund 1500 Zuschauern in die Arena Leipzig einlaufen, werden sie vom Hallensprecher als Europapokal-Viertelfinalist begrüßt.

Gastgeber HC Leipzig kann da nur brav applaudieren, ist der Bundesliga-Zweite doch im Achtelfinale des Europapokals der Pokalsieger gegen den dänischen Vertreter KIF Vejen aus Kolding ausgeschieden. „Sicher ist das ein schönes Gefühl, international noch dabei zu sein. Die Favoritenrolle aber ist klar an Leipzig vergeben“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki vor dem Gastspiel in Sachsen.

Ein netter Sonntagsspaziergang wird der Auftritt der Oldenburgerinnen ganz sicher nicht. Die Mannschaft von Trainer Morten Arvidsson, der am Saisonende in seine Heimat nach Dänemark zurückkehrt, kann sich nach dem Europapokal-Aus keinen Ausrutscher mehr leisten und will sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokal nach dem Titel greifen.

Zumindest im nationalen Pokal sind die Aussichten dazu seit Donnerstag noch rosiger geworden: Leipzig hat für das Halbfinale ein leichtes Los gezogen und kann praktisch schon die Endspiel-Teilnahme verbuchen. Der HCL wird beim „Final Four“ in Riesa (11./12. April) auf den Sieger aus dem letzten Viertelfinale zwischen Liga-Konkurrent Blomberg-Lippe und dem Zweitligisten TuS Metzingen treffen. Das ergab die Auslosung am Donnerstag in Hildesheim. Im anderen Halbfinale kommt es zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellendritten Bayer Leverkusen und Meister 1. FC Nürnberg.

„Genauso wie Leipzig versuchen wird, noch nicht an den DHB-Pokal zu denken, so müssen auch wir uns ganz auf dieses Spiel konzentrieren“, fordert Krowicki seine Spielerinnen auf, keinen Gedanken an die kommenden Challenge-Cup-Auftritte gegen den ZV Wiener Neustadt zu verschwenden.

„Leipzig stellt eine wirklich komplette Mannschaft, die über eine starke 6:0-Deckung verfügt und für modernen, schnellen Handball steht“, sagt Krowicki. Was er nicht sagt: Beim VfL hofft man noch immer darauf, in dieser Saison auch mal einem Großen der Liga ein Bein zu stellen. So kann der VfL als krasser Außenseiter am Sonntag eigentlich nur überraschen.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Nachfrage riesig: Öffentliche-Karten sind heiß begehrt / HR / 27.02.2008

Oldenburg. Die Handball-Freunde in unserer Region sind heiß auf den Europapokal! Eine andere Schlussfolgerung läßt die große Nachfrage nach Karten für das Spiel des VfL Oldenburg gegen die Handballerinnen aus Wiener Neustadt nicht zu, die von den Öffentlichen Versicherungen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Wenn das Hinspiel am Sonntag, 9. März, um 15 Uhr in der EWE Arena angepfiffen wird, dürfen die Oldenburgerinnen also hoffen, dass sie erstmals seit Jahren vor ausverkauften Rängen spielen werden. Das Europapokalspiel, präsentiert vom Hunte Report, rückt natürlich immer mehr in den Fokus. Ganz nebenbei allerdings müssen die Oldenburgerinnen sich auch noch dem Bundesliga-Alltag stellen und der hat es am Sonntag in sich. Der VfL spielt beim HC Leipzig.

Schon der Blick auf die Tabelle macht deutlich, dass die Oldeburgerinnen krasser Aussenseiter sind und nur überraschen können. Leipzig, Tabellenzweiter und Top-Favorit auf die Deutsche Meisterschaft, steht im Deutschen Frauenhandball für einige Superlative. Leipzig hat 19 Spielerinnen unter Vertrag, von denen einzig Natalie Augsburg keine Auswahlberufung vorweisen kann. Else-Marthe Sörlie-Lybekk ist die wohl beste Kreisläuferin der Liga und mit 147 Toren die zweitbeste Werferin. Nirgends ist die Resonanz so groß, wie in der Messestadt, wo durchschnittlich vor 2.300 Zuschauern gespielt wird.

So gesehen könnte es für die Oldenburgerinnen keinen besseren Test geben. Auch gegen Wiener Neustadt dürften mehr als 2.000 Zuschauer dabei sein, wenn der VfL darum kämpft, mit einem klaren Sieg ein Polster für das Erreichen der nächsten Runde zu schaffen. Trainer Leszek Krowicki ist optimistisch und sieht den VfL in einer guten Position. Der Pole hat Wiener Neustadt bereits persönlich beobachtet und war durchaus angetan. Jung sei der Gegner, talentiert und deutlich stärker als LK Zug. Dennoch sieht er die Oldenburgerinnen favorisiert.

Kartenwünsche können in einer der Geschäftsstellen der Öffentlichen Versicherungen aufgegeben werden. In der kommenden Woche liegen diese dann abholbereit in der jeweiligen Geschäftsstelle aus. Für das Spiel sind jede Menge Attraktionen geplant. Zu diesem Zweck wird die EWE Arena eine Stunde vorher als sonst geöffnet.

Quelle: Von Fabian Speckmann - http://www.huntereport.de


Weg ins Halbfinale führt über Wien / NWZ / 20.02.2008

VfL-Frauen mit Losglück im europäischen Challenge-Cup – Hinspiel in Oldenburg

Die Oldenburger verlängerten die Verträge mit fünf Spielerinnen. Der Club setzt weiter auf den Nachwuchs.

OLDENBURG - Losglück für die Handballerinnen des VfL Oldenburg: Im Viertelfinale des europäischen Challenge-Cups trifft der Bundesligist auf den österreichischen Vertreter ZV Wiener Neustadt. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Wien. Die Oldenburgerinnen erwarten den Gegner im Hinspiel voraussichtlich am Sonnabend, 8. März (16.30 Uhr, EWE-Arena). Das Rückspiel beim Tabellenzweiten der nationalen Eliteliga ist für den 15. oder 16. März terminiert. „Ich bin zwar mit einer ersten Prognose vorsichtig“, äußerte sich VfL-Trainer Leszek Krowicki zunächst verhalten über den Gegner. „Aber ich denke, wir haben gute Chancen, das Halbfinale zu erreichen.“

Auch wenn die Oldenburgerinnen an den großen Kalibern im Lostopf vorbeigekommen sind: „Kanonenfutter“ sind die Österreicherinnen nicht. „So leicht wie gegen Zug wird es nicht“, sagt Krowicki. Im Achtelfinale hatte der VfL die Schweizerinnen zweimal deutlich besiegt. Diesmal erwarte der Trainer einen „Gegner auf Augenhöhe“.

Einen Schritt in die Zukunft machte der VfL derweil bei der Planung für die kommende Saison. Fünf Spielerinnen verlängerten am Dienstag vorzeitig ihre Verträge. Tatiana Surkova (26 Jahre), Julia Renner, Anna Badenhop (23) und Wiebke Kethorn (22) unterschrieben einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010. Kathrin Scholl (28) unterzeichnete einen Kontrakt bis zum Ende der Saison 2009.

„Wir setzen auch weiterhin auf den Nachwuchs“, betonte Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH. Kim Birke (20) und Julia Wenzl (18) besitzen ohnehin Verträge bis 2009. Besonders froh war Görgen aber über die Zusage von Scholl: „Sie ist für uns unverzichtbar.“ Die Nationalspielerin ist ein Urgestein des VfL. „Ich gehöre dem Verein seit 1986 an. Da waren einige meiner Mitspielerinnen noch nicht einmal geboren“, sagte sie.

Viel wichtiger als die Einigung mit den Nachwuchs-Kräften wäre jedoch die Weiterverpflichtung der Leistungsträgerinnen neben Scholl. Hinter dem Verbleib von Haege Fagerhus, Dagmara Kowalska und Natalja Parchina steht aber ein Fragezeichen. Nur Sabrina Neuendorf hat den VfL-Verantwortlichen signalisiert, auch in Oldenburg bleiben zu wollen. Görgen: „Wir sind an einer Weiterverpflichtung mit ihr interessiert.“

Quelle: VON OLAF ULBRICH - www.NWZonline.de/vflhandball

Challenge Cup 1/4 Finale
VfL Oldenburg - McDonald's Wr.Neustadt
Merignac Handball - Valur Reykjavik
Tomis Constanta - H.C. "Dunarea" Braila
Cercle Dijon Bourgogne - SKP Bratislava


Sabrina Neuendorf vom VfL Oldenburg (am Ball). Foto: H. Jack

Hilflose VfL-Frauen rennen in die Pleite / NWZ / 18.02.2008

FHC Frankfurt erteilt Oldenburgerinnen beim 30:27 Lehrstunde – Trainer Krowicki ratlos

Die VfL-Frauen fanden nie richtig ins Spiel. Die Niederlage hätte von 800 Zuschauern leicht höher ausfallen können.

OLDENBURG - Was unterscheidet den FHC Frankfurt/Oder vom VfL Oldenburg? Antwort: Der Club aus Brandenburg spielt mit einem deutlich geringeren Etat Handball mit Herz und Verstand – und seit Sonnabend wohl auch um die deutsche Meisterschaft mit. Mit dieser bitteren Erkenntnis verließen 800 zumeist tief enttäuschte Zuschauer die EWE-Arena, nachdem die FHC-Frauen den zu Saisonbeginn weiter verstärkten VfL-Kader 60 Minuten lang vorgeführt hatten.

„Unser Auftritt war eine Katastrophe. Das war seit Monaten unsere schlechteste Leistung“, meinte ein ratloser VfL-Trainer Leszek Krowicki. Wohlwissend: Die Niederlage hätte leicht auch deutlich höher ausfallen können.

Hoch motiviert, aber auch plan- und hilflos rannten die Oldenburgerinnen in ihre sechste Heimpleite der laufenden Bundesligasaison. Der Versuch, dem Gegner mit einer 3:2:1-Deckung die Angriffslust zu nehmen, scheiterte ebenso kläglich wie auf der anderen Seite das zähe Ringen, eine grundsolide, kompakte 6:0-Abwehr auseinander zu dividieren.

So mussten die Fans bis zur 18. Minute warten, ehe die Russin Natalja Parchina das erste Rückraumtor für den VfL erzielte. Zu diesem Zeitpunkt führte Frankfurt bereits mit 10:5 – hoch verdient, auch weil die Mannschaft von Trainer Dietmar Schmidt wacher, konzentrierter, athletischer, zielstrebiger, dynamischer und aggressiver auftrat.

Diese Attribute hatten die VfL-Frauen entweder in der Kabine oder nach ihren glanzlosen Europapokal-Auftritten in den Schweizer Alpen zurück gelassen. Krowicki versuchte gegenzusteuern, wechselte erst die Abwehrformationen, dann das Personal aus. Die FHC-Frauen aber ließen sich davon nicht beeindrucken, schraubten den Vorsprung zwischenzeitlich gar auf neun Treffer (16:7/28. Minute) und bewiesen Teamgeist und Widerstandskraft als beides gefordert war.

Oldenburg hatte sich beim 22:24 (50.) bis auf zwei Tore heran gepirscht, doch die starken Anne Jochin und Franziska Mietzner (beide sechs Tore) sorgten innerhalb von nur 60 Sekunden schnell wieder für glasklare Verhältnisse in der Arena. Über die Stationen 27:23 (54.) und 29:24 (57.) fuhr der Brandenburg-Express den VfL-Frauen endgültig davon. „Meine Mädels waren auf den Punkt fit“, freute sich Schmidt über den wichtigen Auswärtssieg, der Platz vier in der Tabelle zementiert.

Wie einfach und klar ein Angriffsspiel sein kann, zeigte der VfL ansatzweise mit der Einwechslung der erst 17-jährigen Caroline Schmele. Eine einfache Kreuzbewegung und schon traf das Rückraum-Talent mit fünf ihrer sechs Würfe ins FHC-Tor. Solche Lichtblicke gab es beim VfL nur wenige – sicher die unermüdlich rackernde Wiebke Kethorn (5 Tore), aber auch Haege Fagerhus (9/5) bewies Nervenstärke beim Verwandeln von fünf Siebenmetern.

Sabrina Neuendorf indes bekam der Gegner überhaupt nicht gut. Gegen ihren Ex-Club wollte die 23-Jährige unbedingt glänzen, was in überhasteten und eigensinnigen Aktionen mündete.

Als Totalausfall erwies sich Dagmara Kowalska. Die Polin nahm sich neun Würfe, versuchte es schließlich mit Gewalt und traf nur ein einziges Mal. Das war für eine erfahrene National- und Führungsspielerin einfach zu wenig.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball

VfL Oldenburg: Surkova (9 Paraden), Renner (14. bis 42., 4 P.) – Scholl (1), Neuendorf (1), Birke, Fagerhus (9/5), Parchina (3), Kethorn (5), Kowalska (1), Wenzl, Badenhop (2), Schmele (5), Gümmer (n.e.).

FHC: Schülke (19 P./2 Siebenmeter), Bralo (bei 2 Siebenmetern) – Mietzner (7/2), Paap (2), Hering (4), Jochin (6), Scheidemann (1), Beier (7), Rogucka (2), Schneider (1), Kot, Erdmann (n.e.), Obucina (n.e.).

Siebenmeter: 7/5 (Neuendorf und Kowalska scheitern an Schülke) – 3/2 (Mietzner an den Innenpfosten).
Zeitstrafen: 1 (Parchina) – 3 (Mietzner, Paap, Kot).
Schiedsrichter: Colin Hartmann (Magdeburg) und Stefan Schneider (Barleben).


  
Übernimmt bei den Oldenburgerinnen viel Verantwortung: Spielmacherin Sabrina Neuendorf, die zu Saisonbeginn von Frankfurt/Oder zum VfL wechselte. BILD: H. Jack   
VfL-Frauen blicken wieder auf Bundesliga / NWZ / 15.02.2008

Oldenburg nach Erfolgen im Europapokal gegen Frankfurt gefordert

OLDENBURG - Das Thema Europapokal stellt Leszek Krowicki vom VfL Oldenburg erst einmal hinten an: „Es war in allen Bereichen eine tolle Reise“, sagt der Trainer der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg über die Siege (40:25 und 37:17) am Wochenende im Challenge-Cup-Achtelfinale beim Schweizer Club LK Zug: „Aber jetzt müssen wir uns unbedingt wieder auf die Liga konzentrieren“ – und auf den Gegner am Sonnabend (16.30 Uhr, EWE-Arena), den Frankfurter HC.

Ausgerechnet gegen den FHC hatte sich der VfL im Mai 2007 nach einer dramatischen Siebenmeterentscheidung erst für den Challenge-Cup qualifiziert. „Schade, das war wohl für Jahre die letzte Gelegenheit auf internationale Spiele“, mutmaßte damals FHC-Trainer Dietmar Schmidt angesichts schmerzhafter Abgänge. Doch es kam anders: Sein Team steht derzeit auf Rang vier und ist damit voll auf Playoff-Kurs.

Die Oderstädterinnen, denen vor Saisonbeginn Oldenburgs neue Aufbauspielerin Sabrina Neuendorf (Schmidt: „Jeder wäre froh, sie zu haben“) sowie die Torschützenkönigin Angie Geschke (zu Randers HK/Dänemark) den Rücken kehrten, sorgen seit Monaten für positive Nachrichten. Mit 0:8 Punkten gestartet, verlor der FHC daraufhin in 14 Spielen nur zweimal. Ende Januar wurde folgerichtig der Vertrag mit Trainer Schmidt bis 2010 erneuert.

Kurz danach stellte der Club mit der Verlängerung der Stammspielerinnen Franziska Mietzner, Christine Beier (beide bis 2009), Mandy Hering (2010) und Arjenne Paap (2011) weitere Weichen Richtung Zukunft. In Ehrfurcht erstarren will der VfL aber deshalb nicht – schon das Hinspiel (33:34) geriet zu einer knappen Angelegenheit.

Quelle: SR/BAL / www.NWZonline.de/vflhandball


  
Tordrang: Kraftvoll setzt sich Julia Wenzel gegen ihre Gegnerin durch. Mit insgesamt neun Treffern in beiden Spielen trug sie sich in die Torschützenliste ein. BILD: RENE JÄGER   
VfL-Express überrollt LK Zug / NWZ / 11.02.2008

Oldenburg nach zwei klaren Siegen im Achtelfinale des Challenge-Cups

Die Schweizer waren kein Gradmesser für den VfL. Mit 35 Toren Gesamt- differenz setzte sich Oldenburg durch.

ZUG - Zum erwarteten Spaziergang wurde der Auftritt der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg im Achtelfinale des Challenge-Cups beim Schweizer Vertreter LK Zug. Nachdem die Mannschaft von Leszek Krowicki schon das Hinspiel am Sonnabend in der schmucken Zuger Sporthalle mit 40:25 für sich entschieden hatte, zeigten Scholl, Neuendorf und Co. keine 20 Stunden später im Rückspiel keinerlei Ermüdungserscheinungen und fertigen den hoffnungslos überforderten Gegner erneut mit 37:17 (19:10) ab.

Mit dem 40:25 war Krowicki noch nicht gänzlich zufrieden. „Die Deckung im ersten Spiel war schwach“, so der Pole. Über das gesamte Wochenende zog er aber eine positive Bilanz: „Wir sind eine Runde weiter. Und in einer fremden Halle gewinnt man selten mit 20 Toren.“

Lobenswert war, dass der VfL auch im zweiten Spiel konzentriert ans Werk ging, obwohl das Weiterkommen angesichts des hohen Hinspiel-Sieges und der Harmlosigkeit des Gegners praktisch schon feststand. Einzig zu Beginn des Rückspiels fanden die VfL-Frauen keinen Rhythmus, weshalb Zug in dieser Phase noch mithalten konnte. „Wir haben unsicher begonnen. Ich kann mir das eigentlich nicht erklären“, sagte Krowicki.

Im ersten Spiel am Sonnabend hatte es nach zehn Minuten bereits 8:1 für den VfL geheißen. Das Rückspiel war anfangs ausgeglichen, ehe der VfL nach 13 Minuten beim Stand von 5:5 einen Gang höher schaltete. Innerhalb von vier Minuten zog Oldenburg auf 11:5 davon. Die stabile 6:0-Deckung des VfL provozierte eine Vielzahl von Fehlern bei den unerfahrenen Zugerinnen. So kam der VfL wie schon im Hinspiel zu vielen Gegenstoß-Treffern.

Im Hinspiel hatte der VfL nach der Pause die schwächste Phase. Tags darauf agierte der VfL konsequenter. So konnte Krowicki seinen jungen Spielerinnen viele Einsatzzeiten gönnen. Sehr effizient blockten die Oldenburgerinnen die mit Abstand stärkste Zuger Spielerin Jacqueline Petrig. Die erst 20-jährige Spielmacherin war am Sonnabend mit elf Treffern die erfolgreichste Werferin überhaupt. „Petrig ist eine sehr starke Spielerin, die durchaus auch den Sprung in die Bundesliga schaffen könnte“, lobte Krowicki die Nummer sieben des LK Zug.

Da der VfL in Petrig die einzige Zuger Offensiv-Waffe ausschaltete, kassierte er in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte nur einen Gegentreffer. Am Ende stand es 37:17. „Das war unser Ziel, nicht mehr als 17 Tore zu kassieren. Ich bin zufrieden, weil die nötige Konzentration bis zum Schluss da war“, lobte der VfL-Trainer sein Team.

Ende gut, alles gut: Nun hofft der VfL auf einen attraktiven Viertelfinal-Gegner. „Die Spielerinnen wünschen sich Reykjavik. Ich hätte nichts dagegen“, sagt Krowicki. Die Auslosung findet am 19. Februar in Wien statt.

Quelle: VON SERGIO LÄMMLERUND OTTO-ULRICH BALS / www.NWZonline.de/vflhandball

10.02.: Lk Zug - VfL Oldenburg 17 : 37 (10:19)

VfL Oldenburg: Tatiana Surkova,Julia Renner; Ines Gümmer 3, Anna Badenhop 1, Kim Birke 5, Carolin Schmele 4/1, Dagmara Kowalska 4/1, Julia Wenzl 6, Haege Fagerhus 2, Wiebke Kethorn, Sabrina Neuendorf 3, Kathrin Scholl 6, Natalja Parchina 3

09.02.: Lk Zug - VfL Oldenburg 25 : 40 (9:20)

VfL Oldenburg: Tatiana Surkova, Julia Renner; Ines Gümmer, Anna Badenhop 1, Kim Birke 6, Carolin Schmele 4, Dagmara Kowalska 5, Julia Wenzl 3, Haege Fagerhus 8, Wiebke Kethorn 3, Sabrina Neuendorf 6/5, Kathrin Scholl 1, Natalja Parchina 3


Oldenburg plant schon vorsichtig die nächste Runde / NWZ / 08.02.2008

VfL im Challenge-Cup gegen Zug klar favorisiert – Krowicki hofft erneut auf Losglück

OLDENBURG - Die Rückkehr auf Europas Handballbühne erwies sich für den VfL Oldenburg bislang als Glückssache. Zwei Runden lang durfte der Bundesliga-Achte im Challenge-Cup-Wettbewerb zuschauen. In der dritten Runde zogen die VfL-Frauen mit Trier (35:26 und 23:22) und nun mit dem Schweizer Vertreter LK Zug im Achtelfinale zwei Glückslose.

„Das kann gerne so bleiben“, überlegt Leszek Krowicki, der nur ungern den zweiten vor dem ersten Schritt machen will: „Denn zuerst einmal müssen wir weiterkommen“, sagt der VfL-Trainer vor den beiden Achtelfinal-Duellen an diesem Sonnabend (17 Uhr) und am Sonntag (14 Uhr) in der Schweiz.

Bis auf Rückraumspielerin Alex Temp, die sich am Donnerstag im Training eine Knöchelverletzung zuzog, kann Krowicki dabei seine Bestbesetzung aufbieten. Für Temp nominierte Krowicki keine Spielerin nach, so dass gegenüber dem Nürnberg-Spiel nur Birthe Barger fehlen wird, für die Ines Gümmer ins Aufgebot rutscht. Temp wird aber mit im Flugzeug sitzen, wenn die VfL-Delegation an diesem Freitag ab Hannover in Richtung Zürich abhebt. Per Bus geht es dann weiter ins rund 30 Kilometer entfernte Zug.

„Wir haben 13 einsatzfähige Spielerinnen. Damit sind wir gut aufgestellt“, rechnet Krowicki insgeheim schon mit einem sicheren Weiterkommen seiner Mannschaft.

Bis die sich aber auf den nächsten Gegner im Challenge-Cup einstellen kann, muss sie sich noch etwas gedulden. Anders als Oldenburg und Zug absolvieren nämlich die anderen 14 im Wettbewerb verbliebenen Clubs ihre Rückspiele am 16./17. Februar. Erst danach, am 19. Februar, wird die Europäische Handball Federation (EHF) in Wien die Auslosung des Viertelfinales vornehmen.

Spätestens dann gilt es für die VfL-Fans, die Daumen zu drücken. Befinden sich bislang doch noch fünf, sechs richtig unangenehme Gegner im Wettbewerb. So zählen die rumänischen Clubs Constanta und Braila ebenso zu den Titelanwärtern wie die französischen Teams von Merignac und Dijon. Auch Spartak Kiew wie auch den tschechischen Vertreter Olomouc möchte Krowicki am liebsten meiden. „Meine Wunschgegner sind das alle nicht.“

Ausgespielt wird das Viertelfinale am 8./9. und 15./16. März – und dann soll es in Oldenburg auch ein „richtiges“ Heimspiel geben.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Julia Wenzl (am Ball) zeigte eine gute Leistung gegen den 1. FC Nürnberg Handball e.V.. Foto: T. Helmerichs

VfL-Frauen verpassen Überraschung / NWZ / 02.02.2008

Oldenburg unterliegt Meister Nürnberg knapp mit 23:24 – Letzer Angriff entscheidet

Die VfL-Frauen verschliefen die Anfangsphase. Nach dem 18:18-Ausgleich wackelte der Favorit bedenklich.

OLDENBURG - Die Eroberung der Tabellenführung im Nordwesten Deutschlands hatten sich Trainer und Spieler des 1. FC Nürnberg sicher leichter vorgestellt. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel boten die Handballerinnen des VfL Oldenburg dem Favoriten und Meister einen aufopferungsvollen Kampf und verpassten beim 23:24 (11:16) nur hauchdünn die Überraschung des Bundesliga-Spieltages.

„Die Enttäuschung sitzt tief. Wenn man so eine Chance hat, muss man sie auch nutzen“, ärgerte sich bei Spielschluss die überragende VfL-Spielmacherin Sabrina Neuendorf. Mit elf Treffern und einer erstklassigen Deckungsleistung gerade nach der Pause hätte die Nationalspielerin ihre Mannschaft fast zum Sieg geführt.

Die Gäste hatten vor 550 Zuschauern in der EWE-Arena einen Blitzstart hingelegt – auch dank Oldenburger Großzügigkeiten. Sicher, die VfL-Frauen hatten sich für das Duell gegen den Championsliga-Teilnehmer viel vorgenommen. Doch statt ihre Angriffe geduldig auszuspielen, brachten sie sich mit überhasteten Aktionen gleich zu Spielbeginn ins Hintertreffen. Zudem fehlte es der 3:2:1-Abwehrvariante an der erforderlichen Aggressivität.

Nürnberg ließ sich nicht zweimal bitten, führte schnell mit 5:0 (6. Minute) und gab die Führungsarbeit in der ersten Halbzeit nicht mehr ab. „Leider haben wir Nürnberg in den ersten zehn Minuten des Spiels alles erlaubt. Das war dumm von uns“, befand VfL-Trainer Leszek Krowicki. Die kompakte 6:0-Formation der Gäste bewirkte ihr Übriges. So konnten sich die VfL-Frauen nur wenige Chancen erspielen, zumal auch die zuletzt beste Torschützin Dagmara Kowalska überhaupt nicht zur Entfaltung kam.

Wie ausgewechselt kam der VfL aus der Kabine. Plötzlich stand die Abwehr. Nürnberg wurden gerade einmal noch acht Treffer zugestanden, und die anfangs unsichere VfL-Torfrau Tatiana Surkova (16 Paraden) steigerte sich von Minute zu Minute. Als Neuendorf per Siebenmeter erstmals beim 18:18 der Ausgleich (46.) geglückt war, stand die Halle Kopf. Der VfL war am Drücker, scheiterte aber schließlich an den eigenen Nerven. So handelten sich Haege Fagerhus (55./Rote Karte) und Carolin Schmele (48.) in der packenden Schlussphase zwei unnötige Zeitstrafen ein und zielte eine am Ende untröstliche Wiebke Kethorn (59.) über den Nürnberger Kasten.

Die Gäste kamen zum 22:24 (60.), Anna Badenhop schaffte erneut den Anschluss. Doch der nochmalige Ballbesitz in den Schlusssekunden konnte in einem letzten Aufbäumen nicht genutzt werden.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - www.NWZonline.de/vflhandball

VfL Oldenburg - 1. FC Nürnberg Handball e.V. 23 : 24 (11 : 16)

VfL Oldenburg: Surkova, Renner; Badenhop 2, Birke, Barger, Kowalska, Wenzl 4, Fagerhus 1, Schmele 1/1, Kethorn 1, Neuendorf 10/5, Scholl 1, Parchina 2, Temp 1.

Siebenmeter: 6/7 - 3/4
Zeitstrafen: 5/4


Frauen fordern deutschen Meister heraus / NWZ / 01.02.2008

VfL Oldenburg an diesem Freitag gegen Nürnberg „krasser Außenseiter“

OLDENBURG - Seit dem 12. Januar ist die Welt beim 1. FC Nürnberg wieder in Ordnung. An diesem Tag gewann der aktuelle deutsche Meister gegen den schwedischen Titelträger IK Sävehof wegen eines Zwischenspurts mit neun Toren in Folge mit 32:26 und zog in die zweite Gruppenphase der Championsliga ein. Schon kurz danach klingelte beim ständig klammen „Club“ endlich mal die Kasse: Zwei neue Sponsoren wurden akquiriert – der Verein darf weitermachen. An diesem Freitag (19 Uhr, EWE-Arena) ist die Mannschaft Gast der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg.

„So eine Nachricht wirkt wie eine Dopingspritze“, sagte Nürnbergs slowakische Nationaltorhüterin Marianna Gubova. Angetrieben von solch leistungsfördernden Neuigkeiten gewann Nürnberg kürzlich das Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen mit 24:20 und würde mit einem Sieg in Oldenburg Platz eins übernehmen.

Und der VfL? „Wir sind krasser Außenseiter“, sagt Leszek Krowicki. Der Trainer wäre aber nicht er selbst, würde er nicht insgeheim auf eine Überraschung hoffen – so wie beim 30:27-Erfolg in Nürnberg vor knapp zwei Jahren. So konsequent im Angriff wie beim 26:25-Sieg am Sonntag in Trier, so effektiv in der Abwehr wie zuletzt häufiger, wünscht sich der Trainer seine Mannschaft auch an diesem Freitag. Aber auch Krowicki weiß: „Hoffnungen macht man sich immer, aber Nürnberg ist schon sehr stark, hat einfach einen sehr guten Lauf – wir werden nur wenig Chancen bekommen.“

Wenigstens ist seine Mannschaft komplett – und damit gegenüber den am Donnerstag angereisten Gästen zahlenmäßig leicht im Vorteil. Trotz acht zum großen Teil hochkarätiger Abgänge vor der Saison musste Nürnberg fast komplett auf Zugänge aus Ersten Ligen verzichten. Lediglich Kreisspielerin Maja Sommerlund, die in Erfurt zuletzt meist auf der Bank gesessen hatte, stieß mit vier Handballerinnen aus der Regionalligamannschaft des Vereins zum aktuellen Überflieger. Geschadet hat der personelle Ausverkauf den Fränkinnen scheinbar nicht.

Quelle: www.NWZonline.de/vflhandball


Vertragsgespräche beim VfL Oldenburg dauern an / NWZ / 31.01.2008

Nur Kim Birke fest im Bundesligakader – Gegner Nürnberg kann finanziell durchatmen

OLDENBURG - Das Spielerkarussell in der Handball-Bundesliga der Frauen kommt mehr und mehr auf Touren. Beim VfL Oldenburg will man sich deswegen nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir sind mit allen Spielerinnen im Gespräch, doch noch kann ich keinen Vollzug melden“, sagt Peter Görgen.

Der Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH muss sozusagen einen Großauftrag abwickeln, laufen doch bis auf bei Kim Birke sämtliche Verträge der Stammspielerinnen der ersten und zweiten Mannschaft am Saisonende aus. Nur so viel: „Es gibt Signale, dass alle Stammspielerinnen, die wir halten wollen, auch bleiben“, sagt Görgen.

Namen wollen er und Cheftrainer Leszek Krowicki derweil keine nennen. Fest steht lediglich, dass der Bundesliga-Achte in der Winterpause auf dem Transfermarkt (Wechselfrist bis 15. Februar) nicht mehr aktiv wird, auch wenn in Barbara Brecska (Marpingen) eine Spielerin den VfL verlassen hat. Görgen wies auch Spekulationen zurück, denen zu folge die 36-jährige Russin Svetlana Mosgovaya (Trier) nach Oldenburg wechselt. „Das ist Quatsch. Kein Thema für uns“, so Görgen.

Konkretes gibt es derweil vom HC Leipzig zu berichten. Der Pokalsieger traf am Dienstag unmittelbar nach der Verpflichtung des neuen dänischen Trainers Heine Jensen zwei weitere Personalentscheidungen. Der polnische Rückraum-Star Karolina Kudlacz verlängerte den auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis Sommer 2010. Zudem verstärkt Nationalspielerin Maike Brückmann den HCL. Die 23-jährige Rückraumspielerin wechselt von der TSG Ketsch nach Sachsen.

Ganz andere Probleme hat der 1. FC Nürnberg, an diesem Freitag (19 Uhr, EWE-Arena) zu Gast in Oldenburg, gelöst. Der finanziell arg gebeutelte deutsche Meister kann nun doch an der zweiten Gruppenphase der Championsliga teilnehmen – zum Teil „auf Pump“. Zwei Banken stellten dem Club, der als erste deutsche Mannschaft überhaupt die Runde der letzten Acht in der europäischen Königsklasse erreichte, gemeinsam 50 000 Euro zur Verfügung. Eines der Institute gewährte den Nürnbergerinnen zudem einen zinslosen Kredit in Höhe von 25 000 Euro.

Quelle: www.nwzonline.de


VfL-Frauen atmen nach Siebenmeter-Drama auf / NWZ / 28.01.2008

Oldenburgerinnen schaffen 26:25-Erfolg in Trier – Gastgeberinnen vergeben Strafwurf

TRIER/OLDENBURG - Ohne Siebenmeter-Drama scheint es nicht zu gehen, wenn Oldenburg und Trier in der Bundesliga aufeinander treffen. Zogen die VfL-Handballerinnen im Hinspiel nach zwei verworfenen Siebenmetern noch mit 21:22 den Kürzeren, so drehten sie am Sonntagnachmittag den Spieß eiskalt um. Mit 26:25 (12:11) wurden beide Zähler an der Mosel eingepackt, schockierte Gastgeber zurück gelassen und in der Tabelle Boden gut gemacht.

„Wir haben uns gut als Mannschaft präsentiert und ein hoch dramatisches Spiel glücklich, aber auch verdient gewonnen“, freute sich bei Spielschluss in Trier VfL-Trainer Leszek Krowicki. Wiebke Kethorn, Kathrin Scholl und Natalja Parchina hatten in der Abwehr stark gespielt, Sabrina Neuendorf im Angriff Akzente gesetzt und Alex Temp hatte nervenstark alle vier Siebenmeter verwandelt. Zur Heldin aber wurde in der packenden Schlussphase Torfrau Tatiana Surkova.

Der Reihe nach: Nachdem Trier durch Eickhoff 40 Sekunden vor Schluss der Anschlusstreffer zum 26:25 geglückt war, reagierte Krowicki, nahm eine Auszeit. Doch im nächsten Moment war es vorbei mit der Ruhe beim VfL. Weil eine Aktion von Dagmara Kowalska in Unterzahl als Stürmerfoul abgepfiffen wurde, kamen Triers „Miezen“ noch einmal zum Gegenstoß und – nach einem Foul von Parchina an der durchgeeilten Hofmann – nochmals zur Siebenmeter-Chance.

Ein Fall für die DJK-Torjägerin Oxana Pal. Die bis dahin elffache Torschützin hatte zuvor achtmal von der Strafwurflinie getroffen. Doch im rein russischen Duell in der Schlusssekunde versagten die Nerven. Beim neunten Versuch ging ihr Aufsetzer zwar durch die Beine von VfL-Torfrau Surkova, aber auch über das Tor. Surkova hatte ihre Landsfrau erfolgreich irritiert. Abpfiff – und der Oldenburger Jubel wollte nicht enden.

Ganz so spannend hätten es die VfL-Frauen dabei gar nicht machen müssen. Doch leichtfertig wurde eine Vier-Tore-Führung verspielt. Nach dem 22:18 durch Kim Birke (49.) dezimierte sich das Team durch eine berechtigte (Carolin Schmele/51.) und eine zumindest zweifelhafte Zeitstrafe gegen Haege Fagerhus (50.) selbst. In der Folge schaffte Trier den 22:22-Ausgleich. Nur gut, dass Kowalska traf und mit dem 26:24 (59.) die Vorentscheidung erzwang.

Quelle: www.nwzonline.de


VfL Oldenburg siegt in Trier 26:25 / O.R. / 27.01.2008

Gäste fast ständig vorne - Triers Pal setzt entscheidenden Siebenmeter über die Latte

Der VfL Oldenburg hat Boden in der Handball-Bundesliga gutgemacht. Dank einer mannschaftlich geschlossenen Leistung und des notwendigen Glücks in der Schlussphase hat der Challenge-Cup-Achtelfinalist bei der DJK MJC Trier mit 26:25 (12:11) gewonnen. Es war der dritte Sieg im vierten Spiel gegen die "Miezen". Zuvor hatte Oldenburg zweimal im Challenge Cup (35:26, 23:22) triumphiert, das Liga-Hinspiel aber verloren.

Dabei verspielten die Oldenburgerinnen gleich zweimal fast den sicher geglaubten Erfolg. Nach dem 22:18 durch Kim Birke (49. Minute) dezimierte sich das Team von Trainer Leszek Krowicki durch eine berechtigte (Carolin Schmele, 51.) und eine zumindest zweifelhafte Zeitstrafe gegen Haege Fagerhus (50.) selbst. In der Folge schaffte Trier in doppelter Überzahl vor nur 400 Zuschauern (zeitgleich verlor die Männer-Nationalmannschaft bei der EM in Norwegen das Spiel um Platz drei gegen Frankreich) den 22:22-Ausgleich durch Simona Roubinkova (52.). Doch der VfL blieb vorne, Dagmara Kowalska erzielte das 26:24 (59.). Nach dem erneuten Anschlusstreffer durch Kira Eickhoff 40 Sekunden vor Schluss nahm Krowicki 24 Sekunden vor dem Ende seine Auszeit. Weil eine Aktion von Kowalska in Unterzahl aber als Stürmerfoul abgepfiffen wurde, kamen die Gastgeberinnen noch einmal zum Gegenstoß und - nach Foulspiel Natalja Parchinas an die durchbrechende Silvia Hofman - zum Siebenmeter. Diesen verschoss Oxana Pal mit dem Schlusspfiff. Die elffache Trierer Torschützin hatte zuvor achtmal von der Strafwurflinie getroffen. Beim neunten Versuch ging ihr Aufsetzer zwar durch die Beine von VfL-Torfrau Tatiana Surkova, aber auch über das Tor.

Die Gäste gewannen nicht unverdient beim vorigen Tabellenvierten, waren in einer kampfbetonten und schnellen Begegnung oft präsenter als die Triererinnen, die im Hinspiel in Oldenburg auch wegen zwei vergebener Siebenmeter des VfL in der Schlussphase mit 22:21 gewonnen hatten. "Diesmal war das Glück auf unserer Seite, aber genau so hatten wir zu Hause verloren", sagte Krowicki. "Es waren zwei glückliche Punkte, aber einen davon haben wir uns auch ohne Wenn und Aber verdient."

Oldenburg agierte aus einer beweglichen und kompakten 6-0-Deckung heraus und stellte das Trierer Angriffsspiel vor diverse Probleme. Nach dem 6:5 durch Eickhoff (14.) und den anschließenden Gegentoren der Oldenburgerinnen Fagerhus (15.), Sabrina Neuendorf und Kim Birke (jeweils 17.) lagen die "Miezen" bis auf das erwähnte 22:22 ständig hinten.

"Wir haben uns als Mannschaft präsentiert und die entscheidenden Akzente gesetzt", sagte Krowicki. "Unser Kampf wurde belohnt, das Glück haben wir uns verdient. In letzter Zeit haben wir dieses zu oft vermisst." VfL-Teammanager Henning Balthazar kommentierte die dramatische Schlussphase so: "Wenn ich nicht schon nur graue Haare hätte - nach diesem Spiel wären sie es bestimmt."

Am kommenden Freitag (19 Uhr) schon erwartet der VfL in der heimischen EWE Arena den deutschen Meister 1. FC Nürnberg, der am Samstag das Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen mit 24:20 gewann.

Trier: März, Vogt - Pal (11), Hofman (4), Eickhoff (3), Shynkarenko (2), Roelofsen (2), Roubinkova (2), Mozgovaja (1).

Oldenburg: Surkova, Renner (etwa 5 Minuten) - Neuendorf (4), Birke (4), Temp (4), Parchina (3), Kowalska (3), Scholl (3), Schmele (2), Fagerhus (1), Wenzl (1), Kethorn (1).

Siebenmeter: 8 - 9 (Pal mit Aufsetzer über das Tor) - 4/4.
Zeitstrafen: 2 (zweimal Hofman) - 6 (zweimal Neuendorf, Fagerhus, Schmele, Kethorn, Parchina).
Schiedsrichter: Matthias Dang und Thorsten Zacharias aus Mainz.


Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg


Bundestrainer Emrich löst Oldenburger Terminproblem / NWZ / 25.01.2008

VfL-Frauen gegen Meister Nürnberg nun doch am 1. Februar – Bundesligist am Sonntag in Trier unter Druck

OLDENBURG - Der Bundestrainer eilte den VfL-Handballerinnen im Termingerangel um das Nürnberg-Spiel zur Hilfe, doch im Kampf um die Playoff-Plätze (Bundesliga-Ränge 5 bis 8) müssen die Oldenburgerinnen das Ausrufezeichen schon selbst setzen. Viele Gelegenheiten dazu haben sie in der Normalrunde nicht mehr. Umso mehr wollen Trainer und Mannschaft am Sonntag beim Tabellenvierten DJK Trier (14 Uhr) ihre Chance suchen.

„Da geht etwas“, sagt VfL-Bundesliga-Geschäftsführer Peter Görgen mit dem Hinweis auf den 35:26-Auswärtserfolg im rein deutschen Europapokal-Duell in Trier. Wie im November so werden die VfL-Frauen auch diesmal wieder einen Tag früher an die Mosel reisen, die gleiche Unterkunft beziehen.

Ausgeruht soll der dritte Sieg im vierten Saison-Duell erkämpft werden. Dem 35:26 folgte im Rückspiel des Challenge-Cup ein 23:22 in Oldenburg, nachdem der VfL zuvor in der Liga sein Heimspiel gegen die Trierer „Miezen“ mit 21:22 noch versiebt hatte.

„Das ist nicht vergessen. Wir haben noch eine Rechnung offen“, ärgert sich VfL-Trainer Leszek Krowicki noch heute über den unglücklichen Verlauf der Partie in der EWE-Arena, die sein Team durch zwei vergebene Siebenmeter in der Schlussphase schließlich verlor. Bei Trier steuerte damals Oxana Pal, die auch schon einmal beim VfL ein Thema war, neun Tore zum Sieg bei. Heute führt die Russin mit 147 Treffern (davon 48 Siebenmeter) souverän die Bundesliga-Torschützenliste an.

Derweil steht seit Donnerstag nun fest, dass der VfL das nächste Heimspiel nun doch am 1. Februar gegen den deutschen Meister 1. FC Nürnberg bestreiten wird. Für ein Ende im Termingeschacher sorgte schließlich der Bundestrainer.

Weil Armin Emrich beim Lehrgang der Nationalmannschaft (28. Januar bis 1. Februar) komplett auf die Nürnbergerinnen und Oldenburgerinnen (Kathrin Scholl, Sabrina Neuendorf) verzichten wird, kann die Partie am kommenden Freitag in der EWE-Arena (19 Uhr) stattfinden.

Jetzt fehlt den VfL-Frauen eigentlich zu ihrem Glück nur noch ein Sieg in Trier – gegen Nürnberg jedenfalls hängen die Trauben ungleich höher.

Quelle: www.nwzonline.de


  
Dagmara Kowalska erzielte 9 Treffer für den VfL Oldenburg. BILD: THORSTEN HELMERICHS   
Oldenburgs Derby-Feuer erlischt schnell / NWZ / 14.01.2008

VfL-Frauen kassieren unnötige 23:29-Niederlage in Buxtehude – Schwache Angriffsleistung

Statt entschlossen zuzupacken, ließ sich das Team vom Kampfgeist des Gegners überrumpeln. Nun steckt der VfL im Mittelmaß fest.

BUXTEHUDE - Wo Leidenschaft in Großbuchstaben als Trikotwerbung drauf stand, war nicht genügend davon drin, um im Nordderby bei einem sichtlich angeschlagenen Gegner für ein Erfolgserlebnis in Frage zu kommen. So tief die Enttäuschung über das 23:29 (12:15) beim Buxtehuder SV auch beim Ertönen der Schlusssirene in der Halle Nord saß, so klar dürfen sich die Oldenburger Handballerinnen die Niederlage selbst zuschreiben.

„Mit der Deckungsarbeit kann ich leben, nicht aber mit der Angriffsleistung“, befand ein nicht minder deprimierter Leszek Krowicki bei Spielschluss. Gerade der VfL-Trainer hatte sich bei seinem Ex-Club etwas ausgerechnet. „Ich wusste genau, was hier in Buxtehude nach zuletzt drei miesen Spielen des BSV los war. Umso mehr habe ich gehofft, den Gegner diesmal knacken zu können.“

Dafür allerdings hätte seine Mannschaft wesentlich konzentrierter und entschlossener zupacken müssen. Das richtige Derby-Feuer im 30. Bundesliga-Duell der beiden Nordrivalen entfachte aber nur der Gegner. Mit Kampf und Leidenschaft stemmten sich die BSV-Frauen von Beginn an gegen die Oldenburger Angreiferinnen, ließen der ballführenden Spielerin keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten und erzwangen so letztendlich ihr Glück.

Die Oldenburgerinnen führten kein einziges Mal in den 60 Minuten. Und selbst als Buxtehude schwächelte, packten die VfLerinnen nicht entschlossen zu.

So blieben die Gastgeberinnen, angetrieben von einer erneut überragenden Ex-Oldenburgerin Diane Lamein (8 Tore), zwischen der 36. und 42. Minute ohne Tor – doch auch ohne Auswirkungen auf den Spielstand. Statt 19:15 führte Buxtehude halt jetzt mit 20:16.

„In dieser Phase war mehr drin, wenn wir nicht so viele Fehler gemacht hätten“, ärgerte sich Krowicki, der mit ansehen musste, wie Torfrau Tatiana Surkova den Ball gleich zweimal bei schnellen Gegenstößen dem Gegner zuwarf und wie im Angriff Fehlpass über Fehlpass und Fehlwurf über Fehlwurf produziert wurden.

Ob Kathrin Scholl, Sabrina Neuendorf, Haege Fagerhus, Natalja Parchina oder Dagmara Kowalska – sie alle ließen leichtfertig beste Torchancen aus oder machten BSV-Torhüterin Debbie Klijn mit halbhoch geworfenen Bällen zur Heldin (17 Paraden). Was dennoch Erfolg verhieß, endete dann meist am Buxtehuder Pfosten.

Die Folge: Buxtehude hielt vor 1000 begeisterten Anhängern bis zum Schluss wacker einen Drei-Tore-Vorsprung (22:19/51. und 25:22/56.) und nutzte schließlich Oldenburgs halbherzigen Versuch einer Schlussoffensive zum klaren Derby-Sieg.

„Am liebsten möchte ich gar nichts sagen. Das ist einfach nur ärgerlich. Ein Sieg wäre so wichtig für uns gewesen“, ärgerte sich Kim Birke.

Kein Wunder, steckt der VfL nach dieser Niederlage nun vorerst im Bundesliga-Mittelmaß fest.

Quelle: VON OTTO-ULRICH BALS - http:// www.NWZonline.de/vflhandball

Buxtehuder SV - VfL Oldenburg 29 : 23 (15:12)

Buxtehuder SV: Klijn (17/1 Paraden), von Holten (bei einem Siebenmeter) - Vogt (1), Neumann (4), Karsten (3), Henze (3), Lamein (8/7), Nagel (5), Kotenko (n.e.), Wode, Harms (n.e.), Schulz (4), Stapelfeldt (1).

VfL Oldenburg: Surkova (14 Paraden), Renner (n.e.) - Birke (4), Fagerhus (2), Kethorn, Neuendorf (3), Scholl (1), Parchina (4), Kowalska (8/4), Wenzl, Badenhop, Temp (1), Hetmanek (n.e.).

Siebenmeter: 7/7 - 6/4 (Kowalska an den Pfosten, Klijn hält gegen Kowalska, die per Nachwurf verwandelt).

  
Wechselt in die Zweite Liga: Barbara Brecska   
VfL-Frauen kämpfen um Anschluss nach oben / NWZ / 11.01.2008

Gegner Buxtehude steckt derzeit in einer Krise – Brecska wechselt in die Zweite Liga

OLDENBURG - Nein, zusätzliche Emotionen wolle er nicht wecken, auch sei der Auftritt der VfL-Handballerinnen an diesem Sonnabend (16.30 Uhr) bei seinem Ex-Club Buxtehuder SV „ein Spiel wie jedes andere“.

Trotzdem ist auch Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki nicht verborgen geblieben, dass die BSV-Frauen derzeit von einer Pleite in die nächste schlittern. Im DHB-Pokal gab es das Aus bei der HSG Blomberg, in der Bundesliga zuletzt ein mageres 34:34 im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Ketsch und zuletzt eine unnötige 26:29-Niederlage beim Tabellenletzten TV Beyeröhde.

„Wir lassen uns von der momentanen Unruhe in Buxtehude nicht irritieren“, sagt Krowicki. In der Tat weisen beide Mannschaften vergleichbare Probleme auf.

Wie Oldenburg so tauschte auch Buxtehude zu Saisonbeginn das Stammpersonal aus. So wechselte etwa die VfL-Spielmacherin Diane Lamein zum BSV und bildet seitdem eine gefährliche Achse mit Kreisläuferin und Nationalspielerin Susanne Henze.

Insgesamt allerdings fehlt den Buxtehuderinnen, bei denen Trainer Wolfgang Pötzsch nun mächtig unter Druck geraten ist, wie auch den VfL-Frauen die Konstanz.

Kurzum: Beide Teams sind stets für eine Überraschung in die eine oder andere Richtung gut. Für genügend Brisanz – das Hinspiel gewann der BSV überraschend klar mit 36:25 in Oldenburg – ist jedenfalls gesorgt.

„Der Sieger der Partie darf in der Tabelle erst einmal wieder nach oben schauen, der Verlierer muss auf eine neue Chance hoffen“, weiß Krowicki, der mit Oldenburg (13:17 Punkte) einen Zähler hinter Buxtehude (14:18) auf Rang sieben liegt. Personell kann er nahezu aus dem Vollen schöpfen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Ungarin Barbara Brecska endlich einen Verein gefunden hat.

Die 23-jährige Linkshänderin, die erst zu Saisonbeginn von Váci NKSE zum VfL gekommen war, wechselt mit sofortiger Wirkung, so Krowicki, zum Süd-Zweitligisten DJK Marpingen.

Quelle: http:// www.NWZonline.de/vflhandball


Kathrin Scholl (links) und Sabrina Neuendorf (rechts) gegen Lydia Jakubisova. (Foto: H. Jack)

VfL-Damen kämpfen bayrischen Aufsteiger nieder / HR / 05.01.2008

Oldenburg. Ein Sieg gegen die HSG Sulzbach/Leidersbach ist Pflicht, soviel stand für die Handballerinnen des VfL Oldenburg schon vor der gestrigen Partie fest. Und am Ende sprang auch tatsächlich der ersehnte Erfolg gegen die Aufsteiger heraus. Doch es bedurfte schon eines gehörigen Kraftaktes, um die Gäste mit 32:27 (14:13) auf die Heimreise zu schicken – und Kraftakt ist dabei durchaus wörtlich zu verstehen.

Von Beginn an sahen die 750 Zuschauer in der EWE-Arena eine offensive Auseinandersetzung. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da hatten beide Teams schon doppelt getroffen. In der 6. Minute konnte der VfL erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung herausschießen. Aber schon jetzt wurde deutlich, dass dieses Spiel wohl zu allererst über den Kampf entschieden würde. Beide Mannschaften agierten oftmals hektisch, unnötige Ballverluste oder unkontrollierte Würfe waren die Folge. Die Gastgeber allerdings machten weniger Fehler, so dass sie bis auf 10:6 davonziehen konnten.

Wer nun aber glaubte, diese Führung würde zu einer Beruhigung des Oldenburger Spiels führen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Das Gegenteil war der Fall: Fünf Tore in Folge brachte die Spielerinnen aus Nordbayern erstmals in Front (10:11). Leszek Krowicki nahm eine Auszeit und wechselte die Torhüterin, Julia Renner ersetzte Tatiana Surkova. Der VfL wirkte nun etwas konzentrierter. Zudem schien der HSG gegen Ende der Halbzeit die Kräfte auszugehen. Nach 25 Minuten lag der VfL wieder mit zwei Treffern vorn (14:12). Immer wieder gab der Aufsteiger die Bälle leichtfertig aus der Hand. Dass allerdings wussten die Oldenburgerinnen nicht konsequent zu nutzen. Mit gerade einmal 14:13 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel ging es zunächst ausgeglichen weiter. Bis zum 17:17 wurde im stetigen Wechsel getroffen. Als die HSG die Chance zur Führung per Tempogegenstoß vergab, zeigte Kim Birke auf der anderen Seite, wie es geht. Überhaupt zeigten die beiden Außen Birke und Haege Fagerhus (sechs Tore im zweiten Durchgang) eine starke Leistung. Gleiches gilt für Julia Renner, die viele Würfe entschärfte und die Gäste damit langsam verzweifeln ließ. Die VfL-Abwehr stellte die Räume zu, der HSG, die ohne etatmäßige Aufbauspielerin auskommen musste, fiel nichts Passendes ein. Zehn Minuten lang warteten sie vergeblich auf einen Treffer. Hätte Oldenburg in dieser Phase seine Chance besser genutzt, wäre das Spiel vorzeitig entschieden gewesen.

Julia Wenzl erzielte ihr erstes Bundesligator für den VfL Oldenburg. (Foto: H. Jack)

Als nach 48 Minuten ein Fünf-Tore-Vorsprung (25:20) zu Buche stand, schien der Drops dann aber doch gelutscht. Doch so einfach wollte sich der von seinen Fans lautstark unterstützte Aufsteiger nicht geschlagen geben und kam wieder heran (25:22). Krowicki hatte die grüne Karte schon in der Hand, als ihn zwei schnelle Tore dann doch beruhigten. Und wie schon in Halbzeit 1 zahlten die Gäste ihrem kleinen Kader Tribut. Fehlende Kraft führte zu vielen Konzentrationsfehlern, so dass der VfL am Ende keine Mühe mehr hatte, den Sieg nach Hause zu bringen.

Beste Werferinnen auf Seiten des VfL waren Dagmara Kowalska mit acht Toren (davon vier Siebenmeter), Haege Fagerhus mit sechs sowie Kim Karina Birke, Sabrina Neuendorf und Kathrin Scholl mit jeweils vier Treffern. Nach dem Spiel lobte Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki vor allem den kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft, die gerade in engen Situationen stets einen kühlen Kopf behalten habe. Ein Sonderlob gab es für Kowalska und für Natalja Parchina, die „in der Abwehr unersetzlich ist“. HSG-Trainer Peter David gratulierte dem VfL zu einem verdienten Sieg. Er hatte das Team schon bei der knappen Niederlage in Leverkusen in Augenschein genommen und sich gefragt, „warum eine so gute Mannschaft so wenig Punkte hat“. Den eigenen Spielerinnen zollte er vor allem für die kämpferische Leistung Respekt. „Das macht Hoffnung für die weiteren Aufgaben“, so David.

Quelle: Von Lutz Rector - http://www.huntereport.de

VfL Oldenburg - HSG Sulzbach/Leidersbach 32 : 27 (14:13)

VfL Oldenburg: Surkova (3 Paraden/bis 21. Minute), Renner (9 P.) – Birke (4), Fagerhus (6), Neuendorf (4), Scholl (4), Parchina (3), Kowalska (8/4), Kethorn (2), Badenhop, Wenzl (1), Schmele, Temp, Brecska (n.e.).

HSG Sulzbach/Leidersbach: Fenn (13 P./bis 24., 30.-42., ab 47.), Diener (2 P./1 SM) – Tikhonovitch (6/4), Jakubisova (5), Halasova (2), Langkeit (9), Kirschig, Kocevska (2), Schmitt, Grebe (3), Giegerich.

Siebenmeter: 7/6 (Temp verwirft gegen Diener) – 5/4 (Tikhonovitch trifft den Pfosten).
Zeitstrafen: 1 (Scholl) – 7 (zweimal Halasova, Tikhonovitch, Schmitt, Jakubisova, Kirschig, Kocevska).
Schiedsrichter: Robert Schulze (Magdeburg) und Tobias Tönnies (Dodendorf).


Leszek Krowicki erwartet Gegner auf gleichem Niveau / NWZ / 04.01.2008

VfL-Frauen empfangen am Sonnabend Sulzbach/Leidersbach – Teams trennt nur ein Punkt

Trainer Leszek Krowicki
OLDENBURG - Zeit, das betont Trainer Leszek Krowicki immer wieder, brauche seine Mannschaft. Zeit, um sich weiter zu entwickeln. Sollten jedoch die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Wochenende erneut verlieren, könnte es knapp werden mit der Zeit. Denn der Gegner am Sonnabend (16.30 Uhr, EWE-Arena) heißt HSG Sulzbach/Leidersbach – und liegt mit nur noch einem Punkt Rückstand einen Tabellenplatz hinter dem VfL. Mit einem Sieg könnte der Tabellenneunte also an den Oldenburgerinnen vorbeiziehen; dahinter lauern HSG Blomberg-Lippe und TSG Ketsch mit zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf den VfL.

Das Wort „Abstiegskampf“ möchte Krowicki dennoch nicht in den Mund nehmen. „So pessimistisch kann und will ich nicht denken“, sagt der Trainer. „Ich kann auch die Tabellenplätze analysieren, aber wir werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

Wenngleich nicht vorm Abstieg warnt Krowicki in Bezug auf die Partie am Sonnabend davor, sich „auf eine leichte Beute zu verlassen“. Immerhin gewann der VfL das Hinspiel auswärts deutlich mit 31:20. Nun erwartet Krowicki jedoch einen „Gegner auf gleichem Niveau“. Das Gesicht der Gäste-Mannschaft hat sich im Saisonverlauf verändert. Spielerinnen verließen das Team, und in Lazar Cojocar sitzt ein neuer Trainer auf der Bank. Nach sieben Niederlagen in Folge holte Sulzbach zuletzt sechs Punkte aus fünf Partien. Und die Sulzbacher Fans zumindest scheinen optimistisch zu sein, dass dieser positive Trend auch in Oldenburg fortgesetzt wird. Auf der Internetseite des Vereins tippten mehr als 50 Prozent der Anhänger (bei mehr als 100 abgegebenen Stimmen) auf einen Sieg.

Die VfL-Frauen haben am vergangenen Wochenende beim Tabellenführer Leverkusen verloren, jedoch lange mitgehalten und bis zum Schluss gekämpft – ein Indiz für Krowicki, dass sich die Mannschaft entwickelt. Daher war für ihn die Niederlage keine Enttäuschung. „So ein Spiel macht Appetit auf mehr, und ich hoffe, dass meine Spielerinnen das auch so sehen.“ Zumindest stehen alle 14 Spielerinnen, die in Leverkusen dabei waren, auch dieses Mal zur Verfügung.

Quelle: Von Otto-Ulrich Bals - http://www.nwzonline.de