Landschaftsformen - Die Geest

Die Geest

Die Geest ist eine Altmoränenlandschaft und wurde von den Gletschern der vorletzten Eiszeit geformt. Vom Norden kommend dehnten sich die Gletscher bis an den Harzrand und in das Bergland aus. Sonnenblumen, Raps, Mohn und Ringelblumen Als Folge ihrer Entstehungsgeschichte ist die Geest eine Landschaft mit vergleichsweise nährstoffarmen Böden. Durch den nach Osten abnehmenden Einfluß des Meeres (maritim-kontinentaler Klimawandel) ergibt sich in der Geest eine klimatische Differenzierung.

Für die Entwicklung des Bodens bedeutet das, daß in Richtung Osten die Sickerwasserbildung und Vernässung des Bodens sowie die Torfbildung und Versauerung des Bodens abnimmt. Eine stärkere Verbreitung von Stauwasserböden, Mooren und Podsolen im Westen sowie Braunerden und Rankern im Osten ist kennzeichnend.

Trotz der vergleichsweise armen Standorte wird die Geest vom Menschen seit langem landwirtschaftlich genutzt. Die Böden wurden dabei z. T. stark verändert.

Die Nutzung führte örtlich zu einer weiteren Verschlechterung oder Zerstörung. Im Mittelalter kam es durch Rodung und Übernutzung zu einer umfangreichen Erosion durch Wind. Auch versauerte der ohnehin schon saure Boden, infolge der Beweidung mit Schafen und Ausbreitung der Heidevegetation (Heidepodsole).

Auch wurden die Moore im Westen der Geest durch die Entwässerung und Torfnutzung stark verändert.

Bis heute allerdings führte die menschliche Tätigkeit zu einer nachhaltigen Bodenverbesserung. So entstanden durch die jahrhundertelange Plaggenwirtschaft vor allem westlich der Weser vergleichsweise fruchtbare Böden mit hohem Humusgehalt (Plaggenesche).

Die Bodenregion der Geest nimmt mit 64 % Flächenanteil den größten Teil Niedersachsens ein.